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Gott kümmert sich um uns

Messmodelle

Hintergrund

Wir wollen uns gemeinsam mit den Kindern überlegen, wie Menschen sind, bei denen wir uns wohl fühlen. Dann schauen wir anhand der Lesungsstelle, wie Gott zu den Menschen ist und wie das in der Bibel erzählt wird. Wir erfahren in diesem Text, wie sich Gott um sein heiliges Volk kümmert. Im Evangelium hören wir dann, wie und zu wem Jesus seine Apostel schickt und erfahren dadurch viel über den Vater Jesu, über Gott.

Material

  • Figur: (Kopf ist ein Luftballon, auf einem Kleiderholz sind ein Pullover und weiter unten mit Hilfe von Schnüren eine Hose aufgehängt, auf den Kopf kann man noch einen Hut setzen, evtl. den Luftballon mit Augen, Nase und Mund versehen)
  • Klebeband

 

Bibelstellen

1. Lesung: Ex 19, 2-6a

In jenen Tagen kamen die Israeliten in die Wüste Sinai. Sie schlugen in der Wüste das Lager auf. Dort lagerte Israel gegenüber dem Berg.
Mose stieg zu Gott hinauf. Da rief ihm der Herr vom Berg her zu: Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe, wie ich euch auf Adlerflügeln getragen und hierher zu mir getragen habe.
Jetzt aber, wenn ihr auf meine Stimme hört und meinen Bund haltet, werdet ihr unter allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Mir gehört die ganze Erde, ihr aber sollt mir als ein heiliges Volk gehören.

Evangelium: Mt 9, 36- 10, 8

In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

Hintergrund 1. Lesung:

Israel in der Wüste Sinai


Nach dem Auszug aus Ägypten und der Wanderung durch die Wüste kommt das israelitische Volk zum Sinai. Die Tradition verlegt den Berg Sinai in den Südteil der gleichnamigen Halbinsel und setzt ihn mit dem Dschebel Musa, dem 2285 Meter hohen "Mose-Berg" gleich, dessen Nordseite eine rings umschlossene Ebene beherrscht. Diese Wüstenlage paßt gut zum heiligen Text. Der Sinai, der auch Gottesberg oder Horeb genannt wird, ist Schauplatz der Berufung des Mose, der Gesetzgebung, vor allem des Bundesschlusses. Von hier aus führt Gott das israelitische Volk in das Gelobte Land. Die Worte der heutigen Lesung nehmen kurz zusammengefaßt das große Ereignis dieses Bundesschlusses vorweg, sie sind der literarische Niederschlag jahrhundertelanger Erfahrung Israels mit seinem Gott "Jahwe". Israel weiß um das besondere Verhältnis, das Gott ihnen da angeboten hat.

Herausgetragen aus Ägypten


Der Adlerspruch sagt im Bild, wie Jahwe zu Israel steht. Die Juden mußten als Sklaven in Ägypten ihren Frondienst leisten und Jahwe hat sich ihrer erbarmt und hat die Ägypter gezwungen, sie frei zu lassen. Wie ein Adler seine Jungen an sich reißt und sie in seinen Horst bringt, so hat er Israel seinen Bedrückern entrissen ("auf Adlersflügeln getragen") und in seine Obhut genommen. Dadurch ist Israel zum "besonderen Eigentum" Jahwes geworden, womit gemeint ist, daß Israel ihm besonders ans Herz gewachsen ist. Jahwe verlangt nichts anderes, als daß die aus den Völkern Erwählten mit ihm als dem Bundesgenossen leben, seine Stimme hören.

Ein heiliges Volk


Dieses nahe Verhältnis Israels zu Jahwe wird durch die Begriffe "ein Reich von Priestern" und ein "heiliges Volk" verdeutlicht. "Ein Reich von Priestern" meint nicht, daß jeder einzelne Israelit kultischer Priester ist, vielmehr steht hier "Priester" für die Gruppe von Leuten, die ganz und gar zu Jahwe gehören. Das selbe besagt der Begriff "heiliges Volk": "herausgehoben" für Jahwe. Beide Begriffe umschreiben in diesem Zusammenhang den konkret gelebten und praktizierten Glauben, der sich immer neu an der Stimme Jahwes und seiner Weisung im Bundesschluß (den Zehn Geboten) orientieren muß. Das Bild vom "pilgernden Volk Gottes" findet seine Entsprechung im heutigen Evangelium (Mt 9, 36-10,8), in dem die zwölf Apostel ausgesendet werden. Erst wenn wir Menschen als das "heilige Volk" auf die Stimme Jahwes und seine Gesetze hören, wenn wir als Apostel hinausgehen, um zu verkünden "das Himmelreich ist nahe", werden wir Gott gehören, das heißt ihm ganz ans Herz gewachsen sein.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Jesus, unser Freund, du hast dich immer wieder um deine Mitmenschen gekümmert, wie ein guter Hirte um seine Schafherde.

Jesus, unser Freund, du hast dich immer wieder um deine Mitmenschen gekümmert, wenn sie müde und erschöpft waren.

Jesus, unser Freund, du hast deine Apostel gerade zu den Menschen geschickt, die krank, aussätzig, besessen oder tot waren.

Verkündigung


Wir hören heute zwei Erzählungen, in denen wir erfahren, wie Gott sich zu seinem Volk verhält.
Vorher wollen wir uns aber noch überlegen, wie ein Mensch sein soll, damit wir uns bei ihm wohl fühlen können. Ihr bekommt jetzt herzförmige Zettel, auf die ihr Eigenschaften schreiben könnt (zum Beispiel: nett, geduldig, aufmerksam, fröhlich, aufmunternd, etc.).

Diese kleben wir dann auf dieses Maxerl. (In der Mitte steht eine Figur: Kopf ist ein Luftballon, auf einem Kleiderholz sind ein Pullover und weiter unten mit Hilfe von Schnüren eine Hose aufgehängt, auf den Kopf kann man noch einen Hut setzen, evtl. den Luftballon mit Augen, Nase und Mund versehen)

Wenn die Kinder fertig sind, können sie die Herzen mit einem Klebeband auf das Maxerl kleben. Der/die Gottesdienstleiter/in liest zum Abschluß einige der Herzen laut vor.
Nun wollen wir uns aber anhören, wie Gott zu seinem Volk war:
Danach werden die Kinder gefragt, was wir über Gott in der Lesung erfahren haben. Das wird dann auf ein Plakat geschrieben. (zum Beispiel: Gott kümmert sich um sein Volk, die Israeliten; er trägt sie auf Adlersflügel aus Ägypten; für ihn sind sie sein Heiligtum; etc.) Auch bei ihm fühlen sich die Menschen wohl.

Evangelium


Falls die Kinder noch Lust haben, kann man auch noch die Dinge auf dem Plakat sammeln, die Jesus tut. (z. B: er hat Mitleid mit den Müden und Erschöpften, gibt den Aposteln die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben, Krankheiten und Leiden zu heilen; er schickt die Apostel zu den verlorenen Schafen ...)

Fürbitten


Schenke uns Menschen die Kraft, daß wir uns für Menschen einsetzen, die nicht frei leben können.

Schenke uns Menschen die Kraft, daß wir uns für Menschen einsetzen, die müde und erschöpft sind.

Schenke uns Menschen die Kraft, daß wir uns für Menschen einsetzen, die alt und krank sind.

Schenke uns Menschen die Kraft, daß wir uns für Menschen einsetzen, denen es nicht gut geht.

Publikation: Effata

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Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 11. Sonntag im Jahreskreis

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...