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Die Königinnen und Könige lernen ihre Myrrhe kennen

Gruppenstunde Bausteine | Alter: 6-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Das Sternsingen von Kindern und Jugendlichen hat unglaublich viele positive Auswirkungen auf andere Menschen. Um das den/die "Heiligen Königen/innen" in spielerischer Weise bewusst zu machen, sind hier einige Bausteine zusammengestellt. Diese sind flexibel einsetzbar - je nach Anzahl der Kinder und räumlichen, sowie zeitlichen Möglichkeiten.

Material

  • ist bei den jeweiligen Bausteinen angegeben

 

1. Beim Eintreffen der Kinder


Material: Schminkstift oder Schminkfarben mit dünnem Pinsel

Beim Ankommen der Kinder malen diese sich gegenseitig einen kleinen Stern auf die Wange oder die Stirn - als Zeichen, dass sie dem "Stern von Bethlehem" folgen.

2. Bewegungsspiele zum Austoben

Der Weg zum Jesuskind


Die Königinnen und Könige suchen den Weg zum Jesuskind, doch das ist nicht so einfach, es ist nämlich sehr bewölkt und sie sehen den wegweisenden Stern leider nicht mehr. Als sie unterwegs einer Frau auf einem Kamel begegnen, bitten sie sie um Hilfe. Doch sie müssen zuerst ein paar Aufgaben erledigen, bevor die Dame ihnen den Weg weist.

Die Kinder müssen als Gruppe unterschiedlich viele Hände, Füße und andere Körperteile am Boden behalten (z.B. bei 8 Kindern: 13 Füße, 8 Hände, 1 Nase), alles andere darf den Boden nicht berühren. Durch gegenseitiges Festhalten und Hochheben ist es möglich.

Die Sternsinger/innen möchten die Sternschnuppen fangen!


Material: mehrere Sternschnuppen (Tücher, Bälle, Stoffsterne...) und mehrere Sternsinggruppen (ausgeschnitten aus Karton oder eventuell auch Tücher, Bälle...)

Alle König/innen stehen im Kreis. Es ist Abend und die Sterne gehen auf. Es ist eine Nacht voller Sternschnuppen: sie springen fröhlich kreuz und quer von Königin zu König, werden also im Kreis herumgeworfen. Doch die Sternsinggruppen wollen die Sternschnuppen fangen. Sie können sich aber nur weiterbewegen, indem sie von Haus zu Haus gehen, also immer nur zur Nachbarin oder zum Nachbarn im Kreis (die Sternsinggruppen werden reihum weitergegeben). Wenn die Sternschnuppe und die Sternsinggruppe gleichzeitig bei einem Kind sind, haben sie es gefangen. Es können viele Sternschnuppen und Sternsinggruppen gleichzeitig im Spiel sein!

Sternen-Kette


Die Kinder verteilen sich als "Sterne" im Raum, eine/r ist Fänger/in. Wenn jemand gefangen wird, halten sie sich einander die Hände, die beiden fangen nun zu zweit, und bald bildet sich eine Sternen-Kette. Das Spiel endet, wenn die Kette das letzte Kind gefangen hat. Gefällt einem Kind die Sternenkonstellation nicht, kann es "Südhalbkugel" (da können wir ganz andere Sternbilder sehen) rufen und es wird ein ganz neues Bild erstellt.

Sitzkreis für Pause-Machen


Es ist beim Sternsingen ganz wichtig, dass wir alle zusammen arbeiten. Alles was ich hier tue, kann auch Auswirkungen auf etwas weit Entferntes haben. Das wollen wir nun probieren!

Alle Kinder stehen im Kreis und drehen sich dann um 90 Grad, sodass sie dem/der Vorderen am Hinterkopf schauen. Jetzt wird der Kreis verkleinert, indem alle so weit nach innen gehen, bis alle sehr knapp hintereinander stehen. Auf ein Signal setzen sich alle jeweils auf den Schoß des hinteren Kindes. Das Ganze klappt selten beim ersten Mal. So lange probieren, bis es hinhaut und alle "gemütlich" sitzen.

3. Thematischer Einstieg


Du erzählst den Kindern, wieso das Sternsingen so wichtig ist. Dazu sind acht Zettel vorbereitet, auf denen je ein Begriff geschrieben ist (fett gedruckt, siehe unten). Die Kinder, die Lust haben, ziehen jeweils einen Begriff und stellen ihn pantomimisch dar (zeichnen oder umschreiben ist auch möglich). Wenn das Wort erraten wurde, erklärst du den Kindern kurz, was dieser Begriff mit Sternsingen zu tun hat.

