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Die Jungschar lädt ein

Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Ziel

Dieser Nachmittag/Abend bietet die Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Jungschar in deiner Pfarre und des weiteren mit der Gegenwart und Zukunft.

Material

Aufbau

Das Eventgliedert sich in folgende Teile:
Begrüßung
Wie’s heute ist. (Informationen zur JS in der Pfarre)
Wer bei der Jungschar war, kann viel erzählen. (das große Geschichtenbuch unserer Jungschar)
Was uns wichtig ist und wie’s sein kann. (drei Stationen zum Nachdenken über die Zukunft)
Abschluß

 

Dieses Modell ist für die Dauer von 2,5 Stunden an einem Nachmittag bzw. Abend (z.B. nach der Samstag Vorabendmesse) gedacht.


Vor dem Jungscharabend



Material sichten



Für diesen Abend sollten alle möglichen Quellen nach alten Photos, Dias, Informationen, Dingen aus Gruppenstunden, Plakaten etc., die etwas zur Geschichte der Pfarrjungschar beitragen können, durchstöbert werden, sowohl im "Jungschararchiv" als auch im Pfarrarchiv. Vielleicht finden sich in der Pfarrchronik oder in alten Pfarrzeitungsausgaben Aufzeichnungen über Lagerorte und -teilnehmer, Bilder aus dem Jungscharleben, ... . Möglicherweise kennt ihr noch Leute, die früher mal bei euch Jungschar gemacht haben und Material zu Hause haben könnten.


Einladung



Alle Jungscharkinder, -eltern, ehemaligen JS-Kinder bzw. GruppenleiterInnen sowie Pfarrangehörigen werden ein paar Wochen vorher mittels Einladungen (die in den Gruppenstunden verteilt bzw. verschickt werden), Handzetteln (die am Kircheneingang verteilt werden) und Plakaten zu diesem Abend eingeladen.


Das Event



Begrüßung



Der bzw. die Pfarrverantwortliche begrüßt die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und lädt sie ein, zu Beginn des Abends gemeinsam ein Begrüßungsspiel zu spielen, bei dem vielen Leuten die Hände geschüttelt werden.

Jede Person denkt sich eine einstellige Zahl aus. Durch Händeschütteln finden sich nun die Personen in Gruppen zusammen, die sich dieselbe Zahl ausgesucht haben. Jede Person schüttelt dabei den anderen jeweils so oft die Hände, wie sie ihrer Zahl entspricht. Trifft sie auf eine Personn, die ihr genauso oft die Hände schüttelt, bleiben die beiden beisammen und suchen gemeinsam weiter. Das Spiel ist beendet, wenn jeweils die Personen, die sich dieselben Zahlen ausgesucht haben, in einer Gruppe beisammenstehen.
("Händeschüttler", aus: Spielmappe für Kindergruppenleiter/innen, Katholische Jungschar Wien)

In einer zweiten Runde sollen die Leute einander so oft die Hand schütteln, wie sie Jahre bei der Jungschar verbracht haben.


Wie’s heute ist



Etwa fünfzehn Minuten soll am Beginn des Abends Zeit sein, um den Erwachsenen zu erzählen, woran ihr denkt, wenn ihr über die Jungschar sprecht. Was davon sichtbar ist für die Gemeinde (Lager, DKA, Mitarbeit bei Pfarraktionen, Gottesdienste, ...). Und was unsichtbar für Außenstehende, aber dennoch da ist (JS-Feste, Gruppenstunden, Zahl der Kinder in der Jungschar, Gruppenleiterrunden, ...). Welche GruppenleiterInnen derzeit bei euch tätig sind, wieviel Zeit pro Woche ihr für die Jungschararbeit investiert, ... Es soll deutlich werden, wie’s eben heute ist, was alles zur Jungschar gehört.


Wer bei der Jungschar war, kann viel erzählen



Unter diesem Titel verbirgt sich ein Blick ins große Geschichtenbuch der Pfarrjungschar, das durchaus in Form eines überdimensionalen Buches vorhanden sein kann. Für jede Periode, die nunmehr betrachtet wird, gibt es eine Doppelseite zum Umblättern (z.B. 1980 - 1983, 1984 - 1987, ...).

