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Bemüht euch mit allen Kräften

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Hintergrund

Der zentrale Satz des heutigen Evangeliums, mit dem wir uns in diesem Gottesdienst beschäftigen, ist: Bemüht euch mit allen Kräften durch die enge Tür zu gelangen." Dabei überlegen wir uns, welche Kräfte wir haben und wie wir sie einsetzen können.

Material

  • 2 Tische
  • dicker Karton beschriftet (siehe unten)
  • A3-Papier beschriftet (siehe unten)

Aufbau

Die gestalteten Elemente dazu sind:

  • Einstieg zum Evangelium
  • Predigt
  • Fürbitten
  • Präfation

Die zweite Lesung sollte in einem Kindergottesdienst nicht gelesen werden, da es für Kinder sehr schwer zu verstehen ist, warum Gott, unser liebender Vater "den, den er liebt, züchtigt, und den Sohn, den er gern hat, mit der Rute schlägt."

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 66,18-21

So spricht der Herr: Ich kenne ihre Taten und ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Stämme zu versammeln. Sie werden kommen und meine Herrlichkeit schauen. Ich stelle unter ihnen ein Zeichen auf und sende einige Gerettete zu den Völkern, nach Tarschisch, Pul und Lud, Meschech und Rosch, Tubal und Jawan und zu den fernen Inseln, die nichts von mir gehört und meine Herrlichkeit noch nicht geschaut haben. Sie sollen meine Herrlichkeit unter den Völkern verkünden. Sie werden alle eure Brüder aus allen Völkern herbeibringen als Opfergabe für den Herrn, auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Dromedaren. Sie werden sie zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem bringen, spricht der Herr, wie die Israeliten ihre Opfergabe in reinen Gefäßen zum Haus des Herrn bringen. Auch aus ihnen will ich Priester und Leviten nehmen, spricht der Herr.

2. Lesung: Hebr 12,5-7.11-13

Ihr habt die Mahnung vergessen, die euch als Söhne anredet: Mein Sohn, mißachte nicht die Zucht des Herrn, verzage nicht, wenn er dich zurechtweist. Denn der Herr züchtigt den, den er liebt; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er annimmt. In der Züchtigung haltet aus! Gott begegnet euch als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? Jede Züchtigung scheint zwar für den Augenblick nicht Freude, sondern Schmerz zu bringen; später aber schenkt sie denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht den Frieden, die Gerechtigkeit. Darum richtet die erschlafften Hände und die lahmen Knie wieder auf und schafft gerade Wege für eure Füße, damit das Lahme sich nicht ausrenkt, sondern geheilt wird!

Evangelium: Lk 13,22-30

Jesus zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. So setzte er die Reise nach Jerusalem fort. Da fragte ihn einer: Herr, werden nur wenige gerettet? Er sagte zu ihnen: Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen; denn ich sage euch: Viele werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt, dann steht ihr draußen, klopft an die Tür und ruft: Herr, mach uns auf! Er aber wird euch antworten: Ich weiß nicht, woher ihr seid. Weg von mir, ihr seid alle Verbrecher! Ihr aber werdet heulen und mit den Zähnen knirschen, wenn ihr seht, daß Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes sind, ihr selber aber ausgeschlossen seid. Dann werden sie von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen. Ja, es gibt Letzte, die Erste sein werden, und es gibt Erste, die Letzte sein werden.

Hintergrund Evangelium:

Wer wird gerettet?


Jesus zieht durch Dörfer und Städte - die Namen spielen keine Rolle - auf Jerusalem zu. Er wird dabei gefragt, ob es nur wenige sind, die gerettet werden. Der Frager geht dabei von der Annahme aus, daß das Reich Gottes nur für die Juden bestimmt ist und die Heiden davon ausgeschlossen seien.

Die Tür


Im Gleichnis von der zuerst noch engen und dann bereits durch den Hausherrn geschlossenen Tür geht es um das Kommen ins Reich Gottes. Niemand kommt automatisch in dieses Reich Gottes, sondern der Zugang winkt nur denen als Lohn, die zuvor gekämpft haben. Nur das Leben allein in einer christlichen Kultur ist zuwenig. Denn wer in einer christlichen Gemeinschaft lebt, braucht deswegen noch lange kein Christ zu sein. Jesus beantwortet die Frage aber nicht, sondern ruft zu entschiedenem Handeln auf. Man muß kämpfen, um durch die enge Tür zum Reich Gottes Zutritt zu haben. Beim Festmahl verschließt der Hausherr selbst die Tür. Allein die Teilnahme am Mahl und der damit verbundenen Verküdigung sind zu wenig als Berechtigung zum Eintritt ins Reich Gottes.

