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Ich bin so frei

Messmodelle

Hintergrund

Mit der Freiheit umzugehen ist nicht immer einfach. Immer wieder erleben wir, dass uns etwas einfällt, was wir gerne tun möchten oder haben wollen, aber wenn wir ein bisschen darüber nachdenken, merken wir, dass das nicht immer so einfach ist. Manchmal passiert es auch, dass wir etwas "angehen" und dann stoßen wir plötzlich auf unerwartete Hindernisse. Wie geht es dann weiter? Kann ich wirklich alles tun, was mir einfällt, kann ich wirklich alles haben, was ich mir einbilde? Oder ist es nicht klüger, hin und wieder auf die unbedingte Durchsetzung seines eigenen Dickschädels zu verzichten, vielleicht sogar zugunsten eines anderen?

Material

  • Mistberg (Dosen, Schachteln, Klorollen, Kartonstücke, etc.)
  • eventuell großer Mistkübel
  • Stifte
  • lange Schnur

Aufbau

Die dazu gestalteten elemente sind:

  • Kyrie
  • Vor der Lesung
  • Lesung
  • Nach der Lesung

 

Bibelstellen

2. Lesung: Gal 5,1.13-15

(2. Lesung; Übersetzung: Gute Nachricht)
Gott hat euch zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern! Aber missbraucht die nicht als Freibrief für Selbstsucht und Lieblosigkeit. Vielmehr soll sich einer dem anderen unterordnen. Das ganze Gesetz ist erfüllt, wenn dieses eine Gebot befolgt wird: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Wenn ihr einander wie wilde Tiere beißt und fresst, dann passt nur auf, dass ihr euch nicht gegenseitig verschlingt.

Evangelium: Lk 9,51-62

Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen. Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein Samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen.
Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war.
Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet? Da wandte er sich um und wies sie zurecht. Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf. Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen. Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein Samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen.
Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war.
Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet? Da wandte er sich um und wies sie zurecht. Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf. Als sie auf ihrem Weg weiterzogen, redete ein Mann Jesus an und sagte: Ich will dir folgen, wohin du auch gehst. Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.
Zu einem anderen sagte er: Folge mir nach! Der erwiderte: Lass mich zuerst heimgehen und meinen Vater begraben. Jesus sagte zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh und verkünde das Reich Gottes! Wieder ein anderer sagte: Ich will dir nachfolgen, Herr. Zuvor aber lass mich von meiner Familie Abschied nehmen. Jesus erwiderte ihm: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes.

Hintergrund 2. Lesung:

Heidenchristen


In der heutigen Lesung wendet sich Paulus wieder an die Galater. Viele von ihnen waren keine Juden, bevor sie Christen wurden. Sie waren Heiden. Es kommt wieder der altbekannte Konflikt auf, ob denn die Heiden so ganz einfach aufgenommen werden sollen, ohne sich vorher dem jüdischen Glauben anzuschließen.

Freiheit vom jüdischen Gesetz


In dem Teil der heutigen Lesung nimmt Paulus zu Fragen nach der Freiheit Stellung. Aber was ist Freiheit? Das ist eine sehr schwierige Frage, über die sich die Philosophen bis heute die Köpfe zerbrechen. Paulus geht es aber weniger um eine philosophische Darlegung von Freiheit, sondern er möchte den Galatern klar machen, dass der Glaube an Christus sie befreien kann. Wenn sie an Christus glauben, sind sie nicht mehr versklavenden Mächten unterworfen, sondern frei. Es gibt aber auch Tendenzen, Meinungen, die sagen: Wenn einer Christ sein will, muss er zuerst die ganzen jüdischen Gesetze halten. Diese Meinungsunterschiede führten unter den ersten Christen sogar zum Streit, der auf dem Apostelkonzil zugunsten der Heidenchristen beigelegt wurde. Paulus verkündet also die Freiheit vom jüdischen Gesetz und die Freiheit von kosmischen Mächten, weil Jesus die Menschen endgültig erlöst, letztlich vom Tod, von Abhängigkeiten von anderen "Mächten" befreit hat.

keine Gesetzlosigkeit


Aber wie weit geht meine Freiheit? Bin ich als Christ so frei, dass ich tun und lassen kann, was ich will? Bin ich an überhaupt keine "Gesetze" gebunden? Geht meine Freiheit sogar so weit, dass ich auf Kosten der anderen frei sein kann und darf?

sondern Verantwortung


Paulus macht den Galatern Mut. Er warnt sie davor sich wieder ein neues Joch der Knechtschaft auferlegen zu lassen. Damit meint er wohl die jüdischen Gesetze, an die sie nicht gebunden sind. Sie sollen aber verantwortungsvoll mit dieser Freiheit umgehen, sagt Paulus. Sie sollen die Freiheit nicht dazu missbrauchen, ein zügelloses Leben zu führen, sondern ein Leben, das von Liebe geprägt ist und in gegenseitiger Liebe verantwortet wird. Das Gesetz - letztlich auch das jüdische Gesetz - ist, wie Paulus im Anschluss an Jesus sagt, in einem Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.

Freiheit in Liebe


Paulus verwendet Vergleiche aus dem Tierreich, wie man sie damals verstanden hat. Wenn wilde Tiere in Konkurrenz zueinander treten, kämpfen sie eben mit Beißen und Verschlingen. Die Galater sollen aufpassen, dass sie nicht zu weit gehen, sie sollen einander nicht umbringen, sondern Meinungsverschiedenheiten friedlich austragen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Herr Jesus, du hast uns zu deinen Freunden gemacht. Und Freunde dürfen sich gern haben.
Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du hast uns frei gemacht. Wir brauchen uns nicht mehr Angst machen lassen.
Christus, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du hast uns gesagt, dass Einander - Lieben die Erfüllung des ganzen Gesetzes ist.
Herr, erbarme dich unser.

vor der Lesung


Frei sein heißt für uns meistens entweder gerade keinen Vorschriften gehorchen müssen, einen freien Tag genießen können, gerade von niemandem belagert zu werden. Also unter Frei sein verstehen wir meistens eine Freiheit von etwas, eigentlich ein Fehlen von etwas, was uns bedrücken oder stören könnte. In der heutigen Lesung werden wir hören, wie Paulus den Galatern Mut macht, ihre eben erst gewonnene Freiheit nicht gleich wieder zu verlieren.

Lesung


Lesung

Nach der Lesung


Gemeinsam wollen wir nun überlegen, wovon wir gerne frei wären, was uns belastet, was wir gerne los werden. Auf einem zentralen Platz ist ein Berg voller Mist (Dosen, Schachteln, Klorollen, Kartonstücke, etc.) und eventuell ein großer Mistkübel. Jedes Kind kann sich ein "Miststück" nehmen und auf dieses (entweder kann man ohnehin darauf schreiben oder es ist ein leerer Zettel draufgeklebt) all das schreiben, was es bedrückt und nicht frei sein lässt. Der / Die Gottesdienstleiter/in hat eine lange Schnur vorbereitet, auf die dann der Mist gebunden werden kann. Hängen alle "Miststücke" auf der Leine, werden sie im Mistkübel verstaut und weggeworfen. Und nun schauen wir, was wir nun alles machen können. Gemeinsam singen wir ein Freudenlied über die Freiheit.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 13, Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...