Aus der Zeit, die gerade aufgeblättert ist, werden dann jeweils ein paar Dias von Lagern oder Aktionen gezeigt, Kommentare von Leuten gegeben, die damals dabei waren (als Kinder oder GruppenleiterInnen) und kurz erzählt, was sich damals in der Pfarre oder in der Gemeinde ereignet hat, was von damals im Archiv gefunden wurde.

Das geht solange, bis ihr mit dem Umblättern im Jahr 2002 angekommen seid. Dieser Blick in das Geschichtenbuch kann sehr leicht zu lange ausfallen. Daher solltet ihr in der Vorbereitung darauf achten, daß ihr mit ungefähr 40 Minuten auskommt.


Was uns wichtig ist und wie es sein kann



Nunmehr soll in Form von drei (von GruppenleiterInnen betreuten) Stationen, die im Karussellprinzip besucht werden, der Blick auf die Zukunft der Pfarrjungschar gelegt werden. Hierfür sind ebenfalls 40 Minuten vorgesehen.


Drei Wünsche



Bei dieser Station werden die Kinder und Erwachsenen eingeladen sich vorzustellen, sie hätten drei Wünsche für die Jungschar frei, die von einer guten Fee (Pfarrer, PGR, andere) auch erfüllt werden. Welche Wünsche wären das?
Die so geäußerten Ideen werden auf Packpapierstreifen notiert bzw. gezeichnet und am Ende des Abends im Plenum der "guten Fee" präsentiert. Was sie wohl dazu sagen wird?


Was mir wichtig ist



Hier sollen die Kinder und Erwachsenen einander erzählen, was ihnen in ihrer Jungscharzeit wichtig ist bzw. war. Wahrscheinlich sind das ganz andere Dinge bei Personen, die vor vielen Jahren bei der Jungschar waren und solchen, die jetzt gerade in einer Jungschargruppe sind. Möglicherweise ergibt sich aber auch die eine oder andere Übereinstimmung.

Da es sich hierbei um Sachen handelt, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen (haben), könnten sie auf einem Holzbrett ähnlich dem Einritzen von Namen in Bäume, ... festgehalten werden.


Später, im Jahr 2027h2e

Bei dieser Station soll beantwortet werden, was im Jahr 2027 passieren wird. Auf Kärtchen, die verdeckt auf einem Stapel liegen, sind verschiedene Situationen notiert, die eintreten könnten. Das erste Kärtchen wird von einer Person abgehoben und vorgelesen. Anschließend wird gemeinsam in einem Rollenspiel dargestellt, wie die Situation weitergehen könnte.

Situationskärtchen:

Bis zum Ende der Gru

nstunde sind noch etwas Zeit. In diesen 20 Minuten können noch zwei Spiele gespielt werden. Welche werden das sein?

Es ist 16.45 Uhr. Die Gruppenleiterin auf ihrem Notebook gerade überprüft, ob die Bildtelefonverbindung zur Partnergruppe in Vorarlberg funktioniert. Da kommen die ersten Kinder, die beiden elfjährigen Hans und Bettina. Die Kinder sind natürlich neugierig, was heute passieren wird. Es entwickelt sich eine Diskussion mit der Gruppenleiterin über Erfahrungen mit dem Internet im Unterricht und hier in der Jungschargruppe.

Der nächste Wortgottesdienst in der Pfarre wird von der Jungschar zum Thema "Laßt die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran." vorbereitet. Mit der Gemeindeleiterin ist vereinbart, daß die Pfarrverantwortliche zu den Mitfeiernden predigt. In der Jungschargruppe wird überlegt, was für die Kinder in der Pfarre ein Hindernis ist, und wie das im Gottesdienst dargestellt werden kann.

Die Pfarrjungschar hat vom Bezirkshauptmann/vorsteher für die Durchführung eines multikulturellen Kinderlagers eine Förderung von 20.000,-- erhalten. Die GruppenleiterInnen überlegen, wie dieses Geld für das Lager verwendet werden soll.


