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s/w-Fotografieren

Gruppenstunde Basteltipps | Alter: 10-15 | Aufwand: hoch

Ziel

In meinen Augen wird Fotografieren dann interessant, wenn man aufhört, das abzulichten, was man zu sehen vermeint. Sondern versucht, neue Dinge zu zeigen, die fürs nackte Auge in dieser Form nicht sichtbar sind. Beim Fotografieren kann man eine neue Realität erschaffen. So wird Fotografie zum kreativen Tun, zum künstlerischen Akt.

Material

Aufbau

 

s/w-Fotografie


Um "künstlerisch" zu werden, ist Schwarz-Weiß (s/w) - Fotografie besonders gut geeignet. Aufgabenstellung für die Gruppe könnte sein: "Versucht Bilder zu machen, in denen der Kontrast von hell und dunkel, von Licht & Schatten besonders gut sichtbar ist." Du kannst deiner Gruppe ein paar Beispiele zeigen, wie du sie z.B. auf dieser Seite findest.

Wie kann ich mit Kindergruppen fotografieren?


  • Nur Fotografieren alleine ist nicht sehr ergiebig. Überlege dir vorher ein Thema ("Häuser", "Menschen", "Im Park", "An der Straße"...) oder ein Motto ("Streifen", "Boden", "Himmel und Erde", "Licht & Schatten"...), dann wird’s spannender.
  • Nach einer Vorbesprechung, was fotografiert werden soll und wann ihr euch wieder trefft, gehen die Kinder weg. Jüngere Kinder sollten auf jeden Fall begleitet werden. Eine Lösung bei Personalmangel ist es, sich nur über ein kleines Gebiet zu verteilen, dann kannst du den Überblick bewahren.
  • Die Kinder könnten in Kleingruppen von etwa drei Kindern ausschwärmen. Vorher sollte ausgemacht werden, dass die Kamera rotiert, sodass auch tatsächlich alle Kinder drankommen.
  • Eine Möglichkeit, dass es allen drei Kindern gleichzeitig Spaß macht, ist es, dass zwei Kinder Schattenfiguren machen oder als Statist/innen wirken, während das dritte die Fotos schießt.
  • Wenn du dich mit deiner Gruppe mit Fotografie beschäftigen willst, musst du immer zwei Gruppenstunden dafür rechnen: Eine Stunde zum Fotos machen und eine zum Anschauen, bei der im besten Falle dann noch etwas mit den Fotos gemacht wird. Das könnte eine Ausstellung sein, bei der ihr Titel für die Fotos sucht und dazuschreibt, oder ihr könntet die Fotos auf größeres Papier kleben und rundherum weitermalen, drübermalen usw. Das gilt natürlich nicht, wenn du eine Sofortbildkamera einsetzt. Dann wird das allerdings viel teurer und ist nicht s/w.



Apropos Geld...


Was viele Gruppen vom Fotografieren abhält, ist die Geldfrage. Wenn jedes Kind nur zehn Fotos macht, dann kann das schon ordentlich kosten. Schwarz-Weiß-Fotos zu machen ist vielleicht reizvoll, aber deren Entwicklung ist ja noch teurer. Eine Abfederung des Geld-Dilemmas: Ihr könnt in der Gruppe Schwarz-Weiß-Filme verwenden und sie dann in die billigere Farbentwicklung vom Supermarkt oder Drogeriemarkt geben, und zwar mit dem Vermerk: "Schwarz-Weiß-Filmentwicklung, aber Farbausarbeitung". Normalerweise haben die Bilder dann einen Farbstich, aber das gibt ihnen noch eine besondere Note (finde ich zumindest).
Eine andere Lösung, die man sich wohl nicht für die Gruppenstunden alleine leisten kann, ist die Digitalkamera. Vielleicht verborgt jemand in deinem Bekanntenkreis so etwas. Da kann man die schlechten Bilder auch gleich wieder löschen. Allerdings braucht es dann einen Computer, um die Bilder zu bearbeiten und auszudrucken. Dort kann man sie dann auch in s/w-Bilder umwandeln.

Autor/in: Gerald Faschingeder

Publikation: Kumquat_3/00

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Schlagwörter: Kreativität, Kunst/Kultur, Umwelt