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Ein Abend mit Trollen

Lager | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Ziel

"Ein Abend mit Trollen" ist ein Geländespiel für jüngere Kinder und alle, die sich gerne von der Welt der Feen verzaubern lassen. Die Kinder schlüpfen in die Rolle von Trollen, die für die Lichtzeremonie der Waldfeen die Lampions von den Waldgeistern durch listiges Lösen von Aufgaben zurückholen.

Material

  • etliche Lampions oder Fackeln (wenn möglich in der Anzahl der Kinder)
  • Kuverts mit Rollenbeschreibungen in der Anzahl der Kin- der
  • 4 Fläschchen oder Behälter gefüllt mit: Blüten oder ätherischen Ölen; Kräutertee oder Heu; Apfelschalen; Gewürznelken und Zimt
  • Text des Liedes "LALELU"
  • Tuch oder Schachtel mit drei Stoff-, Holz- oder Gummitieren
  • evtl. "Entspannungsmusik" und festliche Musik
  • Verkleidung für Waldgeister und Fee
  • evtl. Verkleidung für Trolle (= Kinder)
  • evtl. kleines Geschenk (z.B. etwas Süßes) für die Trolle

Aufbau

Kinder ziehen in Gruppen — in welcher jedes Kind die Rolle eines Trolls übernimmt — los und suchen die Waldgeister (= Gruppenleiter/innen), die sich entlang des Weges im Wald aufhalten. Bei jedem Waldgeist erfüllen die Trolle, die zuvor Geheimbotschaften erhalten haben, eine Aufgabe und er- halten dafür einen Lampion oder eine Fackel, die sie für die Lichtzeremonie der Waldfeen brauchen. Wenn alle Kinder am "Feenplatz" (großer Platz oder Lichtung am Ende der Spielstrecke) eingetroffen sind, werden alle Lichter erleuchtet, es gibt evtl. einen gemeinsamen Tanz und ein Dankeschön für die Trolle.

 

Die Beschreibung des Spieles ist für 7 Waldgeister (Gruppenleiter/innen oder ältere Kinder), 1 Fee/ Person, die die Gruppen in das Spiel einweist, sowie Begleitpersonen für jüngere Gruppen (Gruppenleiter/innen oder ältere Kinder) ausgelegt. Wenn weniger Gruppenleiter/innen bzw. ältere Kinder zur Verfügung stehen, könnt ihr einfach die Anzahl der Waldgeister reduzieren bzw. Personen übernehmen die Rollen mehrerer Waldgeister, d.h. Geister, die am Anfang und dann erst am Schluss besucht werden.

Zu beachten:


Das Spiel beginnt am frühen Abend. Wenn der Weg so angelegt ist, dass die Stationen nacheinander zu besuchen sind und der "Feenplatz" am Ende der Stationen liegt, werden die Gruppen in Abständen von ca. 5 Minuten losgeschickt. Damit sich die wartenden Kinder nicht langweilen, ist es wichtig, sich für sie eine Beschäftigung zu überlegen — ihr könnt gemeinsam etwas singen, eine Geschichte lesen oder Spiele spielen. Wenn die Route so geplant ist, dass sie im Kreis verläuft, könnt ihr natürlich alle gleichzeitig wegschicken: Die Gruppen beginnen dann alle gleichzeitig bei unterschiedlichen Stationen und ziehen "im Radl" von einer Station zur nächsten. Der Endtreffpunkt sollte nach der letzten Station dann aber trotzdem für alle gleich weit entfernt sein.

Bei Aktionen am Abend bzw. in der Nacht ist es besonders wichtig, dass die Kinder bzw. die Begleiter/innen den Weg und die Grenzen des Spielgebietes genau kennen! Die Route sollte so gestaltet werden, dass ein Verirren nicht möglich ist. Bitte vergesst nicht, dass nachts viele Orientierungshilfen nicht zu sehen sind, und die Kinder sehr kreativ in der Interpretation von vermeintlichen Hinweisen sind! Bei Gruppen mit jüngeren Kindern ist es auf jeden Fall nötig, dass ein/e Gruppenleiter/in sie begleitet.

