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Von der Kraft des Glaubens und der Selbstverständlichkeit des Dienens

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Hintergrund

An sich würde es genügen, nur einen der beiden Teile des Evangeliums zum Inhalt der Verkündigung zu machen. Wir bieten aber zu beiden Aussagen dieses Evangeliums Elemente für die Gestaltung eines Gottesdienstes, da auch der Zusammenhang zwischen Glaube und Dienen eine Absicht des Evangelisten in seiner Zusammenstellung des Evangeliums darstellt.

Aufbau

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte auf den Zusammenhang mit dem Evangelium geachtet werden. Zum ersten Teil der Lukasperikope (vom Glauben) paßt besser die 1. Lesung, zum zweiten Teil (vom Dienen) die Lesung aus dem Neuen Testament.

Die gestalteten Elemente:

  • Kyrierufe
  • Tagesgebet
  • Geschichte
  • Verkündigung
  • Glaubensbekenntnisse
  • Dankgebet
  • Lied

 

Bibelstellen

1. Lesung: Hab 1,2-3;2,2-4

Wie lange, Herr, soll ich noch rufen, und du hörst nicht? Ich schreie zu dir: Hilfe, Gewalt! Aber du hilfst nicht. Warum läßt du mich die Macht des Bösen erleben und siehst der Unterdrückung zu? Wohin ich blicke, sehe ich Gewalt und Mißhandlung, erhebt sich Zwietracht und Streit.
Der Herr gab mir Antwort und sagte: Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, damit man es mühelos lesen kann. Denn erst zu der bestimmten Zeit trifft ein, was du siehst; aber es drängt zum Ende und ist keine Täuschung; wenn es sich verzögert, so warte darauf; denn es kommt, es kommt und bleibt nicht aus. Sieh her: Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben.

2. Lesung: 2 Tim 1,.6-8.,13-14

Mein Sohn! Ich rufe dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft. Halte dich an die gesunde Lehre, die du von mir gehört hast; nimm sie dir zum Vorbild, und bleibe beim Glauben und bei der Liebe, die uns in Christus Jesus geschenkt ist. Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.

Evangelium: Lk 17,5-10

In jener Zeit baten die Apostel den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanze dich ins Meer! und er würde euch gehorchen.
Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

Hintergrund Evangelium:

Bitte der Apostel


Die Warnung vor Verführung und Ärgernis sowie die Weisung zu grenzenlosem Verzeihen, die dieser Perikope vorangehen, läßt die Apostel die Bitte um Glaubensstärkung aussprechen: (wörtlich) "Füge uns Glauben hinzu!" Jesus geht auf die Bitte um Mehrung des Glaubens nicht ein. Der Herr erwidert, daß auch der geringe Glaube viel vermag.

Senfkorn und Maulbeerbaum


Ein Senfkorn, der kleinste Same der Strauchgewächse, nicht größer als ein Stecknadelkopf, vermag die Erde zu lockern. Die Kraft der Wurzeln des schwarzen Maulbeerfeigenbaums (Sykomore) ist so groß, daß dieser Baum 600 Jahre in der Erde stehen kann - allem Unwetter zum Trotz. Ein bißchen Glaube in der Kleinheit des Senfkorns vermag den Maulbeerbaum auszureißen und ins Meer umzupflanzen. Daß der Baum im Meer weiterwachsen kann, ist Tat des Glaubens, der wider die Natur an der Allmacht Gottes festhält. (Vgl. das Wort an Simon in 22,31f, den Glauben der Brüder zu stärken).

Kraft


Gott gibt Kraft, die Forderungen Jesu zu erfüllen, wenn in der Nachfolge Jesu geglaubt wird, daß durch ihn die Heilszeit angebrochen ist, und wenn alles Vertrauen darauf gesetzt wird, was er verkündet: auf das erbarmende Herrschen Gottes. Der Glaube gibt am machtvollen Leben Gottes Anteil

Vergleich: Gott - Mensch Herr - Knecht


Der zweite Teil der Perikope enhält ein Gleichnis Jesu, das sich gegen die pharisäische Haltung eines Lohnanspruches gegenüber Gott richtet. Vom zwischenmenschlichen Verhalten wird auf das rechte Gottesverhältnis geschlossen. Ein Herr hat dem Knecht nicht zu danken, wenn dieser pflichtgetreu seine Arbeit auf dem Feld oder im Haus tut, zu der er ihn angestellt hat. Der "doulos" (=Sklave, Knecht, Diener) war der Verfügungsgewalt des Herrn unterstellt und zu absolutem Gehorsam verpflichtet. Rechtlich standen (zumindest die heidnischen) Sklaven mit Immobilien (unbeweglicher Besitz) auf gleicher Stufe.

