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Verliebt sein

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: niedrig

Hintergrund

Das Thema "verliebt-sein" ist allgegenwärtig. Filme, Bücher, Comics und Lieder handeln davon. Da es sich dabei um sehr persönliche Gefühle handelt, soll es in der Gruppenstunde jedoch nicht in erster Linie um die eigenen Erfahrungen der Kinder gehen, sondern um den Zustand des "Verliebt-seins" an sich. Wenn es sich ergibt, sollte in dieser Gruppenstunde aber natürlich auch Platz für persönliche Gespräche sein.

Ziel

In dieser Gruppenstunde soll überlegt werden, wie man sich fühlt und was man macht, wenn man verliebt ist.

Material

  • zwei Handpuppen oder Kochlöffel mit aufgemalten Gesichtern
  • vorbereitete Situationen (siehe "Ich hab mich verliebt”)
  • Zettel und Stifte

Aufbau

Als Einstiegsspiel sucht Romeo seine Julia. Dann stellen sich Bernhard und Claudia vor, zwei Handpuppen.(Sollten in deiner Gruppe Kinder mit den Namen Bernhard und Claudia sein, ändere bitte die Namen!) Gemeinsam überlegt ihr nun wie es ist, verliebt zu sein und entwerft anschließend zwei Liebesbriefe für Bernhard und Claudia.
Nachdem noch etliche Fragen für ein erstes Treffen geklärt wurden, könnt ihr als Abschluss in einer "Oder-Aber"-Geschichte verschiedene Varianten erfinden, wie die Geschichte von Bernhard und Claudia weitergehen könnte.

 

Romeo und Julia


Die Kinder stehen im Kreis. Zwei Kinder stehen in der Mitte, sie sind Romeo und Julia. Romeo will Julia finden. Da es Nacht ist, sieht Romeo nichts und hat die Augen geschlossen. Wie bei allen Spielen, bei dem jemand die Augen geschlossen hat, ist es hier besonders wichtig, dass ein Gruppenleiter oder eine Gruppenleiterin aufpasst, dass die Person nirgends drüberstolpert, dagegenrennt, etc. Die Kinder, die im Kreis stehen sind Wachposten. Sie warnen Romeo, wenn er aus dem Kreis hinausläuft. Julia wird im Haus ihres Vaters festgehalten, sie darf sich daher nicht fortbewegen. Auf der Suche nach Julia darf Romeo dreimal ihren Namen rufen, woraufhin Julia jedesmal mit "Romeo" antwortet. Haben sich die beiden gefunden, gehen zwei andere Kinder in den Kreis.

Bernhard und Claudia stellen sich vor


Wenn du die Gruppenstunde mit jemand zweitem leitest, übernehmt ihr beide nun die Rollen von Bernhard und Claudia. Leitest du die Gruppe alleine, wäre es fein, wenn du eine/n andere/n Gruppenleiter/in für diese Stunde einladen könntest, der/die dann eine der beiden Rollen übernehmen kann. Ist das nicht möglich, spielst du Bernhard und Claudia einfach abwechselnd.

Die beiden Gruppenleiter/innen schlüpfen nun in die Handpuppen (falls du keine auftreiben kannst, kannst du zwei Kochlöffel mit Gesichtern bemalen) und stellen sich in einem kurzen Rollenspiel als Bernhard und Claudia vor.

Bernhard ist 11 Jahre alt, seine Lieblingsfächer sind Deutsch und Turnen, er isst gerne Pizza und Schokoladetorte, kaut gerne Kaugummi, geht gerne Eislaufen, Schi fahren und ins Kino.
Claudia ist ebenfalls 11 Jahre alt, ihre Lieblingsfächer sind Zeichnen und Mathematik, sie isst gerne Pizza und Spaghetti, hört gerne laut Musik und liest gerne, sie geht in die gleiche Klasse wie Bernhard.

Ich hab mich verliebt


Claudia und Bernhard erzählen der Gruppe nacheinander, dass sie sich in den anderen/ die andere verliebt haben. Sie haben auf Zetteln aufgeschrieben, welche Begriffe und Umschreibungen es noch fürs Verliebt-sein gibt. So fühlen sie sich:

einige Vorschläge:

  • Schmetterlinge im Bauch haben

  • ein Auge auf jemanden werfen

  • verknallt sein

  • auf jemanden stehen

  • jemandem sein Herz schenken

  • bis über beide Ohren verliebt sein

  • Herzklopfen haben


Ein Kind kann nun einen Zettel ziehen und versuchen die Umschreibungen pantomimisch darzustellen. Die anderen Kinder versuchen, zu erraten, was dargestellt wird. Dann ist das nächste Kind an der Reihe und so weiter. Ihr könnt die Zettel auch vorher mit den Kindern durchlesen und schauen, ob sie auch noch Ideen haben. Das macht das Ganze einfacher und sie können sich mehr am Spiel beteiligen.

Claudia und Bernhard wissen nicht, was sie jetzt machen sollen und bitten die Kinder um Hilfe beim Entwurf eines Liebesbriefes.

Liebesbriefbörse


Die Kinder teilen sich in zwei Kleingruppen. Jede Gruppe entwirft einen Liebesbrief. Eine Gruppe schreibt den Brief von Bernhard an Claudia, die zweite den von Claudia an Bernhard.

Sind beide Gruppen fertig, übergeben sie die Briefe an Claudia und Bernhard, die sie jeweils dem anderen vorlesen. Natürlich verfehlen die Briefe ihre Wirkung nicht: Claudia erzählt der Gruppe aufgeregt, dass sie sich morgen nach der Schule mit Bernhard trifft. Sie haben sich aber noch nicht ausgemacht, was sie unternehmen.

So viele Fragen


Natürlich gibt es vor einem solchen Treffen noch hunderte unbeantwortete Fragen. Um Claudia und Bernhard in deren Aufregung zu helfen, sucht die Gruppe gemeinsam nach passenden, lustigen, kreativen, hilfreichen, ... Antworten auf diese und ähnliche Fragen:

  • Was sollen die beiden zum Treffen mitnehmen?

  • Was sollen sie auf keinen Fall mitnehmen?

  • Worüber könnten sie reden?

  • Was könnten sie unternehmen? ....


"Oder-Aber"- Geschichte


Habt ihr die Fragen für euch ausreichend beantwortet, nimmst du beide Puppen in die Hand und beginnst zu erzählen, wie das Treffen der beiden verlaufen sein könnte. An einer Stelle der Geschichte, an der es mehrere Fortsetzungsmöglichkeiten gibt, schilderst du eine Variante, sagst "oder-aber" und gibst die Puppen an das nächste Kind im Kreis weiter, das nun seinerseits die Geschichte bis zu einem "oder-aber" erzählt. Will ein Kind nichts erzählen, gibt es die Puppen einfach weiter. Wenn die Geschichte zu Ende ist, zu fad oder zu lang wird, könnt ihr eine neue Geschichte beginnen.

Autor/in: Christine Anhammer, überarbeitet von Heidi Lang

Publikation: kumquat "Liebe" 3/2013

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Schlagwörter: Bub/Mädchen Mann/Frau, Gefühle