  • Kamel: Die "Heiligen drei König/innen" sind auf Kamelen zum Jesuskind nach Bethlehem geritten. Wir gehen zu Fuß, um den Menschen die Frohbotschaft zu verkünden.
  • Stern: Der berühmte "Stern von Bethlehem" war wahrscheinlich eine ganz seltene Himmelserscheinung, an der Jupiter und Saturn beteiligt waren. Diesen Stern können wir durch unser Handeln für andere Menschen zum Leuchten bringen. Das tun wir auch beim Sternsingen.
  • Segen: 20 C+M+B 17 schreiben wir an die Türen und bringen damit den Segen für das neue Jahr. C+M+B bedeutet "Christus mansionem benedicat", übersetzt "Christus segnet dieses Haus".
  • Welt: Wir bewegen mit dem Sternsingen aber nicht nur Menschen in Österreich, sondern auch ganz viele Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die oft sehr wenige Möglichkeiten haben, kein sauberes Wasser, keinen Zugang zu Bildung, keine ärztliche Versorgung.
  • Kinder: Die Sternsingaktion ruht auf den Schultern von vielen tausenden Kindern, die in Österreich von Tür zu Tür gehen, ihren Segen verteilen und Spenden sammeln. Und damit unterstützen sie auch noch Kinder in weit entfernten Ländern.
  • Landwirtschaft: Sehr viele Menschen in Tansania — ein Land, wo ein Teil der Sternsing-Spenden hingehen — leben als Landarbeiter/innen. Diese Familien haben Felder und bauen dort das an, was sie zum Leben brauchen. Der Boden ist also ihr wichtigster Besitz, ohne den sie sich nicht erhalten können.
  • Diebstahl: Große Firmen versuchen in Ländern des Globalen Südens (in Lateinamerika, Afrika und Asien) — auch in Tansania — große Flächen an Land zu kaufen. Dort wollen sie zum Beispiel Soja für Tierfutter in Europa anbauen oder die Bodenschätze (etwa Erdöl) ausbeuten. Doch verlieren so die Bäuerinnen- und Bauernfamilien ihr Land und können das, was sie zum Leben brauchen, nicht mehr anbauen. (auch Landraub genannt, weitere Infos)
  • Spenden: Mit den Spenden an die Sternsingaktion helfen wir den Menschen in Tansania, dass sie ihr Land behalten können. Außerdem verbessern sie ihre Landwirtschaft, um eine bessere Ernte zu bekommen. Insgesamt unterstützen wir mit den Sternsing-Spenden - im Vorjahr waren es über 16 Millionen Euro - rund 500 Hilfsprojekte in 20 Ländern.

4. Anschauliche Infos zum Sternsing-Projekt


Im Anschluss an den spielerischen Zugang zum Thema gibst du den Kindern einige Infos zum Sternsingprojekt in Tansania. Am besten ist es, wenn du Bildmaterial dafür verwendest, zum Beispiel die "Power-Point-Präsentation" mit Kindertexten. Die Bilder gibt es auch als "Fotoset" (im A4-Format) zum Ausleihen im Jungscharbüro.

Kindgerecht aufbereitet sind Infos zum Sternsingprojekt auch in den "Sternsinger/innen-News" (anhand des Beispiels einer Familie). Fotos und Infos finden sich aber auch im "Aktionsheft" und auf dem "Textplakat".

5. Abschluss: Wunsch-Sterne


Material: A3-Blätter evtl. stärkeres Papier, viele bunte Stifte, Schere

Die Kinder gestalten auf A3-Zetteln mit bunten Stiften einen farbigen Stern (die Umrisse können vorgedruckt sein). Die Gestaltung kann sich auch am Tingatinga-Stil aus Tansania orientieren, der eine Fülle von knalligen Farben und Formen aufweist.

Für die Mitte überlegt sich jedes Kind einen Wunsch für die Menschen in Tansania, den es dann auch hinschreibt.
Die Sterne werden dann ausgeschnitten und im Raum - z.B. auf einer Wäscheleine mit Wäscheklammern - aufgehängt. Außerdem können die Wünsche im Sternsinger/innen-Gottesdienst von den Kindern vorgelesen und in der Kirche aufgehängt werden.

Autor/in: Georg Bauer, überarbeitet von Johanna Walpoth

Publikation: kumquat "sternsingen" 4/2016

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Jahreskreis: Hl. 3 Könige

Schlagwort: Sternsingen