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Organisatorische Tipps zur Sternsingeraktion

Für die Durchführung der Sternsingeraktion braucht es einiges an Organisation und außerdem eine gute Unterstützung in der Pfarre! Meistens klappt es hervorragend, doch manchmal gibt es auch Probleme. Im Folgenden einige häufig auftretende Fragen und Anregungen für den passenden Umgang damit.

Ich habe zu wenig Sternsinger/innen!

  • Mundpropaganda: Kinder des Vorjahres bzw. deren Eltern ansprechen (per Telefon, e-mail oder SMS) und auch deren Freunde und Bekannte einladen.
  • Mitmach-Plakate aufhängen: Schaukästen der Pfarre, Geschäfte, Gemeindeamt, Schulen
  • Mitmach-Zettel für Kinder: Das Plakat/der Zettel kann auf www.sternsingen.at hausgedruckt werden und zur Bewerbung der Sternsingeraktion verwendet werden. Verteilen könnt ihr es in der Jungschar, bei den Gottesdiensten, der Adventkranz-Segnung, der Kindermette, in der Schule, ...
  • Brief an die Eltern: Info zum Organisatorischen und zum Sinn des Sternsingens – einen Briefvorschlag findet ihr auf www.sternsingen.at
  • Kurzartikel mit Foto oder Inserat: In der Pfarrzeitung und auf Pfarr-Homepage, in der Bezirks-Zeitung, auf der Homepage des Bezirks oder in Schüler/innen-Zeitungen und in den Messverlautbarungen
  • Bewerben der Sternsingeraktion in Schaukästen von Pfarre, Gemeindeamt, Schulen, …
  • Kooperation mit Volksschulen, Hauptschulen, Gymnasien: Besuch in den umliegenden Schulen, Infomaterial mitnehmen und Inhalte präsentieren. Ihr könnt auch Lehrer/innen (vor allem Religionslehrer/innen) auf Unterrichtsmaterialien zur Sternsingeraktion hinweisen
  • Besuch bei Kinder- und Jugendgruppen: Entweder in der Pfarre z.B. Jungschar, Ministranten/innen, Firmgruppen, Erstkommunions-Kinder,.. oder auch bei anderen Gruppen z.B. Pfadfinder/innen, Musikschulen, Kinderchöre, Sportvereine, Landjugend, Jungfeuerwehr, Kinderfreunde,…
  • Nach der Aktion: Wertschätzung für alle Beteiligten ausdrücken, z.B.: mit Hilfe des Dankgeschenkes, einer Dankes-Jause, Besuch des Danke-Kinos (für euch gratis!), Ausflug im Sommer,…
  • Bei den Nachbarpfarren anfragen, ob sie Teile des Pfarrgebietes übernehmen können (das gilt natürlich auch umgekehrt, wenn man selber zu viele Kinder hat und bei den Nachbarpfarren aushelfen könnte)

Ich habe zu wenig Begleitpersonen und Helfer/innen!

  • Die Begleitpersonen der Vorjahre kontaktieren
  • Andere Personen ansprechen wie z.B. Jungschar-Gruppenleiter/innen, Pfarrer, Kaplan, Pastoralassistent/in, ältere Ministrant/innen, Jugendliche der Pfarre, Eltern der Kinder, PGR-Mitglieder, Religionslehrer/innen und andere aktive Personen der Pfarre
  • Einladung in der Pfarrzeitung, in und nach der Messe, über Plakate, im Pfarrgemeinderat, bei Pfarrgruppen
  • Und übrigens: Alle wesentlichen Informationen, Hinweise und Tipps für die Begleitpersonen, damit diese über den Ablauf des Sternsingens informiert sind und kompetent Auskunft geben können, finden sich in der Begleitpersoneninfo (im Jungscharbüro bestellen).

In den Haushalten ist kaum jemand zu Hause!

