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Zwischen Ambo und Zingulum

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Das Kirchengebäude, in dem sich Menschen zu unterschiedlichsten Feiern versammeln, zum Ausruhen oder aber zum Stillen eines persönlichen Kunstinteresses zurückziehen, beherbergt meist besondere und interessante Gegenstände, die es oft erst zu entdecken gilt. Diese Gegenstände erzählen durch ihre kunstvolle Gestalt, die Art ihrer Verwendung und den Ort, an dem sie sich befinden über den Glauben und das Leben der Menschen, die zu dieser Kirche gehören. Wenn Kindern die Möglichkeit geboten wird, diesen Raum spielerisch zu entdecken, kann es vielleicht dazu beitragen, daß sie sich in dieser Kirche wohl fühlen.

Ziel

Die Kinder sollen den Kirchenraum auf spielerische Art und Weise erforschen und dabei einige Gegenstände genauer kennenlernen.

Material

  • Kassette oder Brief der Tourist/innen
  • "Suche etwas, das..."-Kärtchen in der Anzahl der Kinder
  • A3 Papier, Stifte, Uhu, Schere, ....
  • Schuhschachtel
  • Kärtchen mit Zeichnungen von Altar, Ambo, Tabernakel,...
  • Plakat mit Bildern und Erklärungen zu den Einrichtungsgegenständen
  • einen Regenschirm

Aufbau

Vorlesen eines Briefes oder Anhören einer Kassette
Das "Suche etwas, das ..."-Spiel
Kleingruppenfindung und Erstellen des Kirchenführers
Kirchenführung
Aufhängen des Kirchenführers am Schriftenstand

 

Was wird denn hier gespielt?


Zum Einstieg erzählst Du den Kindern, daß vor einigen Tagen ein paar fremde Menschen da waren und überhaupt nicht wußten, was dieses große Haus mit den Türmen ist, warum das da steht, was das für eine Funktion hat!
Du nimmst dafür entweder mit einer/einem zweiten Gruppenleiter/in einen Dialog auf eine Kassette auf, oder Du fertigst ein Briefplakat an, aus dem heraus zu hören bzw. zu lesen ist, daß die fremden Leute keine Ahnung haben, was dieses Gebäude mit den Türmen darstellt. Sie könnten sich zum Beispiel fragen, ob das eine Burg ohne Ritter sei, ob das zum Prater gehöre oder ein Theater sei. Da vorne sind ja auch tatsächlich Stufen, wie auf einer Bühne im Theater, aber dann fehlt der Vorhang, und so viele komische Gegenstände gibt es da....

In der Zwischenzeit mußten die Fremden schon wieder abreisen, aber sie haben sich an uns gewandt, und uns gebeten, irgend etwas zu unternehmen, damit das in Zukunft nicht wieder passiert.
Obwohl Ihr als Ministrant/innen oder als Jungscharkinder zum Beispiel in Jungscharmessen sehr viel Zeit in der Kirche verbringt, geht es Euch vielleicht manchmal ähnlich, wenn Ihr Dinge entdeckt, die Euch vielleicht noch nie aufgefallen sind. Um auch auf diese Gegenstände aufmerksam zu werden, geht Ihr jetzt alle gemeinsam in die Kirche und spielt...

Suche etwas, das...


Jedes Kind bekommt einen Stift und einen Zettel, auf dem diverse Dinge stehen, die es suchen soll.

Suche etwas, das...

  • Viereckig und aus Holz ist...
  • Aus Papier ist und viele Seiten hat...
  • An der Wand hängt und aus Stoff ist...
  • Sehr hart und durchsichtig ist...
  • Weich und groß ist...
  • Grob und gewebt ist...
  • Kalt und sehr schwer ist...
  • Aus Eisen ist...



Alle machen sich nun auf die Suche nach den gefragten Gegenständen und schreiben mögliche Antworten auf ihren Zettel. Natürlich kann man diese Fragen verschieden beantworten, oder manche Sachen auch gar nicht finden, zum Schluß könnt Ihr Eure Ergebnisse vergleichen und schauen was sich die anderen vorstellen, wenn sie z.B. weich und groß lesen.

