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Kinderkrippenspiel für jüngere

Gruppenstunde | Alter: 7-11 | Aufwand: hoch

Ziel

Ein Krippenspiel mit Räubern

Material

  • ein Kaktus aus Karton
  • Trittleiter
  • Fernrohr und Gewehr für den Räuberhauptmann
  • Kopfbedeckung und Taschenlampe für den Stern
  • Verbandszeug
  • 3 Reisesäcke und Mäntel für die Heiligen Drei Könige
  • eine Puppe als Jesuskind
  • weitere passende Verkleidungen für alle Personen

Aufbau

 

Vorschläge zum Bühnenbild


Der übermannshohe Kaktus aus Pappendeckel verdeckt eine Trittleiter, auf die der Stern, verkleidet mit einer glitzernden Kopfbedeckung, hinaufklettern und von oben mit einer Taschenlampe leuchten kann.
An diesem Kaktus werden im Lauf der Handlung die Mäntel der drei Könige aufgehängt, so daß sie ein begehbares Zelt bilden.

Personen


in der Reihenfolge ihres Auftretens

Erster Räuber
Zweiter Räuber
Dritter Räuber
Der Stern
Kaspar
Melchior
Balthasar
Maria
Josef


Wüste, ein Kaktus. Es ist gegen Abend. Der Himmel wird im Lauf der Handlung dunkel.

Die drei Räuber (noch hinter der Szene) singen nach der Melodie von "Hänschen klein” das Räuberlied. Während der letzten Zeile treten sie auf.
Räuber sein,
das ist fein,
wer will nicht ein Räuber sein?
Schießgewehr, Räuberhut,
steh’n dem Räuber gut.
Erster Räuber So, da sind wir. Hier bleiben wir. Das ist ein guter Platz. Hier müssen sie vorbeikommen. Schaut durch das Fernrohr
Zweiter Räuber Wieso grad hier?
Dritter Räuber Der Hauptmann weiß es.
Zweiter Räuber Und was sucht er am Himmel?
Erster Räuber Blickt ihn vernichtend an, schaut wieder durchs Fernrohr.
Dritter Räuber Keine Ahnung
Erster Räuber (setzt das Fernrohr ab) Ruhe! Wenn ihr so laut seid, seh´ ich nichts.
Dritter Räuber (zum zweiten) Ruhe!
Zweiter Räuber (zum dritten) Ruhe!

Sie schweigen.

Erster Räuber (das Glas am Auge, deutet mit der Hand) Da kommt er! Das muß er sein. Ja. Einen Schweif hat er auch. Das muß er sein. Er kommt direkt auf uns zu. In einer Minute ist er über uns. Seht ihr den Stern dort, den mit dem Schweif? Den holen wir uns jetzt herunter. Der soll die Könige, die ihm nachziehen, in unsere Falle locken.
Er legt das Fernrohr hin und sucht sein Gewehr.
Zweiter Räuber (nimmt das Fernrohr, schaut durch) Allerhand, ein Riesenstern! Mir ist bei so was immer unheimlich. Immer wenn so ein Riesenstern auftaucht, passiert was.
Dritter Räuber Du bist mir ein schöner Räuber. Der zittert vor jeder Sternschnuppe.
Erster Räuber Ruhe! (er zielt) Irritiert mich nicht, sonst erwisch´ ich ihn nicht!

Der Stern kommt. Erster Räuber schießt. Der Stern stürzt ihnen klirrend und sprühend vor die Füße.

