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Esau oder Jakob?

Gruppenstunde | Alter: 13-15 | Aufwand: niedrig

Ziel

Was ist wichtiger? Denken oder Tun? Reden oder Anpacken? In die Welt hinausziehen oder daheim bleiben? Diese Frage wird in der Bibelstelle von Esau und Jakob (vgl. Gen 25, 27-34) aufgeworfen. Für jeden von uns ist es notwendig, diese Aspekte in uns zu versöhnen und herauszufinden, wann für uns welcher Aspekt wichtiger ist. Damit setzt sich auch diese Gruppenstunde auseinander.

Material

  • Zeitschriften
  • Papier
  • Stifte
  • Klebstoff

Aufbau

Als Einstieg spielt ihr eine kurze Szene. Nach einem Stimmungsbild mit anschließendem Austausch erzählst du die Bibelgeschichte. Anschließend werden die Männerbilder den beiden unterschiedlichen Rollen zugeordnet und Details aus ihren Biographien überlegt. Nach einer persönlichen Wertung der Männerbilder entwirft jede ihre persönliche Traummann.

 

Vorbemerkung:
Diese Gruppenstunde ist für Buben und ihre Gruppenleiter. Eine ähnliche Gruppenstunde für Mädchen findest du hier.

Gib mir zu essen


Zu Beginn der Gruppenstunde spielst du folgende Geschichte mit Spielfiguren z.B. He-Man,... vor:

Die Zwillinge

Rebekka und Issak bekamen Zwillinge. Der zuerst Geborene hieß Esau, sein Bruder Jakob. Esau liebte es, in der Steppe und im Gebirge umherzustreifen. Darum wurde er, als er älter war, ein Jäger. Weil sein Vater Isaak gerne Wildbraten aß, war Esau sein Lieblingssohn. Jakob jedoch hütete am liebsten die Herden und hielt sich gerne zu Hause auf. Darum hatte ihn die Mutter besonders in ihr Herz geschlossen.
Einmal kam Esau müde und hungrig von der Jagd nach Hause. Jakob kochte vor seinem Zelt gerade eine Linsensuppe. Esau hob den Deckel vom Topf und schnupperte. "Gib mir einen Teller von deiner Linsensuppe!", bat er.
Davon kannst du haben, so viel du willst", antwortete Jakob. Aber du musst mir dafür dein Erstgeburtsrecht überlassen." Bei sich dachte er: Dann bekomme ich, wenn unser Vater stirbt, mehr Ziegen, Schafe und Zelte, mehr Silber und Gold als du. Der Vater wird mich dann auch zuerst segnen.
Esau lachte. "Was nützt mir das Erstgeburtsrecht, wenn ich jetzt verhungere? Du kannst es haben."
Esau griff nach der Kelle und wollte sich einen Teller voll Linsen schöpfen. Aber Jakob stellte sich zwischen den Topf und seinen Bruder. "Du musst zuerst schwören, dass du mir das Erstgeburtsrecht überlässt", sagte er. Esau schwor. Dann aß er die Linsensuppe und das Brot, das sein Bruder ihm gab. Als er satt war, stand er auf und ging weg.

Was ist wichtiger?


Im Anschluss daran stellst du die Frage: Welcher der beiden hat das Richtige getan? Du hast zwei Zettel mit den Namen vorbereitet, zu denen sich die Buben im Raum entlang einer Achse positionieren können. Haben sich alle entschieden, können Rückfragen an die anderen gestellt werden, die eigene Position erklärt werden,... Selbstverständlich ist es möglich, im Zuge der Diskussion seinen eigenen Standpunkt auch zu ändern und eine andere Position einzunehmen.

Eine "alte" Geschichte


Nun kannst du kurz erklären, dass diese Frage eine sehr alte ist und schon in der Bibel zu finden ist. Du kannst die Stelle auch erzählen oder vorlesen.

Esau oder Jakob? oder: Wo in diesem Spannungsfeld stehen Männer von heute?


Für den nächsten Schritt hast du Bilder von unterschiedlichen Männern aus Zeitschriften ausgeschnitten. Die Buben sollen nun gemeinsam überlegen, welcher Mann für sie eher Esau und welcher eher Jakob symbolisiert. Dabei geht es nicht unbedingt darum, die Männer eindeutig zuzuordnen, sondern um die Auseinandersetzung und die Überlegung, was der Unterschied zwischen den beiden Männern ist.

In Gedankenblasen könnt ihr nun aufschreiben, wie diese Männer über die vorgespielte Situation denken könnten.

In einem nächsten Schritt könnt ihr auch noch für einzelne dieser Männer nähere Angaben überlegen, z.B. was er arbeitet, ob er eine Familie hat, wo und wie er lebt, wie er seine Freizeit verbringt, welches Auto er fährt...

Das kann ich mir vorstellen


Die entstandenen Biographien sind wahrscheinlich sehr unterschiedlich geworden. Deswegen kann nun jeder einzelne überlegen, welche der Biographien und Aussagen für sein eigenes Leben gut vorstellen kann - diese erhalten einen grünen Punkt - und welche gar nicht erstrebenswert erscheinen - diese erhalten einen roten Punkt.

Mein "Traummann"


Wie fast überall im Leben geht es auch hier nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Sowohl-als-Auch. Deswegen darf sich nun jeder seine persönliche Mischung zusammenstellen. Dafür hast du verschiedene Zeitschriften und Papier für alle vorbereitet. Daraus sollen Collagen werden, die auch mit Gedankenblasen und Biographiedetails angereichert werden können.

Die Gruppenstunde könnt ihr mit einer Ausstellung eurer "Traummänner" beenden.

Autor/in: Kathrin Wexberg und Christina Schneider

Publikation: Kumquat_2/02

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Schlagwörter: Bibel, Ich, Religiöses, Werte