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Reichtum macht nicht glücklich

Messmodelle

Hintergrund

"Sinn des Lebens ist es nicht, daß ein Mensch aufgrund seines Vermögens im Überfluß lebt", heißt es im heutigen Evangelium. Wie wir aber dann mit den Dingen, die wir "haben", umgehen sollen, darum geht es in diesem Gottesdienstmodell.

Material

  • 2 Schilder: "Reichtum macht nicht glücklich..." und "... aber Armut auch nicht."
  • Einen Socken und Nägel; ein Fahrrad; einen Fußball; Legosteine; ein paar alte Bücher ...

Aufbau

Die gestalteten Elemente sind:

  • Lied zum Beginn
  • Kyrie
  • Spiel vor dem Evangelium
  • Verkündigung
  • Fürbitten

Wenn nur eine Lesung genommen wird, empfehlen wir wegen des thematischen Zusammenhanges, die erste Lesung.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Koh 1,2; 2,21-23

Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch.
Denn es kommt vor, daß ein Mensch, dessen Besitz durch Wissen, nen und Erfolg erworben wurde, ihn einem andern, der sich nicht dafür angestrengt hat, als dessen Anteil überlassen muß. Auch das ist Windhauch und etwas Schlimmes, das häufig vorkommt. Was erhält der Mensch dann durch seinen ganzen Besitz und durch das Gespinst seines Geistes, für die er sich unter der Sonne anstrengt?
Alle Tage besteht sein Geschäft nur aus Sorge und Ärger, und selbst in der Nacht kommt sein Geist nicht zur Ruhe. Auch das ist Windhauch.

2. Lesung: Kol 3,1-5.9-11

Schwestern und Brüder! Ihr seid mit Christus auferweckt; darum strebt nach dem, was im Himmel ist, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.
Richtet Euren Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische!
Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist.
Belügt einander nicht, denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers erneuert wird, um ihn zu erkennen. Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.

Evangelium: Lk 12,13-21

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art der Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt. Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

Hintergrund Evangelium:

Die Habsucht


Jemand aus der Menge spricht Jesus an. Da Schriftgelehrte (auch Jesus war ein Schriftgelehrter!) nicht nur in theologischen, sondern auch in juristischen Fragen zuständig waren, möchte er von Jesus, daß er in einem Erbschaftsstreit ein schlichtendes Wort spricht. Vermutlich hat der ältere Bruder des Mannes dem Fragenden die Auszahlung des ihm zustehenden Anteils verweigert. Jesus aber weigert sich, diese Richterfunktion zu übernehmen. Er sieht seine Aufgabe ausschließlich in der Verkündigung. Außerdem warnt er mit kritischem Unterton vor der Habgier, die die Wurzel des Erbstreites ist.

Sichere Zukunft?


Als Verdeutlichung erzählt er eine negative Beispielsgeschichte, die die agrarischen Verhältnisse Galiläas widerspiegelt: Ein reicher Mann hat gute Ernteerträge. Der Wohlstand, den er bereits hat, vermehrt sich dadurch. An sich stellt er nun ganz normale wirtschaftliche Überlegungen an. Er möchte neue größere Lagerräume bauen, um seine Güter zu lagern. Es ist nicht die Rede davon, daß er seinen Besitz unrecht erworben hätte oder daß er die Preise in die Höhe treiben wollte. Er erhofft sich bloß eine Absicherung seiner Zukunft durch Reichtum, um sich für viele Jahre des Lebens freuen zu können.

Existenzirrtum


Nicht das, was er tut, ist falsch. Es ist seine Haltung, die hier kritisiert wird. In all seinen Überlegungen hat er keinen Gesprächspartner, kennt er kein Gegenüber: Keinen Menschen und auch nicht Gott. Darin liegt sein Existensirrtum: daß er die Schätze "für sich" sammelt. Er übersieht also seine sozialen Verpflichtungen, seine Verantwortung für die Mitmenschen. Und bei all seiner Sorge um Zukunftssicherung hat er den Tod nicht bedacht. Denn sein Besitz bleibt ihm nicht, dieser Besitz
macht also eben nicht das Leben aus. Darum und insofern hat er nicht wirklich gelebt.

Ich und Du


Kein anderes Gleichnis enthält so oft die Wörter "ich" oder "wie". Dem Mann, von dem Jesus spricht, kam niemals der Gedanke, daß er von seinem Überfluß etwas abgeben könnte.

