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Ein Dinosaurier in unserer Zeit

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Dinosaurier sind derzeit in. Die Kinder finden sie auf Bleistiften, Heften und Federschachteln, es gibt sie aus Stoff oder Plastik in allen Formen, Farben und Größen. Sie haben vor unvorstellbar langer Zeit gelebt und sehr viel hat sich im Laufe der Jahrtausende geändert.

Ziel

Die Kinder sollen die Umwelt mit den Augen eines Dinosauriers betrachten und dadurch ins Gespräch kommen, was sich auf unserer Welt verändert hat und was wir von dieser jetzigen Situation als positiv oder negativ betrachten.

Material

  • 12 Dinosaurierfußspuren mit Informationen
  • Krepp-, Zeitungs- und Seidenpapier, Klopapierrollen, Schachteln
  • 1 Großes Plakat oder Leintuch
  • 1 Saurierbaby (entweder auf ein Plakat gezeichnet oder aus Plastik/Stoff,...)
  • Malfarben, Klebstoff
  • rote und grüne Klebepunkte oder Zetterl

Aufbau

Ihr macht euch auf die Suche nach einem Tier, das im Pfarrheim versteckt ist und baut für diesen Dinosaurier dann einen Park, mit allen Dingen die er aus seiner Zeit gewohnt ist. Dann überlegt ihr gemeinsam, was einen Dinosaurier heutzutage stören würde und plaudert darüber bis ihr euch am Schluß mit einer kleinen Jause von ihm verabschiedet.

 

Auf der Spur ...



Im Pfarrheim sind Fußspuren aus Papier von einem Dinosaurier aufgelegt, die zu dem Saurierbaby führen, das irgendwo im Pfarrheim versteckt ist. Es gibt insgesamt 12 Fußspuren und auf der Rückseite jeder Fußspur ist eine Information geschrieben, die einiges über das Tier verrät, das diese Spuren hinterlassen hat.
Gemeinsam wollen wir natürlich herausfinden, welches Tier sich hier im Pfarrheim eingeschlichen hat. Also nehmen wir die Spur einmal genau unter die Lupe:

1. Fußspur:
Ich bin ein friedliebendes Tier, ihr braucht euch nicht vor mir zu fürchten!
2. Fußspur:
Ich fresse nur Pflanzen und besonders gerne Farne.
3. Fußspur:
Die Farne sind dort, wo ich herkomme, so groß wie Palmen.
4. Fußspur:
Die Blätter von den Laubbäumen schmecken mir nicht so gut.
5. Fußspur:
In den Gewässern sehe ich oft Fische, Schildkröten und Tintenfische.
6. Fußspur:
Auf dem Land leben außer mir und meinen Artgenossen Eidechsen und Spitzmäuse.
7. Fußspur:
Ich habe kein Fell sondern eine grüne Haut, andere von meiner Art haben auch eine braune Haut.
8. Fußspur:
Ich bin noch ganz jung, eigentlich ein Baby, und noch lang nicht ausgewachsen. Da würde ich in dieses Haus ja gar nicht hereinpassen.
9. Fußspur:
Von meiner Rasse gibt es Tiere, die auf dem Land leben, andere können sogar fliegen und wieder andere sind riesengroß.
10. Fußspur:
Eigentlich ist die Tierart zu der ich gehöre schon ausgestorben! Sie lebte vor unheimlich langer Zeit (vor 200 Millionen Jahren - das ist so lang, das kann nicht einmal ich mir vorstellen)
11. Fußspur:
Diese Zeit nennt ihr Menschen auch Erdmittelalter.
12. Fußspur:
Damals gab es noch gar keine Menschen. Deswegen bin ich auch ein wenig scheu und habe mich hier in der Nähe versteckt.

Die Kinder sind wahrscheinlich schon draufgekommen, welches Tier sich hier versteckt hat. Wenn sie schon viel früher den Dinosaurier erraten haben, dann könnt ihr euch ja bei jeder neuen Spur gegenseitig alles erzählen, was ihr sonst noch über diese Tierart wißt. Wenn ihr wollt, schreibt diese Dinge auch auf die Spuren dazu.
Nachdem ihr den Saurier gefunden habt, tragt ihn vorsichtig in den JS-Raum und sammelt spätestens jetzt alle Spuren auf, weil ihr sie anschließend braucht.


