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Die Augen öffnen

Messmodelle

Hintergrund

In der heutigen Lesung bittet der Verfasser darum, dass die Mitglieder der Gemeinde erkennen mögen, was ihr das Wichtigste sein soll, was in ihrem Mittelpunkt stehen soll, nämlich Jesus Christus.
Um das erkennen zu können, braucht es immer wieder Menschen, die einem die "Augen öffnen", die einem Zusammenhänge erklären, einen auf Wichtiges aufmerksam machen und vieles auch immer wieder erklären. Und um dieses "die Augen öffnen" und auf Neues draufkommen soll es im Gottesdienst gehen. Am Beginn steht das Schauen und "Auf-Neu-draufkommen"im Vordergrund. Dazu sind verschiedene Stationen aufgebaut, bei denen man jeweils die verschiedensten Sachen ausprobieren und auf Neues draufkommen kann.
Am feinsten wäre es, die aufgebeuten Stationen eine nach der anderen mit den Kindern abzugehen und dabei die KInder auch so viel wie möglich selber ausprobieren zu lassen.
Ein Hinweis: Man sollte die Experimente schon vorher selber ausprobieren haben!

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung
  • Versuche
  • Lösungen
  • zur Lesung
  • nach der Lesung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

2. Lesung: Eph 1, 17-23

Brüder und Schwestern! Ich bitte den Gott unseres Herrn Jesus Christus, den Vater, dem alle Macht und Hoheit gehört, euch Weisheit zu geben, so dass ihr ihn und seine Weisheit erkennen könnt. Er öffne euch die Augen, damit ihr das Ziel seht, zu dem ihr berufen seid. Er öffne euch die Augen, damit ihr das Ziel seht, zu dem ihr berufen seid. Er lasse euch erkennen, wie reich er euch beschenken will und zu welcher Herrlichkeit er euch in Gemeinschaft mit seinem ganzen Volk bestimmt hat. Ihr sollt begreifen, wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der er in uns, den Glaubenden, wirkt.
Denn es ist dieselbe gewaltige Kraft, mit der er in Christus am Werk war, als er ihn vom Tod erweckte und in himmlischen Welt an seine rechte Seite setzte. Dort herrscht Christus jetzt über alle unsichtbaren Mächte und Gewalten ohne Unterschied. Weder in dieser noch in der kommenden Welt gibt es eine Macht, die ihm nicht unterworfen ist. Gott hat alles ohne Ausnahme in seine Gewalt gegeben. Ihn aber, den Herrn über alles, gab er der Gemeinde zum Haupt. Die Gemeinde ist sein Leib; er, der das All erfüllt, wirkt in ihr mit der ganzen Fülle seiner Lebensmacht.

Evangelium: Lk 24, 46-53

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsehend. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet. Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder.
Dann kehren sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott.

Hintergrund 2. Lesung:

Der Epheserbrief


Der Brief wurde noch im ersten Jahrhundert geschrieben, allerdings nicht von Paulus selbst, sondern von einem seiner Schüler, der einerseits die Theologie des Paulus kannte und diese andererseits eigenständig weiterentwickelte.
Der Verfasser - der nicht weiter bekannt ist - bediente sich der "Pseudonymität" (d.h. der Angabe eines anderen Verfassernamens) und tat damit etwas in der Antike sehr Geläufiges. Um dem eigenen Werk mehr Autorität zu verleihen, gab man ihm den Verfassernamen einer bekannten, profilierten und wichtigen Persönlichkeit.
Das Anliegen des Epheserbriefes (der ursprünglich die Überschrift "An die Laodizener" getragen hat) ist es, einer christlichen Gemeinde - bestehend aus Juden und Heiden - besser verständlich zu machen, was es heißt, Kirche Christi und Christi zu sein.

Anliegen


Was geht dem Autor des Briefes um die Kirche, und um den Grund ihrer Existenz: um Christus. Ohne Christus ist die Kirche nichts und Christus ist es, auf den hin sich die Kirche immer wieder auszurichten hat. Er ist das "Beispiel", dem es nachzufolgen und zu vertrauen gilt.
Dieses Anliegen bringt der Verfasser des Epheserbriefes nun in verschiedensten Formen zum Ausdruck:
- Gleich am Anfang in einem Hymnus (dessen Abschluss die heutige Lesung bildet),
- in einem Teil, in dem es um die Beziehung der Apostel zur Gemeinde geht, und dann - immer konkreter werden - in verschiedenen Mahnungen und Ratschlägen, das Zusammenleben in den Gemeinden betreffend.