Die Geschichte


"Die Feen möchten wie jedes Jahr ihre bekannte Lichterzeremonie — den Höhepunkt jedes Sommers — begehen. Sie haben schon überall gesucht, aber sie können ihre Lampions nicht finden.

Die Waldgeister und die Feen necken einander nämlich gerne! Die Waldgeister haben — wie jedes Jahr — die Lampions stiebizt und sich damit im Wald versteckt. Daher brauchen die Feen die Hilfe der Trolle, denn nur die Trolle (gespielt von den Kindern) können die Waldgeister finden und die Lampions wieder von ihnen einsammeln, um sie anschließend zum "Feenplatz" zu bringen.

Dabei haben die Trolle allerlei Aufgaben zu bewältigen, sie müssen schlau sein, vorsichtig, mutig, leise, und sie dürfen sich natürlich auch fürchten, aber sie brauchen keine Angst zu haben, denn der Wald wird voller Trolle sein."

Die Troll-Gruppen


Die Kinder werden von einer Fee begrüßt, die ihnen die Geschichte erzählt und sie in ihre Rollen einweist. Es ist wichtig, dass ihr den Kindern gut erklärt, dass Trolle liebe und freund- liche Wesen sind, die gerne in Gesellschaft sind, also niemals allein im Dunkeln unterwegs sein müssen. Manchmal fürchten die sich ein klein wenig im Dunkeln, aber dafür brauchen sie sich nicht zu schämen.

Nachdem die Geschichte erzählt wurde, werden Gruppen (4-8 Kinder) gebildet, in der Gruppe übernimmt jedes Kind die Rolle eines Trolls. Jede Gruppe erhält ein Kuvert, in dem Informationen für die Trolle enthalten sind (siehe "Botschaften für die Trolle"). Es kann für die Kinder sehr spannend sein, wenn du ihnen erklärst, dass diese Botschaft nur für sie und daher geheim ist. Es ist aber natürlich nicht verboten, dass sich die Trolle auch gegenseitig helfen, bzw. dass sie die Rollen gemeinsam besprechen!
Jeder Troll bekommt eine der 6 Rollen. Gibt es in einer Gruppe mehr als 6 Trolle, werden Rollen doppelt vergeben. Gibt es in einer Gruppe weniger als 6 Trolle, übernehmen Kinder die Aufgaben mehrerer Trolle.

Ist den Kindern nun klar, welche Aufgaben sie als Trolle zu meistern haben, machen sie sich auf den Weg, um die Waldgeister zu suchen. Nachdem sie die entsprechenden Aufgaben bei den Waldgeistern gelöst haben, erhalten sie von jedem Waldgeist einen Lampion oder eine Fackel für das Fest und bekommen die Richtung gezeigt, in der sie die nächste Station finden. Ganz wichtig: Die Fackeln und Lampions werden erst gemeinsam beim Fest erleuchtet!
(Einerseits ist das Teil der Lichterzeremonie, andererseits ist es nicht ungefährlich, Kinder — insbesondere ältere, die evtl. ohne Gruppenleiter/innen unterwegs sind — mit offenem Feuer gehen zu lassen!)

Waldgeister — Stationen



Kasimir
Waldgeist Kasimir sagt seinen Namen immer verkehrt rum — "RIMISAK". Er hilft den Trollen erst, nachdem sie seinen Namen richtig ausgesprochen haben und probiert haben, auch ihre eigenen Namen verkehrt herum zu sagen (ist die Geheimbotschaft von Troll Jema).