Stern Au weh!
Erster Räuber Sei doch nicht so wehleidig! Verbindet ihn! (die Räuber tun das) Na - besser?
Der Stern Ein bißchen.
Erster Räuber Na also. (zu den Räubern) Setzt ihn da hinauf auf den Kaktus, da soll er sitzen und leuchten.
Stern Das geht nicht. Ich muß weiterfliegen bis Bethlehem. Ich darf mich unterwegs nirgends aufhalten. Ich muß die Nacht über Bethlehem erhellen, sonst findet kein Mensch den Stall mit dem Kind!
Erster Räuber Still bist! Keinen Muckser! Da oben bleibst du sitzen und leuchtest!
Stern (hört gar nicht zu) Und die Könige?! Ich muß die drei Könige zum Stall führen! Die verirren sich sonst in der Wüste!
Erster Räuber Die Könige laß unsere Sorge sein. Du bleibst sitzen und leuchtest und lockst sie her. Alles andere geht dich nichts an.
Der Stern sitzt eingeschüchtert auf dem Kaktus und leuchtet.
Dritter Räuber Woher weißt du denn überhaupt, dass die drei Könige nach Bethlehem wollen, Hauptmann?
Erster Räuber Hörst du keine Nachrichten? Außerdem hat ein etablierter Räuberhauptmann seine Spione. So, und jetzt geht einer hin horchen, ob sie schon kommen.
Zweiter Räuber (legt Ohr an den Boden) Ich hör’ nix!
Erster Räuber Wissen möcht’ ich, wozu ich dich unter die Räuber aufgenommen hab. Nicht einmal hören kann er, ob ein Gold- und Myrrhentransport kommt! (zum dritten Räuber) Hör du!
Dritter Räuber (Ohr am Boden) Ruhe!
Der Stern wimmert leise und reibt sich das Bein.
Dritter Räuber Ich hör schon was! Das sind aber keine Kameltritte. Und auch keine Esel. Das sind nur ein paar Leute, die zu Fuß gehen. Und gar keine Karawane. Aber die Könige könnten es sein. Sie stapfen so königlich.
Zweiter Räuber Mir wird unheimlich. Erst kommt ein Riesenstern, der reden kann, und dann drei Könige ohne Karawane - da ist was nicht richtig. Vielleicht geht gleich die Welt unter.
Erster Räuber Alles Tarnung.
Zweiter Räuber Das sollen Könige sein? Ohne Kronen?
Dritter Räuber Alles Tarnung! Die haben genug in ihrem Reisebeutel. Sie verstecken ihren Reichtum, damit keine Räuber darauf aufmerksam werden. Aber wir haben eben unsere Informationen!
Erster Räuber O.K., versteckt euch! (zum Stern) Und du - du leuchtest, so hell du kannst, verstanden? Und eins sag ich dir: Wenn du die Könige warnst, dann schieß ich dich noch einmal runter. Aber dann gründlich. Dann kannst du bestimmt nicht mehr die Nacht über Bethlehem erleuchten.
Dritter Räuber (zum Stern) Tu was er sagt. Wenn erst die Könige ausgeraubt sind, hat er, was er will, und braucht dich nicht mehr. Dann läßt er dich schon weiterfliegen.
Der Stern leuchtet.
Zweiter Räuber Sie kommen näher!
Erster Räuber Wie viele sind es?
Zweiter Räuber Drei. Einer davon ist ganz schwarz.
Erster Räuber Dann sind sie es! Schnell, versteckt euch. (zum Stern) und du l e u c h t ! Und keinen Mucks! Sonst....(alle drei Räuber verstecken sich hinter dem Kaktus).

Die drei Könige kommen und bleiben stehen.

Kaspar Da ist er stehengeblieben.
Melchior Wirklich! Hier muß es sein!
Balthasar Da ist aber nirgendwo ein Stall.
Kaspar Aber der Stern ist stehengeblieben! So wie es verkündet wurde. Ein Stern mit einem langen Schweif wird euch zu einem Stall führen, in welchem das Kind liegt.
Balthasar Ich seh aber nirgends einen Stall.
Melchior Ich bin müde. Wir könnten eine kleine Rast einschalten.
Balthasar Und ich sag euch - wenn ich’s richtig deute - der Stern meint, wir könnten uns hier ein bißerl ausruhen.
Stern Nein! Nein! Flieht, Könige! Flieht, ihr Heiligen Drei Könige! Räuber wollen euch überfallen!
Erster Räuber Na wart’! Du Hundsstern! (schießt ihn vom Kaktus herunter)

Der Stern fällt vom Kaktus herunter und bleibt mucksmäuschenstill hinter dem Kaktus am Boden liegen.

Die Könige sind erschrocken aufgefahren.
Erster Räuber Das ist ein Überfall! Her mit dem Gold!
Zweiter Räuber Her mit der Myrrhe und den Spezereien!
Dritter Räuber Her mit dem Weihrauch!
Aus den Reisesäcken der erschrockenen Könige fallen die genannten Dinge sowie drei Kronen heraus.
Alle drei Räuber gehen mit der Beute ab.

