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Einen Namen haben

Messmodelle

Hintergrund

Der Hauptteil des heutigen Evangeliums ist der Erzählung aber die Hirten gewidmet. Da die Kinder aber mit dieser in den Weihnachtsfeiertagen oft in Berührung kommen, orientieren sich die Vorschläge für den Gottesdienst am letzten Vers des Evangeliums. Es geht dabei um die Namensgebung Jesu. Deren Bedeutung nähern wir uns, indem wir uns mit unseren eigenen Namen und deren Bedeutungen befassen.

Material

  • Namensbuch

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Zu Beginn
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Num 6, 22-27

Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.

2. Lesung: Gal 4, 4-7

Brüder und Schwestern! Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.
Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn, bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.

Evangelium: Lk 2, 16-21

In jener Zeit eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.
Als acht Tage vorüberwaren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesu, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde.

Hintergrund Evangelium:

Da in den Weihnachtstagen die Erzählung von den Hirten oft im Mittelpunkt steht, wenden wir uns heute vor allem dem letzten Vers des Evangeliums zu.

Eine Abrundung


Der letzte Vers des heutigen Evangeliums gibt uns eine literarisch durchdachte Abrundung der Geburtserzählung. Er erinnert an die Anweisung des Engels an Maria, die wir bei Lk 1,31 lesen kennen, und beschließt somit die Erzählung von der Geburt Jesu.

Der Name


Nun trägt das Kind einen von Gott bestimmten Namen. Das weist darauf hin, dass es auch das von Gott bestimmte Werk tun wird. Die Juden sprachen dem Namen eine Art
unauslöschlicher Kraft zu. Man war der Ansicht, dass der Name einen wesentlichen Teil der Persönlichkeit darstelle, dass er den Charakter und sogar das Schicksal beeinflusse. Das ging so weit, dass ein Rabbiner einmal sagte: "Wer den Namen ändert, kann den göttlichen Beschluss wandeln."

Namensgebung


Das Recht, seinem Sohn einen Namen zu geben, lag beim Familienvorstand, also damals beim Vater. Der gewählte Name entspricht unserem Vornamen, dem "Taufnamen". Ein "Familienname" war den Juden unbekannt. Ein Sohn trug als zweiten Namen zwangsläufig den Namen seines Vaters, wie es heute noch bei den Arabern Üblich ist. Man wurde "Sohn des ... " genannt; Jesus hieß also wahrscheinlich "Jesuah ben Joseph".

Beschneidung


Wir können lesen, dass Beschneidung und Namensgebung gemeinsam erfolgten. Jedes männliche Kind musste nach dem Gesetz beschnitten werden, um zur jüdischen Gemeinschaft zu gehören. Zur Zeit Jesu hatte das acht Tage nach der Geburt so zu geschehene Die Vorschrift war so wichtig, dass man sie sogar einhielt, wenn der festgesetzte Tag auf einen Sabbat fiel. Für diesen Fall gab es einige "Extra-Vorschriften".

Zeichen des Bundes


Es ist möglich, dass Mose den Ritus der Beschneidung von den Midianitern übernommen hatte, oder dass Josua ihn auf dem "Hügel der Vorhäute" übernahm, als er mit einem
Volk ins Heilige Land kam. Sicher handelte es sich das sei um einen sehr alten Brauch, der in den Augen der Juden ein von Gott gesetzter Befehl war. Zur Zeit Jesu wurde die Beschneidung als ein äußeres Zeichen des Bundes mit Gott und als ein Akt ritueller Reinigung angesehen.

Harmlose Operation


Die Operation galt an sich als unbedeutend. In alten Zeiten vollzog sie der Familienvater; zur Zeit Jesu gab es in jeder Stadt einen Mohel, eine Art Fachmann für den chirurgischen Eingriff. Dieser wusste, wie er operieren musste, dass das Kind keine Schmerzen hatte, und er hatte die geeigneten Instrumente dafür.

Von großer Bedeutung


An diesem geheiligten Ritus hingen die Juden mit ganzer Seele. Sie sahen darin ein Zeichen, dass sie wirklich das Gottesvolk waren. Es war das schrecklichste Schimpfwort, wenn man jemanden einen "Unverschnittenen" nannte. Schließlich war es das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal zu den Römer und Griechen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Zu Beginn