Situation der Sklaven


Die Lage eines jüdischen Sklaven war aber besser als die des Lohnarbeiters bzw. Tagelöhners. Diesen rechtlich gleichgestellt (denn der Herr darf nur über seine Arbeitskraft, nicht über seine Person verfügen, und das auch nur für sechs Jahre), ist er ihnen gegenüber aufgrund seines festen Dienstverhältnisses sozial gesicherter. Das Gleichnis spricht kein Urteil über Recht oder Unrecht der Sklaverei, sondern geht ganz nüchtern von der damals üblichen Realität aus. Juden wurden meist Sklaven durch Verschuldung. Sie haben dann keinen Lohn zu erwarten, sie arbeiten ja eine Schuld ab. Die Pharisäer denken, Gott schulde ihnen etwas für ihr Gutsein. Jesus verwirft solches Denken. Gott schuldet uns nichts. Wir hingegen stehen bei ihm tief in Schuld.

Pflicht und Schuldigkeit


Bei Lukas spricht das Gleichnis die Apostel an, die wohl ähnlich wie die Pharisäer denken, wenn etwa Petrus fragt: "Siehe wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird also unser sein?" (Vgl. Mt 19,27) Lukas schließt seine Komposition über die radikalen Forderungen Jesu mit dem Gleichnis vom Knecht. In seinem Dienst sind sie nur simple Knechte, die tun, was sie schuldig sind. Für die Jünger und Vorsteher der Gemeinden heißt das: Kein Pochen auf religiöse Verdienste aus Frömmigkeitsleistungen, kein Messen von Glaube nach Größe oder Menge der Gebete oder Dienste. Wer Gottes Gebot und Jesu Weisungen gewissenhaft erfüllt hat, soll sich nicht brüsten vor Gott und Mitmenschen. Die Haltung, die Jesus zeichnet, will auch kein gegenseitiges Übertrumpfen in Bescheidenheit hervorrufen, sondern Friede in der Gemeinde - trotz aller Unterschiede der Persönlichkeiten.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Herr Jesus Christus, du hast für deine Jünger gebetet, daß ihr Glaube nicht erlösche. Herr, erbarme Dich unser.

Du bist'nicht gekommen, dich bedienen zu lassen,, sondern Knecht aller zu sein. Christus, erbarme Dich unser.

Du hast uns aufgefordert, deinem Beispiel zu folgen und einander zu dienen und im Glauben zu stärken. Herr, erbarme Dich unser.

Tagesgebet


Gott, du hast uns verschiedene Gaben geschenkt.
Keinem gabst du alles - und keinem nichts.
Jedem gibst du einen Teil.
Hilf uns, daß wir uns nicht zerstreiten, sondern einander dienen mit
dem, was du einem jeden zum Nutzen aller gibst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(zur Auswahl aus dem Meßbuch 5.303, Nr.14)

Geschichte


Zum zweiten Teil des Evangeliums würde die Geschichte von Hans und seiner Mutter passen (siehe Gottesdienstmodell zum 28. Sonntag im Jahreskreis
Die folgende Geschichte ist gedacht zum Teil der Perikope und kann im Kindergottesdienst an der Steile der Lesung oder in der Predigt vorgelesen werden.

