• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Modellsuche

Textsuche:

Alter deiner Kinder:
von bis

Aufwand:

Schlagwort

Kategorien
Ausflug
Basteltipps
Bausteine
Gruppenstunde
Lager
Messmodelle
Spiele

0

 

Bringt die Früchte

Messmodelle

Hintergrund

Im Gleichnis von den bösen Winzern wird klar gesagt, dass Gott von denjenigen, die in seinem Weinberg arbeiten wollen, auch verlangt, dass sie Früchte hervorbringen. In diesem Gottesdienst überlegen wir miteinander, was diese Aussage für uns heißen kann.

Material

  • Korb mit Weintrauben aus Papier
  • Plakat mit dem großen Weinberg

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir wegen des Zusammenhangs zum Evangelium jene aus dem Alten Testament.

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Beginn
  • Verkündigung
  • Gabenbereitung
  • Dankgebet

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 5,1-7

Ich will ein Lied singen von meinem geliebten Freund, ein Lied vom Weinberg meines Liebsten. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe. Er grub ihn um und entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit den edelsten Reben. Er baute mitten darin einen Turm und hieb eine Kelter darin aus. Dann hoffte er, dass der Weinberg süße Trauben brächte, doch er brachte nur saure Beeren. Nun sprecht das Urteil, Jerusalems Bürger und ihr Männer von Juda, im Streit zwischen mir und dem Weinberg! Was konnte ich noch für meinen Weinberg tun, das ich nicht für ihn tat? Warum hoffte ich denn auf süße Trauben? Warum brachte er nur saure Beeren? Jetzt aber will ich euch kundtun, was ich mit meinem Weinberg mache: Ich entferne seine schützende Hecke; so wird er zur Weide. Seine Mauer reiße ich ein; dann wird er zertrampelt. Zu Ödland will ich ihn machen. Man soll seine Reben nicht schneiden und soll ihn nicht hacken; Dornen und Disteln werden dort wuchern. Ich verbiete den Wolken, ihm Regen zu spenden. Ja, der Weinberg des Herrn der Heere ist das Haus Israel, und die Männer von Juda sind die Reben, die er zu seiner Freude gepflanzt hat. Er hoffte auf Rechtsspruch — doch siehe da: Rechtsbruch, und auf Gerechtigkeit — doch siehe da: der Rechtlose schreit.

2. Lesung: Phil 4,6-9

Brüder und Schwestern! Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. Schließlich, Brüder und Schwestern: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Evangelium: Mt 21,33-44

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den anderen brachten sie um, einen dritten steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.

Hintergrund Evangelium:

Situation


Jesus sitzt gerade im Tempel und spricht mit einigen Hohepriestern und Ältesten des Volkes. Das Gespräch dürfte nicht ohne Spannungen verlaufen, denn zuvor wollten die Gesprächspartner Jesus eine Falle stellen, indem sie ihn nach seiner Vollmacht fragten. Jesus erzählt daraufhin das Gleichnis von den beiden Söhnen und danach das von den bösen Winzern. Dieses ist eine Steigerung gegenüber jenem. Es greift in seiner Aussage auch noch einmal auf die erste Gesprächssituation zurück. Verweigerte Jesus dort die Antwort auf die Frage nach seiner Vollmacht, so bietet das Winzergleichnis doch noch eine Auskunft darüber. Es sagt deutlich: Jesus ist als Sohn der legitime Erbe von Gottes Eigentum.

Gutsbesitzer


Matthäus stellt als eine Hauptfigur des Gleichnisses einen Gutsbesitzer vor. Nach den folgenden Informationen können wir schließen, dass er dabei einen reichen Großgrundbesitzer im Auge hat, der selber zum Teil im Ausland lebt und seine Güter entweder verpachtet oder einem Verwalter anvertraut. Ein Mensch dieses Standes gehört zur Spitze der palästinischen Sozialpyramide. Für die Hörer/innen dieses Gleichnisses, die Angehörigen der matthäischen Gemeinde, besteht kein Zweifel, dass sie an Gott als den Herrn des Hauses Israel denken sollen.

Anspielung auf Jesaja


Im ersten Vers wird auf einen Abschnitt des Buches Jesaja angespielt (Jes 5,2): "... der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm." Eine Kelter ist ein aus dem Felsen gehauener Steintrog. Bei dem Turm dürfte es sich um einen Wachturm handeln. Diese Anspielung weist auch darauf hin, dass weitere Passagen des Gleichnisses Assoziationen zum Alten Testament hervorrufen sollen. So denkt Matthäus beim Nennen der Knechte (bei Markus wird nur ein Knecht geschickt) an die Propheten des Volkes Israel, die ja auch von den Leuten, zu denen sie sprachen, oft nicht anerkannt wurden.

