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Neujahrsegen

Messmodelle Gruppenstunde

Hintergrund

Die Lesung vom Festtag beinhaltet den Aaronsegen aus dem Buch Numeri.

Darüber hinaus ist es vielerorts auch Brauch in irgendeiner Form den Verwandten und Bekannten Neujahrswünsche zu überbringen oder Segenswünsche für das Neue Jahr zu sagen.
In manchen ländlichen Gebieten gibt es die Gewohnheit, dass Kinder von Haus zu Haus gehen und "Neujahrs Sprüche" aufsagen.
Diesem Brauch folgend könnten Kinder auch Kärtchen mit einem Neujahrswunsch gestalten und diese bei einem solchen Gang von Haus zu Haus zu verteilen, oder auch in der Kirche beim Friedensgruß, oder am Ende der Messe. Die örtlichen Möglichkeiten und Gewohnheiten sollen dabei berücksichtigt werden.

Material

  • Segenskärtchen (Anleitung unten)

Aufbau

Text für Segenskärtchen:

  • Segen Aarons
  • Psalmvers
  • Bitte
  • Spruch
  • Schriftwort
  • Psalmvers
  • Segensspruch

 

Bibelstellen

1. Lesung: Num 6, 22-27

Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.

Evangelium: Lk 2, 16-21

In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

Hintergrund 1. Lesung:

Segen erinnert


Der Lesungstext enthält die Anordnung, dass und wie die Priester (und ihre Söhne) die Israeliten segnen sollen. Der Text ist ziemlich bald nach dem Babylonischen Exil (ca. 500 v. Chr.) verfasst worden. Der Tempelkult in Jerusalem hat sich wieder etabliert und der Priesterschaft wird aufgetragen, die Fürsorge Jahwes für sein Volk zu verkünden. Mose wird als Autorität zitiert, von dem diese Anordnung auf Gottes Geheiß hin ausgeht. Das weckt die Erinnerung an die liebevolle und sorgende Zuwendung Jahwes, die die Israeliten beim Auszug aus Ägypten und beim Bundschluss erlebt haben. Freilich ist diese Bindung auch auflösbar - das hat das Volk inzwischen erlebt - zwar nicht durch die Untreue Jahwes, wohl aber durch die eigene.

Segen wirkt nicht magisch


Darin wird auch deutlich, dass der Segen nicht magisch wirkt, wenn auch in der Väter Geschichte manche Darstellungen so klingen. Zwar ist Gottes Segenserweis nicht vom Glaubensentscheid Israels abhängig. Jedoch wird besonders in der Bundestheologie des Deuteronomiums der Segen von der Bindung an Jahwe abhängig gemacht. (z. B. Dt 30)

Segensinhalt


Der Inhalt des Segens - in drei doppelgliedrigen Aussagen sprachlich gefasst - bestimmt die Wirkung: "Segen" umschließt alles, was Lebensfülle, wahres Leben erkennen lässt; für den Israeliten bedeutet das zahlreiche Nachkommenschaft, Reichtum, Ansehen und Erfolg. Gott wird dies dem Gesegneten gewähren und erhalten; "Leuchtendes Angesicht" und "zugewandtes Gesicht" kommen aus der alltäglichen menschlichen Erfahrung, die auf Gott übertragen wird. Eine finstere Miene bedeutet Unwille, wohingegen ein zugewandtes, leuchtendes Gesicht Wohlwollen zum Ausdruck bringt. "Heil" ist das umfassendste Wort, das alles menschlich Erstrebenswerte in sich schließt.

Segenspraxis


Einen Segen sprechen ist im AT eine häufige Form des Wünschens, aber auch des Dankens und des Lobens. Ursprünglich ist es im familiären Bereich beheimatet. Wenn es hier den Priestern aufgetragen wird, wird die vielfältige Praxis im Leben der Israeliten nicht eingeschränkt, sondern vielmehr in die institutionelle Gottesdienstversammlung übernommen.
Die Priester können über den Segen Gottes nicht verfügen. Im abschließenden Vers wird eine feine Nuancierung ausgedrückt: "So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen." Damit ist das Zusammenwirken von Gott und Priester klar umschrieben.

Name als Erweis der Zugehörigkeit


Nach israelitischem Verständnis steht der Name in enger Verbindung zum Eigentümer. Wird etwa der Name eines Herrschers über ein Land ausgerufen, so bedeutet dies einen Herrschaftsanspruch. Wenn daher in diesem Segen Jahwes Name auf den Gläubigen gelegt wird, bestätigt der Priester damit, dass dieser Mensch Gottes Eigentum ist, dem Gottes Segen gilt. Das Erbitten des Segens bringt zum Ausdruck, dass ein Mensch diesen Segen anerkennt. Gottes Wohlwollen für den Menschen wird dort wirksam, wo ein Mensch dafür empfänglich ist, was sich wiederum im konkreten Alltag durch dementsprechendes Handeln erweisen soll.

Segenskärtchen


Im Folgenden sind Texte für Segenswünsche zusammengestellt. Wie die Kärtchen gestaltet werden hängt ab vom Zeitaufwand, der dafür aufgebracht werden kann. So können die Segenskärtchen fotokopiert und anschließend von den Kindern angemalt oder mit Mascherln geschmückt oder vielleicht gar mit einer kleinen Kerze versehen werden (Christbaumkerzen eignen sich dazu). Sie können auch handgeschrieben werden, dabei kann man nur einen Satz aus einem längeren Segensspruch nehmen und dafür eben verschiedene Kärtchen gestalten. Der Phantasie sind beinahe keine Grenzen gesetzt.

Segen Aarons (nach J. Zink)


Gott der Ursprung und Vollender aller Dinge,
segne dich, gebe dir Glück und Gedeihen
und Frucht deiner Mühe,
und behüte dich, sei dir Schutz in Gefahr
und Zuflucht in Angst.

Er lasse leuchten sein Angesicht über dir,
wie die Sonne die Erde wärmt
und Freude gibt dem Lebendigen,
und sei dir gnädig.
Er löse dich von allem Bösen
und mache dich frei.

Er sehe dich freundlich an,
er sehe dein Leid,
er heile und tröste dich.
Er gebe dir Frieden,
das Wohl des Leibes
und das Heil der Seele.
Amen. Gott will es. Gott selbst.
So steht es fest nach seinem Willen für dich.

Psalmvers


Gott sei uns gnädig und segne uns,
er lasse sein Antlitz leuchten, dass man auf Erden erkenne seinen Weg. (Ps 67, 2-3a)

Bitte


Gib uns ein fröhliches Herz und Frieden zu unserer Zeit. Von allem Bösen erlöse uns jetzt und in Ewigkeit. (nach Sir 50)

Spruch


Gutes für das Neue Jahr hoffen heißt Gutes füreinander hoffen heißt auch Gutes voneinander hoffen. (von einer Spruchkarte)

Schriftwort


Fürchte dich nicht, denn ich habe dich beim Namen gerufen. Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn du durch Feuer gehst, wirst du nicht versengt. Denn ich bin dein Gott. (Jes 43)

Psalmvers


Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. (Ps 91, 11)

Segensspruch


Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.
Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen.
Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.
Der Herr sei unter dir
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.
Der Herr sei in dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.
Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.
Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott. (Altchristl. Segensgebet, 4.Jh.)

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Neujahr

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Neujahr

Schlagwörter: Gottesdienst, Pfarrgemeinde, Rausgehaktion

 

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