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Alle freuen sich

Messmodelle

Hintergrund

Die Lesung fordert zu Jubel und Freude auf das wird an einem solchen Festtag auf größere Bereitschaft als sonst stoßen. Dennoch ist zu bedenken, dass Stimmung auch in einem Festgottesdienst nicht machbar ist oder angeschafft werden kann. Wir können nur die Voraussetzung schaffen und Möglichkeiten vorsehen, dass Freude, die von Herzen ist, zum Ausdruck kommen kann. Festlicher Schmuck und fröhliche Gesänge sowie feierlicher Vortrag können dabei helfen, die von Herzen Freude anzusprechen und zu verstärken, aktives Mittun durch Singen ("Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel" heißt es im Psalm 47).
So will dieses Modell den Kindern die Möglichkeit bieten, sich durch Texte und Lieder als "Freudenmodell" an der Verkündigung des Festinhaltes zu beteiligen und dazu beizutragen, dass "alle sich freuen" und am Jubel beteiligen können. Das braucht freilich auch einigen Aufwand für die sorgfältige Vorbereitung (wie bei jedem schönen Fest). Aber das sollten wir nicht scheuen. Die Pfarrgemeinde soll da nicht zurückstehen hinter dem Aufwand für Bescherung und Familienfeier am Heiligabend.

Material

  • für jedes Kind eine Rose oder Papierblume (können auch Teelichter sein)
  • für jedes Kind nach seinem Text einen Gegenstand welchen er/sie in die Weihnachtskrippe der Kirche legt: z.B. eine Träne aus Papier, ein Stück Brot, eine Kerze, ein Lebkuchenherz ...

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Zum Beginn
  • Gebet
  • Nach der Lesung
  • Loblied
  • Meditation
  • Gabengebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 52, 7-10

Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine große Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König. Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der Herr nach Zion zurückkehrt.
Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr tröstet sein Volk, er erlöst Jerusalem. Der Herr macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

Evangelium: Lk 2, 1-10

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinus Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.
Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.
Als die Engel die Hirten verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen. das uns der Herr verkünden ließ.
So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen Über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es horten, staunten Über die Worte der Hirten.
Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Hintergrund 1. Lesung:

Alles verloren


Die größte Krise in der Geschichte des Volkes Gottes im Alten Bund war die babylonische Gefangenschaft. Alles, worauf Israel seinen Glauben gebaut hatte, war verloren gegangen: Sie hatten das Land verloren; das Leben in diesem Land war ja Ausdruck dafür, dass Gott treu zu seinem Versprechen und seinem Volk gestanden war. Sie hatten den Tempel verloren, wo Gott inmitten seines Volkes anwesend war. Und sie hatten auch ihre Könige verloren, die das Volk ja im Namen Gottes geführt hatten.

Neues wird


Die Identität des Volkes war zerbrochen. Es fühlte sich orientierungslos, zerstreut in einem mächtigen Reich. Gott aber hatte es nicht im Stich gelassen. Der Prophet Jesaja spricht genau davon. Er deutet tiefgreifende Veränderungen, wie etwa das Auftauchen des Perserkönigs Kyros, als Wirken und Gegenwart Gottes. Und er ruft dem Volk zu: "Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten: Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?" (Vers 18-19) Gott antwortet auf die Klagen seines Volkes und verheißt ihm die Befreiung aus Gefangenschaft und Unterdrückung. Hier setzt auch der Textausschnitt des heutigen Tages an.

Freudenbote


Es ist der Bote, der damals die Neuigkeiten bringt und weiterträgt. Seine "Schritte auf den Bergen" sind ein Bild, das zum einen die Geschwindigkeit ausdrückt, mit der er seine Nachricht bringen möchte, zum anderen enthält es auch die Sehnsucht, mit der diese Nachricht erwartet wird, indem er schon auf den Bergen am Horizont erblickt wird. Kein Wunder, bringt er doch die grundlegende gute Kunde.

