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Kirchen spielerisch erkunden

Bausteine Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Kirchen sind spannende Räume, in denen es viel zu entdecken gibt. Sie sind aber auch Räume, in denen Kindern oft gesagt wird, dass sie "ruhig sein" oder sich "benehmen" sollen. Diese Bausteine sollen Anregungen sein, wie man mit Kindern den Kirchenraum abseits des Gottesdienstes erkunden und erfahren kann. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, den Kirchenraum als einen Ort zu erfahren, in dem man sich vielleicht anders verhält, als z.B. im Gruppenraum, man aber trotzdem so sein kann, wie man ist.

Tipp: im Vorfeld solltest du abklären, ob die Kirche frei ist und mit dem Pfarrer oder dem/der Pfarrsekretär/in Rücksprache zu halten, ob ihr in die Kirche könnt.

Material

  • ist bei den einzelnen Bausteinen angegeben

 

Lieblingsplatz finden


Material: eventuell Decken oder Pölster

Jedes Gruppenmitglied kann sich einen Platz im Kirchenraum finden, an dem es sich besonders wohl fühlt. Dafür kann eine Weile Zeit sein, damit die Kinder ausprobieren können, was für sie am besten passt. Du kannst auch Decken mitbringen, damit es möglich ist, diesen Platz noch gemütlicher zu machen. Wer möchte, kann seinen Lieblingsplatz danach den anderen vorstellen.

Perspektive wechseln


Material: eventuell Decken oder Pölster

Normalerweise kennt man die Kirche aus der Perspektive der Besucher-sprich aus dem Blick der Kirchenbank. Versucht doch mal, den Blickwinkel zu ändern und die Kirche anders wahrzunehmen. Was passiert, wenn man sich auf den Rücken legt und nach oben schaut? Oder setzt euch doch mal auf den Hochaltar und schaut, aus welchem Blickwinkel der Priester oder der/die Organist/in die Kirche sieht!

Was gehört nicht hierhin?


Material: 5 bis 10 verschiedene Gegenstände, die normalerweise nicht in der Kirche zu finden sind

Vor der Kirchenerkundung hast du Gegenstände, die sonst nicht in der Kirche sind, im Kirchenraum so verteilt, dass sie von den Kindern entdeckt werden können. Du erklärst den Kindern, dass sich hier ein paar Gegenstände eingeschlichen haben, die normalerweise nicht in die Kirche gehören. Nach einiger Zeit kommt ihr wieder zusammen und die Kinder können die Gegenstände nennen. Gemeinsam macht ihr euch nun auf den Weg, um zu schauen, ob alle Gegenstände gefunden wurden, und entfernt diese wieder.

Details suchen


Material: ein Smartphone pro Kleingruppe oder entsprechend viele Digitalkameras

Die Kinder sollen sich in Kleingruppen zu zwei bis drei Kindern aufteilen und mit einem Smartphone oder einer Digitalkamera Details von der Kirche fotografieren. Dann bekommt jede Kleingruppe die Fotos der anderen Kleingruppen und versucht herauszufinden, wo die Details aufgenommen wurden.

Reiseführer erstellen


Material: bunte Kärtchen, für jede Kleingruppe ein Blatt A3-Papier, Uhus, Scheren und bunte Stifte, evtl. Kamera oder Smartphone

Gemeinsam könnt ihr einen großen bunten Kirchenführer erstellen. Du hast dafür Kärtchen mit wichtigen Gegenständen in der Kirche und Kärtchen mit Erklärungen vorbereitet, falls die Bedeutungen der Gegenstände unklar sind.

Du bittest die Kinder, zu zweit oder dritt zusammenzugehen und sich einen Gegenstand auszusuchen. Für diesen gestalten sie eine A3 Seite für den Kirchenführer. Die Kinder können zum Beispiel mit einer Digitalkamera oder einem Smartphone Bilder von dem Gegenstand machen oder ihn abzeichnen. Außerdem können sie noch die Funktion des Gegenstandes erklären, den Zweck während der Messe und was ihnen noch alles einfällt. Bereits bestehende Erklärungen oder Kirchenführer können hier hilfreich sein.

Wenn alle Gruppen mit ihrer A3 Seite fertig sind, könnt ihr diese zusammenheften, kleben oder nähen.

Euren Kirchenführer könnt ihr an einem gut sichtbaren Ort beim Kircheneingang aufhängen, damit alle nachschauen können.

  • Der Altar erinnert an das letzte Abendmahl, als Jesus mit seinen Jüngern Brot und Wein teilte.
  • Ambo nennt man das Vorlesepult in der Kirche.
  • Die Sedilien (Sitze) sind die Stühle für den Priester, den Diakon und die Ministranten und Ministrantinnen.
  • Das Weihwasserbecken ist im Eingangsbereich der Kirche und erinnert uns an unsere Taufe.
  • Im Taufbecken wird das Wasser für die Taufe aufbewahrt.
  • Ein großes Kreuz in der Kirche soll die Menschen an den Tod und die Auferstehung Jesu erinnern.
  • Die Kirchenbänke bieten Gelegenheit zum Sitzen und Knien.
  • Die Orgel ist ein wichtiges und großes Instrument, mit dem der Gesang im Gottesdienst begleitet wird.
  • Der Beichtstuhl ist jener Ort, an dem wir mit Gott das Sakrament der Versöhnung feiern. Es gibt heute aber auch andere Orte, wie z.B. das Aussprachezimmer, wo man dem Priester direkt gegenüber sitzen kann.
  • Die Kanzel wurde deswegen erhöht gebaut, damit man den Priester auch im hintersten Winkel der Kirche noch hören kann. Das war ein großer Vorteil als es noch keine Lautsprecher gab. Ihre meist sehr kunstvolle Gestaltung soll zeigen, dass uns von hier aus etwas sehr Wertvolles, nämlich das Wort Gottes, verkündet wird.

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