• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Drohung oder Trost

Messmodelle

Hintergrund

Die zentrale Aussage des heutigen Evangeliums ist, daß niemand weiß, wann das Ende dieser Welt kommen wird. Es ruft uns auf, nicht panisch zu werden, auch wenn wir sehr bedrängende Situationen erleben. Dieser Gedankengang zieht sich durch den Gottesdienst.

Material

  • Nachrichtensendung zum Vorspielen (siehe Kyrie)

Aufbau

Die gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Predigt
  • Gabenbereitung

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen des Zusammenhangs mit dem Evangelium jene aus dem Alten Testament gewählt
werden.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Mal 3,19-20b

Seht der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: Da werden alle Überheblichen und Frevler zu Spreu, und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, spricht der Herr der Heere. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben.
Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Flügel bringen Heilung.

2. Lesung: 2 Thess 3,7-12

Schwestern und Brüder! Ihr wißt, wie man uns nachahmen soll. Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt und bei niemand unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen.
Nicht als hätten wir keinen Anspruch auf Unterhalt; wir wollten euch aber ein Beispiel geben, damit ihr uns nachahmen könnt. Denn als wir bei euch waren, haben wir euch die Regel eingeprägt: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.
Wir hören aber, daß einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles mögliche treiben, nur nicht arbeiten.
Wir ermahnen sie und gebieten ihnen im Namen Jesu Christi, des Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr selbstverdientes Brot zu essen.

Evangelium: Lk 21,5-19

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, daß der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, daß es beginnt?
Er antwortete: Gebt acht, daß man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach! Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, laßt euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muß als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.
Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen. Aber davor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so daß alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.
Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehaßt werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

Hintergrund Evangelium:

Situation


Vor der Textstelle des heutigen Evangeliums wird über das Opfer der Witwe erzählt. Es geht dabei um eine wesentliche Existenzfrage einer Frau. Das berührt einige im Tempel Anwesende überhaupt nicht, ihre ganze Aufmerksamkeit ist der Schönheit des Gebäudes gewidmet. Das nimmt Jesus zum Anlaß, sie in ihrer Zufriedenheit aufzurütteln. Daß er seine Rede gerade bei der Zerstörung des Tempels ansetzt, hat eine besondere Bedeutung.

Tempel


Der Tempel ist die Kultstätte, das Zentrum der jüdischen Religion. Er hat schon seine eigene Geschichte. Nachdem der Tempel im Jahre 586 v.Chr. zerstört worden war, galt der gemeinsame Wiederaufbau als eine nationale Erneuerung im jüdischen Volk. Doch auch dieser neu aufgebaute Tempel wurde zerstört. Der Tempel, in dem Jesus mit den Menschen sprach, befand sich erst im Wiederaufbau und sollte im Jahre 64- fertiggestellt werden. Der rege Betrieb zeichnete sich unter anderem durch 20.000 Angestellte aus, vor allem Priester und Leviten, die sich in den Dienst des Tempels stellten.

Die Not in der Gemeinde


Die Gemeinde, an die Lukas sein Evangelium richtet, weiß, was es heißt, in einer Zeit der Not zu leben. Sie wird bedroht, verfolgt und muß Rede und Antwort stehen. Daher ist für Lukas diese Rede Jesu keine Mahnung oder Drohung, sondern vielmehr ein Aussprechen von Trost und Fürsorge.
Diese Gemeinde dachte, daß ihre Situation ein Zeichen dafür ist, daß das Ende schon da ist. Sie ist verunsichert und ungeduldig.

Aufforderung an die Christen


Lukas aber warnt vor den Leuten, die sich einbilden, ganz genau zu wissen, wann und wie das Ende kommen wird. Er fordert die Gemeinde auf, sich nicht zu ängstigen, sei die Situation auch noch so beunruhigend. Es geht nicht darum, Katastrophenstimmung zu machen, sondern den Problemen ins Auge zu schauen. Eine derartige Situation löst leicht Panik aus. Lukas warnt davor, daß sich die Gemeinde z.B. durch die Zerstörung des Tempels oder durch falsche Propheten irreführen läßt. Er ruft zur Geduld auf und will den Menschen Mut machen.

