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Mission Possible

Gruppenstunde Spiele | Alter: 10-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Bei dieser Spielaktion geht es darum, zuerst an einem Fortbildungskurs für Detektiv/innen teilzunehmen und anschließend gemeinsam einen Diamantenraub aufzuklären.
Die Aktion kann je nach Lust und Laune auch vereinfacht oder ausgebaut werden.
Ziel dieser Spielaktion ist der gemeinsame Spaß am Raten und Spielen in einer "Detektei"

Material

  • in der Geheimzentrale:
  • Geheimschriften, Zettel, Stifte
  • detektivische Verkleidungen und Accessoires
  • Telephonomat (Kassettenrekorder mit Kreppapier o.ä. verkleidet)
  • Kassette mit Nachricht von Mister X
  • in den Kleingruppen:
  • "Kodierungsmaschine", Zettel und Stifte für jede Gruppe
  • Nachricht mit Orten (ev. in Geheimschrift), an denen die Beschreibungen der Verdächtigen zu finden sind
  • Kuverts mit Verdächtigen (für Gruppe A und B)
  • für den Schluß:
  • Liste mit Orten, an denen die Verdächtigen ihre Beute aufbewahren
  • Diamanten (Sportgummi o.ä.) ev. in einer Kiste

Aufbau

Nach einer Ausbildung in der Supergeheimzentrale
erfahren die Detektive von einem Diamantenraub.
In zwei Kleingruppen werden die Verdächtigen ausfindig gemacht und weiters
mit Hilfe von Geheimzeichen die Uhrzeit bzw. der Ort eines gemeinsamen Zusammentreffens der Detektive vereinbart.
Schlußendlich gelingt es sogar, die gestohlenen Diamanten wiederzufinden.

 

In der Supergeheimzentrale



Für diese Stunde verwandelt sich der Gruppenraum in eine Supergeheimzentrale, in der sich die besten Detektive des Landes zu einem Fortbildungskurs versammeln. Bei verschiedenen Stationen haben sie dabei die Möglichkeit, ihren detektivischen Spürsinn zu schärfen. Als Chef/in der Geheimzentrale begrüßt Du die Kinder und erklärst ihnen die unterschiedlichen Aufgabenbereiche, die sie besuchen können:

Geheimschriften-Labor



Bei dieser Station können zwei verschiedene Geheimschriften ausprobiert werden. Die Kinder können einander verschlüsselte Botschaften schreiben oder aber versuchen, bereits (von Dir oder von anderen Kindern) verschlüsselte Botschaften zu entziffern.
Eine Vorlage für die Geheimschriften findest Du am Ende der Gruppenstunde.

Ein wichtiger Fingerzeig



Schon oft haben verräterische Fingerabdrücke Detektive ein beachtliches Stück in ihren Ermittlungen weitergebracht.

Dazu brauchst Du:

  • Rußpulver (Kohlestifte werden mit einem Taschenmesser abgeschabt)
  • einen Gegenstand, den kurz vorher viele Kinder in den Fingern gehabt haben (eine Glasflasche, ein Kübel, ....)
  • einen Haarpinsel
  • transparentes, breites Klebeband
  • und eine Lupe



Du bestäubst die Oberfläche des Gegenstands vorsichtig mit dem Pulver. Zahlreiche Abdrücke werden freilich nur als Schlieren oder Flecken zu sehen sein, wenn Ihr sie aber unter die Lupe nehmt könnt Ihr eindeutig unter den Flecken auch Daumen- und Fingerabdrücke erkennen. Sobald Ihr einen einigermaßen scharfen Abdruck vor Euch habt, könnt Ihr ihn noch besser herausarbeiten, indem Ihr sehr behutsam wieder mit dem Pinsel darüberstreicht (oder einfach vorsichtig darüber blasen)um überschüssiges Pulver zu entfernen.

Dann schneidet Ihr einen breiten Klebebandstreifen ab und klebt ihn genau über den Fingerabdruck (Wichtig: Das Klebeband muss so breit sein, dass der komplette Abdruck erfaßt werden kann). Den Klebestreifen klebt Ihr dann mit der Klebefläche auf einen anderen Klebestreifen. Jetzt ist der Fingerabdruck zwischen zwei durchsichtigen Klebestreifen gesichert.

