• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Kennen und können

Messmodelle

Hintergrund

Der heutige Gottesdienst soll eine Brücke schlagen zwischen der 1. Lesung aus dem Buch Deuteronomium, wo es darum geht, daß wir die Gesetze und Gebote Gottes achten und hören sollen, zum Evangelium, wo uns Jesus das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe aufträgt. "Geh und handle genau so!" Wir beginnen also in diesem Gottesdienst einen Weg vom Kennen und Können, von Worten und Taten.

Material

  • großes Plakat
  • Stifte

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Lied
  • Fürbitten
  • Gebet nach der Kommunion

 

Bibelstellen

1. Lesung: Dtn 30, 10-14

Mose sprach zum Volk: Du sollst auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hören und auf seine Gebote und Gesetze achten, die in dieser Urkunde der Weisung einzeln aufgezeichnet sind. Du sollst zum Herrn, deinem Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zurückkehren.
Denn dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, geht nicht über deine Kraft und ist nicht fern von dir. Es ist nicht im Himmel, so dass du sagen müsstest: Wer steigt für uns in den Himmel hinauf, holt es herunter und verkündet es uns, damit wir es halten können? Es ist auch nicht jenseits des Meeres, so dass du sagen müsstest: Wer fährt für uns über das Meer, holt es herüber und verkündet es uns, damit wir es halten können?
Nein, das Wort ist ganz nah bei dir, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen, du kannst es halten.

Evangelium: Lk 10, 25-37

In jener Zeit wollte ein Gesetzeslehrer Jesus auf die Probe stellen. Er fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz. Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben.
Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.
Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.
Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat.
Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!

Hintergrund 1. Lesung:

Deuteronomium


Das fünfte Buch Mose überliefert die Abschiedsrede von Moses an Israel am Vorabend des Einzugs in das verheißende Land. Der Titel "Deuteronomium" aus der griechischen Übersetzung legt den Gedanken an eine zweite Gesetzgebung nahe. In Wirklichkeit enthält das Buch aber die Bestätigung und nochmalige Versicherung des Sinaibundes. Die Schreiber dieses Buches wollen die Gläubigen das "Heute" der Errettung, Erwählung und des Bundesangebotes deutlich machen. Moses, der sterben muss, teilt dem versammelten Volk sein Vermächtnis mit: Segen liegt über Israel, wenn es auf Gott hört, geht es aber eigene Wege, stürzt es sich dadurch selber ins Unglück. Der Teil der heutigen Lesung gehört zum Bereich der Fluch- und Segensworte und ist von Formeln des Fluches und des Segens eingeschlossen, die zu einer Eideszeremonie (Dtn 29, 1-30.20) gehören, wie sie bei Vertragsabschlüssen üblich war. Der uns vorliegende Text zählt wohl zur nachexilischen Ausgabe des Deuteronomium, die sehr stark vom Propheten Jeremia beeinflusst ist.

Das Wort Gottes


Grundsätzlich geht es in der heutigen Lesung um die Frage, wo und wie Gott zu uns Menschen spricht. Der Autor meint, dass wir es sind, die die Entfernung oder Entfremdung von Gott schaffen oder verhindern. Von Gott her besteht ein ewiges Angebot der Begegnung und des Bundes mit ihm. Diese Begegnung mit Gott ist überall möglich, besonders aber in seinem Wort. Im Vers 14 erhalten wir noch die Zusicherung, dass das Wort schon in unserem Mund, ja sogar schon in unserem Herzen ist. Wenn wir das Wort Gottes annehmen, sorgt Gott selbst dafür, dass sein Wort in uns ist.
Nicht ein im Himmel verborgenes Geheimnis ist Gottes Gesetz, auch handelt es sich um keine Weisheit ferner Länder, sondern Gott hat unmissverständlich seine Weisung in das Herz des Menschen gelegt. Allein die Tatsache, dass diese Worte nach der langen Wüstenwanderung und vor dem Einzug in das gelobte Land vom scheidenden Mose gesprochen werden, erhöht die Dramatik der ganzen Szene: Gott ist treu, und deshalb ist der Mensch - sind wir - auch fähig Gottes Wort in Gottes- und Nächstenliebe konkret im Alltag umzusetzen. Gottes Liebe zu uns Menschen sollen wir mit unserem Leben beantworten, indem wir "das Wort, das ganz nahe" bei uns ist "halten".

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Jesus, unser Bruder, du sagst uns, wir sollen auf deine Gebote und Gesetze achten. Sehr oft schauen wir aber nur auf unseren eigenen Vorteil.

Jesus, unser Bruder, du sagst uns, wir sollen mit ganzem Herzen zu dir zurückkehren. Sehr oft fällt es uns aber sehr schwer, unser Leben zu verändern.