Vor langer Zeit lebte in Nordchina ein alter Mann. Sein Haus zeigte nach Süden, und vor seiner Haustüre ragten die beiden großen Gipfel des Tainang des Wangwu empor. Sie versperrten den Weg nach Süden. Entschlossen machte sich der Alte mit seinen Söhnen an die Arbeit: Sie wollten die Berge mit der Hacke abtragen. Der Nachbar des alten Mannes sah das und schüttelte den Kopf. "Wie närrisch ihr doch seid", rief er. "Es ist vollkommen unmöglich, daß ihr die gewaltigen Berge abtragen könnt!"
Der alte Mann lächelte weise, dann sagte er: "Wenn ich sterbe, dann werden meine Söhne weitermachen. Wenn meine Söhne sterben, werden die Enkel weitermachen. Die Berge sind zwar hoch, aber sie wachsen nicht weiter. Unsere Kräfte jedoch können wachsen. Mit jedem Stückchen Erde, das wir abtragen, kommen wir unserem Ziel näher. Es ist besser, etwas zu tun, als darüber zu klagen, daß uns die Berge die Sicht auf die Sonne nehmen." Und in unerschütterlicher Überzeugung grub der Alte weiter, (aus China)

Zur Predigt


Heute hat uns Jesus im Evangelium Sätze gesatz, in denen er sich selbst widerspricht, und die uns stören. Er hat doch selbst gesagt, daß wir Gott um alles bitten sollen - und er wird es uns geben. Aber die Bitte der Jünger um mehr Glauben erfüllt er nicht. Und daß sich ein Herr bedienen läßt, da findet er nichts dabei, obwohl er selbst gesagt hat, ich bin nicht gekommen, mich bedienen zu lassen Wie sollen wir das verstehen? Jetzt kennen wir uns bei Jesus gar nicht mehr aus.

Und dann noch so etwas Unmögliches, einen Baum, der mehr als 600 Jahre lang in der Erde fest verwurzelt ist, nur mit dem Glauben ins salzige Meerwasser versetzen, wo er doch dort gar nicht weiterwachsen kann! Was soll denn überhaupt ein Baum im Meer? Da fällt mit dazu ein, was einmal ein Ungläubiger gefragt hat, um zu beweisen, daß Gott nicht allmächtig ist. "Kann Gott einen so schweren Stein schaffen, daß er ihn nicht aufheben kann?" Was meint ihr dazu?

Nun, so oder so, die Sache ist wirklich verzwickt. Entweder, er kann keinen so schweren Stein schaffen, oder er kann keinen so schweren Stein aufheben. Wißt ihr, was ich glaube: Gott könnte beides machen, aber er tut nicht alles, was er kann, wenn es nicht sinnvoll ist. Manchmal tut er etwas oder wir können auch sagen: geschieht etwas, das uns sinnlos scheint, weil wir es nicht begreifen, aber er tut nie etwas, das wirklich sinnlos wäre. Auch Jesus hat nie solche Wunder getan, die keinen Sinn gehabt hätten, nur so zum Spielen oder zum Beweisen, was er nicht alles kann.

Aber nicht immer ist das, was uns sinnlos oder unmöglich erscheint, auch wirklich sinnlos oder unmöglich. Das hat uns die Geschichte aus China deutlich gemacht. Einen Berg zu versetzen, scheint doch unmöglich, aber der alte Mann zeigt, daß es gar nicht so sinnlos ist, daran zu glauben, wie wir oft meinen. Auch wenn die Kräfte klein sind, mit der Zeit, und wenn wir Ausdauer haben, geht es doch. Wir können 1000 kg nicht auf einmal heben, aber tausend Mal ein Kilogramm kann jeder von uns heben. Und das will uns Jesus eigentlich sagen. Wir müssen kein Superman im Glauben sein. Wir brauchen keinen großen Glauben, es genügt ein kleiner, so wie ein Senfkorn, das nicht größer ist als ein Stecknadelkopf, aber das selbst die härteste Erde aufbricht, wenn es Wurzeln schlägt. Wir brauchen nicht mehr Glauben, sondern nur mehr Zeit und Geduld, damit Unmögliches möglich wird.

Man könnte den Kindern solche Senfkörner schenken (man findet sie im Essiggurkerlglas), oder man pflanzt Körner in einem Topf ein, der dann am Altar stehen bleibt und sonntäglich beobachtet wird, ob sich schon was tut.

Und wenn uns dann einmal etwas gelingt, dann sollen wir uns nicht fühlen wie die Supermänner. Das möchte uns Jesus mit dem Beispiel vom Knecht sagen. Der Knecht hat ja keine Fleißaufgabe gemacht, wenn er seinen Herrn bedient. Das war ja sein Beruf, dazu war er angestellt, um die Feldarbeit und die Hausarbeit zu tun. Und wenn wir einander dienen und helfen, dann ist das eigentlich selbstverständlich und nicht eine besondere Leistung, für die wir eine Extrabezahlung oder Extradank erwarten dürften.

