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Wir sind verschieden

Messmodelle

Hintergrund

Die Vision des Propheten beinhaltet auch, dass aus allen Himmelsrichtungen die Menschen zusammenkommen und ihren Reichtum und ihre Vielfalt zusammentragen. Sie kommen mit dem, was sie haben und können, um Gott zu ehren und zu feiern. Im Gottesdienst dieses Tages kann deshalb auch zum Ausdruck kommen, was die Sternsinger in diesen Tagen in fast allen Pfarrgemeinden tun. Der Gottesdienst könnte deshalb auch eine Sendungs- oder Dankfeier für alle Buben und Mädchen sein, die bei der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar mittun.

Material

  • verschiedene Gewänder, die typisch für einzelne Erdteile sind (z.B. für Asien ein indischer Sari, für Afrika ein Körpertuch, eine rote Decke wie bei den Massai, für Amerika ein Sombrero oder eine peruanische Ohrenmütze, für Ozeanien eine Blüte im Haar)
  • für die Gabenbereitung: Krone, Brot, Wein, Weihrauch, Kreide

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Begrüßung und Einführung
  • Kyrie
  • Tagesgebet
  • Zur Lesung
  • Zwischengesang
  • Fürbitten
  • Gabenbereitung
  • Liedruf
  • Gabengebet
  • Schlussgebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 60, 1-6

Auf, werde Licht, Jerusalem, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.
Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu einem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.
Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Tochter trägt man auf den Armen herbei. Du wirst es sehen, und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit.
Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir. Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Sie alle kommen aus Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.

Evangelium: Mt 2, 1-12

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
Sie antworteten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:
Du Bethlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg.
Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Hintergrund 1. Lesung:

Werde Licht


Zu Beginn dieses prophetischen Textes, aus der Zeit nach dem Exil, steht die Aufforderung "Auf, werde Licht, Jerusalem." Diese Aufforderung hat ihren geschichtlichen Hintergrund in der Stagnation der ehemals heimkehrfreundlichen Israeliten. Der Aufbau von Jerusalem gestaltet sich schwierig, die ursprüngliche Begeisterung weicht der Gewöhnlichkeit der alltäglichen Kleinarbeit. Vielleicht ist es auch einfach die Ernüchterung, die einkehrt, wenn ein Ziel erreicht ist: "dann, wenn wir wieder in Jerusalem unseren Tempel haben, wird alles wieder gut sein" - so war ein wenig die Hoffnung. Der Prophet muss seine Zeitgenossen zur Aktivität ermahnen: "Werde Licht!"

Herrlichkeit des Herrn


Die Begründung für seine Ermahnung gibt der Prophet mit der bevorstehenden Ankunft des Lichtes und der Herrlichkeit Gottes an. Beide Begriffe sind synonym. Das Licht bringt eine Erhellung oder Erleuchtung; wenn es vom Feuer her gedacht wird, lasst sich "entzünden" oder "entflammen" dazu assoziieren. Es ist eine sehr alte Form der Gotteserfahrung. Mit "Herrlichkeit" drückt der biblische Mensch seine Erfahrung mit Gott aus. Diese ist in der Schöpfung sehr sinnfällig, wenngleich sie durch die Sünde gestört ist. Die Herrlichkeit Gottes erfahrt der Mensch aber der Bibel auch im Bundesschluss und in dieser Folge in den Weisungen und Gesetzen: "Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen" (Ps 19,8). Die Herrlichkeit Gottes wohnt schließlich im heiligen Zeit (im Tempel) und wird in der Liturgie, in Kult gefeiert. In all diesen Formen tut sich Gott huldvoll und mächtig dem Menschen auf, beglückt und beansprucht ihn.

Finsternis und Erwählung


Die Vision des Propheten führt die Finsternis vor Augen, die die Erde und alle Völker bedeckt. Dies mag wohl noch einmal auf die geschichtlichen Verhältnisse anspielen, ist aber noch mehr ein Kontrastbild zur Erwählung seines Volkes: "doch über dir geht leuchtend der Herr auf". Es will die besondere Erwählung desjenigen herausstreichen, der diese Botschaft hört und glaubt.