Jesus, unser Bruder, wir sollen uns als Nächste erweisen. Sehr oft sind aber unsere Nächsten uns überhaupt nicht nahe.

Verkündigung


Wir Christen kennen eigentlich die Gesetze und Gebote Gottes ziemlich genau. Wie der Gesetzeslehrer im heutigen Evangelium wissen wir, was ein gläubiger Christ tun könnte. Die Frage ist, ob wir es auch tun, ob wir das Wort Gottes, von dem in der Lesung steht: " ...das Wort ist ganz nah bei dir, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen, du kannst es halten." Hören wollen, bzw. danach handeln. Das Kennen des Wortes Gottes ist aber für den Christen noch zu wenig, er/sie muss wie der "barmherzige Samariter" danach handeln.
Wir wollen jetzt überlegen, wie wir Lebenssituationen, die wir kennen, mit dem uns ebenfalls bekannten Geboten Gottes, besonders mit dem der Gottes- und Nächstenliebe, konfrontieren können, um zum Können, das heißt zum konkreten Handeln, zu kommen. Damit uns das leichter fällt, schreiben wir unsere Ergebnisse auf ein großes Plakat:

Lebenssituationen, die wir KENNEN

Umwelt
Müllbergen
Dritte Welt
Stress
alte Menschenen
............

Was wir dazu oder dagegen tun KÖNNE

schützen, pflegen, Probennen
Müll trennen, bewusst einkaufe
Ursachen suchen, teilen, verstehe
Zeit nehmen, bewusst einte
besuchelfen
..........

Es muss uns also bewusst sein, dass Liebe nicht nur ein Wort ist, sondern Worte und Taten, und das wollen wir im folgenden Lied singen:

Lied



Liebe ist nicht nur ein Wort
Liebe ist nicht nur ein Wort,
Liebe, das sind Worte und Taten.
Als Zeichen der Liebe ist Jesus geboren,
als Zeichen der Liebe für diese Welt.

Freiheit ist nicht nur ein Wort,
Freiheit, das sind Worte und Taten.
Als Zeichen der Freiheit ist Jesus gestorben,
als Zeichen der Freiheit für diese Welt.

Hoffnung ist nicht nur ein Wort,
Hoffnung, das sind Worte und Taten.
Als Zeichen der Hoffnung ist Jesus lebendig,
als Zeichen der Hoffnung für diese Welt.

Wahrheit ist nicht nur ein Wort,
Wahrheit, das sind Worte und Taten.
Als Zeichen der Wahrheit ist Jesus verachtet,
als Zeichen der Wahrheit für diese Welt.

Einheit ist nicht nur ein Wort,
Einheit, das sind Worte und Taten.
Als Zeichen der Einheit ist Jesus mit uns,
als Zeichen der Einheit für diese Welt.

Friede ist nicht nur ein Wort,
Frieden, das sind Worte und Taten.
Als Zeichen des Friedens litt Jesus Gewalt,
als Zeichen des Friedens für diese Welt.

Fürbitten


Herr, durch dein Wort bist du uns ganz nahe. Darum dürfen wir zu dir bitten.

Für unsere Gemeinschaft der Kirche: dass es uns gelingt, dein liebendes Wort immer wieder in die Tat umzusetzen.

Für unsere oft so kalte Welt: dass wir, Christen, das oft ungehörte Schreien nach Liebe hören.

Für die Menschen, die in unserer Gemeinde oft übersehen werden: daß wir ihre Worte der Not nicht überhören.

Für uns selbst: dass unsere Worte und Taten im Alltag übereinstimmen.

Für unsere Verstorbenen: dass sie aufgrund deines liebenden Wortes das Leben in Fülle haben.

Gebet nach der Kommunion


Gott, unser Vater,
mach aus uns liebende Menschen,
solche, die sich voll und ganz einsetzen,
engagierte Menschen,
die sich selbst her schenken können,
die lieben,
nicht nur mit schönen Worten,
sondern in Wahrheit und mit Taten,
die ihr Leben hingeben,
wahrhaftig und restlos.

Mach aus uns glaubende Menschen,
in die Wahrheit verliebt,
die den Frieden wollen,
mit reinem Gewissen,
entschlossen, nie untreu zu sein,
freie, spontane, standhafte Menschen,
zärtlich und stark.

Mach aus uns hoffende Menschen,
voll des Heiligen Geistes,
mit prophetischem Blick,
Menschen mit klarem Herzen,
die die Zeichen der Zeit zu lesen vermögen.
Menschen, die aus der Vielfalt
Hoffnung erstehen sehen.

Darum bitten wir dich,
im Namen Jesu Christi,
deines Sohnes und unseres Bruders.

Publikation: Effata

Share |

 

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 15. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...