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Auf dem Weg nach Emmaus

Gruppenstunde Ausflug | Alter: 12-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Am Ostermontag hat ein Emmausgang in vielen Pfarren Tradition. Durch das Nachgehen der Emmausgeschichte und die Auseinandersetzung damit können die verschiedenen Aspekte der Geschichte für die Kinder deutlicher werden.

Material

  • Liedertext "In deinem Namen wollen wir"
  • kleine Fußabdrücke aus Papier ausgeschnitten
  • Stifte
  • Kleber
  • Schuhschachtel
  • Karte mit Route
  • Puzzle (Figur auf Packpapier in Stücke zerschnitten)
  • Packpapier in derselben Größe wie die Figur
  • aus Papier ausgeschnittene Blumen
  • kleine Zettel
  • Brot

Aufbau

Am besten überlegst du dir eine Route, die ca. 1 bis 2 Stunden dauert, bei der es nette Plätze zum Stehenbleiben gibt und einen gemütlichen Ort zum Rasten, wo es auch eine Jause gibt. Der Start kann bei einer Kirche erfolgen.
Die Stationen befassen sich mit verschiedenen Aspekten der Emmausgeschichte aus der Bibel.

 

Los gehts


Ihr trefft euch vor der Pfarrkirche bzw. am ausgemachten Ausgangsort. Zur Einstimmung singt ihr das Lied "In deinem Namen wollen wir". Nach dem Lied erklärst du allen, worum es heute gehen wird:
"Wir haben uns hier, heute, am Ostermontag getroffen, um zusammen einen Emmausgang zu machen. Dieser Emmausgang hat auch eine Tradition! In vielen Pfarren gehen Menschen am Ostermontag durch die Natur und erinnern sich an diese Geschichte und an die Auferstehung von Jesus.
Außerdem wollen wir uns beim Emmausgang auch mit dem Thema "Gehen" auseinander setzen. Gehen hat in unserem Leben eine zentrale Bedeutung. Gehen bedeutet oft, sich auf ein Ziel zuzubewegen, irgendetwas oder irgendwen aufzusuchen. Auch wir wollen heute nicht einfach ziellos herumirren, wir wollen bewusst gehen. Bewusst gehen, bedeutet hier auch, sich und die Natur um uns herum aktiv wahrzunehmen.
Zahlreiche Menschen in der Bibel sind auch viel gegangen: Moses, Abraham,... Auch Jesus ist in seinem Leben oft und weit gegangen.
Wir wollen während des Gehens einige Male stehen bleiben und uns gemeinsam Gedanken machen."

Dann zeigst du eine Karte her, auf der die Route eingezeichnet ist, die ihr heute gehen wollt. Du hast diese Karte auf den Boden einer Schuhschachtel geklebt. Außerdem hast du kleine Fußabdrücke aus Papier dabei. Auf diesen wird nun gemeinsam alles zum Thema "Gehen" gesammelt. Das kann von verschiedenen Ausdrücken für Gehen, bis zu Orten, zu denen jemand schon hingegangen ist, alles sein.
Nachdem ihr genug Fußabdrücke gesammelt habt, legt ihr eine Fußspur und klebt sie auf der Karte auf.

Dann macht ihr euch auf den Weg.

1. Station: Wer war Jesus?


Jemand liest die beiden Verse der Emmausgeschichte Lk 24,13-14 vor:
"Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte."

Anmerkung: Ein Stadium ist ein altes Längenmaß, 1 Stadium ist ungefähr 185 Meter.

Du hast ein Puzzle vorbereitet: Auf Packpapier hast du eine Figur gemalt und diese zerschnitten. Die Kinder sollen diese nun wieder zusammensetzen. Auf die verschiedenen Teile sollen sie dann alles schreiben, was ihnen zu Jesus einfällt. Anschließend klebt ihr die Jesus-Figur auf einem anderen Packpapier zusammen und nehmt sie auf eurem Weg mit!