Ihr könnt Euch so ein Fingerabdruck-Archiv anlegen.

Verkleiden, tarnen & täuschen...



Für diese Aufgabe wäre es fein, wenn Du möglichst viele Verkleidungsstücke (Hüte, Mäntel,...) und detektivische Accessoires (wie z.B. Brillen, Zeitungen, Pfeifen, Schirme, Aktenkoffer,...) bereitstellen könntest. Die Kinder können nach Lust und Laune raffinierte Tarnungen entwickeln und versuchen, Botschaften an und bei sich zu verstecken.
Für alle Kinder sollte zumindest ein Kleidungsstück oder Accessoire vorhanden sein, das sie dann auch gleich anbehalten können.

Noch ein paar Tricks zum Ausprobieren:

  • Ohren stehen wunderbar ab, wenn man Keile aus Knetmasse dahinterklebt.
  • Die Brauen kann man mit einem Augenbrauenstift dunkler nachziehen oder mit vielen feinen Strichen breit und buschig werden lassen.
  • Ein älteres Aussehen können sich Kinder verleihen, wenn sie mit einem solchen Augenbrauenstift die Runzeln auf ihrer Stirn und die feinen Falten zwischen Nasenflügeln und Mund nachziehen.




Die Diamanten sind weg!



Wenn die Kinder alle Bereiche durchprobiert haben, meldest Du ganz aufgeregt, daß ein Anruf vom obersten Geheimagenten, Mister X, kommen soll, der einen Auftrag für Euch hat. Um diesen entgegenzunehmen, versammeln sich alle um den großen Telephonomaten, einen Kassettenrekorder, den Du möglicherweise noch mit ein wenig Kreppapier o.ä. unkenntlich machen kannst. Sind alle bereit, spielst Du die Nachricht von Agent X vor, der Euch folgendes mitteilt:

"Werte Agenten und Agentinnen. Ein schwieriger Fall kommt auf uns zu. Deshalb rufen wir Sie zur Hilfe, die Besten der Besten: Gestern nachmittag um 17:00 hat eine alte Lady ihre Diamanten zum Trocknen auf ihr Fensterbrett im 2. Stock gelegt. Als sie kurz darauf wieder hinschaute, waren sie weg! Gesucht wird nun eine Diebes-Pärchen, das sich um diese Zeit in der Gegend herumgetrieben hat und wahrscheinlich mit Hilfe einer Leiter die Edelsteine gestohlen hat. Beachten Sie: diese Mission ist streng geheim! Ihr Mister X."


Streng geheim!



Du erklärst den Kindern anschließend, dass es schon ein paar Verdächtige gibt. Da dieser Auftrag aber höchste Geheimhaltung erfordert, sind die Beschreibungen der verdächtigen Personen an zwei geheimen Orten (im Pfarrhaus oder in der näheren Umgebung) deponiert worden. Die Kinder sollen nun zwei Gruppen bilden. Diese erhalten dann jeweils eine (ev. in Geheimschrift geschriebene) Nachricht, wo sich einer der beiden Orte befindet, an dem die Beschreibungen der Verdächtigen zu finden sind. Jede Gruppe bekommt weiters eine Kodierungsmaschine sowie Papier und Stifte mit.

Es wäre fein, wenn jede Gruppe von einem/r Gruppenleiter/in begleitet werden könnte, um den Kindern bei etwaigen Schwierigkeiten helfen zu können. Leitest Du die Gruppe alleine bzw. kannst Du für dieses Spiel keine andere Person auftreiben, dann solltest Du während der Kleingruppen weiterhin beiden Gruppen als Hilfe zur Verfügung stehen. Du kannst z.B. in der Umgebung der zwei Orte als Geheimzentralen-Chef/in herumwandern, den/die die Kinder jederzeit um Rat fragen können.


