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Nicht zu fassen, doch berührt

Messmodelle

Hintergrund

Mose erfährt in der bekannten Gottesbegegnung gerade in der Entdeckung von Neuem und in seinem unvorstellbaren Auftrag, dass Gott da ist. Das ist auch sein Name, den er dabei kundtut. Auch wenn dabei noch nicht alles ausgemacht und klar ist, was die Zukunft bringen wird, erlebt Mose dadurch eine Ermutigung, in der er seine große Aufgabe angehen kann.
Die Zusage und Ermutigung, die in diesem Namen Gottes steckt, soll auch Kinder auf ihrem Weg begleiten.
So soll dieser Name auf das Zelt geschrieben werden, wie der Name von einem Freund, auf den man sich verlassen kann.
Es ist so gerade das ergänzende Gegenstück von dem, was am 2. Fastensonntag über Gott geredet wurde.

Damit die Kinder die Fastenzeit als eine Einheit und die Fastensonntage als untereinander zusammenhängend erleben können, schlagen wir vor, ein in allen Gottesdiensten gemeinsames Gestaltungselement vorzusehen, das als durchgehendes Symbol die verschiedenen Inhalte der Fastensonntage miteinander verbindet.

Material

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung
  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Ex 3, 1-8a.13-15

In jenen Tagen weidete Mose die Schafen und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb. Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?
Als der Herr sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden. Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen, und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid.
Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.
Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!
Da sagte Mose zu Gott. Ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen?
Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der "Ich-bin-da". Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der "Ich-bin-da" hat mich zu euch gesandt. Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen in allen Generationen.

Evangelium: Lk 13, 1-9

Zu jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.
Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?
Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

Hintergrund 1. Lesung:

Erzählung


Der Lesungstext gehört zu den bekanntesten alttestamentlichen Texten. Er erzählt von der Gottesbegegnung des Mose in der Wüste und von der Beauftragung, als Bote Gottes seinem Volk die Befreiung anzusagen.

Gottesberg


Als Ort der Gottesbegegnung wird der "Gottesberg" genannt, er wird somit in Verbindung gebracht mit dem Ort, wo das ganze Volk später die Gottesoffenbarung erfährt.

Dornbusch


Mose verlässt das ihm vertraute Gebiet, lässt seine Gewohnheiten hinter sich und erlebt Überraschendes: einen brennenden Dornbusch.
Der Dornbusch - ein Symbol der Wertlosigkeit - zerfällt nicht in Asche. Mose entschließt sich, diese Erscheinung näher anzusehen.
Gott selbst ("der Engel Gottes") erscheint ihm in dieser Niedrigkeit und rührt ihn in seiner ganzen Existenz an. "Hier bin ich" antwortete Mose auf den Anruf aus dem Dornbusch. Mit sich selber, so wie er ist, soll und kann er sich vor Gott stellen.

Schuhe ablegen


Die Aufforderung, die Schuhe abzulegen, deutet auf eine rituelle Selbstentblößung.
Es handelt sich dabei offenbar um eine Geste der Demut und Unterwerfung. Andererseits darf Mose sich auch vertrauensvoll Gott zuzuwenden. Ohne Schutz und "Deckmantel" muss und darf er seinem Gott begegnen.

Auftrag


Im folgenden erhält Mose - wie ein Prophet - einen Botenspruch: "Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen...." Die einfühlsamen Worte und die Anteilnahme zeigen Jahwes Sorge um sein Volk. Der Botenspruch wird mit einem entsprechenden Auftrag verbunden.

"Ich-bin-da"


Das folgende Gespräch, in dem Mose diesen Auftrag von sich weisen möchte, offenbart Gott als den "Ich-bin-da". In den verschiedenen Antworten, die Mose auf seine Einwände erhält, heißt es immer wieder: "ich werde mit dir sein" oder "ich bin mit dir". Das Wort "sein" und "werden", das im Hebräischen das gleiche Zeitwort ist, wiederholt die Verheißung von der sorgenden und schützenden Nähe Jahwes.

