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Womit beginnen wir?

Messmodelle

Hintergrund

Die heutige Lesung können wir inhaltlich als Fortführung der Lesung vom letzten Sonntag betrachten. Nachdem uns ein. Traum von der völligen Veränderung (Täler werden aufgeschüttet, Berge abgetragen etc.) erzählt wurde, werden uns heute konkrete Schritte auf dem Weg zu diesem Traum gezeigt (den Gefangenen Freiheit schenken etc.). Diesen Gedankengang wollen wir auch im Gottesdienst verfolgen. Nachdem letzte Woche über die Veränderungsträume gesprochen wurde, wenden wir uns heute den dafür nötigen ersten Schritten zu.

Material

  • Stifte
  • Kleber
  • ein Paar Stiefel(am besten geeignet sind große, weite Gummistiefel)
  • viele kleine, aus Papier ausgeschnittene Schuhe
  • Plakat (auf dem wir zwei Menschen sehen, die miteinander erste Schritte tun wollen)

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Vor der Lesung
  • Verkündigungen
  • Fürbitten
  • Lied

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 61,1-2a.10-11

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt. Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.

Evangelium: Joh 1, 6-8.19-28

Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du? Bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein.
Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?
Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte

Hintergrund 1. Lesung:

Jesaja


Der Prophet Jesaja stammt aus einer vornehmen jüdischen Familie. Weil er zur politischen Situation in seinem Land unerschrocken Stellung nahm, wurde er oft angefeindet. Über sein Ende wissen wir nichts Sicheres, eine jüdische Legende sagt jedoch, dass er unter der Herrschaft des Königs Manasse hingerichtet wurde. Jesaja ist berühmt wegen seiner Sprachkraft und seiner leidenschaftlichen Anteilnahme am Schicksal des Volkes. Auch Sprüche späterer Propheten werden unter seinem Namen gesammelt. So handelt es sich bei dem Kapitel, aus dem die heutige Lesung stammt, um einen Text, der von einem Propheten verfasst wurde, dessen Name nicht überliefert ist. Jesaja ist der einzige Schriftprophet, von dem auch die alttestamentliche Geschichtsschreibung erzählt. Im Neuen Testament wird er an verschiedenen Stellen zitiert. Ein Zitat der heutigen Lesung ist bei Lukas, im vierten Kapitel zu finden.

Die Situation


Das Volk Israel ist auf dem Heimweg aus dem Exil, auf dem Weg von Babylon nach Jerusalem. So ist eingetreten, was bei Jesaja verheißen wurde, aber die wirtschaftliche und religiöse Lage des Volkes ist äußerst schwierig. Hoffnungen, die mühsam aufgebaut wurden, werden enttäuscht, die Zuversichtlichkeit wird begraben. In dieser Situation spricht der Prophet eine gewaltige Heilszusage aus.

Rechtfertigung


Der Prophet hält gleich zu Beginn fest, dass er nicht aus sich heraus spricht, sondern dass der Geist Gottes durch ihn zu den Menschen sprechen will. Seine Verheißung beinhaltet derartig unwahrscheinlich klingende Wandlungen, dass er seine Verkündigung durch die Berufung, die an ihn ergangen ist, rechtfertigt. Er betont zusätzlich, dass er vom Herrn gesalbt sei und bringt damit zum Ausdruck, welche Bedeutung er der Salbung zumisst: sie ist etwas Dauerhaftes, das in den Menschen eingeht und an ihm haftet, sodass er Überweitgehende Erkenntnis verfügt. Durch diese Rechtfertigung gestärkt, kann der Prophet seinen Auftrag ausführen und den Israeliten "eine frohe Botschaft" bringen.

Rückschau


Im zweiten Teil der Lesung (ab "Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn") schaut nun ein späterer Schreiber auf diese Zusage zurück. Er sieht, dass sich einiges zum Besseren gewendet hat. Und so bricht er in Freude aus Übereinen Gott, der nicht nur vom Heil spricht, sondern der es jedem Mitmenschen anbietet und es möglich macht. Wenn der Mensch seiber mitwirkt, dann kann die Zusage Gottes tatsachlich Wirklichkeit werden. Der Schreiber ist glücklich, wie es Braut und Bräutigam am Tage ihrer Hochzeit sind. Dies wird dokumentiert durch die Aussage über die festliche
Kleidung und über die erhebende innere Stimmung. Überwältigt hält er fest: Wie die Erde Pflanzen hervorbringt und die Menschen davon leben, so bringt Gott Heil, und alle Welt kann und soll in diesem Seinem Heil gut und glücklich leben.

