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Neue Zeiten

Messmodelle

Hintergrund

Die heutige Lesung vermittelt uns eindrucksvoll, dass wir unser Herz nicht an das hängen sollen, was nicht mehr ist. Unser Blick soll nach vorne gewandt sein. Für Kinder ist das eine Sichtweise, die ihrem Wesen sehr nahe ist. Sie erleben aber häufig Menschen, die immer wieder von der "guten alten Zeit" sprechen und dabei nicht beachten, dass es vielleicht eine "bessere neue Zeit" geben kann. Diese jedenfalls wird uns verheißen. So befassen wir uns in diesem Gottesdienst einerseits mit der Erfahrung des Hängens an alten Erinnerungen, andererseits setzen wir die Aufforderung, unseren Blick auf Neues zu wenden dahingehend um, dass wir das Zelt, das uns die Fastenzeit hindurch begleitet hat, neu gestalten und schmücken. Ob dabei Altes verdeckt wird, soll keine Rolle spielen.

Damit die Kinder die Fastenzeit als eine Einheit und die Fastensonntage als untereinander zusammenhängend erleben können, schlagen wir vor, ein in allen Gottesdiensten gemeinsames Gestaltungselement vorzusehen, das als durchgehendes Symbol die verschiedenen Inhalte der Fastensonntage miteinander verbindet.

Material

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • nach dem Beginn
  • Kyrie
  • vor der Lesung
  • Verkündigung
  • zum Evangelium
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 43, 16-21

So spricht der Herr, der einen Weg durchs Meer bahnt, einen Pfad durch das gewaltige Wasser, der Wagen und Rosse ausziehen lässt, zusammen mit einem mächtigen Heer; doch sie liegen am Boden und stehen nicht mehr auf, sie sind erloschen und verglüht wie ein Docht.
Der Herr spricht: Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten. Sehr her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste.
Die wilden Tiere werden mich preisen, die Schakale und Straße, denn ich lasse in der Steppe Wasser fließen und Ströme in der Wüste, um mein Volk, mein erwähltes, zu tränken. Das Volk, das ich mir erschaffen habe, wird meinen Ruhm verkünden.

Evangelium: Joh 8, 1-11

In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war.
Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen.
Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem andern fort, zuerst die Ältesten. Jesus aber blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr.
Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Hintergrund 1. Lesung:

Prophet der Hoffnung


Jesaja heißt übersetzt "Rettung ist Jahwe". So weist dieser Name schon auf einen Wesenszug des Propheten hin: Inmitten größter Krisen des Volkes Israel ist Jesaja ein Prophet der Hoffnung. Ob in Stellungnahmen über die politischen Umstände oder in seinen Reden über Jahwe, überall kommt die leidenschaftliche Anteilnahme Jesajas am Schicksal seines Volkes deutlich zum Ausdruck. Er ist der einzige Schriftprophet, von dem auch die alttestamentarische Geschichtsschreibung erzählt (vgl. 2 Kön 18-20). Auch im Neuen Testament wird er öfters zitiert oder erwähnt.

Erinnerung


Der Text erinnert zunächst an den Auszug des Volkes aus Ägypten und weist auf die großen Taten Gottes hin. So soll wiederholt zum Ausdruck gebracht werden, dass Gott einer ist, der sein Volk rettet. Diese Erinnerung scheint gerade in Zeiten des Exils wichtig. Das Volk befindet sich neuerlich weit entfernt von seiner Heimat. In dieser Situation wird noch einmal vor Augen geführt, dass das Exodus geschehen noch immer Gültigkeit hat. Denn Gott kann retten, so wie er damals gerettet hat.

"Schaut nach vorne!"


Doch die Erinnerung an Vergangenes soll die Menschen nicht dazu verleiten, an dieser hängenzubleiben. Es geht darum, sich früherer Erfahrungen zu besinnen, nicht aber in ihnen zu verharren. "Denkt nicht mehr an das Vergangene!" ruft der Prophet. Auch in der Situation des Auszugs aus Ägypten konnten die Israeliten nur entkommen, weil sie sehr vieles, auch Liebgewonnenes zurückließen. Auch in der Situation des Exils sollten die Menschen nicht in der Trauer um ihre verlorene Freiheit aufgehen. Eine neue Entwicklung ist nur dann möglich, betont der Prophet, wenn sich der Blick von der Vergangenheit lösen kann und sich nach vorne, in die Zukunft wendet.