Ausdrucksweise


Die Sprache, die der Autor verwendet, ist nicht die Sprache des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Der Verfasser verwendet natürlich Ausdrücke seiner Zeit, deren Herkunft teilweise die Theologie des alten Testaments ist, die teilweise aus dem hymnischen Vokabular der damaligen Zeit stammen oder dem philosophisch-weltanschaulichen Sprachschatz entnommen sind. Das macht das Verständnis des heutigen Textes nicht einfach, eine Hilfe ist es, sich immer wieder das Grundanliegen zum Verständis (den "hermeneutischen Schlüssel") vor Augen zu halten. Die Kirche ist die Kirche Christi, der die Menschen erlöst und befreit hat. Das soll die Kirche immer wieder vor Augen halten (und um diese Erkenntnis bittet der Verfasser für die Kirche). Sie - die Kirche - hat letztlich eine befreiende Verpflichtung, die Menschen von den Zwängen, die sie niederhalten, zu befreien. Wo die Kirche selber Zwang (wie die Welt-Macht) ausübt, dort ist sie nicht mehr die Kirche Christi.

Geist der Erkenntnis


Am Anfang der heutigen Lesung (anschließend an einen Christushymnus) bittet der Verfasser Gott, dass er den Gemeinden die Weisheit und die Einsicht gibt, "ihn" zu erkennen. Das hei?t, nie zu vergessen und immer besser zu erkennen, was das Wesentliche, die Mitte und der Grund der Kirche ist: Jesus Christus, auf ihn kommt es an.

Berufen zu Hoffnung


In den nächsten Sätzen erkärt der Verfasser noch etwas genauer, warum Christus die Mitte und der Grund, die "Hoffnung", die "Herrlichkeit des Erbes" ist.
Christus ist auferstanden. An ihm und mit ihm hat sich gezeigt, das Gott recht behalten hat und dass sein "Plan" gut aussehen wird.
Der anrike Mensch stellte sich die Welt von den verschiedensten Mächten, Gewalten und Dämonen beherrscht, vor. Wenn nun im Epheserbrief steht "hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächten und Herrschaften" (Vers 22), dann heißt das, dass die Macht Gottes größer ist als alle anderen Mächte. Gott ist letztendlich der Stärkste und Vertrauenswürdigste. Und in Christus hat sich das gezeigt. Er ist der "Beweis" für die Stärke Gottes. Der Autor verwendet hier den Begriff "Herrlichkeit Gottes". Das ist ein alttestamentlicher Begriff, der das Wesen Gottes beschreiben soll.
(Vielleicht ist es an dieser Stelle wichtig sich zu erinnern, dass alle theologischen Begriffe, Worte und Formulierungen nichts anderes als Versuche sind, etwas an und für sich Sagbares doch auszusprechen. Die Begriffe, die man dafür verwendet, sind natürlich immer zeitbedingt. Wichtig ist die Sache und die Erfahrung, die hinter - oder über - oder in all diesen Begriffen steht. Wobei es aber wichtig ist dafür immer wieder Begriffe zu finden, um über diese Sache reden zu können.)

Christus, alles überagend


Am Schluss des heutigen Lesungsabschnittes führt der Verfasser noch einmal zum hymnischen Anfang des Briefes zurück. Christus ist das Haupt über das All - und die Gemeinde soll der Raum sein, wo sich die "Herrschaft Christi" durchzusetzen beginnt. Der Raum, wo die Menschen befreit von Zwängen leben sollen, der Raum, wo Christus das Maß, der Frund, die Mitte und das Ziel ist.

Elemnte für einen Gottesdienst mit Kindern

Einleitung


Heute in der Lesung werden wir hören, dass einer für andere darum bittet, dass jemandem "die Augen geöffnet" werden.
"Jemandem die Augen öffnen" oder "die Augen geöffnet bekommen" ist eine Redensart, die so viel bedeudet, wie, dass man auf etwas neues draufkommt oder neue Sachen entdeckt.
Wenn mir jemand "die Augen geöffnet hat", dann kann es nachher passieren, dass man sagt:"Da kann es nachher passieren, dass man sagt: "Da schau, ich aber!" oder so etwas ähnliches. Ich möchte euch jetzt auch gerne für ein paar neue Sachen die "Augen öffnen"; vielleicht sagt dann der eine oder andere von euch auch: "Da schau ich aber!"