Alles klar?


Als nächstes kommst Du wieder auf die Geschichte mit den Fremden zurück, und schlägst vor, gemeinsam einen großen, bunten Kirchenführer zu erstellen. In einer Schuhschachtel hast Du dafür Kärtchen mit Zeichnungen von wichtigen Gegenständen Eurer Kirche mitgebracht.
Du legst das Plakat mit den Bildern und Erklärungen der Gegenstände auf den Boden, damit die Kinder, falls sie sich nicht sicher sind, was die Gegenstände eigentlich wirklich bedeuten, nachschauen können

Erklärungen:

  • Der Altar erinnert an das letzte Abendmahl, als Jesus mit seinen Jüngern Brot und Wein teilte.
  • Ambo nennt man das Vorlesepult in der Kirche.
  • Die Sedilien (Sitze) sind die Stühle für den Priester, den Diakon und die Ministranten und Ministrantinnen.
  • Das Weihwasserbecken ist im Eingangsbereich der Kirche und erinnert uns an unsere Taufe.
  • Im Taufbecken wird das Wasser für die Taufe aufbewahrt.
  • Die Apostelkreuze erinnern an die zwölf Apostel, die den Menschen die Frohe Botschaft von Jesus gebracht haben.
  • Ein großes Kreuz in der Kirche soll die Menschen an den Tod und die Auferstehung Jesu erinnern.
  • Die Kirchenbänke bieten Gelegenheit zum Sitzen und Knien.
  • Die Orgel ist ein wichtiges und großes Instrument, mit dem der Gesang im Gottesdienst begleitet wird.
  • Der Beichtstuhl ist jener Ort, an dem wir mit Gott das Sakrament der Versöhnung feiern. Es gibt heute aber auch andere Orte, wie z.B. das Aussprachezimmer, wo man dem Priester direkt gegenüber sitzen kann.
  • Die Kanzel wurde deswegen erhöht gebaut, damit man den Priester auch im hintersten Winkel der Kirche noch hören kann. Das war ein großer Vorteil als es noch keine Lautsprecher gab. Ihre meist sehr kunstvolle Gestaltung soll zeigen, daß uns von hier aus etwas sehr Wertvolles, nämlich das Wort Gottes, verkündet wird.



Du bittest die Kinder nun, zu zweit oder dritt zusammenzugehen, sich einen Zettel aus der Schuhschachtel zu nehmen, und für den von ihnen gewählten Gegenstand eine Seite für einen Kirchenführer zu erstellen. Ganz wie die Kinder wollen, können sie den Gegenstand selber zeichnen, oder die von Dir gemalten Skizzen aufkleben. Außerdem können sie noch kurz die Funktion erklären, den Zweck während der Messe oder einfach alles, was ihnen dazu einfällt. Jede Gruppe bekommt zur Gestaltung ihrer Seite ein A3 Blatt Papier, Uhu, Schere und bunte Stifte.
Wenn alle Gruppen mit ihrer Seite fertig sind, könnt Ihr sie zusammenkleben, heften oder nähen, und auf gehts, zur Schlußaktion!

Wenn Sie mir bitte folgen würden...


Der Reihe nach bekommt jede Kleingruppe einmal den Regenschirm, führt die ganze Gruppe zu ihrem Gegenstand, und erzählt Euch, was sie für interessant hält.
Wenn Ihr auf diese Weise alle wichtigen Gegenstände in Eurer Kirche besichtigt habt, könnt Ihr Euren Riesen-Kirchenführer an den Schriftenstand oder einen anderen gut sichtbaren Ort nahe dem Kircheneingang aufhängen, damit in Zukunft alle Tourist/innen wissen, wofür alle diese besonderen und sonderbaren Sachen da sind.

Autor/in: Ursi Schrei und Julia Klaban

Publikation: KiK 105

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