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Einladung zum Gastmahl

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Hintergrund

Die Thematik dieses Gottesdienstmodells entwickelt sich aus dem letzten Teil des Evangeliums, in dem es darum geht, daß wir nicht danach trachten sollen, für alles was wir tun eine Gegenleistung zu fordern und uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Es wird überlegt, welche Konseguenzen wir für unser Leben aus dem Evangeliumstext ziehen müßten, um so zu handeln, wie Jesus es für gut heißt.

Im Anschluß daran wird die Eucharistiefeier um den Altar versammelt gefeiert, um auch räumlich auszudrücken, daß wir ganz nahe bei Jesus sein wollen.

Material

  • je ein rotes Kärtchen pro Kind

Aufbau

Gestaltete Elemente:

  • Kyrie
  • Spiel vor dem Evangelium
  • Predigt
  • Gabenbereitung
  • Hochgebet

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen des Zusammenhangs mit dem Evangelium jene aus dem Alten Testament gewählt werden.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Sir 3,17-18.20

Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, um so mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott. Denn groß ist die Macht Gottes, und von den Demütigen wird er verherrlicht.
Für die Wunde des Übermütigen gibt es keine Heilung, denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln. Ein weises Herz versteht die Sinnsprüche der Weisen, ein Ohr, das auf die Weisheit hört, macht Freude.

2. Lesung: Hebr 12,18-19 22-24a

Schwestern und Brüder! Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden. Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes, Jesus.

Evangelium: Lk 14,1,7-14

Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlaß, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen: Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müßtest den untersten Platz einnehmen
Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Hintergrund Evangelium:

Gastmahl


Nach dem Sabbatgottesdienst war es in Israel üblich, Freunde und Bekannte zum Essen einzuladen. Nach der jüdischen Mahlordnung bestanden die Tischgemeinschaften aus Dreiergruppen. Der Ehrenplatz war am Kopfende oder in der Mitte des mittleren Polsters. Die durch Alter und Rang ausgezeichneten Gäste hatten Anspruch auf die besten Plätze. In Israel nahm man ein einfaches Frühstück am Vormittag, die Hauptmahlzeit am frühen Abend und ein feierliches Essen am Sabbat zu sich. Die Mahlgemeinschaft ist Ausdruck von Vertrautheit und Sympathie, Symbol der Liebe. Jesus wendet sich nicht gegen die Rangordnung, sondern gegen die rivalisierende, von Neid und Überheblichkeit genährte Geltungssucht.

Die Gemeinde


Obwohl Jesus hier nur Gast ist, denkt Lukas sich Jesus als Tischherrn und sein Wort ist Weisung für die Gemeinde. Er wollte dadurch bereits eingetretene Mißstände in den Gemeinden ansprechen, besonders das Verhalten beim Herrenmahl. Bei den Juden war das Heil den Ausgestoßenen und Armen versperrt. Blinde und Lahme hatten keinen Zutritt zum Tempel. Die Gemeinde von Qumran nahm keine Gelähmten, Hinkenden, Tauben und Stummen auf. Die ersten christlichen Gemeinden haben nicht zuletzt durch ihr anderes Verhalten gegenüber den Armen, Kranken, und Entrechteten eine starke Anziehungskraft auf die Umgebung ausgeübt.

Die Gastgeberregel


Die Verse 12 - 24 (Stichwort: ab "Dann sagte er zu dem Gastgeber...") dürften besonders an die Gemeindeleiter gerichtet sein. Wenn die Gemeinde das Herrnmahl feiert, muß sie aufpassen, wen sie dazu einlädt bzw. wen sie ausschließt. Jesus hat die Armen selig gepriesen (Lk 6,20), er hat ganz bewußt und in provozierender Weise mit Geächteten und Deklassierten Tischgemeinschaft gehalten. Welche Maßstäbe und Gewohnheiten soll da die Gemeinde Jesu, damals und heute, pflegen?