  • An Werktagen zeitlich eher nachmittags gehen (zwischen 15:30 und 19:30)
  • Am Wochenende und an Feiertagen gleich in der Früh und ab dem späten Nachmittag
  • Am Wochenende und auch nach dem 6. Januar (viele Leute und auch Sternsingerkinder sind wieder vom Urlaub zurück)
  • Die Sternsinger-Zeiten auf Plakaten, im Pfarrbrief und in den Lokalmedien ankündigen
  • Auf Wunsch auch zu Familien kommen, die bei der normalen Sternsinger-Tour nicht zu Hause waren (vorher in Gottesdiensten, Pfarrzeitung, Lokalmedien bekannt machen)
  • In Geschäften, Einkaufszentren, Büros, und bei touristischen Orten sternsingen (bitte im Vorhinein fragen, ob man singen darf)
  • Bei öffentlichen Einrichtungen wie Amtsstuben, Polizeistation, Krankenhaus, Seniorenheim, Einrichtung für Menschen mit Behinderung,... (in Absprache mit der Leitung) sternsingen
  • Mit Jugendlichen oder Erwachsenen abends Sternsingen gehen (auf Lokaltour)
  • Den unbesetzten Haushalten Flugzettel und Erlagschein hinterlassen (außer dort wo „Bitte keine Werbung“ steht) und damit die Möglichkeit geben, informiert zu werden und zu spenden. Bei Wohnhäusern mit neuen Briefkästen können diese auch dort deponiert werden
  • An öffentlichen Plätzen (Einkaufszentren oder -straßen, Haupt- oder Kirchenplatz, Zugstation, an touristischen Orten, in Restaurants, …) sternsingen

Keiner weiß über den Sammelzweck Bescheid!

  • Inhaltliches Vorbereitungstreffen mit den Kindern und Begleitpersonen durchführen (Material aus dem Projekt gratis im Jungscharbüro ausborgen!)
  • Infos an alle Haushalte durch Übergabe des „Flugzettels“ (nicht dort, wo „Bitte keine Werbug“ steht!)
  • Artikel und Inserate über das Beispielprojekt in Pfarrblatt, auf der Pfarr-Homepage und in den lokalen Medien (Infos&Fotos auf www.sternsingen.at)
  • Das „Textplakat“ in Pfarrschaukästen, Geschäften, Schulen, auf dem Gemeindeamt,  an Litfasssäulen, im Café und Wirtshaus, usw. einsetzen (ausreichende Zahl könnt ihr im Jungscharbüro bestellen!)

Ein Teil der Spenden wird nicht für den vorgesehenen Spendenzweck, die Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion, verwendet!

Auf folgendes verweisen: Die Spender/innen geben ihren Beitrag in der Gewissheit, Projekte der Dreikönigsaktion zu unterstützen (siehe Unterlagen, bundesweite und regionale Medien). Dieser ausschließliche Verwendungszweck der Spenden wurde auch von den österreichischen Bischöfen bestätigt: „Alle Pfarren haben die anlässlich der Sternsingeraktion gesammelten Beträge an die Diözesanstellen einzusenden.“ Über die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, werden die Spenden entwicklungspolitisch sinnvoll eingesetzt!

Die Kreide hält nicht an den Türen!

Neben der weißen Kreide ist es ist es wichtig auch bunte Kreide (oder abwaschbare Filzstifte) bei den Hausbesuchen dabei zu haben, damit der Segen auch auf weißen Türstöcken sichtbar ist. Wenn niemand zu Hause und das C+M+B vom Vorjahr erhalten ist, bitte nur die Jahreszahl ausbessern und nicht den vollständigen Segensspruch! Zusätzlich gibt es auch Tafelfolie die auf die Türstöcke aufgeklebt werden kann.

Das Einkleiden und Umziehen ist so chaotisch!

Wenn es mehrere Gruppen gibt, ist es empfehlenswert, sie gestaffelt zum Anziehen einzuladen.
Das kann entweder in der Früh vor dem Sternsingen passieren oder auch an einem Extra-Termin. Der/die Einkleider/in (oder besser zwei) soll die Gesamtzahl der Sternsinger/innen kennen und auch wissen, wie groß die Kinder ungefähr sind, damit nicht zu viele Kinder mit zu großen oder zu kleinen Gewändern herumlaufen müssen. Erfahrene Einkleider/innen schaffen es oft auch gut die Kleiderlänge in letzter Minute noch anzupassen, z.B. durch Hinaufbinden mit Sicherheitsnadeln usw.

