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Das macht Eindruck!

Gruppenstunde | Alter: 10-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Jeder Mensch ist einer Fülle von Reizen oder Eindrücken ausgesetzt, die Spuren an ihm hinterlassen. Diese Gruppenstunde versucht, sich diesen Reizen zu nähern, sie genauer zu beleuchten und zu hinterfragen, ob das, was sie bewirken, auch gut ist.
In dieser Gruppenstunde haben die Kinder die Gelegenheit, sich zu überlegen, was sie beeindruckt, und sich dann mit den anderen darüber auszutauschen.

Material

  • Plastilin, Holzbretterl
  • "beeindruckende Gegenstände": Musikkassette, Kreuz, Batmanfigur, Computerdiskette, Gummibär, kleines Underbergflascherl, Ring, Herz, Diamagazin, batterieloses Tamagotchi, ...
  • Ergänze die Liste um für Deine Gruppe passende Gegenstände, es soll sich um eine reichhaltige Auswahl handeln Einige davon dürfen ruhig doppelt vorkommen und können natürlich auch "übertragen" verstanden werden. (Man muss nicht unbedingt Audiokassetten toll finden, es kann auch Puff-Daddy oder einfach Musik sein.) Je nach Alter Deiner Kinder kannst Du zu den Gegenständen auch Beschreibungskarterln stellen, auf denen Vorschläge zu lesen sind, wofür der Gegenstand stehen könnte Gegenstände.
  • Lupen, soviele, wie die Anzahl Deiner Kinder durch drei ausmacht. Kannst Du keine echten Lupen auftreiben (Tip: in Botanik-Sezierbestecken, die viele Kinder irgendwann einmal für den Biologieunterricht kaufen müssen, befinden sich billige Plastiklupen), so bastle welche aus festem A4-Karton. An Stelle der Linse schneidest Du einfach ein Loch.
  • Jede Menge Lupen aus Papier ausgeschnitten
  • Stifte
  • Wollfäden
  • Stempel und Haftnotizen

Aufbau

Zunächst formt jedes Kind sein Abbild in Plastilin und überlegt sich anschließend anhand einer Ansammlung von Gegenständen, was es beeindruckt.
Dann blickt jede/r um sich, um zu erkennen, was die anderen beeindruckt, findet sich in Kleingruppen zusammen, um das Beeindruckende genauer unter die Lupe zu nehmen und festzustellen, was nun wirklich beeindruckt.
Zuletzt schaut sich jede/r die Ergebnisse der anderen Kleingruppen an und überlegen, ob diese auch auf einen selber zutreffen.

 

Auf die Bretter, fertig, los



Eingangs bittest Du die Kinder, sich selbst als Plastilinfigur zu formen. Dazu stellst Du Plastilin und Holzbretterl bereit. Ein fertiges Plastilinmaxerl soll dann auf einem Holzbretterl liegen können. Die Gestalten sollen eher flach, aber durchaus einen Zentimeter dick sein.


Beeindruckendes



Nun zeigst Du den Kindern eine Sammlung von Dingen, die beeindrucken können. (Die Sammlung sollte den Kindern erst jetzt zugänglich sein, damit sie nicht schon vorher ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Du solltest sie also bis dahin verdeckt gehalten haben. Noch besser ist es, wenn Ihr für diesen Teil der Gruppenstunde in einen anderen Raum wechseln könnt.)

Die Dinge, die ein Kind beeindrucken, verwendet es nun, um damit irgendwo auf seinem Maxerl einen Eindruck zu hinterlassen. Es nimmt also den Gegenstand und drückt ihn fest aufs eigene Maxerl, sodaß der Abdruck gut sichtbar ist.

Die Druckphase geht fließend in einen Zeitraum über, den die Kinder dazu nützen können, sich herumzubewegen, andere zu treffen, deren Maxerl anzuschauen und zu raten, welche Eindrücke sie gesammelt haben, kurz: sich auszutauschen. Es ist durchaus erwünscht, während dieser Kontakte nun auch zu outen, was hinter den Abdrücken steckt und wieso man gerade das beeindruckend findet.


Unter der Lupe



Bevor die Austausch-Phase zu ermatten droht, bittest Du die Kinder, sich ungefähr zu dritt zusammenzufinden. Jede Gruppe bekommt nun eine echte Lupe (bzw. die Kartonlupe) und mehrere kleine Papierlupen, um das Beeindruckende genauer zu betrachten.

Von jedem Maxerl wird nun zumindest ein Eindruck genauer angeschaut. Wenn sich die Gruppe entschieden hat, mit welchem Eindruck sie beginnen will, nimmt jedes Kind, das zu diesem Eindruck etwas sagen will, die echte Lupe in die Hand, schaut den Abdruck an und äußert, was man daran beeindruckend finden könnte. Das wird auf einer der Papierlupen festgehalten, z.B.: "Musik ist beeindruckend, weil man dabei seine miese Stimmung völlig vergessen kann."

Die Papierlupen werden anschließend auf einem Wollfaden aufgefädelt und an den entsprechenden Gegenstand gebunden. Sind alle Gruppen fertig, dann werden die Gegenstände mit den Lupen am Boden weiträumig aufgelegt. Die Kinder können nun die Ausstellung besuchen, die mit den "belupten" Gegenständen gebildet wurde.


Stimmt das für mich auch?



Während die Kinder die Papierlupen betrachten, können sie für sich überlegen, ob auch sie dieser Gegenstand aus denselben Gründen beeindruckt. Wenn das der Fall ist, dann machen sie mit Hilfe eines Stempelkissens mit ihrem Daumen einen Abdruck auf die Lupe.

Während der Verteilung der Stempelabdrücke kann es noch zu manch’ spannendem Wortwechsel kommen. Wenn alle Kinder fertig gestempelt haben, dann schließt Ihr Eure Betrachtungen ab und laßt nun der Ausstellung einen Platz an den Wänden Eures Gruppenraumes zukommen.

Autor/in: Helmut Habiger

Publikation: Moment mal

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Schlagwörter: Ich, Ich und die anderen, Werte