Zusammenhang


Den normalen gesellschaftlichen Gesetzen der Gegenseitigkeit werden die Auswahlkriterien Gottes gegenübergestellt. Es geht nicht um eine Aufhebung der Werte, sondern um eine Vertiefung, um Liebe, die herkömmliche Schranken überwindet. Dieses Verhalten hat Jesus selbst vorgelebt. Erst auf dem Hintergrund der Praxis Jesus erhalten die Regeln die eigentliche Bedeutung. Jesus ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen. Jesus hat seinen Jüngern erklärt, daß bei ihnen andere Regeln gelten müßten als die sonst in der Welt üblichen und praktizierten Maßstäbe: "Bei euch aber soll es
nicht so sein, sondern der Größte unter euch soll werden wie der Kleinste, und der Führende soll werden, wie der Dienende!". Lukas will damit seine Gemeinde davor warnen, sich als christliche Gemeinde so zu verhalten, wie "man" es sonst allenthalben beobachten kann.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


1. Jesus, wir stellen uns oft dort gern in den Vordergrund, wo es nicht gut ist.
Herr, erbarme dich unser.
2. Wir wollen gern für alles, was wir tun, eine Gegenleistung erhalten.
Christus, erbarme dich unser.
3. Jesus, manchmal nehmen wir uns selbst zu wichtig und vergessen dabei auf die anderen.
Herr, erbarme dich unser.

Spiel vor dem Evangelium


Zwei oder drei Personen spielen eine Situation vor, in der die Gästeliste für einen gemütlichen Abend mit Festessen erstellt wird. Sie haben eine Liste mit Namen, die während des Spiels erweitert wird. Bei jeder eingeladenen Person überlegen sie genau, ob und warum sie eingeladen werden, oder ob sie doch nicht zum Fest geladen werden soll.
Mögliche Diskussionspunkte:

  • Herr Generaldirektor Hubmann. "Der muß eingeladen werden, weil wir durch ihn den Tennisplatz verbilligt benützen können."
  • Frau Gisela Jurek. "Auch sie soll zu dem Abend geladen werden, weil sie einen Friseurladen hat, wo man sonst vielleicht nicht so nett und vorzüglich bedient wird."
  • Christian Banninger. "Er kann ruhig zu Hause bleiben, er ist zwar nett, hat uns aber auch noch nie eingeladen."
  • Monika Bäuerl. "Ihre Kinder sind ja süß. Aber sie hat so viele Sorgen. Wenn sie anfängt von ihren Sorgen zu erzählen, stört sie bloß die Unterhaltung. Sie soll nicht eingeladen werden."
  • "Den Heribert Kantner müssen wir einladen. Der hat ein neues Haus, das ich gerne einmal von innen sehen möchte. Vielleicht lädt er uns dann auch ein."


Leiter/in: Um ein Gastmahl geht es auch im Evangelium. Hören wir, was Jesus dazu sagt.

Nun wird das Evangelium vorgelesen.

Predigt


Jedes Kind hat ein rotes Kärtchen auf seinem Platz. Nun wird das Stück, das wir schon vor dem Evangelium gesehen haben, noch einmal begonnen. Da wir jetzt das Evangelium und die Worte von Jesus schon kennen, fallen uns sicher viele Dinge ein, die bei diesem Spiel eigentlich anders ablaufen müßten, wenn wir uns danach richten, was Jesus sagt.

Immer, wenn einem Kind so etwas auffällt, hebt es seine rote Karte in die Höhe und ruft "STOP!" oder "HALT!". Dann hören die Spieler/innen auf zu spielen. Das Kind sagt nun seinen Änderungswunsch. Die Spieler/innen spielen das Stück mit dieser Änderung weiter. Das Spiel ist dann zu Ende, wenn wir alle finden, daß die Einladenden sich wirklich "christlich" verhalten.

