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Von Jesus wird viel erwartet

Messmodelle

Hintergrund

Dieser Gottesdienst gehört zu einer zusammenhängenden Reihe von Gottesdiensten, die aufeinander aufbauen und über die gesamte Fastenzeit bis zum Palmsonntag gehen. Die dazugehörigen Gottesdienste sind:

  • Gott kennt die Menschen
  • Gott gibt viele Chancen
  • Gott verzeiht
  • Gott verurteilt nicht
  • Von Jesus wird viel erwartet

Material

  • Sprechblasen (aus Papier ausgeschnitten)
  • Stecknadeln
  • Schreibzeug
  • ein paar Kartontafeln mit Stäben zum Tragen
  • Plakatschreiber

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Beim Eintreffen
  • Vor der Prozession

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 50,4-7

Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

2. Lesung: Phil 2,6-11

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: "Jesus Christus ist der Herr" - zur Ehre Gottes, des Vaters.

Evangelium: Lk 19,28-40

In jener Zeit ging Jesus nach Jerusalem hinauf. Als er in die Nähe von Betfage und Betanien kam, an den Berg, der Ölberg heißt, schickte er zwei Jünger voraus und sagte: Geht in das Dorf, das vor uns liegt. Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr dort einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr ihn los?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn. Die beiden machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte. Als sie den jungen Esel losbanden, sagten die Leute, denen er gehörte: Warum bindet ihr den Esel los? Sie antworteten: Der Herr braucht ihn. Dann führten sie ihn zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und halfen Jesus hinauf. Während er dahinritt, breiteten die Jünger ihre Kleider auf der Straße aus. Als er an die Stelle kam, wo der Weg zum Ölberg hinabführt, begannen alle Jünger freudig und mit lauter Stimme Gott zu loben wegen all der Wundertaten, die sie erlebt hatten. Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe! Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: Meister, bring deine Jünger zum Schweigen! Er erwiderte: Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

Hintergrund Evangelium:

Friedensfürst


Jesus gelangt an das Ziel seines Weges, nach Jerusalem. Er schickt zwei Jünger mit einem Auftrag weg. Das Vorauswissen bestätigt seine Vollmacht. Diese Einleitung führt außerdem zur Erfüllung des Prophetenwortes (Sacharja 9,9f), wonach der Messiaskönig auf einem Eselsfüllen in Jerusalem einreitet. Erstmals tritt Jesus reitend auf, aber nicht auf dem Streitroß der Mächtigen, sondern auf dem Tier der Armen, der Frommen und Friedfertigen.

Messiaszug


Mit der detaillierten Schilderung vom Auflegen der Kleider auf das Tier und wie Jesus hinaufgeholfen wird, erinnert Lukas (auch durch die griechische Wortwahl) an den Krönungszug des Königs Salomon. Das Ausbreiten der Kleider auf den Weg unterstreicht die Szene und deutet eine Triumphstraße an (vgl. 2 Könige 9,13). Besonders wird der Ölberg erwähnt, von dem her nach Sacharja der Einzug des Messias erwartet wird.

Verheißung


Die Huldigung erfolgt bei Lukas nicht durch das ganze Volk, sondern nur durch seine Jünger. Sie erinnern sich dabei an all das Wunderbare, von dem sie Zeugen geworden sind, ihr Ruf knüpft an alttestamentliche Einzugslieder an, mit denen die Pilger beim Betreten des Tempels von den Priestern in Empfang genommen wurden. Doch davon abweichend wird Jesus jetzt als König tituliert. "Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe" - damit schließt Lukas den Kreis zur Weihnachtserzählung, indem er an den Ruf der Engel anschließt. Auf die nahende endgültige Erfüllung der Weihnachtsverheißung wird damit hingewiesen.

Widerspruch


Der Widerspruch bleibt nicht aus. Er wird nicht eindeutig den Gegnern zugeordnet. Einwände können auch aus Sorge um eine mögliche Auseinandersetzung mit den Behörden erhoben werden. Jesus weist den Einwand mit einem Sprichwort zurück (Habakuk 2,11), das hier mehrdeutig ist und vielleicht auch von Lukas stammt, der damit darauf hinweist: Wenn jetzt der Messias nicht bekannt werden darf, dann werden die Steine der (später) zerstörten Stadt Jerusalem sprechen. Jetzt ist die Stunde des Messias.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Vor Beginn der Prozession versammeln sich einige Jugendliche oder Erwachsene mit den Kindern vor der Kirche. Sie haben aus Papier ausgeschnittene Sprechblasen, Stecknadeln, Schreibzeug, ein paar Kartontafeln mit Stäben zum Tragen und ein paar Plakatschreiber mit.

Mit den Kindern wird kurz zusammengefaßt, warum wir an diesem Sonntag eine Prozession machen (Nachvollziehung des Einzuges in Jerusalem einerseits und unsere Begeisterung für Jesus an die Öffentlichkeit tragen andererseits.)

Die Menschen in Jerusalem haben sich viel von Jesus erwartet, sie wußten ja noch nicht, wie es mit Jesus in Jerusalem weitergehen sollte. Die Kinder überlegen nun, was sich die Menschen damals zu jenem Zeitpunkt von Jesus erwartet haben. Jeder Ausspruch, der einem Kind einfällt, wird auf eine Sprechblase geschrieben, die dann dem Kind mit einer Stecknadel an sein Gewand gesteckt wird. (Wenn direkt vor der Prozession zu wenig Zeit ist, kann das schon in einer Gruppenstunde oder in einer Zusammenkunft mit Kindern in der Woche davor vorbereitet werden.)

Wir wissen, wie es mit dem Leben von Jesus weitergegangen ist. Darum haben wir auch eine Ahnung davon, was ihm wichtig war, den Menschen zu zeigen. Auch das versuchen die Kinder mit den Jugendlichen oder Erwachsenen gemeinsam zu formulieren, sodass auf jede Kartontafel ein entsprechender Satz geschrieben werden kann. Diese Tafeln tragen die Kinder bei der Prozession mit.

Vor dem Lesen der Passion


An dieser Stelle wird der Gemeinde berichtet, worüber sich die Kinder vor der Prozession Gedanken gemacht haben. Sie haben nach außen getragen, was sie (zum Beispiel an den Fastensonntagen im Gottesdienst) über Jesus erfahren haben (bei dieser Gelegenheit werden die fünf Holzpfeiler, die an den Sonntagen entstanden sind, zum Ambo getragen). Die Kinder nehmen nun die Sprechblasen wieder ab und legen sie vor den Pfeilern auf den Boden. Die Kartontransparente werden zu den Pfeilern gestellt.

Im Wissen über das Leben Jesu und das, was ihm wichtig war, den Menschen mitzuteilen, können wir uns nun ganz auf seinen Leidensweg in Jerusalem konzentrieren.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Fastenzeit

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Palmsonntag

Schlagwörter: Fastenzeit, Gottesdienst

 

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