Damit es für die Kinder nicht zu lange wird…

  • Im ganzen Stockwerk anläuten: Wenn das Wohnhaus es zulässt, empfiehlt sich gleichzeitig bei allen Wohnungen anzuläuten und somit für den ganzen Gang zu singen. Auch wenn der Gang mehrere Ecken hat, kann dies, mit vorheriger Ankündigung, z.B. durch die Begleitperson, gut funktionieren.
  • Gegen Hunger & Durst gewappnet sein: Ihr könnt eine Art „Versorgungsdienst“ einrichten. Hierzu zweierlei Ideen: Entweder ihr bittet in der Pfarre jemanden nach einer Weile die Gruppe mit Tee, Keksen, Broten, weiteren Flugzetteln und Erlagscheinen usw. zu besuchen (vielleicht mit dem Fahhrad, so ist man flexibel und „abrufbereit“ wenn die Müdigkeit grad ganz groß ist) und die Gruppe so aufzumuntern. Oder ihr ladet euch im Vorhinein schon in eine Wohnung zu Tee und Kuchen ein, die in der Mitte des Gebietes liegt (bzw. plant ihr die Route so, dass ihr zu einem günstigen Zeitpunkt zu dieser Familie kommt und dort die geplante Pause habt).
  • Achtet auf eine gerechte und angenehme Gebietseinteilung: Tendenziell ertragreiche Gegenden und Gebiete, wo viele bekannte Gesichter oder Pfarrangehörige wohnen, machen den Sternsinger/innen meist mehr Spaß. Darum können solche Orte auch nach Straßenzügen zwischen mehreren Gruppen aufgeteilt werden.

Was können jugendliche oder erwachsene Sternsinger/innen tun?

  • Eine Abendtour durch die Lokale und Restaurants (vorher nachfragen ob ein Auftritt gewünscht ist, vor Ort könnt ihr auch Infozettel verteilen)
  • Abendtour bei Einrichtungen, in denen Menschen abends Dienst haben, z.B. Feuerwehr, Rettung, Polizeistation
  • An öffentlichen Plätzen, siehe oben (das ist für Kinder oft zu anstrengend)
  • Bei zu wenig Kindern statt den Kindergruppen gehen, um das Pfarrgebiet abzudecken

Damit die Sternsinger/innen und Begleitpersonen angemessenen Dank bekommen:

  • Besonderen Dank am Ende der Sternsinger-Messe einplanen
  • „Danke-Geschenk“ für jedes Kind (für euch gratis zu bestellen im Jungschar-Büro)
  • Organisation eines Spielnachmittags, einer Sternsinger-Jause, eines Palatschinkenessens, einer Abenteuernacht für alle Sternsinger/innen
  • Foto der Sternsinger-Gruppe/n (als persönliches Geschenk und/oder auf einer Wandzeitung)
  • Veröffentlichung des Ergebnisses mit Dank an alle Beteiligten im Pfarrbrief
  • Sternsinger-Ausflug o.ä. erst im Sommer oder im Herbst
  • Am „Danke-Kino“ des Jungscharbüros teilnehmen (Anmeldung im Jungscharbüro)

Wann sind die besten Zeiten?

An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit erreichen wir die meisten Menschen zu Hause? Wann sind die Leute von der Arbeit bzw. vom Freizeitprogramm oder vom Urlaub wieder zurück? Das kann jedes Jahr (wegen der Feiertage) und in jeder Pfarre anders sein, deswegen vorher die Zeiten für das Sternsingen gut überlegen und Erfahrungen der Vorjahre einbeziehen.

Tipps aus den Pfarren:

  • Am Wochenende nach dem 6. Jänner (liturgisch erlaubt!)
  • Vormittags eher Büros, Geschäfte, Bahnhof, Arztpraxen … und nachmittags dann die Häuser
  • Abends mit älteren Kindern und Jugendlichen
  • Bei Abwesenheit die Möglichkeit Sternsinggruppe zu bestellen (Telefon-Hotline)
  • Zeiten ankündigen: Sternsingplakat mit Leerfeld, Pfarrbrief, „Schwarze Bretter“ in Häusern, Lokalmedien

Niemand zu Hause?