Gottesname


Dass Gott seinen Namen offenbart, ist etwas besonderes. In Ägypten war der wirkliche Gottesname immer verborgen; den Namen wissen bedeutet nämlich, eine magische Kraft über die Person oder Sache besitzen. Der Gottesname "Ich-bin-da" ist jedoch nicht die Aussage eines gesicherten Zustandes, er lässt vielmehr eine Fülle von Möglichkeiten offen: "Ich bin da, so ich will" könnte man übersetzen. Die Kenntnis des Gottesnamens ermöglicht also gar nicht, über ihn zu verfügen. Er ist aber dennoch verheißungsvoll; er schließt ein "wirksam werden" mit ein.
In Matthäus 28 sagt es Jesus etwas abgewandelt: "Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einleitung


Gottesdienstleiter/in:
Wir sind wieder zusammengekommen und feiern den 3. Fastensonntag. Das Zelt, das uns begleitet, ist schon etwas mehr geschmückt. Letzten Sonntag haben wir Sterne aufgeklebt und haben dabei nachgedacht, wie Gott ist. Vieles wird ja über ihn geredet. Manches können wir gar nicht verstehen.
Heute werden wir mit Mose sehen, dass Gott nicht nur so groß und weit wie der Himmel ist, sondern auch ganz nah wie ein Freund.

Kyrie


Wir singen gemeinsam das "Herr erbarme dich unser" vom 1. Fastensonntag.

Verkündigung


Gottesdienstleiter/in:
Als ich Radfahren gelernt habe - ich hatte keine Stützen - war es wichtig, dass meine größere Schwester hinten gehalten hat, damit ich das Gleichgewicht halten konnte und nicht umgekippt bin. Irgendwann hat sie ausgelassen, und ich konnte allein fahren. Ich konnte es fast nicht glauben und war einigermaßen unsicher, als ich wusste, dass sie mich nicht mehr hält. Natürlich, wenn ich gestürzt bin, war es gut, wenn sie wieder da war, um mir zu helfen den Schmerz weg zu blasen, oder dass sie einen kleinen Verband angelegt hat.

Diese Begebenheit ist mir eingefallen zu der Geschichte mit Mose in der heutigen Lesung. Er wagte sich eines Tages weiter als sonst in die Wüste gehen. Dort erlebte er Gottes Stimme, die ihn anredet. Er erschrickt und antwortet: "Hier bin ich." Er soll noch ein Stück weitergehen, aber dabei seine Schuhe ausziehen. Gott stellt sich vor, als der "Ich-bin-da". Dieser "Ich-bin-da" kennt auch die Not seines Volkes in Ägypten. Und Mose will er hinschicken, um dieses Volk zu befreien. Aber Mose hat Angst, und er möchte damit nichts zu tun haben; jedes Mal wenn er sagt, wovor er sich fürchtet, antwortet ihm jedoch Gott: "Ich bin doch mit dir!". Schließlich, weil er das immer wiederholt bekommt, ist Mose wirklich so mutig, dass er den Auftrag angeht. Ich glaube es ist gut, wenn wir uns diesen Gottesnamen auf unser Zelt schreiben. Wir haben da schon die Buchstaben vorbereitet, ihr könnt sie noch anmalen und dann klebt sie in der richtigen Reihenfolge auf die Zelt Wand hin.
Die Kinder können während des Glaubensbekenntnisses oder der Gabenbereitung die Buchstaben aufkleben.

Fürbitten


Gott, du hast dem Mose gesagt, du hast das Schreien deines Volkes gehört und kennst ihre Not. Deswegen erinnern wir dich an dein Versprechen und bitten dich:

Für die Flüchtlinge und Heimatlosen, dass sie in ihrer Lage nicht verzweifeln.

Für die Menschen, die schwer krank sind, dass sie erleben können, dass du mit ihnen bist.

Für die Kinder ohne Eltern, dass sie dennoch Menschen finden, die sie gut begleiten.

Gott, du sorgst dich um uns wie ein guter Freund.
Wir danken dir jetzt und alle Tage. Amen.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Fastenzeit

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 3. Fastensonntag

Schlagwörter: Gottesdienst, Fastenzeit

 

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