Pächter


Im Palästina der Zeit Jesu wird zwischen zwei Gruppen von Pächtern unterschieden, wobei die Kleinpacht am weitesten verbreitet ist. Verpachtet werden kleine, manchmal kleinste Bodenflächen. Man liest sogar von Verpachtung einzelner Bäume ohne den dazugehörigen Boden. Häufig kommt auch vor, dass man ein Feld mehreren zur Bewirtschaftung überlässt. Der Pächter ist ein sogenannter "Aris", ein verarmter Bauer, der nichts als seine Arbeitskraft besitzt. Von den erwirtschafteten Materialien muss er in der Regel etwa zwei Drittel dem Eigentümer überlassen. Um so ein Pachtverhältnis dürfte es sich in diesem Gleichnis handeln. Gemeinsam bewirtschaften die Winzer einen offensichtlich mit allerlei Fruchtbäumen bestandenen Weinberg eines im Ausland lebenden Großgrundbesitzers.

Knechte und Sohn


Matthäus schildert das Schicksal der Knechte sehr ausführlich. Der eine wird geschlagen (wörtlich: geschunden), ein anderer getötet und ein anderer gesteinigt. Die Pächter fügen den Knechten all das zu, was schon immer — im Verständnis des Matthäus — das Schicksal der Propheten Israels war. Beim zweiten Mal schickt der Besitzer mehr Knechte als beim ersten Mal. Er will seinen Anteil unbedingt bekommen. Doch diese Knechte erleiden ein ähnliches Schicksal. Zuletzt aber schickt er seinen Sohn. Aus dem griechischen Text ist zu erkennen, dass es dabei um die "endgültige Sendung", um den letzten, alles bestimmenden Versuch geht. Der Besitzer erwartet, dass die Knechte vor dem Sohn mehr Achtung haben und sich beschämt fühlen werden. Doch auch der Sohn wird von den Winzern umgebracht. An dieser Stelle ist für die Zuhörer/innen vollends klar: Das Gleichnis spricht von Gott, vom Schicksal der Propheten und von der Sendung des Sohnes Gottes.

Verantwortung gegenüber dem Erben


Der Herr des Weinbergs kehrt zurück. Was wird er tun? Jesus lässt diese Frage von den Zuhörer/innen selbst beantworten. Sie sprechen also selbst ein Urteil über ihr im Gleichnis angesprochenes Verhalten aus. Der Weinberg wird neu verpachtet, aber an andere Winzer. Matthäus spielt wohl kaum auf einen "neuen Bund mit anderen Winzern" an.
Das Anders-Sein der Pächter besteht darin, dass sie die Früchte verantwortungsbewusst zur rechten Zeit an den Eigentümer des Weinbergs abliefern.

Eckstein


Der weitere Text spricht nun bildhaft von einem Stein, den die Bauleute geringachten, als bedeutungslos übersehen. Gerade diesen hat Gott aber zum Schlussstein ausersehen, dem eine hervorragende Funktion zukommt. Möglicherweise soll in diesem Zitat auch ein Wortspiel des Hebräischen ausgedrückt werden; denn das hebräische Wort für "Sohn" klingt ähnlich wie das Wort für "Stein".

Aktualität für die Gemeinde


Matthäus will seiner Gemeinde ihre Verantwortung aufzeigen, die darin besteht, dass sie wesentliche Mitarbeiter/innen im Reich Gottes sind. Entscheidend ist dabei die Aussicht auf die Zukunft. Denn — im Bild des Gleichnisses — der Gemeinde ist der Weinberg wohl übergeben worden, er kann ihr aber auch wieder weggenommen werden. Erst im Fruchtbringen, das heißt im Tun des Willens des Vaters, erweist sich die Gemeinde als legitimer Verwalter des anvertrauten Erbes. Allein einen Glauben zu haben, genügt nicht, jede Berufung muss immer wieder in der konkreten Tat legitimiert werden.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Beginn


Beim Eingang der Kirche steht ein Korb mit Weintrauben aus Papier. Die Kinder und die Erwachsenen dürfen sich aus dem Korb, wenn sie in die Kirche kommen, eine Papierweintraube herausnehmen. Ein/e Erwachsene/r oder Jugendliche/r steht dabei, begrüßt sie und sagt ihnen, dass sie die Weintrauben später noch brauchen werden.