Abschluß



Zum Abschluß des Nachmittags/Abends kommen alle Leute wieder im Plenum zusammen, wo die Ergebnisse aus den Blicken in die Zukunft vorgestellt werden und kommentiert werden können. Hier ist auch noch die Möglichkeit, der "guten Fee" die Wünsche vorzutragen und sich anzuhören, ob und wie sie diese umsetzen kann.


weitere Ideen



Falls ihr weitere Stationen machen wollt oder den Abend anders durchführen wollt, sind hier noch einige weitere Ideen notiert.


alte und neue Lieder



Sucht Lieder, die früher bei euch (z.B. auf Lager) gesungen wurden und solche, die heute gesungen werden. Versucht herauszufinden, welches Lied wann aktuell, modern war. Vielleicht kann sich jemand noch erinnern, warum gerade dieses oder jenes Lied gesungen wurde. Wenn ihr Lust habt, singt ein paar Lieder gemeinsam durch. Überlegt euch, ob ihr sie heute singen würdet. Wenn nein, warum nicht?


Geschichte der Jungschar



Wo gab es überhaupt zum ersten Mal Jungschar? Wie und wer hat damit angefangen? Wie hat sie sich entwickelt? Die Geschichte der Jungschar vom Anfang bis jetzt (im Jungscharbüro eurer Diözese erhältlich) kann auf einem großen Plakat aufgeschrieben sein, ergänzt um die Geschichte eurer Pfarrjungschar. Zum Nachlesen.


Dreikönigsaktion in Zahlen



Wieviele Kinder sind seit Anfang an in eurer Pfarre als Könige unterwegs gewesen? Wieviel Geld haben sie insgesamt gesammelt? Versucht mal zu schätzen. Wie hoch wäre der gesammelte Betrag, wenn er in 1 €-Münzen übereinandergestapelt wäre? Wieviele Kilometer sind alle Könige zusammen gegangen? Wieviele Haushalte haben sie insgesamt besucht?

Informationen über die Sammelergebnisse der vergangenen Jahre sowie die Dreikönigsaktion allgemein erhaltet ihr im Jungscharbüro eurer Diözese.


alte und neue Lieblingsspiele



Welche Spiele wurden früher bei euch gerne gespielt? Was sind heute die Lieblingsspiele in euren Jungschargruppen? Probiert sie doch gemeinsam aus.


Jahresthemen



Die Jungschar hat seit ihrem Beginn jedes Jahr ein Schwerpunktthema. Gelingt es euch, die Themen in die richtigen Jahrzehnte einzuordnen? An Inhalt und Formulierung kann man oft die Jahreszahl erahnen. An welches Thema können sich bei euch die (ehemaligen) Jungscharkinder bzw. -gruppenleiterInnen erinnern?

  • Reine Jugend - Starkes Volk (1948/49)
  • In der Liebe zu Österreich soll uns niemand übertreffen. (1953/54)
  • Ein Jungscharbub / ein Jungscharmädchen kann sich beherschen (1961/62)
  • Das Buch in der Welt des Kindes (1965/66)
  • Alle Welt ist unser Nachbar (1970/71)
  • Jedesmal, nicht nächstesmal (1976/77)
  • Ich und meine Familie (1982/83)
  • Tatort Korinth (1986/87)
  • Die ganze Welt ist Bühne (1990/91)
  • Guten Morgen, Afrika (1996/97)




Zu welcher Jahreszahl gehört welches Ereignis?



Die folgenden Ereignisse sollen den richtigen Jahreszahlen zugeordnet werden.

  • 1. Dreikönigsaktion (1955)
  • koedukative Jungschargruppen (Anfang der 70er)
  • 1. Bubenolympiade (1962)
  • 1. Palette ( 1964)
  • Kinderkonferenzen, "Umwelt - Gerechtigkeit - Friede" (1990)



und natürlich viele Ereignisse aus Eurer Pfarre ...

Autor/in: Gerhard Haller

Publikation: KiK 92

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