Das hat Jesus seinen Jüngern gesagt, die später ein Amt, eine Aufgabe in einer Gemeinde haben werden. Ihr Beruf war es, einander zu dienen. Und er hat ihnen selbst immer wieder ein Beispiel gegeben und sich nichts auf seine Person eingebildet. Wie sagte er doch: "Ihr nennt mich Meister und Herr, und ihr habt recht, ich bin es!" (Joh 13,13). "Ich aber bin mitten unter euch wie einer, der dient". (Lk 22,27). Und deshalb bittet er dann für Petrus, daß sein Glaube nicht erlischt und gibt ihm den Auftrag: "Wenn du dich bekehrt hast, dann stärke deine Brüder und Schwestern!"

Gott nimmt uns nichts ab, was wir selbst können. Er versetzt nicht den Berg, den wir selbst abtragen können, wenn wir zusammenhelfen. Nicht Gott soll alles machen, sondern wir sollen tun, was wir können: Einander Mut machen, einander etwas zutrauen. Auch mit kleinen Kräften können wir etwas bewegen und verändern in dieser Welt. Dazu brauchen wir keine Supermenschen sein. Und wenn es uns gelingt, dann haben wir eigentlich nichts Besonderes getan, sondern das, was jeder kann: dem anderen dienen.

Konkrete Beispiele: Mit dem Hund Gassi gehen, Katze füttern, Tisch abräumen, Aufgabe machen, Ordnung machen, waschen... - weils dann dem Hund gut geht, der Katze auch, die Mama mehr Zeit hat für sich und vielleicht auch für mich, weil ich noch über kann, weil der Papa keinen Anfall kriegen muß, wenn er in mein Zimmer kommt, weil ich gut rieche...

Man könnte mit den Kindern eine große Liste anfertigen, auf der all diese kleinen tagtäglichen "Pflichten" gesammelt werden und sich überlegen, wem sie nützen. Vielleicht finden wir sie nicht mehr so unangenehm, wenn wir merken, daß sich ein anderer darüber freut. Und die, die für niemanden gut sind, streichen wir einfach durch. Und für jede Aufgabe kommt ein Korn in unseren Topf. Mal sehen, was da wächst.


Wenn wir etwas Großartiges können, dann ist es auch nur sinnvoll, wenn wir es für andere tun. Wir können es nicht, damit wir uns besser vorkommen als die anderen, sondern damit wir es dafür einsetzen, daß es auch anderen besser geht und das Leben leichter fällt. Und vergessen wir nicht, was Jesus auch gesagt hat: "Niemand soll sich Meister nennen lassen, denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Geschwister". Jesus war der Meister im Dienen und hat uns ein Beispiel gegeben.
So können wir seinen Worten trauen und dem Beispiel seines Lebens vertrauen. Diesen Glauben wollen wir jetzt auch aussprechen:

Die folgenden Bekenntnisse sind zur Auswahl, je nach Auffassungskraft der Teilnehmer. Das erste eignet sich am besten für Kinder, das zweite wird wohl mehr Jugendliche ansprechen, das dritte entspricht wohl einem Glaubensbekenntnis Erwachsener.

Glaubensbekenntnis


Mit den Kindern könnte man im Wechsel folgendes Glaubensbekenntnis sprechen.