Zusammenhang


Im Unterschied zu Matthäus und Markus sagt Lukas im Schlußsatz "Manche von den Letzten werden die Ersten sein und manche von den Ersten werden die Letzten sein." Damit ist aber auch gesagt, daß die Verworfenen nicht mit den Juden und die Zugelassenen nicht mit den Heiden schlechthin identisch sind. Die aus allen vier Himmelsrichtungen kommenden sind solche, die in der ganzen "Heidenwelt" gerecht gelebt haben. Lukas wählt hier einen versöhnlichen Stil, um nicht wieder die Menschen in zwei vorbestimmte Gruppen einzuteilen. Die Trennungslinie verläuft zwischen denen, die Unrecht taten und denen, die die Anstrengung der gerechten Lebensführung auf sich genommen haben. Sie werden die Ersten sein! Wichtig ist, daß man sich mit all seinen Fähigkeiten bemüht, schon jetzt das Reich Gottes zu verwirklichen.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einstieg zum Evangelium


Bevor wir das Evangelium hören, hören wir uns das Lied "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind" an.

Auch im Evangelium geht es darum, wer in den Himmel kommt, und Jesus gibt eine Antwort darauf. Sagt diese Antwort dasselbe aus wie das Lied?

Predigt


Wir überlegen uns, wo der Unterschied zwischen dem Lied, das wir vor dem Evangelium gehört haben, und der Antwort von Jesus ist.

Um das Bild von der engen Tür, durch die nicht alle hindurch kommen, besser verstehen zu können, schauen wir uns ein Spiel an.

Spiel: Mit zwei Tischen wird eine Tür gebildet, das heißt, ein enger Gang, durch den man durchgehen kann. Im Altarraum bewegen sich einige Leute. Einer hat eine große Kartonschachtel um sich hängen auf der geschrieben steht: "Ich bin ein guter Christ. Ich gehe jeden Sonntag in die Kirche und vollbringe ruhmreiche Taten. Ich bin ein sehr bekannter Wohltäter."
Die anderen haben Zettel (Größe A3) an ihre Kleidung angeheftet. Bei einem steht darauf: "Ich bemühe mich, auch in der Früh meine Kollegen freundlich zu grüssen." Bei einem anderen: "Ich bemühe mich zu sehen, wo jemand Hilfe von mir braucht." Wieder bei einem anderen: "Ich bemühe mich, bei meinen Geldgeschäften gerecht zu entscheiden." Und beim letzten: "Ich bemühe mich, ehrlich und doch freundlich meine Meinung zu sagen und das, was unrecht ist, zu verändern!" Der mit dem dicken Karton um seinen Körper geht voll Erwartung auf die Tür zu und sagt: "Ich bin ja wirklich ein guter Mensch. Jeder weiß das. Ich werde sicher durch diese Tür kommen. Aber die kleinen da drüben. Was haben sie schon zu bieten? Mikrige Taten haben die vorzuweisen. Damit verschaffen sie sich keine Eintrittskarte für diese Tür." Er versucht, durch die Tür zu kommen. Da er aber mit seinem Karton viel zu dick ist, gelingt es ihm nicht.

Die mit den kleinen Zetteln, gehen auch in Richtung Tür und sprechen zueinander: "Wir haben uns zwar in unserem Leben bemüht, gut zu sein, aber zu besonders großen Taten haben wir es nicht gebracht. Wir kommen vielleicht gar nicht durch die Tür."
Auch sie versuchen hindurch zu kommen. Und siehe da, weil sie nicht so beladen sind, gelingt es ihnen. Unter diesen einfachen Leuten ist auch ein alte, hinkende Person. Da vor der Tür eine kleine Stufe, ein Hindernis ist, geht der Dicke zu ihr hin und hilft ihr, darüber zu kommen. Doch dafür muß er seinen dicken Karton ablegen, weil er erst dann seine Arme freier bewegen kann. Auf seinem Gewand ist nun ein Zettel zu sehen, auf dem steht: "Ich bemühe mich, als Christ zu leben". Die alte Person schafft mit seiner Hilfe den Einstieg in die Tür und zieht ihn gleich hinter sich nach. Da er den dicken Karton abgelegt hat, kommt auch er jetzt durch die Tür durch.

In einem kurzen Gespräch mit den Kindern klären wir folgende Fragen:

  • Warum ist der dicke Mensch vorher nicht durchgekommen? (Er war viel zu beladen, zu dick, zu aufgeblasen...)
  • Warum sind die, die der dicke Mensch und die sich selbst für zu wenig gut eingeschätzt haben, durch die Türe durchgekommen? (Weil sie wohl ehrlicher waren und taten, was ihnen dort, wo sie lebten, möglich war ...)
  • Warum ist der Dicke am Schluß doch durch die Türe gegangen? (Er hat seinen Panzer abgenommen - er hat getan, was gerade nötig war - Jesus will kerne ruhmreichen Taten, die ja sowieso niemand zuwegebringt. Er will, daß wir das gerade Nötige tun).

Fürbitten


Bei den Fürbitten überlegen wir uns, worum sieh verschiedene Leute bemühen. Manche bemühen sich um Frieden, manche darum, daß die Menschen genug zu Essen haben, manche um Ideen für lustige Spiele ... Für diese Menschen wollen wir bitten.

Der/Die Gottesdienstleiter/in sagt dabei: "Wir bitten Für alle, die sich mit allen Kräften um...."
Die Kinder sammeln nun solche Menschen. Zum Beispiel: Wir bitten für alle, die sich um schöne Spielplätze bemühen. Um alle, die sich um alte Leute kümmern. Um alle, die lieb zu Kindern sind ...

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 21. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...