Gott ist König


Was kündigt er an? Er spricht vom Heil (heute übersetzt mit "Friede"). Im Urtext ist von Wohlergehen (= frohe Botschaft) und Rettung die Rede. Was gemeint ist, ist ganz klar: Die Befreiung aus einem lebensbedrohenden Zustand. Das Verlorene wird wiedergefunden werden, die Freiheit, das Land, Identität und damit Lebenssinn. Das Wichtigste aber: Gott ist König. Er selbst tritt die verwaiste Herrschaft an. Er ist (wieder) die Mitte seines Volkes. Das regelt nicht nur religiöse Belange. Damit hat auch die Gemeinschaft in allen ihren sozialen Dimensionen ein Zentrum, erst jetzt kann sie wieder lebendig sein, erst jetzt ist geregeltes Zusammenleben in Frieden und mit Sinn wieder möglich. Wenn Gott König ist, dann schützt er diese Gemeinschaft aber auch vor seinen Feinden.

Der Herr kommt


Die Wächter, die mit angespannten Sinnen nach außen horchen und schauen, erkennen die herannahende Botschaft als erste und begreifen sofort ihre grundlegende, alles "umwerfende" Bedeutung. Wie oft steht in der Bibel, dass niemand Gott von Angesicht zu Angesicht sehen könne, ohne zu sterben. Doch selbst das ist jetzt, in dieser alles ändernden Situation außer Kraft. Die Wächter "sehen mit eigenen Augen, wie der Herr zurückkommt". Nun ist Gott also nicht mehr fremd, nicht mehr erschreckend, nun kann er wirklich die Mitte sein.

"Er-lösung"


Jubel kann ausbrechen, obwohl Jerusalem in Trümmern liegt, obwohl also keineswegs im Handumdrehen sofort alles ideal und repariert ist. Doch das Wesentlichste, Freiheit und Lebenssinn sind wiedergewonnen. "Er-lösen" bedeutet ursprünglich, einen Verwandten aus der Schuldsklaverei loszukaufen. (Konnte jemand seine Schulden nicht mehr bezahlen, so wurde er seinem Gläubiger eine entsprechende Zeit als Sklave zugeteilt.)

Heil für alle


Dadurch ist es auch kein Droh- oder Schreckensbild mehr, wenn er "seinen heiligen Arm" freimacht. Gemeint ist die rechte Hand, mit der man in Kampf und Krieg die Waffen führt. Das Bild meint nun, dass Gott tatsachlich stark und unüberwindlich ist. Seinen Versprechen und seinem Wirken kann man also vertrauen. Sein Heil, seine Erlösung ist auch nicht nur Jerusalem versprochen (Jerusalem meint die Gottesfürchtigen, die Gläubigen), sondern auf alle Völker bezogen und an alle Menschen gerichtet.

Zusammenhang mit dem Evangelium


Mit der Geburt Christi beginnt etwas Neues: das Reich Gottes auf Erden. Es ist jetzt und hier und bereits da. Christus bringt als "Bote Gottes" Friede, Heil, Rettung und Erlösung, Freiheit und Lebenssinn. Er selbst ist da: als Heil für alle Menschen ist er die Mitte.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Zum Beginn


Am Eingang des Kirchenraumes bekommt jedes Kind eine Rose oder Papierblume (es könnten auch Teelichter ausgeteilt werden). Die Kinder legen während der Texte die Rosen beziehungsweise Papierblumen zur Krippe.

1. Kind
Ein Wunder ist geschehen
Gott kam in unsere Welt: einfach, arm und menschlich,
hilflos, schwach und klein.
Sucht ihn! Macht euch auf den Weg!
Schaufenstern, nicht unter Bergen von Geschenken.
Sucht ihn in Betlehem und überall dort,
wo ihr selbst arm und traurig seid,
wo ihr Angst habt und leidet,
wo ihr in Not und Schuld seid.
Da hat er sich verborgen,
da werdet ihr ihn finden
wie ein Licht in dunkler Nacht,
wie eine blühende Rose im kalten Winter,
wie eine wärmende Hand, die euch hält,
wie eine tröstende Stimme, die leise sagt:
Fürchtet euch nicht!
In Betlehem ist für euch heute der Heiland geboren,
Jesus Christus, der Retter der Welt.

2. Kind
Sage, wo ist Betlehem?
Betlehem, ein Ort, arm und verloren,
mit verschlossenen Herzen und Ohren.
Betlehem - ist es bei uns?

Chor/Alle
Herr, erbarme dich!

3. Kind
Sage, wo ist Betlehem?
Betlehem, ein Ort mit Gassen und Straßen,
in denen Hungrige, Einsame, Flüchtlinge und Kranke
saßen. Betlehem - ist es bei uns?