1. Aufgabe:


Die Verdächtigen werden gesucht



Möglichst geheim und unauffällig schleichen die beiden Kleingruppen nun zu den geheimen Orten. Dort findet jede Gruppe in einem Kuvert Phantomzeichnungen von 5 Verdächtigen. Die Bilder und die Beschreibungen der verdächtigen Personen findest Du am Ende der Gruppenstunde. (Die beiden Gruppen erhalten unterschiedliche Phantombilder. Schlußendlich bleibt von beiden Gruppen jeweils ein Verdächtiger übrig, ein Gangsterpärchen, das den Diebstahl gemeinsam verübt hat.)
Anhand der Tatzeit und den Beschreibungen der Verdächtigen kristallisieren sich 2 mögliche Täter/innen heraus (mit Rufzeichen gekennzeichnet!):

Gruppe A:



  • Hugo Hummel: stiehlt alle möglichen kleinen Gegenstände, sitzt von 1990-2000 im Gefängnis in Texas
  • Paulchen Porsche: stiehlt ausschließlich Autos, zuletzt gesehen in Wien
  • Benno Blümchen: stiehlt gerne Edelsteine, ist jedoch allergisch gegen Rubine und Diamanten, zuletzt gesehen in Niederösterreich
  • Amalie Amsel: stiehlt hauptsächlich Bilder und Möbel, ist nicht schwindelfrei
  • Dorothea Dussel: im Gefängnis von 1980-1986, hat eine Vorliebe für teure Gegenstände (!)



Gruppe B:



  • Berta Biber: stiehlt alle möglichen kleinen Gegenstände, sitzt von 1993-2003 im Gefängnis in Hawai
  • Felicitas Ferrari: stiehlt ausschließlich Autos, zuletzt gesehen in Niederösterreich
  • Erika Edelstein: stiehlt gerne teure Steine, ist jedoch allergisch gegen Rubine und Diamanten, zuletzt gesehen in Kärnten
  • Werner Wichtig: stiehlt hauptsächlich Autoradios und Fernseher, ist nicht schwindelfrei
  • Karlo Klauer: im Gefängnis von 1970-1975, besitzt ein Geschäft für Leitern (!)




2. Aufgabe:


Die geheime Botschaft



Wenn die Verdächtigen von den Kindern ermittelt wurden, gilt es nun, sich mit der anderen Gruppe einen geheimen Treffpunkt auszumachen. Dies geschieht, indem die Gruppen Zeit und Ort austauschen. Da dies jedoch eine streng geheime Mission ist, müssen diese Informationen in Geheimschrift an die andere Gruppe übermittelt werden.

Gruppe A: überlegt sich den Zeitpunkt (etwa in 5-10 Minuten) und verschlüsselt ihn mit Hilfe der Kodierungsmaschine.
Gruppe B: überlegt sich den Ort (in der Nähe) und verschlüsselt ihn ebenfalls mit Hilfe der Kodierungsmaschine.
Danach lassen die Gruppen einander diese Botschaften zukommen, indem die Kinder, mit ihren Zeitungen, Hüten und Schirmen getarnt, möglichst "unauffällig" eine Übergabe inszenieren.

Sollten die Kleingruppen ohne Gruppenleiter/innen unterwegs sein, muß den Kindern bereits in der Geheimzentrale erklärt werden, daß nach der Erforschung der Verdächtigen ein geheimer Treffpunkt mit der anderen Gruppe ausgemacht wird. Vielleicht kannst Du jeder Gruppe einen Zettel schreiben, auf dem das weitere Vorgehen kurz geschildert wird.


Das Treffen der Detektive



An dem besagten Ort zu der besagten Zeit treffen einander nun alle Detektiv/innen wieder. Beim Austausch der Verdächtigen stellt sich heraus, dass nur mehr zwei Personen in Frage kommen: Dorothea Dussel und Karlo Klauer. Diese beiden (ein berüchtigtes Diebes-Pärchen) dürften also den Diebstahl gemeinsam begangen haben.
Nur, wo sind die Diamanten?


Ende gut, alles gut...



Mister X hat Euch nicht nur die Beschreibungen der möglichen Verdächtigen zukommen lassen, sondern auch eine Liste mit möglichen Orten, an denen die Personen gerne ihre Beute verstecken (Neben den Namen aller Verdächtigen schreibst Du Orte im Pfarrhaus oder in der näheren Umgebung der Pfarre. Achtung: Die beiden Täter verstecken ihre Beute natürlich an dem selben Ort!)