2. Station: Hindernisse auf dem Weg


Oftmals geht der Weg nicht so gerade und so unkompliziert, wie wir ihn mit den Fußabdrücken auf die Karte geklebt haben. Das Leben fordert uns auf unserem Weg oft heraus und legt uns Steine in den Weg. Wir treffen aber auf Menschen, Situationen oder Dinge, die uns dabei helfen, diese Stolpersteine wieder von unserem Weg zu beseitigen.

Die Kinder suchen kleine Äste oder Steine, die am Weg liegen. Die kommen dann in die Kiste. Dabei können die Kinder erzählen, welche Stolpersteine es gibt, und gemeinsam überlegen, welche Hilfe gut tun könnte.

Bei dieser Station lest ihr Lk 24,15-24:
"Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht."

3. Station: Blind sein


Die Jünger haben in der Geschichte Jesus nicht erkannt, als er ihnen begegnet ist. Auch wir erkennen oft Menschen oder Dinge nicht, auch wir sind manchmal blind. Um das besser zu verdeutlichen, wollen wir versuchen, ein kurzes Stück des Weges blind zu gehen. Auf einem geraden kurzen Wegstück ohne Unebenheiten, größere Steine,... können die Kinder ausprobieren, ihre Augen zu schließen. Am Ende des Wegstücks steht eine Person, die ihnen sagt, wenn sie die Augen wieder öffnen sollen. Als zweiten Schritt, können die Kinder probieren, wie das ist, wenn sie die Augen schließen und ein anderes Kind sie auf dem Weg leitet. Nach einiger Zeit tauscht ihr Rollen.

Auf bunten Blumen (aus Papier) schreibt ihr dann auf, was oder wer euch die Augen wieder öffnen kann. Diese Blumen legt ihr auch in die Kiste.
Anschließend könnt ihr, wenn die Stimmung passt, noch kurz stehen bleiben, die Augen wieder schließen und die Natur mit all ihren Geräuschen etc. auf euch wirken lassen.

4. Station: Herr, bleib bei uns


Zuerst lest ihr Lk 24,25-29:
"Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben."

Ihr formuliert gemeinsam Fürbitten, die an die Außenseite der Schachtel geklebt werden.
Schuhschachtel

5. Erkennungszeichen: Jesus erkennen


Diese Station sollte auf einem gemütlichen Rastplatz (Wiese) oder bei einer Familie im Haus stattfinden.

Zuerst wird Lk 24,30-32 gelesen:
"Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?"

Die Jünger haben lange gebraucht, bis sie Jesus erkannt haben. Erst beim Brot brechen haben sie ihn erkannt. So wie er beim Letzten Abendmahl das Brot gebrochen hat, bricht er es auch jetzt wieder. Er macht damit deutlich, dass er ganz für uns da ist. Oft fällt es uns schwer, an Menschen nicht achtlos vorüber zu gehen sondern sie zu erkennen, zu erkennen, wer sie sind.

Anschließend beten wir das Vater Unser. Dann brecht ihr das Brot und esst gemeinsam.

6. Station


Ihr seid nun wieder am Ausgangspunkt angelangt. Du bedankst dich bei den Kindern, dass sie beim Emmausgang mitgegangen sind, und überreichst ihnen, wenn du möchtest, zur Erinnerung diesen Text:
Geht euren Weg gemeinsam,
damit ihr Freund seid dem Fremden.
Geht euren Weg gemeinsam,
damit ihr lernt voneinander.
Geht euren Weg gemeinsam,
damit ihr Not leichter ertragt.
Geht euren Weg gemeinsam,
damit ihr lacht mit dem anderen.
Geht euren Weg gemeinsam,
damit ihr teilt das Glück.
Geht euren Weg gemeinsam,
damit ihr findet zu euch selbst.
Geht euren Weg gemeinsam,
damit alle kommen ans Ziel.
Quelle: Darüber hinaus!

Publikation: Fasten- & Osterzeit

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Jahreskreis: Ostern

Schlagwörter: Ostern, Religiöses, Bibel