Völkerherrschaft


Mit der Vision von der "Völkerwallfahrt" wird die prophetische Absicht der Ermutigung und Aufrüttelung verstärkt. Die Herrlichkeit Gottes, die über Jerusalem, dem Berg Zion erstrahlt, zieht alle Völker an. Sie kommen mit ihrem Reichtum, um die ruhmreichen Taten des Herrn zu verkünden. Gerade in der gegebenen geschichtlichen Situation war dies eine gewaltige Vorstellung. Israel ist ein unbedeutendes kleines Volk, umgeben von mächtigen Völkern mit großen Reichtümern. Dieses kleine Volk wird Gott herausheben und zum Ziel einer großartigen friedlichen Völkerwallfahrt machen. Es wird das Bild einer endzeitlichen Völkerversammlung gezeichnet, die von der Herrlichkeit Gottes gekennzeichnet ist.

Zusammenhang mit dem Evangelium


Wenn sich auch bei Jesus die Völker der Erde, die Sterndeuter aus dem Osten versammeln, wird sichtbar: die Herrlichkeit des Herrn ist in ihm angebrochen. Das Licht ist leibhaftig und menschlich da.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Begrüßung und Einführung


Im Namen des Vaters und des Sohnes ...
Jesus, unser Stern, sei mit Euch ...
Eine Legende erzählt, dass der Stern vom Himmel fiel, als die Weisen das Kind von Bethlehem gefunden hatten.
Darauf der erste: "Gut, dass wir am Ziel sind." -
Der zweite: "Nach Hause finden wir ohne den Stern."
Der dritte: "Wir müssen den Stern wieder an den Himmel bringen, damit er allen den Weg zeigt."

Der Stern - ist Jesus
Ihn "an den Himmel bringen", damit er uns und allen den Weg zum Leben zeigt, das ist unser aller Auftrag - (und der besondere Auftrag der Sternsinger)
Wir wollen einen Augenblick überlegen, wie wir das tun können!

Kyrie


nach einem afrikanischen Gebet
1. König
Herr ich werfe meine Freude wie einen Stern an den Himmel. So eine Stunde, Herr, so eine Stunde.
Herr, erbarme Dich.
2. König
Herr, ich werfe meine Liebe wie einen Stern an den Himmel. So ein Tag, Herr, so ein Tag.
Christus erbarme dich.
3. König
Herr, ich werfe mein Herz wie einen Stern an den Himmel. So ein Tag, Herr, so ein Tag.
Christus, erbarme dich.
Priester
Es erbarme sich unser Herr. Er nehme alles Dunkle von uns weg und sei unser Stern auf unserem Weg zum ewigen Leben.

Tagesgebet


Herr, Du hast den Weisen als Stern den Weg nach Bethlehem gezeigt.
Zeige auch uns den Weg zu Dir, zum Vater, zu den anderen und zu uns seiber - heute und an allen Tagen und in Ewigkeit.

Zur Lesung


Einige Kinder kommen bekleidet mit verschiedenen Gewändern die typisch sind für einzelne Erdteile, z.B.: für Asien ein indischer Sari, für Afrika ein Körpertuch (eine rote Decke wie bei den Massai), für Amerika ein Sombrero oder eine peruanische Ohrenmütze, für Ozeanien eine Blüte im Haar.
Die Kinder können tanzen, singen und musizieren, falls sie etwas vorbereitet haben.
In der Lesung hören wir von verschiedenen Transportmitteln und spezifischen Gaben. Wir überlegen gemeinsam, welche Transportmittel es noch gab (z.B. Esel, Pferd, Schiff, Sänfte usw.) und welche Gaben zu den Kindern passen könnten, die sie mitbringen hätten können.
Nicht nur Erdteile und Länder, vor allem Menschen sind verschieden. Wir wollen auch überlegen, welche Dinge für jeden von uns typisch sind, welche spezifischen Gaben (auch Be"gabungen") wir vorbringen (sagen) könnten, was wir also für Gottes Welt und zum Leben anderer einbringen könnten.
Die Rede kann schließlich auch auf das Sternsingen kommen:
Wir haben zwar kein Gold, aber wir können singen und haben Sprüche gelernt, die die Leute gerne hören, wir sammeln für die Dreikönigsaktion, um Menschen in anderen Ländern zu helfen.
Dazu passt auch das folgende Lied als