Gabenbereitung


Bei einer langen Tafel eines Festmahls können nur einige Gäste oben, ganz nahe beim Gastgeber sitzen. Bei uns soll es kein "oben" und "unten" geben. Darum bilden wir einen Kreis um den Altar, so sind wir alle in gleicher Weise - auch nach außen sichtbar - nahe bei Jesus.
Wenn die Kinder nun so nahe am Altar sind, ist es wichtig, daß das Hochgebet sehr gut verständlich für sie ist. Darum soll an diesem Sonntag ein Kinderhochgebet gebetet werden.

Präfation


Z: Der Herr sei mit euch.
A: Und mit deinem Geiste.
Z: Erhebet die Herzen.
A: Wir haben sie beim Herrn.
Z: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
A: Das ist würdig und recht.
Z: Wir danken dir, Gott. Denn du hast uns erschaffen, damit wir für einander da sind.
Wir können miteinander sprechen, zusammen arbeiten und feiern. Darüber freuen wir uns, dafür danken wir dir, Vater. Zusammen mit allen, die an dich glauben, zusamrren mit den Heiligen und den Engeln preisen wir dich und rufen:
A: Heilig, heilig, heilig
Gott, Herr aller Mächte und Gewalten.
Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit.
Hosanna in der Höhe.
Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe.
Z: Ja, du bist heilig, großer Gott,
und du bist gut zu allen. Wir danken dir. Besonders danken wir dir für Jesus Christus.
Er ist zu uns gekommen, weil die Menschen
sich von dir getrennt haben und sich nicht verstehen.
Er hat uns die Augen und Ohren geöffnet,
damit wir wissen, daß du unser Vater bist
und daß wir alle Brüder und Schwestern sind.
Er hat uns jetzt zusammengeführt an einen Tisch,
damit wir tun, was er getan hat.
Deshalb haben wir Brot und Wein bereitet.
Wir bitten dich, Vater:
Heilige diese Gaben, daß sie für uns
Leib und Blut Jesu Christi werden.
Jesus war am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern beisammen,
um das Ostermahl mit ihnen zu halten.
Da nahm er Brot und dankte dir, Vater.
Er teilte das Brot, gab es seinen Jüngern und sagte:
Nehmt und esset alle davon:
Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Dann nahm Jesus auch den Kelch mit Wein und sprach den Lobpreis Gottes. Er gab den Kelch seinen Jüngern und sagte:
Nehmt und trinket alle daraus: Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünde.
Dann sagte er:
Tut dies zu meinem Gedächtnis.
Das ist das Geheimnis unseres Glaubens.
A: Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit.
Z: Darum sind wir hier versammelt, Vater, und denken voll Freude an alles,
was Jesus für uns getan hat und auch jetzt für uns tut. In diesem Opfer, das er uns anvertraut hat, feiern wir seinen Tod und seine Auferstehung. Du hast sein Opfer angenommen: Nimm auch an, was wir dir darbringen.
Er hat sein Leben hingegeben.
Er ist auferstanden von den Toten.
Er lebt mitten unter uns.
Am Ende wird er kommen in Herrlichkeit.
Dann wird es keine Not mehr geben,
und niemand braucht mehr zu weinen und traurig zu sein.
Vater, du hast uns in diesem Mahl zusammengerufen.
Im Heiligen Geist versammelt,
empfangen wir den Leib und das Blut Christi.
Gib uns die Kraft, so zu leben, daß du Freude an uns hast.
Gib uns die Kraft, einander besser zu verstehen und andere Menschen froh zu machen.
Zusammen mit unserem Papst Franziskus
und unserem Bischof
bitten wir dich:
Laß uns einst mit allen, die an dich glauben,
für immer bei dir zu Hause sein.
Laß uns mit Maria und allen Heiligen
dein Lob singen ohne Ende
durch unseren Herrn Jesus Christus.
Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir,
Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes
alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.
A: Amen.
(Das Hochgebet ist entnommen aus: "Fünf Hochgebete", Pastoralliturgische Reihe in Verbindung mit der Zeitschrift "Gottesdienst", Verlag Herder)

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 22. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

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