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DKT — Das kaufmännische Talent einmal anders

Gruppenstunde Spiele | Alter: 13-15 | Aufwand: mittel

Ziel

Wirtschaftsabläufe sind normalerweise nicht einfach zu erklären und auch nicht sehr anschaulich. Das Spiel DKT ist ein Spiel, wo ein rücksichtsloser Turbokapitalismus herrscht. Es gibt kein soziales Netz und meist gibt es am Schluss eine/n, der/dem alles gehört. DKT ist aber auch ein den meisten Kids bekanntes und auch durchaus beliebtes Spiel. Ändert man die Spielregeln, lassen sich die Dynamiken der Wirtschaftskreisläufe anschaulich machen. Gemeinsam kann Bekanntes hinterfragt und Utopien können entwickelt werden.

Material

  • Sprüche, die mit Geld zu tun haben
  • DKT-Spiel
  • Plakat und Stifte

Aufbau

Nach einem kurzen Einstieg wird DKT in verschiedenen Varianten gespielt. Zum Abschluss wird überlegt, welches Wirtschaftssystem das lebenswerteste ist.

 

Einstieg


Im Raum verteilt hängen verschiedene Sprüche, die alle etwas mit Geld zu tun haben, wie z.B.: "Geld regiert die Welt"; "Ohne Geld ka Musi"; "Geld macht glücklich, wenn man rechtzeitig drauf schaut, dass man es hat, wenn man es braucht"; "Wer den Groschen nicht ehrt, ist den Schilling nicht wert". Gemeinsam könnt ihr auch noch neue Sprüche überlegen. Die Kids sollen sich nun überlegen, welcher Spruch am ehesten mit ihrer Einstellung gegenüber Geld zusammenpasst und sich zu dem jeweiligen Spruch stellen. Im Anschluss daran kann es zu einem kurzen Austausch kommen.

Spielvarianten für DKT



Variante 1: Planwirtschaft


Hintergrund: Planwirtschaft, so nannte sich die Wirtschaft im ehemaligen Ostblock. Sie war gekennzeichnet durch strikte Vorgaben, deren Einhaltung aber nur in geringem Maße sanktioniert wurde. Engagement machte sich nicht bezahlt. Privatbesitz gab es nur in geringem Maße. Das Ideal war die so genannte Diktatur des Proletariats, wo alles allen gehören sollte. Das wurde aber nicht erreicht.
In dieser Spielvariante wird das System etwas vereinfacht: Es gibt einen von außen vorgegebenen Plan, der erfüllt werden muss. Wird er nicht erfüllt, dann gibt es auch kein Geld. Allerdings darf der Plan auch nicht übererfüllt werden.

Spielregel: Pro Runde muss jede/r Spieler/in ein Grundstück bzw. ein Haus kaufen. Man muss nicht alle Grundstücke einer Stadt besitzen um Häuser bauen zu können. Nach jeder Runde gibt es gleich viel Geld für jede/n z.B. 500 öS. Hat jemand den Plan nicht erfüllt, gibt es für ihn/sie auch kein Geld.
Gelangt ein/e Spieler/in auf das Risiko- bzw. ein Bank-Feld, wird alles Geld, das sich im Umlauf befindet (nicht aus der Bank) unter allen Spieler/innen gleichmäßig aufgeteilt.

Variante 2: Gesamtgewinn maximieren


Hintergrund: Ziel dieser Runde soll es sein, volkswirtschaftlich einen großen Gewinn zu erzielen, d.h. das im Umlauf befindliche Geld, aber auch Häuser und Grundstücke zu maximieren.

Spielregel: Es gelten die normalen Spielregeln. Zusätzlich steigt der Wert der im Umlauf befindlichen Grundstücke und Häuser jede Runde um 10% an (wird an die Spieler/innen ausbezahlt). Wie der Gesamtgewinn maximiert werden kann, sollen die Mitspieler/innen gemeinsam überlegen (z.B. durch Hauskäufe auf Grundstücken, die einem nicht gehören)

Variante 3: ohne Geld


Hintergrund: Wir stellen uns eine Welt vor, in der es kein Geld gibt und alle Menschen gleich sind. Hier zählt viel, wer ein hohes Ansehen bei den Menschen genießt. So schaut jede/r darauf, dieses Ansehen zu maximieren. Das kann z.B. durch Freundlichkeit und Höflichkeit passieren. Gastfreundschaft kann einen besonderen Stellenwert haben. Wichtig ist, sich dabei auch auf ein bisschen Rollenspiel einzulassen und auszuprobieren, wie denn die anderen reagieren auf z.B. ausgesuchte Höflichkeit.

Spielregel: zu Beginn des Spiels werden einige Grundstücke unter den Mitspieler/innen verteilt. Nach jeder Runde erhalten alle zusätzlich Häuser und Grundstücke, die auch aufgestellt werden. Was passiert, wenn man auf ein Grundstück kommt, müssen sich die Spieler/innen selbst überlegen z.B. ein festgelegtes Ritual aus Begrüßung und Bitte um Unterschlupf, das Aussprechen einer Gegeneinladung, Smalltalk über das Wetter, eine Einladung zum Tee, ein Gastgeschenk in Form eines Butterkeks — der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Gemeinsam könnt ihr überlegen, wie ihr die Spielregel noch verändern könnt und eine weitere Variante ausprobieren.

Das hätte ich gerne


In einer Abschlussrunde könnt ihr euch mit Hilfe eines Plakates die Vor- und Nachteile der einzelnen Spielvarianten, aber auch des Originals überlegen und dann schauen, in welcher dieser Spielwelten ihr gerne leben würdet.

Autor/in: Christina Schneider

Publikation: Kumquat_4/01

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Schlagwörter: Wirtschaft, Spiel