V: Wir haben alle einen Vater. Alles hat er gemacht: Erde und Sonne, Blumen und Tiere. Er wollte, daß wir seine Kinder sind.
A: Er ist Gott und ist doch bei uns Menschen. Sein Sohn kam in diese Welt und wurde Kind wie wir. In Betlehem hat ihn Maria geboren.
V: Als er ein erwachsener Mann war, hat er vielen Menschen geholfen, besonders denen, um die sich niemand kümmerte.
A: Kranke hat er geheilt. Sündern hat er vergeben. Jedem verzeiht er, dem das Böse leid tut.
V: Viele Menschen wollten sich aber nicht verändern. Sie haben Jesus verlacht und beschimpft. Sie haben ihn gequält und seinen Tod verlangt.
A: Pontius Pilatus hat dazu das Todesurteil gesprochen und Jesus ist am Kreuz gestorben.
V: Aber Gott ist stärker als die Menschen. Er hat seinen Sohn auferweckt am Ostermorgen. Seine Freunde haben ihn qesehen und sie wurden wieder froh.
A: Sie haben zusammen gebetet und das heilige Mahl gehalten wie er es vorher mit ihnen gefeiert hat. '
V: Auch wir dürfen uns freuen. Wir wissen: Jesus lebt. Er ist bei uns in seiner Kirche, heute und immer, wenn wir zusammenkommen.
A: Schon wo zwei oder drei in seinem Namen beisammen sind, ist er dabei. Im heiligen Mahl schenkt er sich uns in den Zeichen von Brot und Wein.
V: Gott gibt uns von seiner Kraft und von seinem Geist. Von ihm kommen die guten Gedanken. Wir spüren, was gut und richtig ist und können es tun.
A: Wer Jesus glaubt und seinen Weg geht, wird ans Ziel kommen und Gott sehen, wie er ist. Er hält sein Wort. Ja, er ist unser Gott Ewigkeit. Amen.

Für Jugendliche:
Ich glaube an Gott, den Vater:
Er hat diese Welt für alle Menschen geschaffen.
Darum finde ich mich nicht ab mit der Teilung der Menschheit
in Arme und Reiche,
Sachverständige und Unwissende,
Machthaber und Machtlose.
Ich glaube an Gott, den Vater:
Der Vater erlaubt keinem seiner Kinder.
einen Bruder oder eine Schwester zu seinem Knecht machen.
Ich glaube an Jesus Christus:
Er nennt alle Menschen seine Geschwister.
Darum finde ich mich nicht ab mit der Teilung
in Menschen erster und zweiter Klasse.
Sein Tod hat allen Menschen gleiche Freiheit geschenkt.
Sein Auftrag hat alle Menschen berufen,
ihre Freiheit miteinander zu teilen.
Ich glaube an Jesus Christus:
Der Herr ermutigt seine Geschwister, einander Freiheit zu schenken
und damit auf sein Reich zu hoffen.
Ich glaube an den Heiligen Geist:
Er weckt Mut und Phantasie.
Darum finde ich mich nicht ab mit der scheinbar
immer gleichen unmenschlichen Ordnung dieser Welt.
Gottes Geist ermutigt Feinde,
einander zu vergeben und Frieden zu stiften.
Er gibt uns offene Augen für die Gefangenen,
die AusgestoQenen, die Opfer der Gewalt und
der ungerechten Verteilung der Güter.
In ihnen werden wir Christus begegnen.
Ich glaube an den Heiligen Geist:
Gottes Geist weckt Mut und Phantasie,
gerechtere Ordnung und menschlichere Zukunft zu schaffen.

Wenn eines der schwierigeren Glaubensbekenntnisse gesprochen wird, könnten wie einander bei der Hand nehmen, um so zu zeigen, daß wir einander im Glauben halten und stärken.
Wir glauben, daß Gott uns geschaffen hat zum Dienst an seiner Schöpfung. Uns hat er Verstand und Mut gegeben, den Menschen zu helfen in ihrer leiblichen und seelischen Not. Wir bekennen, daß alles von ihm kommt.
Wir glauben, daß unser Leben nur darum Sinn hat, weil Jesus Christus uns in seine Nachfolge gerufen hat. Er zeigt, wer Gott ist. Er ist für uns da bis zum bitteren Ende am Kreuz. Das gibt uns heute Kraft, in keiner Situation zu verzagen - und wenn sie uns auch ausweglos erscheint. Er ist bei uns. Er hat uns die Angst vor den Grenzen unserer Kräfte und unseres Lebens genommen. Denn auch im Tod und darüber hinaus blieb Christus mächtig.
Wir glauben, daß wir nicht nur aus eigener Kraft und Vernunft glauben und handeln. Gottes Geist wirkt in uns. Er macht uns zu neuen Menschen. Er ruft uns zur Nachfolge, zum Dienst für Gott und für den Nächsten.

Lied


Folgendes Lied kann als Kanon gesungen werden: entweder vor dem Evangelium oder zur Gabenbereitung oder nach der Kommunion.

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 27. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

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