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Das wichtigste Gesetz

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Hintergrund

Die Liebe ist das größte Gebot und soll Grundlage unseres Handelns sein. In diesem Gottesdienst wird darüber nachgedacht, wie dieses Handeln konkret aussieht.

Material

  • ein großes Herz das in mehrere Teile zerschnitten wurde
  • ein Plakat
  • Stifte

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir wegen des Zusammenhangs zum Evangelium jene aus dem Alten Testament.#

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung und Schuldbekenntnis
  • Gloria
  • Vor dem Evangelium
  • Verkündigung
  • Gabenbereitung
  • Gebet um Frieden

 

Bibelstellen

1. Lesung: Ex 22,20-26

So spricht der Herr: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören. Mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden. Leihst du einem aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld, dann sollst du dich gegen ihn nicht wie ein Wucherer benehmen. Ihr sollt von ihm keinen Wucherzins fordern. Nimmst du von einem Mitbürger den Mantel zum Pfand, dann sollst du ihn bis Sonnenuntergang zurückgeben; denn es ist seine einzige Decke, der Mantel, mit dem er seinen bloßen Leib bedeckt. Worin soll er sonst schlafen? Wenn er zu mir schreit, höre ich es, denn ich habe Mitleid.

2. Lesung: 1 Thess 1,5c-10

Brüder und Schwestern! Ihr wisst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen. Und ihr seid unserem Beispiel gefolgt und dem des Herrn; ihr habt das Wort trotz großer Bedrängnis mit der Freude aufgenommen, die der Heilige Geist gibt. So wurdet ihr ein Vorbild für alle Gläubigen in Mazedonien und in Achaia. Von euch aus ist das Wort des Herrn aber nicht nur nach Mazedonien und Achaia gedrungen, sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, sodass wir darüber nichts mehr zu sagen brauchen. Denn man erzählt sich überall, welche Aufnahme wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn vom Himmel her zu erwarten, Jesus, den er von den Toten auferweckt hat und der uns dem kommenden Gericht Gottes entreißt.

Evangelium: Mt 22,34-40

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Hintergrund Evangelium:

Zusammenhang


Das Lehrgespräch über die Hauptgebote stellt Matthäus in einen Zusammenhang mit anderen Gesprächen. So wird vorher die Auseinandersetzung mit den Pharisäern über die Steuerfrage ("Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen?") und die mit den Sadduzäern über die Auferstehung der Toten dargestellt. Jesus bringt die letzteren zum Schweigen, woran Matthäus anknüpft und wieder die Pharisäer auftreten lässt. Wir dürfen aus diesem Satz auch ihre Befriedigung heraushören, dass Jesus gegen ihre Gegner "gewonnen" hat. Sie ihrerseits wollen jetzt Jesus "hereinlegen".

Die Auseinandersetzung


Hierin unterscheidet sich Matthäus von den parallelen Berichten bei Markus und Lukas. Er kann sich nicht mehr vorstellen, dass ein jüdischer Schriftgelehrter in ehrlicher Absicht fragt. Seine Gemeinde steht in einem kritischen Dialog über die Geltung und den Stellenwert des Gesetzes. Doch seit den Zeiten Jesu haben sich die Fronten verhärtet. Der Dialog ist zu einer Auseinandersetzung geworden, bei der es nicht mehr darum geht, in offener Rede und Gegenrede eine Verständigung zu suchen. Vielmehr hat die Gemeinde die Erfahrung gemacht, dass in den Fragen ihrer Gegner die Herausforderung und das "aufs Glatteis führen" dominieren. Dies spiegelt sich in den Darstellungen des Matthäus wider.

Hauptgebote


Jesus beantwortet die Frage nach dem größten Gebot mit zwei Zitaten aus dem Alten Testament, aus Deuteronomium 6,5 und Leviticus 19,18. Ausdrücklich setzt er das Gebot der Nächstenliebe dem der Gottesliebe gleich. Gottesliebe und Nächstenliebe können nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie gehören unteilbar zusammen, weil Gott auf der Seite seiner Kinder steht. Wir können es auch so verstehen: Der Weg zu Gott führt über den Menschen. Der Mensch ist von Gott zum Ort erwählt, an dem er sich erfahren lässt.

Liebe, nicht Gesetze


An diesem Hauptgebot hängt das ganze Gesetz. Damit betont Matthäus wieder den Gegensatz zum Verständnis der Pharisäer. Nicht in der Beobachtung und gesetzlichen Befolgung einzelner Gebote, sondern in der das ganze Leben umfassenden Haltung und Tat der Nächstenliebe wird das Gesetz erfüllt. Das ist der Weg Jesu. Das soll die Mitte der Gemeinde und unseres Lebens sein.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einleitung und Schuldbekenntnis


Der Priester erklärt den Kindern, dass wir in diesem Gottesdienst besonders an die beiden wichtigsten Gebote denken wollen. Er fragt sie, ob sie wissen, welche das sind. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den anderen Menschen sind gleich wichtig. Eines geht nicht ohne das andere. Ich kann nicht sagen, ich habe Gott lieb, aber die Menschen sind mir egal. Und wenn ich anderen Menschen etwas Liebes tun möchte, dann ist es gut, darüber nachzudenken, was uns Jesus gesagt hat. Es heißt auch: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Darum wollen wir zu Beginn dieses Gottesdienstes über uns selbst nachdenken. Es gibt sicher viel, das nicht so leicht war in der vergangenen Woche, vielleicht auch etwas, das wir falsch gemacht haben oder bereuen. Dafür wollen wir um Verzeihung bitten.