Dinopark



Wir wollen natürlich, daß sich das Dinosaurierbaby bei uns wohlfühlt. Dazu braucht es einige Dinge, die es damals vor so langer Zeit gegeben hat. Auf einem Riesenplakat, oder noch besser auf einem alten Leintuch, bastelt und malt ihr nun einen Dinopark mit Riesenfarnen, Nadelbäumen, Pflanzen und Sauriern und anderen Tieren. Natürlich könnt ihr auch die Fußspuren einbauen. Von den Informationen könnt ihr euch natürlich für die Gestaltung des Dinoparks inspirieren lassen.
Mit den Malfarben, dem Papier, Klorollen und Schachteln könnt ihr einiges herstellen.

Die Farne lassen sich auch ganz einfach basteln:

Ihr nehmt einige Bögen Zeitungspapier und schneidet sie einmal in der Mitte durch, sodaß ihr Papierstreifen mit einem Format von ca. 20 x 70 cm habt. Für ein Farn werden 4 - 6 dieser Papierstreifen nun an den Schmalseiten aneinandergeklebt (wobei die Streifen nur wenige Zentimeter überlappen müssen). Wenn der Klebstoff trocken, und der eine lange Papierstreifen nun gut hält, wird er zu einer Rolle zusammengerollt. Dann drückst Du ihn flach auf den Tisch, damit zwei Kanten entstehen. An diesen Kanten schneidet man die Rolle nun ca. bis zur Mitte ein. Dazu brauchst Du eine sehr scharfe Schere oder noch besser funktioniert das mit einem scharfen Messer. Zwischen diesen beiden Einschnitten schneidest Du nun insgesamt noch zweimal bis zur Mitte. Jetzt werden die "Farnblätter" in der oberen Hälfte nach außen "gebogen". Wenn die Rolle nun wie ein Blumenstrauß gehalten wird und das innerste Blatt vorsichtig herausgezogen wird, entsteht ein recht hohes "Farngewächs".


2002 - was ist anders



Ihr betrachtet nun den Dinopark und überlegt, was es heutzutage bei uns noch gibt und welche Dinge oder Lebewesen in den letzten Jahrmillionen schon verschwunden sind. Alle diese Dinge werden mit einem roten Kebepunkt oder Zetterl markiert. Alles was es auch heute noch gibt erhält einen grünen Punkt oder ein grünes Zetterl.


Was würde einen Dinosaurier alles heutzutage stören?



Natürlich gibt es heute noch viele andere Dinge, die teilweise den Dinosaurier sehr einschränken würden. Was würde ihn traurig machen? Was würde ihn stören in unserer Welt? Wovor hätte er Angst? .... Nun sollen die Kinder einfach alles, was ihnen einfällt auf Schachteln, Papierrollen, Klopapierrollen und ähnliches aufschreiben und damit eine Mauer um den Dinopark bauen. Da kann natürlich alles - von Computern, über Luftverschmutzung, verbaute Städte, Autobahnen, Hausaufgaben, streitende Menschen bis zu versalzenen Schnitzeln u.s.w. - genannt werden und wir plaudern da natürlich auch darüber, was uns an dem allen stört oder nicht so stört.

Solltest Du nicht so viele Schachteln und Klorollen zu Hause haben, dann bitte auch die Kinder 1 - 2 Wochen vor dieser Gruppenstunde kleine Schachteln (Tee-, Staubzucker-, Zahnpastaschachteln,...) mitzubringen, die ihr in der Zwischenzeit in der Pfarre sammelt. Dann habt ihr sicher genug Material für ein kleines Mäuerchen. Übrigens: Die Klorollen lassen sich ganz einfach zusammenbauen, wenn bei einer Klorolle an einem Ende vier kleine Einschnitte gemacht werden, in die man dann zwei weitere Rollen hineinstecken kann!

Zum Abschluß kommt aber noch eine Sache, bei der sich der Dinosaurier sicher wohlfühlt: Ihr ladet ihn noch zu einer kleinen Jause ein, die ihm (und vor allem euch) sehr gut schmecken wird. Dazu tischt Du z. B. Paradiescreme oder eine andere Kleinigkeit, die du vorbereitet hast, auf.

Autor/in: Andrea Rohrer

Publikation: KiK 72

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Schlagwörter: Umwelt, Kreativität