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Gott freut sich an der Welt

Messmodelle

Hintergrund

In der ersten Lesung dieses Sonntags wird uns erklärt, daß sich die Weisheit entwickeln kann. Denn einst "spielte sie wie ein Kind", und so wird sie wohl auch wachsen wie ein Kind. In der Mitteilung, daß sich die Weisheit an den Menschen freut, wird ausgesagt, daß Gott sich an den Menschen freut. Und das ist der Gedankengang, dem wir im Gottesdienst nachgehen wollen. Also überlegen wir, worüber sich Gott an den Menschen freuen könnte.
Umgekehrt können wir uns sicher auch an der Weisheit erfreuen. Wenn wir diesbezüglich auf einige Gedanken gekommen sind, können wir auch formulieren, was uns an Gott freut - denn Gott selbst ist ja die Weisheit!

Material

  • Krepp-Papier Streifen in vielen Farben
  • Strauchzweige
  • Liedtext

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Beginn
  • Kyrie
  • Lied

 

Bibelstellen

1. Lesung: Spr 8, 22-31

So spricht die Weisheit Gottes: Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, vor seinen Werken in der Urzeit; in frühester Zeit wurde ich gebildet, am Anfang, beim Ursprung der Erde.
Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren, als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln wurde ich geboren. Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren und alle Schollen des Festlands.
Als er den Himmel baute, war ich dabei, als er den Erdkreis abmaß über den Wassern, als er droben die Wolken befestigte und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer, als er dem Meer seine Satzung gab und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften, als er die Fundamente der Erde abmaß, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit.
Ich spielte auf seinem Erdenrund, und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.

Evangelium: Joh 16, 12-15

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.
Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen.
Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.

Hintergrund 1. Lesung:

Weisheitslehre


Das Buch der Sprichwörter enthält Ratschläge zur rechten Lebensgestaltung und Regeln, nach denen der Mensch zu Glück und Erfolg gelangt. Die Weisheitslehren der orientalischen Völker sind miteinander verwandt und wanderten von Volk zu Volk, wobei sie hauptsächlich der Erziehung der königlichen Beamten dienten.
Als Israel Königtum wurde und sich in Jerusalem ein höfisches Leben entwickelte, hat es diese Weisheitslehren ebenso unbefangen übernommen und diese ihrem Jahwe glauben angeglichen. In der Folge aber bleibt in Israel die Weisheit nicht auf einem bestimmten Stand beschränkt, sondern wendet sich an alle. Ihr Fundament ist die gelebte Religion. Im Laufe der Entwicklung tritt die Weisheit an die Stelle der prophetischen Verkündigung. Schließlich bekommt sie höchste Autorität und tritt dem Menschen gegenüber, als sei sie eine eigene Person (eine Frau). So ist sie dann Mittlerin der Offenbarung, lehr und lädt die Menschen ein. Als Kontrastfigur wird die Torheit gegenüber gestellt, die auch ihrerseits die Gäste in ihr Haus locken will (Kap.9).

"Erstlingswerk"


Der Lesungstext steht in so einem Abschnitt, wo die Weisheit spricht und einlädt. Sie stellt sich dabei vor, wer die ist. Die Weisheit ist das Erstlingswerk Gottes, so beginnt die Lesung. "Von Urzeit" her ist sie geschaffen, bevor die Erde gemacht wurde ist sie "geboren".
Altorientalische Vorstellungen sind hier auf die Weisheit übertragen worden, um ihre Sonderstellung auszudrücken. Die Weisheit bildet gleichsam die "Urordnung" der Welt.

Wie ein Kind


Sie ist selbst an der Schöpfung beteiligt. In poetischen Worten wird sie als Liebling Gottes geschildert, die bei der Weltschöpfung überall dabei ist. Wie ein Kind ist sie an seiner Seite und freut sich und spielt vor ihm. Sie freut sich an den Menschen und "spielt Tag für Tag auf seiner Erde". Diese poetische Personifikation mag wohl darauf hinweisen, dass die Weisheit kein abstrakter Begriff ist, sondern dynamische und schöpferische Kraft.

Christliche Auslegung


Die Vorstellung von der vorweltlichen Weisheit ist in der christlichen Auslegung auf Jesus Christus, auf den Heiligen Geist und dann auch auf Maria übertragen worden.
Der Name der Basilika von Konstantinopel "Hagia Sophia" (Heilige Weisheit), der uneinheitlich überliefert ist (der Name wird auf Gott selber, auf Gottes Wort oder auf Jesus Christus bezogen), ist ein Beispiel für die vielfältige Weiterführung. Mehr noch aber bringt das gesamte Kunstwerk diese phantasievolle und religiöse Zusammenschau zum Ausdruck.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Zu Beginn