Jesus Christus, es tut uns leid, dass wir zu anderen manchmal nicht sehr nett waren und ihnen wehgetan haben.
Herr, erbarme dich.

Jesus Christus, es tut uns leid, dass es uns nicht immer gelungen ist, auf andere Rücksicht zu nehmen, sondern dass wir nur auf unseren Vorteil geschaut haben.
Christus, erbarme dich.

Jesus Christus, es tut uns leid, dass wir schadenfroh waren und über andere gelacht haben.
Herr, erbarme dich.

Gloria


Wir machen zwar sicherlich öfter etwas falsch, aber wir haben auch die Fähigkeit, etwas Gutes zu tun. Jeder von uns hat seine guten Seiten. Einer kann zum Beispiel andere zum Lachen bringen, und ein anderer kann gut zeichnen. Was sind denn eure besonderen guten Seiten? (Die Kinder können davon nennen, was ihnen einfällt.) Nur Gott ist ganz gut und unsere guten Seiten bringen uns Gott näher. Gott zu loben heißt darum auch, sich über seine guten Seiten zu freuen. Darum soll man ja ein Loblied auch froh singen. Das wollen wir jetzt auch gemeinsam tun.
(Ein entsprechendes Gloria-Lied soll ausgewählt werden.)

Vor dem Evangelium


In der Lesung haben wir von einigen Geboten gehört, die man befolgen soll: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen, du sollst dich nicht wie ein Wucherer benehmen, ein Pfand sollst du bald wieder zurückgeben.
Das klingt ja ganz klar und verständlich, aber oft ist es gar nicht so leicht zu wissen, was man jetzt tun soll.

Verkündigung


Es gibt eine ganze Menge Dinge, die wir bei allem, was wir tun, beachten sollten: zum Beispiel, dass wir niemanden anlügen, dass wir niemandem etwas wegnehmen, niemandem schaden usw. Aber bei all dem dürfen wir das wichtigste Gebot nicht vergessen: zu lieben. Darauf zu achten, bedeutet, nicht bloß alle Vorschriften stur zu erfüllen, sondern immer selber nachzudenken: Was ist jetzt am wichtigsten? Was soll ich jetzt tun? Wo braucht mich ein anderer jetzt am meisten? Aber auch: Was ist für mich jetzt gut? Denn es heißt ja: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Darum sollen wir auch auf uns selbst schauen.

Die Kinder sammeln sich in einem geeigneten Teil der Kirche. Dort ist ein großes Herz vorbereitet, das in mehrere Teile zerschnitten wurde. Jedes Kind bekommt nun einen Teil und gemeinsam wird überlegt, was tut mir gut, was tut anderen gut? Nach einem Gespräch zwischen den Kindern und den betreuenden Jugendlichen oder Erwachsenen können die Kinder das, was ihnen am Wichtigsten erschien, auf ihren Herz-Puzzleteil draufschreiben oder zeichnen. Gemeinsam wird dann das Herz zusammengesetzt und auf ein Plakat geklebt.
Für die Erwachsenen könnte die Verkündigung noch einige Gedanken mehr beinhalten, etwa, dass bei jeder Vorschrift, jedem Gebot der Sinn hinter dem Buchstaben gesucht werden muss und dass man gemäß dem Sinn und nicht dem Buchstaben handeln soll. Das Grundprinzip der Liebe steht über allen Geboten, es ist das höhere Prinzip. Lieben ist nicht bloß ein sich Hingeben oder Aufopfern für andere, sondern beinhaltet ein Nachdenken: Was braucht der/die andere von mir? Kann ich ihm/ihr das geben? Widerspricht das, was von mir verlangt wird, auch nicht meinen Grundsätzen? Denn auch wenn die Liebe das Grundprinzip meines Handelns ist, dürfen in ihrem Namen nicht Dinge gefordert werden, die meinen Vorstellungen von Miteinander, von Freiheit und Gerechtigkeit zuwiderlaufen.

Gabenbereitung


Gemeinsam mit Brot und Wein wird in der Gabenprozession das Plakat mit dem Herz zum Altar getragen und vor den Altar gelegt. Ein paar Kinder können von dem Gespräch erzählen oder ein paar Dinge, die auf dem Herzen zu sehen sind, vorlesen.

Priester: Wir feiern nun gemeinsam Eucharistie. Dieses Herz soll uns daran erinnern, dass wir eine Gemeinschaft sind — alle gemeinsam mit Jesus in unserer Mitte. Wir schauen aufeinander und wir schauen auf uns selbst, beides ist wichtig, um gut Leben zu können.

Gebet um Frieden


Guter Gott, es gibt keinen Frieden ohne die Liebe.
Das wäre ein Nebeneinander statt ein Miteinander.
Lieben heißt aber nicht nur nichts tun, was dem anderen schadet.
Es heißt auch: tun, was dem anderen nützt.
Der Friede kommt nicht von selbst.
Er ist nicht da, wenn wir ohne nachzudenken Vorschriften erfüllen.
Frieden müssen wir machen. Frieden wollen wir schließen.
Dieser Friede des Herrn sei allezeit mit euch.

Publikation: effata

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Lesejahr: A

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