Kaspar (fassungslos) Aber der Stern...
Melchior Der ist untergegangen. Oder siehst du ihn irgendwo?
Balthasar Keine Sorge, Bruder König! Es war nur eine Falle. Eine Räuberfalle! Der Stern kann nicht so einfach untergegangen sein.
Melchior A l l e s a u s g e r a u b t !
Was sollen wir jetzt dem Kind bringen, nach Bethlehem? Gold weg, Weihrauch weg, Myrrhe weg, alles weg!
Kaspar Die Frage ist, was sollen wir dort denn überhaupt noch? Wir können dem Kind ohnehin nichts mehr bringen. Am besten ist, wir kehren wieder um.
Balthasar Ich seh’ das eigentlich anders.
Melchior Du hast recht, Kaspar, wir müssen umkehren. Der Stern ist auch weg. Ohne den Stern finden wir nicht durch die Wüste nach Bethlehem.
Balthasar Wir könnten ja irgendwen fragen.
Melchior Wen denn? Einen Skorpion?
Balthasar Das ist eine unweise Frage, Bruder Melchior! Wir könnten den Stern fragen.
Melchior Ich sag dir aber doch, der ist untergegangen!
Balthasar Das glaub ich aber nicht!
Kaspar Ich glaube es. Oder siehst du ihn vielleicht irgendwo (horcht plötzlich auf) Da weint jemand.
Melchior Ich höre auch etwas.
Stern (ganz leise und zaghaft wimmernd) Hilfe! Hilfe!
Balthasar es ist der Stern! (hat ihn entdeckt und hilft ihm hervor) Ja du lieber Himmelsstern! Wie kommst denn du da hinter den Kaktus?
Stern Die Räuber haben mich runtergeschossen!
Kaspar (kopfschüttelnd und zornig) Jetzt schießen die schon auf Sternschnuppen!
Stern Sie müssen aber auch irgend einmal hier vorbei kommen.
Balthasar Wer ?
Stern Josef und Maria. Ich muß unbedingt nach Bethlehem! Sonst finden sie den Stall womöglich nicht. Es ist ja finstre Nacht! Ich muß sofort nach Bethlehem! Habt ihr kein Kamel, keinen Esel? Wo ist denn euer ganzes Gefolge?
Kaspar Der Balthasar hat eine Eingebung gehabt, wir sollen alles zurücklassen, die Kamele und das ganze Gefolge, damit das Kind nicht erschrickt, wenn wir mit so viel Prunk und Geklingel daher kommen.
Stern Aha!
Balthasar Und ihr habt mitgemacht. Ihr habt das nämlich auch sehr gescheit gefunden.
Kaspar Stimmt. Nur ein wenig Gold und Myrrhe und Weihrauch und ein paar andere Kleinigkeiten haben wir eingepackt. Und jeder seine Krone natürlich, damit das Kind sieht, daß sogar Könige zu seinen Füßen liegen.
Melchior Aber das haben jetzt alles die Räuber! Wir haben gar nichts mehr.
Stern Gebt mir ein einziges Kamel! Ich muß nach Bethlehem! Unbedingt! Aber ich kann nicht mehr fliegen!
Kaspar Balthasar, was tun wir? Kannst du nicht wieder eine Eingebung haben?
Balthasar Jetzt bist du dran, Bruder Kaspar.
Kaspar Also, ich weiß nicht....ich muß nachdenken...Halt, ich hab’s! Also, wir machen uns jetzt gleich auf den Weg nach Bethlehem und fragen den Stern wie wir dort hin kommen.
Melchior Wollt ihr den Stern da hier allein lassen?
Kaspar Aber nein! Natürlich nicht! Den können wir doch tragen! Wir tragen ihn, und er sagt uns den Weg.
Die drei Könige heben den Stern auf und tragen ihn ein Stück. Er wird ihnen dann aber zu schwer.
Balthasar Es geht nicht. Ich bin ein alter Mann. Ich kann keinen Stern tragen.
Kaspar (außer Atem) Also, ehrlich gesagt, ich auch nicht.
Melchior Ich auch nicht.
Stern Ich muß nach Bethlehem! Ich muß nach Bethlehem! Ich muß nach Bethlehem! Josef und Maria sind schon unterwegs und suchen den Stall, der unter dem Stern steht, damit dort das Kind zur Welt kommen kann!
Melchior Ich hab’s! Mir ist was eingefallen. Wenn die beiden vorbeikommen sagen wir ihnen, was passiert ist. Der Josef ist ein Zimmermann, und das sind starke Leute. Er kann sehr wohl einen Stern tragen. Du sagst ihm den Weg, und wir gehen alle miteinander hin.
Stern Vielleicht...vielleicht...
Da kommt jemand! (richtet sich auf)
Da kommen sie! Maria und Josef!
Maria Da ist ja der Stern!
Josef Aber kein Stall ist in der Nähe! Wir müssen weiter.
Maria Ich kann aber nicht mehr.
Balthasar Steht irgendwo geschrieben, daß es in einem Stall sein m u ß ? Irgendein Obdach genügt wohl! Mit ein bißchen gutem Willen ist überall Bethlehem! Gebt eure Mäntel her, wir bauen dem Kind ein Zelt.

Die Könige geben ihm die Mäntel. Die Mäntel werden aufgehängt, der Kaktus dient als Stütze. Maria und Josef gehen hinein

Josef Habt Denk, ihr guten Weisen.
Der Stern klettert auf den Kaktus und leuchtet von der Zeltspitze.
Ich fühl´ mich wieder ganz blendend!
Das ist ein richtiges Weihnachtswunder!

Die Drei Könige singen ein Lied.

Josef kommt aus dem Zelt und schlägt die Vorhänge zurück. Drinnen liegt das Kind. Die Könige schauen hinein. Dann singen sie die dritte Strophe.

Autor/in: Friedl Hofbauer

Publikation: KiK 102

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Jahreskreis: Weihnachten

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Religiöses