Chor/Alle
Herr, erbarme dich!

4. Kind
Sage, wo ist Betlehem?
Betlehem, ein Ort mit Menschen, die manchmal gut, manchmal böse handeln, wo
Gott in unserer Nacht und Schuld ist gekommen.
Betlehem - ist es bei uns?

Chor/Alle
Herr erbarme dich!

Gebet


Gott, wir sind zusammengekommen, um gemeinsam den Hl. Abend, die Hl. Nacht, zu feiern. Weil Jesus in Betlehem in der Hl. Nacht geboren wurde, wurde jede Nacht zu einer Heiligen Nacht. Jesus ist dein Geschenk an uns, unser größtes Geschenk. Alle Geschenke, die wir zu Weihnachten bekommen, wollen uns daran erinnern. Wer von dir beschenkt ist, der wird in seiner Freude auch andere beschenken. Das hast du uns durch Jesus, deinen Sohn, gezeigt. Lass Jesus heute in uns lebendig werden. Lass ihn in uns und durch uns Mensch werden, damit Weihnachten wird auf dieser Erde. Das
bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Nach der Lesung


Es geht ein heller Bote

(aus: Helmut Schneider, Halleluja, Christ ist da. Alte und neue Lieder und Kanons zu
Advents- und Weihnachtszeit, Mundorgelverlag)

Loblied


als Hallelujalied oder zur Gabenbereitung oder Kommunion:
Freu dich, Erde und Sternenzelt

Meditation


Nach der Verkündigung oder zum Friedensgruß, eventuell mit Instrumentalmusik zu begleiten.

Chor
Sage, Wo ist Betlehem?

5. Kind
Betlehem ist Überall dort, wo wir die Tränen von den Augen der Traurige abwischen.

6. Kind
Betlehem ist Überall dort, wo wir unsere Waffen niederlegen und uns verständigen.

5/6. Kind
Betlehem ist Überall. Betlehem ist jetzt und hier.
Betlehem ist jederzeit. Betlehem ist Überall.

Chor
Sage, wo ist Betlehem?

7. Kind
Betlehem ist Überall dort, wo wir Streit beenden und uns die Hand zum Frieden geben.

8. Kind
Betlehem ist überall/ dort, wo wir einander helfen und lieben, denn Gott ist Liebe. Wenn wir lieben, wird er neu geboren.

7/8. Kind
Betlehem ist Überall. Betlehem ist jetzt und hier.

Chor
Sage, wo ist Betlehem?

5. Kind
Betlehem ist überall dort, wo wir Beleidigungen vergessen, wo wir verzeihen und menschlich und gut zueinander sind.

6. Kind
Betlehem ist Überall dort, wo wir die Wahrheit sagen und uns für das Recht der Armen und Unterdrückten einsetzen.

5/6. Kind
Betlehem ist Überall. Betlehem ist jetzt und hier.

Chor
Sage, wo ist Betlehem?

7. Kind
Betlehem ist überall dort, wo wir anderen das Leid tragen helfen oder es ihnen abnehmen, wo wir unser Brot mit den Hungernden teilen.

8. Kind
Betlehem ist Überall dort, wo wir Schuld vergeben und die lieben, die uns wehgetan haben, denn Gott ist Liebe. Wenn wir lieben, wird er neu geboren.

Es wäre nett, wenn jedes Kind nach seinem Text einen Gegenstand in die Weihnachtskrippe der Kirche legt: z.B. eine Träne aus Papier, ein Stück Brot, eine Kerze, ein Lebkuchenherz ...

Gabengebet


Gott, du willst uns nahe sein. Du willst dich an uns verschenken in Jesus Christus, deinem Sohn. In Betlehem ist er als Kind arm uns unscheinbar zu uns gekommen. Heute will er in diesen Zeichen von Brot und Wein sich an uns verschenken. Verwandle uns mit diesen Gaben und lass uns dankbar annehmen und weitergeben, was du in deiner großen Liebe uns gibst durch Christus, unseren Freund und Bruder. Amen.

Sprechtexte (ausgewählt und redaktionell verändert) entnommen aus:
Gottesdienste mit Kindern undJugendlichen, Dezember 1983

Publikation: effata

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Jahreskreis: Weihnachten

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