Versuche


Nun wird gemeinsam von Station zu Station gegangen. Bei jeder Station werden die dabeiliegenden Fragen vorgelesen und die Kinder versuchen dann gemeinsam, die Aufgabe zu lösen.

1. Station
Material: 2 gleiche Trinkgläder, 2 Stück kreisförmige Kunststofffolien, 2 Gummiringerl
Gibt es etwas, das - wenn es in ein Trinkglas gegeben wird - dieses Glas außen feucht macht?´´´´´´´´´´´´

2.Station
Material: 2 A4-Blätter weißes Papier
Kann man etwas tun, damit eines dieser Papierblätter aus derselben Höhe schneller zu Boden fällt als das andere?

3. Station
Material: ein Flaschenkorken, in dem eine Stecknadel etwa 1 cm tief eingesteckt ist, 2 gleiche Gabeln
Es ist schwer, ja fast unmöglich, Korken zu balancieren, wenn der Stecknadelkopf auf die Spitze eines Zeigefingers gestellt wird!
An dieser Stelle kann das von den Kindern ja einaml ausprobiert werden.
Können die beiden Gabeln dabei helfen, diesen Balanceakt erfolgreich durchzuführen, ohne dass sie während des Balancierens berührt werden?

4. Station
Material:Gabel, Löffel, Zündholz, leere Flasche
Können die Gabel, der Löffel und das Zündholz von der Flasche getragen werden ohne den Boden zu berühren, dabei die Flasche aber nur an einem einzigen Punkt berühren?`

5. Station
Material: ein Behälter mit lauwarmen Wasser
Ist es möglich, dass eine Person, wenn sie mit beiden Händen in dieses lauwarme Wasser greift, es mit der einen Hand als warm, mit der anderen als kalt empfindet?

6. Station
Material: die abgebildete Zeichnung
Kann man auf einen Blick feststellen, ob auf dieser Zeichnung viele Kreise oder eine Spirale abgebildet sind?

7. Station
Material: eine leere Blechdose, in die drei übe4reinanderliegende, möglichst kleien Löcher gemacht worden sind (siehe Zeichnung)
Wenn in diese Dose Wasser eingefüllt wird, strömt dann das Wasser bei den Löchern wieder heraus, wie die Zeichnung zeigt?

Lösungen


Nachdem nun alle Fragen fürs erste beantwortet sind, beginnt die zweite Phase - die Überprüfung der Antworten.

1. Station
Ja, es gibt etwas, das man ins Glas geben kann, damit es außen feucht wird.
Der/die Gottesdienstleiter/in lässt ein Glas leer und verschließt es mit der Kunststofffolie und Gummiringerl. Das zweite Glas füllt er mit Eiswürfel (in einer Thermosflasche mitgebracht) und verschließt es in derselben Weise. Während sich die Gruppe der Überprüfung der Antworten der anderen Stationen widmet, wird dasin der Luft befindliche Wasser am kalten Glas kondensieren und nacheiniger Zeit kann die Feuchtigkeit an der Außenseite dieses Glas festgestellt werden.

2. Station
Ja, man kann etwas tun: wenn wir einfach ein Blatt Papier zerknüllen, wird es (bei gleicher Versuchsanordnung wie bei der 2. Station) - infolge des geringeren Luftwiderstandes - früher am Boden auftreffen, als das nicht zerknüllte.

3. Station
Wenn die beiden Gabeln an zwei gegenüberliegenden Seiten in den Korken gesteckt werden, fällt das Balancieren gar nicht mehr so schwer:

4.Station
Dieses Experiment gelingt, wenn Löffel, Gabel und Zündholz so ineinander gesteckt werden, dann kann das Zündholz an einem einzigen Punkt der Flasche liegen.

5. Station
In einem Behälter füllt der/die Gottesdienstleiter/in heißes (so heiß, dass man sich eben nicht verbrüht), in einen zweiten kaltes Wasser. So viele Kinder wie möglich stecken je eien Hawnd in einen und die andere Hand in den anderen Behälter. Nach einiger Zeit stecken sie rasch beide Hände zugleich in das lauwarme Wasser.
Das lauwarme Wasser hat in beiden gefäßen diesselbe Temperatur, aber die Hände empfinden verschieden, weil sie zuvor unterschiedlich warm empfunden haben.