Die Treue Gottes


Das Besondere dieser Rede ist, daß sie die unendliche Treue Gottes denjenigen verspricht, die auch Gott die Treue halten; die den anstehenden Problemen nicht hilflos gegenüberstehen, sondern diese anpacken und lernen wollen, mit ihnen umzugehen. Sie ist durchdrungen von mutmachendem Trost und dem Glauben an eine Erlösung von Not und Bedrängnis durch den treuen, liebenden Gott.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Eine Nachrichtensendung ist von einem Erwachsenen schon vor dem Gottesdienst aus Schlagzeilen der vergangenen Woche zusammengestellt aufgenommen worden. Es soll sich dabei vor allem um solche Schlagzeilen handeln, die über das Elend, die Kriege und Naturkatastrophen in der Welt berichten.
Diese Nachrichtensendung, die nicht länger als zwei Minuten dauern soll, hören wir uns gemeinsam an. Danach wird das Kyrie gesprochen, das von zwei Kindern gelesen wird:

A: In vielen Teilen der Erde herrschen Krieg und Unruhen.
B: Oft wollen wir aber damit nichts zu tun haben, weil es angenehmer ist, hier gut zu leben und sich für die anderen nicht zu interessieren.
A: Herr, erbarme dich unser.
Alle: Herr, erbarme dich unser.

A: Viele Menschen leiden oder sterben sogar an Hunger. Wir hören viel davon.
B: Oft wollen wir aber nichts damit zu tun haben, weil es angenehmer ist, hier gut zu leben und sich für die anderen nicht zu interessieren.
A: Christus, erbarme dich unser.
Alle: Christus, erbarme dich unser.

A: Es gibt Länder, in denen Menschen eingesperrt werden, weil sie sagen, was sie sich denken und ihren Glauben bekennen.
B: Oft wollen wir aber nichts damit zu tun haben, weil es angenehmer ist, hier gut zu leben und sich für die anderen nicht zu interessieren.
A: Herr, erbarme dich unser.
Alle: Herr, erbarme dich unser.

Predigt


Folgende Gedankengänge sollen in der Predigt vorkommen:

  • Im Evangelium ist von Kriegen, Naturkatastrophen und einander
    angreifenden Völkern die Rede. Diese Situation kennen wir. In unserer Welt gibt es all das. Das konnten wir in der Nachrichtensendung zu Beginn des Gottesdienstes hören.
  • Es gibt viele Kriege in der Welt. Wir sammeln gemeinsam, von welchen Kriegen wir wissen, von welchen Ländern wir schon erfahren haben, in denen Ungerechtigkeit herrscht.
  • Trotzdem wird keiner von uns sagen: Das ist das Ende der Welt. Nein, wir alle sollten uns bemühen, etwas gegen diese Mißstände zu
    tun.
  • Die Menschen dürfen nicht davonlaufen und sagen, das geht uns nichts an. Wir sollen versuchen, all unsere Fähigkelten und Kräfte dafür einzusetzen, daß sich etwas in unserer Welt zum Besseren wendet. Das geschieht auch schon. Man könnte den Kindern hier von konkreten Hilfswerken erzählen und ihnen Bilder davon zeigen: Dreikönigsaktion, Unicef, SOS-Kinderdorf...
  • Auch wenn die Bemühungen nicht gleich Erfolg haben, dürfen die Menschen nicht aufgeben.
  • Was können die Kinder tun?
    Einige von uns tun jedes Jahr etwas. Sie gehen Sternsingen. Sie versuchen auf ihre Weise, anderen Menschen zu helfe. Wichtig ist, daß wir uns dafür interessieren, was in der Welt vorgeht und daß wir uns informieren. Wir können auch Erwachsene immer daran erinenrn, daß auch sie helfen können, wo wir noch zu jung dafür sind.


Gabenbereitung


Alle: Schau auf unsere Gaben, wir bringen sie zu dir.
Vorbeter: Guter Gott, wir bringen Wein und Brot zum Altar.
Alle: Schau ...

V: Guter Gott, wir bringen unsere Freude und unsere Trauer zum Altar.
Alle: Schau ...

V: Guter Gott, wir bringen auch unsere Ängste zum Altar.
Alle: Schau ...

V: Guter Gott, wir bringen unseren Mut und unsere Tatkraft zum Altar.
Alle: Schau ... .

V: Guter Gott, wir bringen alles, was wir können, wir bringer uns selbst zum Altar, damit wir voll Vertrauen zu dir beten können.
Alle: Schau ...

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 33. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...