Zu Beginn des Gottesdienstes erhält jedes Kind einen Streifen Krepp-Papier, wobei die Farben unterschiedlich sein sollten. Das bunte Durcheinander ist ein Zeichen für die Buntheit, die Gott in unserer Welt geschaffen hat. Zu Musik laufen alle durch den Raum. Der/die Gottesdienstleiter/in schaltet zwischendurch die Musik aus und ruft fragend: "Was ist schön auf der Welt?" Ein Kind, dem etwas dazu einfällt, ruft seine Idee aus. Alle, die das, was genannt wurde, auch schön finden, rufen dann: "JA!" Dann wird wieder Musik gespielt. Das geht so lange, bis alle Kinder, die Ideen haben, diese auch ausgerufen haben.
Nach dem Spiel behält zunächst jedes Kind seinen Papierstreifen.
Das, was wir auf der Welt schön finden, freut wahrscheinlich auch Gott an unserer Welt, weil wir unsere Welt schön gestalten können, freut sich Gott sicher auch an den Menschen. Wenn wir uns überlegen wollen, was Gott noch alles an den Menschen gefallen könnte, dann dürfen wir auch einmal an uns selbst denken. Darum überlegen wir, überlegt jedes Kind für sich, was Gott an mir gefallen könnte. Dabei können wir an etwas denken, das wir in letzter Zeit getan haben oder an eine Eigenschaft, an etwas, das wir können oder etwas für das wir uns einsetzen - vieles an uns selbst kann Gott gefallen.

Als Unterstützung für das Gespräch über die eigenen Gedanken sind einige Strauchzweige hergerichtet - als Zeichen für die Schöpfung Gottes, die für uns sehr schön sein kann. Die Schöpfung kann ich mit mir oder mit etwas von mir schmücken. Wenn ein Kind den anderen erzählt, was ihm eingefallen ist, dann hängt es den eigenen Papierstreifen an einen der Zweige. Aus dem Streifen kann auch vorher etwas geknüpft, geflochten oder gebunden werden. Wenn ein Kind seine Gedanken den anderen jetzt nicht so gerne sagen will, dann kann es seinen Papierstreifen auch einfach so an einen Zweig hängen. So entsteht im Kindergottesdienst ein geschmückter "Zweig der Freude Gottes an den Menschen".
Natürlich können wir nie ganz sicher sein, was Gott wirklich gefällt, was gut ist. Aber wir können es doch ein wenig erahnen. Aus langen Überlegungen heraus und mit tiefer Erfahrung zu wissen, was gut ist, das wird in der Bibel auch die "Weisheit" genannt. An der Weisheit erfreut sich auch Gott. Darüber hören wir in der Lesung.
Die inhaltliche Linie des Gottesdienstes, die die Kinder mit vollziehen können sollen, legt es nahe, zuerst den Text der Lesung vorzutragen und danach ein Kyrie zu beten. Diese Umstellung in der Abfolge ist durchaus zulässig.

Kyrie


Wir haben nun schon viel darüber nachgedacht, was Gott an uns gefallen könnte. Wir haben etwas über die Weisheit gehört, an der uns etwas gefallen kann. Wenn in der Bibel von der Weisheit die Rede ist, dann ist meistens Gott selbst gemeint. So ist es wohl für uns an der Zeit, darüber nachzudenken, was uns an Gott gefällt. Dabei können wir auch an die Weisheit, von der wir in der Lesung gehört haben, denken, oder an Jesus oder auch an den Heiligen Geist.

So beten wir nun gemeinsam:
Guter Gott, es freut uns, dass du Gefallen an uns finden kannst. Auch wir wollen dir jetzt sagen, was uns an dir gefällt:

An dir gefällt uns, dass......
Kinder, denen etwas dazu einfällt, sagen das. Nach einigen Aussagen wird vorgebetet: Herr, erbarme dich unser.

An Jesus gefällt uns, daß....
Es wird ebenso vorgegangen, nachher wird gebetet: Herr, erbarme dich unser.

Außerdem gefällt uns, dass ...
Es wird eine dritte Runde gesammelt, wobei all das zur Sprache kommen kann, was bislang noch nicht gesagt wurde. Daraufhin wird wieder gebetet: Herr, erbarme dich unser.

Lied


Nun singen wir noch ein Lied miteinander, in dem beschrieben wird, wie Menschen sein können, wie es auf unserer Welt zugehen kann. Vieles von dem, was wir da singen werden, kann etwas sein, das Gott und uns an den Menschen, an unserer Welt, gefällt.

1. Die Erde ist ein Mosaik,
im Norden ist’s kalt und im Süden ist’s heiß,
wir alle wünschen uns Friede und Glück
für Gelb oder Schwarz oder Rot oder Weiß.
Wir singen: Tanz doch mit, sei ein Stück in unserm Mosaik!
Tanz doch mit, sei ein Stück in unserm Mosaik!

2. Die Menschen sind an Farben reich,
sie kennen den Schmerz
und sie kennen das Glück.
Vor Gott sind alle Menschen gleich,
ob klein oder groß oder dünn oder dick.

3. Die Umwelt ist von vielem bedroht,
als Mülldeponie verkommen zur Gruft.
Wir wollen sie befreien von Schmutz
und von Tod:
die Tiere, die Pflanzen, den Wald und die Luft.

4. Wir Kinder sind die Farben der Welt,
wir tanzen und kämpfen gegen das Grau
mit Freude, mit Spiel, das allen gefällt,
ob jung oder alt oder Mann oder Frau.

Text und Musik: Rudi Habringer
Silvia Hagleitner

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Dreifaltigkeitssonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...