Du zeigst den Kindern diese Liste und gemeinsam könnt ihr nun nach dem möglichen Versteck suchen. Dort befindet sich tatsächlich eine Kiste, in der ihr die Diamanten wiederfindet! Diese sind eßbar (Sportgummi o.ä.) und können als Dank für die ausgezeichnete Arbeit natürlich gleich verzehrt werden.



Die Geheimschruften



Der Japan-Code



Dieser Code arbeitet entgegen unserer Lesegewohnheit: Du teilst Deine Botschaft (z.B.: Treffpunkt elf Uhr an der Schule) in Gruppen auf und schreibst sie von oben nach unten. Dazu benützt Du das 3 + 9 System: das heißt, Du schreibst drei Buchstaben nach unten und neun Buchstaben nach rechts. Die Botschaft sieht bei diesem Code folgendermaßen aus:

Skizze

Danach teilst Du die Buchstaben in Dreiergruppen und schreibst sie nebeneinander:
TFU TFR DSU RFN EUA ECL EPK LHN RHE

Der /die Empfänger/in dieser Geheimbotschaft schreibt die Nachricht einfach auf karriertes Papier (immer neun waagrecht und dann beginnt eine neue Zeile. Zum Schluß liest er/sie die Nachrciht von oben nach unten ab.

Sind bei diesem Code mehr als 27 Buchstaben unterzubringen, dann muß man eine neue Tabelle beginnen. Auf keinen Fall darfst Du die überzähligen Buchstaben einfach anhängen. Das Stiften bei den Empfänger/innen heillose Verwirrung.

Kodierungsmaschine



Für jede Kodierungsmaschine brauchst Du

  • 1 große und 1 etwas kleinere Kartonscheibe
  • 1 Splint
  • 1 Büroklammer



Mit Hilfe dieser "Maschine" gelingt es auch ungeübten Detektiven Botschaften zu verschlüsseln und wieder zu entziffern. Die Kodierungsscheiben sind einfach zu basteln. Man benutzt die Scheibe A als "Normalalphabet" und stellt dieser, durch Drehen der Scheibe B, das "Code-Alphabet" gegenüber. Zum Beispiel: Beginne das "Code-Alphabet" mit dem Buchsteban B. Dadurch verändert sich jeder Buchstabe in den, der ihm im Alphabet folgt. (A wird zu B, ...Z wird zu A)
Wenn man solche Botschaften verschickt, muß man sicher sein, daß der "Kontakt" weiß, welches "Code-Alphabet" benutzt wurde.

Der Bleistift-Code



Du wickelst ein langes, schmales Papierband um einen Bleistift (am besten auf einen sechseckigen, so kannst Du die Botschaft auf glatter Fläche schreiben) und beschreibst es von links nach rechts. Dann wickelst Du das Band wider ab. Für einen Nichteingeweihten zeigt das Band eine völlig sinnlose Buchstabenkette. Entschlüsselt kann der Text nur dann werden, wenn der/die Emfänger/in einen Bleistift hat, der exakt so dick war wie der Bleistift des/der Sender/in.

Der unknackbare Code



Alles war Du dazu brauchst sind zwei ausreichend dicke Bücher derselben Ausgabe. Noch besser sind natürlich mehrere Bücher, damit Ihr den Code variieren könnt.
Du nummerierst die Bücher einfach durch, z.B."Winnetou1" = 1, "Das fliegende Klassenzimmer"= 2 usw. Nun brauchst Du nur noch Zahlenkombinationen mitzuteilen.
Zum Beispiel schreibst Du in Deiner Nachricht: "Variation 2: 9/17, 96/19, 28/21, 109/3. Und die Detektive wissen sofort: "Das fliegende Klassenzimmer" Seite 9 das 17. Wort, Seite 96 das 19. Wort usw.
Dieser Code ist so einfach wie genial. Solange der Buchtitel für andere nicht bekannt ist, ist dieser Code absolut "wasserdicht"

Autor/in: Ursi Schrei, Andrea Jakoubi

Publikation: KiK 100

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Schlagwörter: Spiel, Spaß