Zusammenhang


Es ist denkbar, daß die Vergötzung des irdischen Besitzes in der Gemeinde des Lukas oft vorkam. Es gab also bereits begüterte Christen in den Gemeinden und diese werden auf die Gefahr des Wohlstandes hingewiesen und daran erinnert, daß sie Anwälte der Armen sein sollen. Die Sorge um das Lebensnotwendige, die dem Menschen ja von Gott aufgegeben ist, kann schnell umschlagen in ängstliche Raffgier und Habsucht. Lukas geht es um die richtige Einstellung zum Besitz. Er sieht die schreckliche Gefahr des Reichtums für den Menschen. Jesus hat sich vorwiegend den gesellschaftlich Ausgestoßenen, den Deklassierten, den Verachteten zugewandt. Die radikale Gottesliebe hat grundlegende Folgerungen, die in der Liebe zu den Armen konkret zum Ausdruck kommt und auf eine sinnvolle Güteraufteilung hinweist. Nicht im Überfluß an Gütern besteht der Sinn des Lebens, sondern im Verwirklichen des Reiches Gottes in unserer Welt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Lied zum Beginn

Die Ministrant/innen tragen heute zwei Schilder mit hinein zum Gottesdienst: auf dem einen steht: "Reichtum macht nicht glücklich...", auf dem zweiten Schild steht "... aber Armut auch nicht." Diese beiden Schilder werden zu beiden Seiten des Altars aufgestellt.

Kyrie


Wir wissen, daß viele Menschen auf der Welt in Armut leben - und es ist sicher nicht gut, wenn Menschen nicht genügend zum Leben haben. Andererseits macht uns der Reichtum auch nicht glücklich - wir können uns um Geld keine wirklichen Freunde kaufen. Heute im Evangelium werden wir die Geschichte von einem Mann hören, der auch geglaubt hat, daß der Besitz das Wichtigste auf der Welt ist, und der dann eingesehen hat, daß das nicht alles ist. Wie wir aber all die Dinge, die wir haben, jetzt gut und richtig verwenden können, darum soll es heute gehen.

Jesus, unser Bruder, auf der Erde ist genug für alle da, sodaß keiner arm sein müßte.
Herr, erbarme dich unser.
Jesus, unser Bruder, du bist zu uns auf die Welt gekommen, um uns zu zeigen, wie wir Menschen miteinander umgehen sollen, sodaß es jedem gutgehen kann. Christus, erbarme dich unser.
Jesus, unser Bruder, du hast versprochen, uns jeden Tag zu helfen, so wie du zu leben.
Herr, erbarme dich unser.

Spiel vor dem Evangelium


Einige Gruppenleiter/innen kommen nun nach vorne (so daß sie von allen gut beobachtet werden können). Sie haben einige Dinge mitgebracht: Einen Socken und Nägel; ein Fahrrad; einen Fußball; Legosteine; ein paar alte Bücher ...

Nun geschieht folgendes mit diesen Dingen:

  • einer versucht mit dem Socken, Nägel in den Fußboden einzuschlagen;
  • ein anderer versucht, sich das Fahrrad wie eine Hose anzuziehen;
  • einer tut so, als wolle er nun den Fußball verspeisen;
  • die Legosteine werden betrachtet, als ob sie ein Buch wären;
  • und mit den Büchern entspinnt sich ein lustiges Fangen- und Werfenspiel.

Offensichtlich geschieht hier etwas, das nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Sachen werden anscheinend nicht richtig verwendet, sondern zu irgendetwas, wozu sie nicht taugen. Heute im Evangelium werden wir die Geschichte eines Mannes hören, der auch etwas nicht ganz richtig verwendet.

Verkündigung


Vor dem Evangelium haben wir beobachten können, daß da einige Dinge nicht richtig verwendet wurden.
(Gemeinsam mit den Kindern wird nun rekapituliert, was an der Verwendung der Sachen nicht richtig war, und was normalerweise mit einem Socken, einem Fahrrad ... geschieht.)

Bei diesen Dingen haben wir uns relativ leicht getan, draufzukommen, wozu sie eigentlich gehören, wozu man sie verwenden kann. Was hat der Mann, von dem Jesus im heutigen Evangelium erzählte, falsch verwendet? (seine Schätze, seinen Reichtum) Jetzt müssen wir aber genau aufpassen, was Jesus über diesen Reichtum sagt. (Eventuell kann hier der letzte Vers des Evangeliums "So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt aber vor Gott nicht reich ist", vorgelesen werden.)