Neue Zeiten


Die zentrale Textstelle findet sich in dem Ausspruch: "Seht her, nun mache ich etwas Neues." Erst, wenn sich die Menschen von der Vergangenheit lösen, können sie diese Zusage Gottes aufnehmen. Dem Prophet geht es also nicht darum, den Exodus zu vergessen, sondern er verheißt eine Erneuerung des Exodus. Wie damals soll Gott einen Weg durch Steppe und Wüste legen und Wasser für sein Volk fließen lassen. Wie damals muss aber auch heute das Volk reif werden für die Erfüllung dieser Zusage.

Gott ist treu


Mit seinen Worten verweist der Prophet auf ein Wesensmerkmal Jahwes, das das Volk schon öfter erfahren hat. Der Gott, den Jesaja beschreibt, ist einer, der die Menschen, die ihm vertrauen, nie im Stich lässt. Jahwe bleibt seinem Volk treu. Diese Treue wird das Volk mit Lobpreis beantworten.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

nach dem Beginn


Ein/e Jugendliche/r oder ein/e Erwachsene/r hat sich als alte Frau bzw. als alter Mann verkleidet und kommt zum Kindergottesdienst. Diese Person wird begrüßt und gefragt, warum sie denn zum Kindergottesdienst kommen will. Sie beantwortet die Frage gar nicht richtig, sondern beginnt auf die Kinder einzureden.
Andauernd spricht sie über die "gute alte Zeit" und davon, dass heute alles nur schlimm ist. Der/die Gottesdienstleiter/in versucht nun gemeinsam mit den Kindern, dieser Person auch andere, neue Sichtweisen zu erklären. Dabei soll die alte Person nicht gleich nachgeben. Ein erster Durchgang ist dann beendet, wenn sie akzeptieren kann, dass früher doch nicht alles nur gut war und heute nicht alles nur schlecht ist. Die Gesprächsrunde wird mit dem Hinweis abgeschlossen, dass Jesus die Menschen ja auch immer wieder auf Neues hingewiesen hat. Daraufhin folgt das Kyrie.

Kyrie


Jesus, du hast den Menschen immer wieder neue Wege für ihr Leben gezeigt. Darum beten wir jetzt zu dir:

Du willst den Menschen helfen, nicht an ihrer Vergangenheit zu hängen. Herr, erbarme dich unser.

Du zeigst uns auch für unser heutiges Leben neue Wege. Christus, erbarme dich unser.
Du kannst alles neu machen. Herr, erbarme dich unser.

Guter Gott, steht uns bei, wenn wir in deinem Sinn neue Wege beschreiten wollen. Das bitten wir dich durch Jesus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Vor der Lesung


Bevor die Lesung vorgelesen wird, wird die alte Person, die noch ein wenig skeptisch ist, darauf hingewiesen, dass auch in der Bibel davon geschrieben ist, dass wir nicht an der Vergangenheit hängen sollen. Wenn sie gut zuhört, wird sie sicher etwas Interessantes dabei hören können.

Verkündigung


Der/die Gottesdienstleiter/in fragt nun die alte Person, ob sie jetzt besser verstehen kann, warum sie nicht nur an der "guten alten Zeit" hängen soll. Sie ist nun schon etwas offener und fragt die Kinder, was sie denn tun könnte und worüber sie sich denn freuen könnte. Wenn es den Kindern gelungen ist, der alten Person eine neue Perspektive zu vermitteln, können wir selbst daran gehen, etwas ganz neu zu machen.

Denn nun werden wir unser Zelt schmücken und neu und schön machen. Dazu stehen Bastelmaterialien zur Verfügung. Papierblumen und Girlanden können hergestellt und bunte Bänder angebracht werden. (Für diesen Schritt sollte genügend Zeit einberechnet werden, denn Kinder sind beim Basteln nicht so schnell wie Erwachsene!) Sollte es für unsere Neugestaltung nötig sein, Darstellungen von früheren Sonntagen zu überdecken, dann macht das nichts. Auch wir wollen nicht an Altem hängen, wenn das Neue wichtiger ist.

Zum Evangelium


Auch im Evangelium hören wir davon, wie Jesus einen Menschen einen Neubeginn im Leben zusagt.

Fürbitten


Die Fürbitten werden frei formuliert. Dabei überlegen wir uns, was Gott alles neu machen soll, damit wir auf dieser Welt besser miteinander leben können. Darum können wir Gott bitten.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Fastenzeit

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 5. Fastensonntag

Schlagwörter: Fastenzeit, Gottesdienst

 

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