Zwischengesang


Wir alles sind Geschwister

Fürbitten


Gottesdienstleiter/in
Herr, Du bist unser Stern, Du trägst unsere Bitten zum Vater:
1. Kind
Wir beten für die Kinder in Asien und alle, die so schön tanzen können.
Sei du ihnen Stern!
2. Kind
Wir beten für die Kinder in Ozeanien und alle, die so unbeschwert froh sein können.
Sei du ihnen Stern!
3. Kind
Wir beten für die Kinder in Afrika und alle, die so schön Gottesdienst feiern können.
Sei du ihnen Stern!
4. Kind
Wir beten für die Kinder in Lateinamerika und alle die so schön musizieren können.
Sei du ihnen Stern!
5. Kind
Wir beten für die Kinder in der ganzen Welt, die krank und behindert sind, die Hunger haben oder flüchten müssen und alle, die schon so früh hart arbeiten müssen.
Sei du ihnen Stern!
Priester
Ja, Herr, sei Du uns und allen Stern heute und an allen Tagen und in Ewigkeit. Amen.

Gabenbereitung


1. König
Ich bringe dir meine Krone.
Sie erinnert uns daran, dass wir zum Königreich Gottes gehören.
2. König
Ich bringe Dir das Brot.
Wir wollen es teilen mit den Menschen in Not.
3. König
Ich bringe dir den Wein.
Wir freuen uns, dass wir hier miteinander feiern können.
4. König
Ich bringe dir den Weihrauch.
Du bist überall für uns da.
Ich bringe dir die Kreide, mit der wir die Häuser segnen.

Liedruf


"Lasst uns vor ihm niederfallen ...... "

Gabengebet


Priester
Herr, nimm unsere Gaben an: unsere Kronen, unser Brot, unseren Wein, unseren Weihrauch und unsere Kreide. Erfülle alles mit deinem Segen durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet


Herr, wir sagen dir Dank.
Du warst unser Stern auf dem Weg zum Gottesdienst.
Du warst unser Stern in deinem Wort.
Du bist zu uns gekommen im Heiligen Brot.
Wir bitten dich, sei unser Stern auf dem Weg durch unsere Gemeinde und auf allen unseren Wegen heute und an allen Tagen und in Ewigkeit.
Amen.

Aussendung der Sternsinger


1. König
Willst du unsere Füße, Herr, um zu denen zu gehen, die Freunde nötig haben?
Herr, wir stellen dir unsere Füße zur Verfügung.
2. König
Willst du unsere Stimmen, Herr, um die Worte zu sagen und zu singen für jene, die deine Worte der Liebe brauchen?
Herr, wir stellen dir unsere Stimmen zur Verfügung.
3. König
Willst du unsere Hände, Herr, um sie den Menschen zu reichen, die deinen Segen ganz dringend brauchen?
Herr, wir stellen dir unsere Hände zur Verfügung.
4. König
Willst du unsere Augen, Herr, um zu sehen, wo Gutsein nötig ist?
Herr, wir stellen dir unsere Herzen zur Verfügung.
Priester
Der Herr möge Euch für eure Füße, eure Stimmen, eure Hände, eure Augen und eure Herzen danken. Er segne euch und führe euch durch seinen Stern - heute und an allen Tagen und in Ewigkeit. Amen.
Und euch alle segne der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Sprechtexte (ausgewählt und redaktionell verändert) entnommen aus:
Gottesdienste für Kinder und Jugendliche, Verlag Bergmoser und Holler, Jan. 82

Publikation: effata

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Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : Hochfest der Erscheinung des Herrn

Schlagwörter: Gottesdienst, Sternsingen

 

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