6. Station
Was auf den ersten Blick wie Spiralen aussieht, enpuppt sich - spätestens wenn die Finger zu Hilfe genommen werden - als konzentrische Kreise.

7. Station
Während die Dose mit Wasser gefüllt wird, halten Kinder die Löcher zu. Auf ein Zeichen werden die Löcherzugleich freigegeben und das Wasser fließt anders aus als zunächst abgebildet, nämlich so:

Zur Lesung


Jetzt haben wir gemeinsam einige neue Sachen kennengelernt; einige Male haben wir "ganz schön geschaut" was es denn nicht alles gibt! In der Lesung hören wir heute, wie der Mann, der den Epheserbrief geschrieben hat, darum bittet, dass den Menschen in Ephesus - das sind die Leute, denen er den Brief geschrieben hat - auch die Augen geöffnet werden. Hören wir uns diese Lesung einmel an. Der Brief ist schon vor fast 2000 Jahren geschrieben worden und deshalb klingt die Sprache komplizierter. Aber versuchen wir trotzdem genau aufzupassen, wofür denn den Menschen in Ephesus die Augen geöffnet werden sollen, das heißt: Worauf sie draufkommen sollen!

Nach der Lesung


Vielleicht ist es möglich - eventuell auch mit Hilfe von anderen Erwachsenen - kurz zu überlegen, wofür der Verfasser des Epheserbriefes den Adressanten seines Schreiben die Augen öffnen möchte (siehe dazu Exegese).

Der Mann, der den Epheserbrief geschrieben hat, möchte also, dass die Menschen in der Gemeinde - wir können sagen: in der Kirche von Ephesesos - die Augen für Jesus öffnen. Das heißt, dass sie es immer wieder nachlesen und sich daran erinnern, was Jesus gesagt hat, wie er mit Menschen umgegangen ist. Auch daran, dass er vielen Menschen geholfen hat. Und nicht zuletzt, dass er nicht am Kreuz gestorben und jetzt tot und weit weg ist, sondern dass er zu Ostern auferstanden ist und lebt.
Jetzt möchte ich euch alle gerne noch einmal daran erinnern, was wir heute am Anfang der Messe gemacht haben: ich habe euch ein paar neue, interessante Sachen gezeigt
- damit könnt ihr übrigens auch Freunde, Eltern oder Großeltern von euch überraschen und ihnen etwas Neues zeigen! Wir haben gemeinsam herumexperimentiert und dadurch seid ihr auf etwas Neues draufgekommen; ihr habt sozusagen eure Augen für etwas Neues geöffnet. Zwei Sachen waren also wichtig:
- dass ich euch das Neue gezeigt habe und
- dass ihr Interesse gehabt und mit mir gemeinsam probiert habt

Wir alle brauchen immer wieder Menschen, die uns Augen öffnen und uns auf neue Sachen aufmerksam machen. Wir brauchen Menschen, die uns sagen, was wichtig und was weniger wichtig ist und Menschen, die uns auf neue Ideen bringen.
Menschen so wie der Mann, der den Epheserbrief geschrieben und der uns gesagt hat, dass der Wichtigste hier bei uns in der Kirche Jesus ist. Und Menschen wie z.B. den Evangelisten Lukas, von dem wir jetzt gleich im Evangelium die Erzählung von Christi Himmelfahrt hören werden.

Fürbitten


Für alle Kinder: Schenke ihnen offenen Augen und waches Interesse, damit sie alles für das Leben Wichtige erfahren.

Für alle Lehrerinnen und Lehrer: Gib ihnen viele gute Ideen, damit sie den Kindern spannende Art die Welt erklären und die notwendigen Fertigkeiten beibringen können.

Für alle Erwachsenen: Lass sie immmer wieder Menschen kennenlernen, von denen sie Neues und Wichtiges erfahren und mit denen sie gut reden können.

Für uns hier in unserer Gemeinde: Öffne uns immer wieder die Augen dafür, dass Jesus Christus unser Vorbild und Maßstab ist.

Publikation: Effata

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Lesejahr: C

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Schlagwort: Gottesdienst

 

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