(nach der Begrüßung, jedoch vor dem Kreuzzeichen)
Vielleicht habt ihr schon einmal einen Film gesehen oder ein Buch gelesen, in dem Soldaten an die Tür eines Hauses klopfen und rufen: "Im Namen des Königs: aufmachen!" Und wenn sie das sagen, dann heißt das, dass sie im Auftrag des Königs da sind, und dass sich Menschen genau so verhalten müssen, als wäre der König selber hier. Oder wenn Polizisten in einem Krimi sagen: "Im Namen des Gesetzes sie sind verhaftet", dann meinen sie, dass sie so handeln, wie es das Gesetz verlangt. In allem was sie tun, berufen sie sich auf das Gesetz.
Wenn wir hier heute beisammen sind, dann berufen wir uns weder auf einen König noch auf ein Gesetz. Aber wir berufen uns auf jemand anderen, auf Gott, dessentwegen wir einander hier treffen. Er hat uns aufgetragen, zu dieser Feier zusammenzukommen, in seinem Namen sind wir hier. Darum beginnen wir unseren Gottesdienst mit den Worten:
"Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Verkündigung


Im Evangelium haben wir davon gehört, wie Jesus seinen Namen bekommen hat. Wir alle haben einen Namen. Die wollen wir einander nun wieder einmal in Erinnerung rufen. Dazu stellen wir uns in einem Kreis auf.
Ich bitte euch nun zu überlegen, auf welche Weise ihr euren Namen sehr eindrucksvoll aussprechen könnt und welche Bewegung dazu passen konnte. Wenn allen etwas eingefallen ist, dann kann einer von uns beginnen, seinen Namen zu sagen und seine Bewegung zu machen. Wir anderen sprechen dann nach und machen auch die Bewegung - so gut wir halt können - nach. Das machen wir, bis alle einmal ihren Namen gezeigt haben.

Bei diesem Spiel sollte der/die Gottesdienstleiter/in selbst beginnen. So wird es den Kindern leichter fallen, sich auch etwas einfallen zu lassen.

Wir haben alle einen Nachnamen, wir nennen ihn auch Familiennamen. Der sagt über einen Menschen aus, zu welcher Familie er gehört.
Also ich heiße .... und ich gehöre zu .....

Kinder, die wollen, können auch sagen, wie sie heißen und zu wem sie gehören. Vielleicht gibt es da Großeltern, die einen anderen Namen tragen etc.

Eigentlich bedeuten auch die Nachnamen etwas. Als es noch keine Nachnamen gab, sagte man zum Beispiel zu jemandem, der Franz hieß und Beruf Müller war, einfach: Franz, der Müller. Daraus ist dann später Franz Müller geworden. Bei anderen Leuten hat man nicht den Beruf genannt, sondern den Ort, in dem sie aufgewachsen sind. Weil es zur Zeit Jesu noch keine Familiennamen gab, sagen wir: Jesus von Nazareth, denn Nazareth ist das Dorf, in dem Jesus aufgewachsen ist.
Auch der Vorname von Jesus hat eine besondere Bedeutung. Er bedeutet: Gott rettet, Gott heilt. Jesus ist derjenige, durch den Gott die Menschen rettet, durch denen er ihnen das Heil, das Gute bringt.
Unsere Vornamen haben auch bestimmte Bedeutungen. Wahrscheinlich haben eure Eltern eure Namen nicht so sehr nach deren Bedeutung ausgesucht, aber es könnte auch interessant sein, etwas davon zu erfahren.

Der/die Gottesdienstleiter/in hat ein Namensbuch mit. Wen ein Kind die Bedeutung seines Namens wissen will, dann liest er/sie es ihm vor. Mit älteren Kindern kann auch ein Ratespiel gespielt werden. Ein Kind liest still, was über seinen Namen geschrieben steht und versucht, etwas davon pantomimisch darzustellen. Die anderen Kinder können versuchen zu erraten, was dargestellt wird.

Fürbitten


Viele Menschen geben sich einen besonderen Namen, sie nennen sich "Christen". Hilf bitte uns und allen, die sich Christen nennen, so zu leben, dass andere Menschen merken, dass wir Christen sind.

Wir sind hier in deinem Namen zusammengekommen. Wir haben dein Wort gehört und darüber nachgedacht. Hilf unserer Gemeinde, so zu leben, wie es in deinem Namen richtig ist.

Wir wissen, dass wir deine Kinder sind. Hilf uns, dass wir wie gute Geschwister zueinander sind.

Es gibt viele Menschen, die noch nichts oder nur wenig von dir wissen. Lass auch sie einmal in deinem Namen zusammenkommen.

Schlusssegen


Gott möchte, dass es jeden einzelnen von uns gut geht und ruft uns bei unseren
Namen.
Er sagt nur Gutes: das heißt mit einem anderen Wort, dass er uns segnet. Es gibt im Alten Testament einen wunderschönen Segen, den Gott allen Menschen, die er liebt, zuspricht: den "Aaronsegen". Num 6,22-27 (s.o.)

Publikation: effata

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Jahreskreis: Neujahr

Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : Neujahr - Namensgebung des Herrn, Hochfest der Gottesmutter Maria

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...