Verkündigung


Ihr habt heute beim Eingang etwas bekommen, das mit dem Evangelium zu tun hat. Wer errät es? (Antworten der Kinder werden abgewartet.) Genau! Im Evangelium geht es darum, Früchte zu bringen — ihr habt Früchte bekommen.

Der Gutsbesitzer im Gleichnis lässt seinen Weinberg von Bauern bearbeiten. Weil der Weinberg nicht den Arbeitern gehört, müssen sie einen Teil der Früchte dem Besitzer abliefern. Sie wollen das aber nicht tun. Ja, sie ermorden sogar einige Menschen, um selbst in den Besitz des Weinberges zu kommen. Am Ende wird ihnen der Weinberg aber doch weggenommen.

Was soll das jetzt heißen? (Die Vergleiche könnten ausgeschrieben auf eine Pinnwand geheftet werden.) Der Gutsbesitzer ist der liebe Gott. Die Knechte, die er schickt, sind die Propheten. Wer ist dann der Sohn? Jetzt verstehen wir vielleicht auch, warum die Propheten beim Volk Israel nicht gerade beliebt waren. Sie haben gefordert: Bringt gute Früchte hervor. Gott hat euch euer Leben und diese Welt gegeben, und ihr sollt ihm zeigen, was ihr Gutes daraus macht. Doch wenige haben auf sie gehört. Darum hat Gott seinen Sohn, Jesus, geschickt. Er hat sich gedacht: Auf ihn werden die Menschen hören. Aber damals hörten viele Menschen auch nicht auf Jesus.

Der liebe Gott gibt uns vieles, das wir mit dem Weinberg vergleichen können. Er gibt uns diese Erde, er gibt uns einen Mund zum Sprechen und Ohren zum Hören, er gibt uns die Fähigkeit, uns zu freuen und mit jemandem traurig zu sein, zu singen und zu denken. Aber er will auch, dass wir gute Früchte hervorbringen und sie ihm zeigen.

Alle, die den Gottesdienst mitfeiern, werden nun gebeten, sich in kleine Gruppen zu teilen. Jede Gruppe bekommt ein Plakat, auf dem ein Weinstock aufgezeichnet ist. In den Kleingruppen sollen sich nun alle überlegen, welche "Weintrauben" ihr Weinstock trägt, das heißt, welche Fähigkeiten ihnen gegeben sind und welche Früchte daraus entstehen. Das Ergebnis wird dann allen anderen vorgestellt. Die einen werden vielleicht ein Lied vorsingen, andere werden etwas vorspielen, eine dritte Gruppe wird einfach erzählen, was sie sich überlegt hat. Wenn eine Gruppe ihr Ergebnis vorstellt, hängt sie ihren Weinstock, der nun einen Namen hat, auf ein großes Plakat, sodass wir am Schluss einen großen Weinberg haben.

Nun haben wir gesehen, was wir mit verschiedenen Weinstöcken tun können. Vielleicht gelingt es uns hin und wieder, wirklich gute Früchte aus dem, was wir können, hervorzubringen. Wir wollen versuchen, uns die Geschichte mit dem Weinberg zu merken, nicht nur im Gottesdienst, auch außerhalb dieser Kirche.

Gabenbereitung


Das Plakat mit dem großen Weinberg wird zum Altar getragen. Dazu formuliert der Priester noch einmal die Ergebnisse aus den Gruppen.

Dann spricht er:
Guter Gott, wir bringen dir die Früchte des Weinbergs, den du uns gegeben hast. Wir bringen auch Brot und Wein zum Altar und wollen gemeinsam nun das Mahl halten, zu dem du uns gerufen hast.

Dankgebet


Guter Gott,
wir danken dir dafür, dass du uns gibst, was wir zum Leben brauchen.
Wir danken dir dafür, dass du uns ermutigst, gute Früchte aus dem hervorzubringen, was du uns gibst.
Wir danken dir dafür, dass wir hier gemeinsam das Mahl halten können und dass du immer bei uns bist.
Bitte hilf uns, wenn wir bei unserem Bemühen um gute Früchte manchmal zu schwach sind, wenn wir nicht mehr können, wenn uns der Atem ausgeht.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen.

Publikation: effata

Share |

 

Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : 27. Sonntag im Jahreskreis

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...