Dann bitte Flugzettel mit Erlagschein - wenn vorhanden auch Segensspruch zum Aufkleben – im Postkasten hinterlegen (nicht in Postkästen, wo ein „Bitte keine Werbung“ Pickerl drauf ist). Bitte die Materialien nicht vor die Türe legen, das kann Einbrecher/innen verraten, dass Menschen nicht da sind!
Bei der Abendtour haben Jugendliche und/oder Erwachsene in Lokalen und Restaurants viel Spaß: Musik abdrehen lassen, Lied/Lieder (Instrumente vorteilhaft) und Sprüche präsentieren, Flugzettel verteilen und absammeln (mit mehreren Kassen).

Auf welchen Routen und Orten?

Die Einteilung der Routen ist manchmal eine Tüftelei, vor allem wenn neue Siedlungsgebiete dazu kommen oder Pfarren zusammengelegt werden. Überleg die Routen schon im Vorfeld und bitte auch Stationen für Pausen und Verpflegung einplanen.

Immer mehr Pfarren bringen den Segen auch zu den Menschen, die gerade unterwegs sind:

  • Geschäfte, Einkaufsstraßen, Wochenmarkt
  • Cafés und Gasthäuser
  • Firmen, Büros, Fabriken
  • Krankenhaus, Seniorenheim, Sozialeinrichtungen
  • Gemeindeamt, Feuerwehr, Rettung, Polizeistation
  • Bus- oder Zughaltestellen

Eine neue Idee ist auch das „Platzsingen“:

  • Einkaufszentren, Hof in Wohnanlagen, Bahnhof, Flughafen, Haupt- oder Kirchenplatz
  • Bei Veranstaltungen in der Region (z.B. Konzert, Fest …)
  • Dauert länger, einige Lieder, mehrere Sternsinger/innen, Instrumente vorteilhaft
  • Mit Infostand, Tee und Keksen, …
  • Eine Pfarre hat auch schon einmal ein echtes Lama als Attraktion dabei gehabt
  • Auch hier ist eine Bewerbung mit Angabe von Ort und Zeit hilfreich

„Sternsingen? Was ist das?“

Sternsingen in Tourismusregionen

  • Besuch in Hotels oder Pensionen in der Früh oder am Abend
  • Besuch von öffentlichen Tourismusattraktionen (etwa Stephansplatz oder Schönbrunn)
  • Abendtour durch die Lokale und Restaurants
  • Zur Info: Sternsing-Flugzettel und fremdsprachige Kurzinfos (auf www.sternsingen.at)

Sternsingen bei Menschen mit Migrationshintergrund

Die Segenswünsche für das neue Jahr werden oft auch Menschen überbracht, die einen anderen religiösen und kulturellen Hintergrund haben - in Wohnungen, Geschäften, Kulturvereinen. Um das Sternsingen zu erklären, gibt es auf www.sternsingen.at eine Kurzinfo als Kopiervorlage (A5, in 8 Sprachen). Auf der „Checkliste für Begleitpersonen“ sind auch drei informative Sätze angeführt.

Anerkennung des Einsatzes

Es ist für alle Kinder, Jugendlichen und  Erwachsenen sehr wichtig, dass ihr tolles Engagement für die Mitmenschen im Globalen Süden gewürdigt wird. Dies kann natürlich durch materielle Aufmerksamkeiten erfolgen, wie etwa dem Danke-Geschenk aus fairem Handel (Bestellung im Jungscharbüro) oder durch ein gerechtes Aufteilen der ersungenen Süßigkeiten.

Ein Danke kann aber auch auf immaterielle Art und Weise passieren und das kann besonders toll sein! Sagt DANKE und zwar laut und oft: in der Sternsinger/innen Messe, im Pfarrblatt, an öffentlichen Orten. Zeigt auch, was die Kinder durch ihr Engagement alles bewirken können: schaut euch gemeinsam einen Film über ein Projekt der DKA an. Oder macht zusammen einen Ausflug, ein Picknick oder ein Lagerfeuer! Natürlich bietet sich auch ein Besuch des Danke Kinos an. Für die Gruppenleiter/innen und allen Helfer/innen gibt es den Danke Cocktail. Gemeinsame Zeit ist ein sehr tolles Geschenk!

Mehr Infos, einen Zeitplan zur Organisation der Sternsingeraktion, Materialien zur Vorbereitung mit den Sternsinger/innen und Hilfsmittel findest du auf www.sternsingen.at!

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