Zusammenhang mit dem Evangelium


So wie Jesaja war auch Johannes ein großer, wortgewaltiger Prophet, der von den Pharisäern angefeindet und später sogar von Herodes ermordet wurde. Auch Johannes verkündet die große Liebe und Gerechtigkeit des Herrn, die durch Jesus Christus in der Welt erfahrbar wird. Auch er ist vom Geist Gottes gesalbt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Im heutigen Gottesdienst denken wir gemeinsam darüber nach, mit welchen kleinen Schritten wir beginnen können, etwas zu verändern. Es gibt aber Momente, wo uns das aus verschiedenen Gründen nicht gelingt. Darum wollen wir jetzt beten:

Manch mal erscheint uns ein Ziel zu groß und so weit weg, dass wir nicht einmal darüber nachdenken, welche kleinen Schritte wir gehen könnten.
Herr, erbarme dich unser.

Manchmal wüssten wir sehr gut, welche kleinen Schritte wir gehen könnten, um etwas zu verändern, sind aber zu faul, diese Schritte wirklich zu tun.
Christus erbarme dich unser.

Manchmal wollen wir mit aller Mühe etwas verändern, werden aber von anderen daran gehindert, erste Schritte zu tun.
Herr, erbarme dich unser.

Vor der Lesung


Am vorigen Sonntag haben wir gehört, was sich jemand ausgemalt hat, als er daran dachte, dass es den Menschen nur mehr gut gehen sollte, dass alle glücklich werden sollten. In der heutigen Lesung hören wir, wie die einzelnen Schritte dazu aussehen könnten.

Verkündigungen


Schauen wir uns noch einmal die Plakate der letzten beiden Sonntage an. Da haben wir gesammelt, was alles zu ändern wäre und wie es werden soll. Aber wir wissen ja, dass wir nicht gleich alles ganz toll und herrlich machen können. Auch für die großartigsten Dinge muss mit kleinen Schritten begonnen werden.
Wurde an den ersten beiden Adventsonntagen kein Kindergottesdienst gefeiert, dann sollten die Denkschritte "Was muss anders werden?" (1) und "Wie soll es anders werden?" (2) kurz nachgeholt werden.
Wir betrachten nun gemeinsam die Plakate. Ein Kind kann sich ein Rufzeichen des ersten Plakates aussuchen und vorlesen, was darin geschrieben steht. Ein anderes Kind (oder mehrere) und liest das ebenfalls vor. Jetzt heißt es, darüber nachzudenken, welche ersten Schritte für dieses große Ziel getan werden könnten. Dazu stehen ein Paar Stiefel (am besten geeignet sind große, weite Gummistiefel) in der Mitte. Wenn einem Kind ein möglicher Schritt einfallt, schlüpft es in die Stiefel, geht ein paar Schritte und teilt den anderen dabei mit, welche Person(en) welchen Schritt tun konnte(n). Dann steigt es wieder aus den Stiefeln heraus. Hat ein anderes Kind noch eine Idee, schlüpft es auch in die Stiefel. Danach wird ein neues Rufzeichen ausgesucht. Das geht so lange, bis wir zu allen Rufzeichen und Gedankenblasen etwas überlegt haben.
Schließlich haben wir noch viele kleine, aus Papier ausgeschnittene Schuhe. Wir versuchen gemeinsam, uns an die einzelnen Schritt-Vorschläge zu erinnern. Wenn nun bei einem Schritt ein Kind meint, dass es selbst diesen Schritt tun könnte oder dass es jemanden kennt, der einen solchen Schritt tun könnte, dann nimmt es sich einen Papierschuh und klebt ihn auf das Plakat, auf dem wir schon zwei Menschen sehen, die miteinander erste Schritte tun wollen.

Fürbitten


Die Fürbitten werden frei formuliert und lehnen sich inhaltlich an die miteinander überlegten kleinen Schritte an. Wir können Gott dann bitten, uns anderen beim Versuch, diese Schritte tun, zu helfen.

Lied


Mit größeren Kindern oder im Gemeindegottesdienst kann an diesem Sonntag folgendes
Lied gesungen werden:

Publikation: effata

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Jahreskreis: Advent

Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : 3.Sonntag im Advent

Schlagwort: Advent/Weihnachten

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...