Jesus sagt nicht, daß es schlecht ist, etwas zu haben, er findet es aber nicht richtig, die Dinge, die "Schätze", nur für sich selbst zu haben.
Es geht also darum, was wir mit den Dingen, die wir haben, machen; wie wir die Dinge, die wir besitzen, richtig verwenden sollen. Beim Fahrrad ist das ja relativ einfach zu verstehen gewesen, aber was meint Jesus damit, wenn er sagt, wir sollen die Dinge so verwenden, daß "Wir vor Gott reich sind"? Ein Beispiel kann uns da helfen, das besser zu verstehen.

Richtige Freund/innen kann man nicht kaufen, nicht mit Geld oder Zuckerl. Richtige Freundinnen und Freunde haben uns gerne und halten nicht zu uns, weil wir vielleicht das tollste Fahrrad oder die meisten Spielzeugautos haben. Was geschieht aber, wenn wir mit unseren Freundinnen und Freunden zusammen sind, was tut ihr da? (Man spielt miteinander, fährt mit dem Rad, schaut sich Filme an, hört sich Musik an...) Wenn wir also mit unseren Freund/innen zusammen sind, dann hat das also auch immer etwas mit den Dingen, die wir besitzen, mit unseren "Schätzen" zu tun. Wozu verwenden wir sie aber: Nicht zum Angeben (manchmal natürlich schon ein bißchen, aber das hängt meistens damit zusammen, daß wir etwas Neues bekommen haben, über das wir uns sehr freuen. Und das wollen wir jetzt natürlich unbedingt herzeigen), sondern wir verwenden unsere Dinge, um miteinander gut spielen zu können. Wir verwenden unsere "Schätze", um eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.

Wir haben also jetzt gesehen: Reichtum allein macht nicht glücklich. Gott möchte - und das hat er uns durch Jesus am schönsten gezeigt -, daß wir Menschen hier auf der Erde gut und glücklich miteinander leben "Vor Gott reich sein" könnte man also so verstehen, daß wir uns so verhalten, daß unser Zusammenleben schöner wird und immer besser gelingt. Und die Dinge, die wir besitzen, sollen wir dazu einsetzen. Wir könnten also mit dem Fahrrad für unsere Freundin eine Film aus der Videothek ausleihen fahren. Oder unser Buch herborgen. Oder die alten Socken zum Sockentier-basteln verwenden und herschenken. Oder jemanden zum Fußballspielen einladen.

Alle diese Möglichkelten könnten vor den Kindern mit den vorhandenen Sachen vorgezeigt werden. Das Sockentier müßte zusätzlich gemacht worden sein und könnte tatsächlich jemandem aus der Gemeinde geschenkt werden!

Jetzt können wir noch ein Stückchen weiterdenken: Gott hat den Menschen die ganze Erde geschenkt, daß sie auf ihr gut miteinander leben können. Wir wissen aber, daß die Menschen den Reichtum dieser Erde nicht immer gut verwenden: Wir passen zuwenig auf unsere Umwelt, auf die Natur auf und machen sie immer mehr kaputt. Wir wissen auch, daß es vielen Millionen Menschen auf der Welt nicht gut geht und sie in Armut leben müssen.
Das ist jetzt vor allem eine Aufforderung an uns Erwachsene, zu überdenken, wie wir die Dinge, die wir haben, die wir besitzen - die Rohstoffe dieser Erde, unsere Autos, gebrauchen - aber auch, ob die Art und Weise, wie wir sie verwenden, dazu beitragen, daß die Menschen glücklicher und besser auf der Erde miteinander leben.

Fürbitten

  • Wir bitten für alle, die zuwenig zum Leben haben: Wecke das Gewissen in uns allen, daß wir füreinander verantwortlich sind und dafür sorgen daß es allen Menschen gut geht.
  • Wir bitten für alle, die ausgenützt werden. Laß sie Menschen finden, die merken, daß ein Mensch Liebe braucht und kein Ding ist.
  • Wir bitten für alle Menschen, die keine richtigen Freunde haben. Laß sie Menschen kennenlernen, die sie wirklich gerne haben.
  • Hilf uns beim Umdenken, die Natur nicht zu mißbrauchen.
  • Hilf uns allen, unsere "Schätze", die Dinge die wir besitzen, so zu verwenden, daß wir miteinander glücklicher leben können.

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 18. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...