Lirum
Waldgeist Lirum verrät zwar seinen Namen, er rückt die Lampions aber erst heraus, wenn die Trolle ihm den Refrain von
"LALELU — nur der Mann im Mond schaut zu" vorgesungen (oder, wenn sie das Lied nicht kennen, mit ihm gesungen) haben. Lirum könnte ein sehr musikalischer Waldgeist mit Gitarre sein! (ist die Geheimbotschaft von Troll Gideon)

Merlin
Waldgeist Merlin hat viele Gläser mit Düften. Die Trolle dürfen daran riechen und sollen erkennen, in welchem Glas der Duft des Frühlings (Blüten, oder ätherische Öle), des Sommers (Kräutertee/Heu), des Herbstes (Apfelschalen) und des Winters (Gewürznelken und Zimt) ist. Den weiteren Weg erklärt Merlin, wenn die Trolle Merlins Lieblingsjahreszeit (Sommer) wissen. (ist die Geheimbotschaft von Troll Quentin)

Ying und Yang
Sind Waldgeister und Wächter/innen der Brücke (oder von einem ähnlichen, abgegrenzten Geländestück). Sie helfen nur durch oder über den Bach (oder eine geeignete Stelle, die durch einen blauen Stoff wie ein Bach aussieht), wenn sie Brückenzoll erhalten. Sie verraten aber nicht, dass dies fünf verschiedene Dinge sein müssen (Moos, Blätter, Bockerl,...), die die Kinder in der nächsten Umgebung der Station finden (Geheimbotschaft von Troll Jurin).

Kalintin
Dieser Waldgeist versteckt sich ein wenig, ruft aber, sobald er eine Trollgruppe hört, mehrmals "Kuckuck", wodurch ihn die Kinder leicht finden werden. Er verlässt sein Versteck erst, wenn die Kinder den folgenden Vers rufen "Einen Kuckuck hör ich schrei`n — das kann doch nur Kalintin sein." Bei Kalintin können die Kinder ausprobieren, was man bei (hereinbrechender) Dunkelheit alles ohne bzw. nur mehr mit Taschenlampe erkennen kann. (Geheimbotschaft von Troll Momo)

Odin
Waldgeist Odin hat ein Tuch (oder eine Schachtel). Darin befinden sich drei Stoff- oder Holztiere, die die Kinder ertasten und erraten sollen. Odin erklärt den Trollen, dass sie keine Angst vor seinen Tieren haben müssen und diese absolut nichts Böses tun. Der Troll gibt Lampions her, wenn die Kinder ihm auch die Namen seiner Tiere nennen können — du nennst sie Lila 1, 2 und 3 (weiß nur Troll Rischka).
(Eine andere Möglichkeit, um die Tiere zu erraten, wäre es, mit einer Taschenlampe und einem weißen Tuch die Schatten darzustellen. (Die Tiere müssen dann aber sehr klare Umrisse haben, damit sie die Kinder auch gut erkennen können!)

Botschaften für die Trolle


Jeder Troll bekommt eine der 6 Rollen. Gibt es in einer Gruppe mehr als 6 Trolle, werden Rollen doppelt vergeben. Gibt es in einer Gruppe weniger als 6 Trolle, übernehmen Kinder die Aufgaben mehrerer Trolle. Für ältere Kinder ist es sicherlich reizvoller, wenn bei der Beschreibung noch nicht dabei steht, bei welchem Waldgeist sie die Botschaft einsetzen müssen, sodass sie im Laufe des Spieles selbst dahinter kommen können.

Troll Jema
Du bist Troll Jema. Du weißt, dass der Waldgeist Kasimir seinen Namen immer verkehrt herum ausspricht — überlege dir, welchen Namen er also sagen wird, und sag seinen richtigen Namen, wenn ihr auf ihn trefft. Überlegt euch außerdem gemeinsam, wie eure Namen verkehrt herum heißen!

Troll Gideon
Du bist Troll Gideon. Du weißt, dass der Waldgeist Lirum euch erst dann weiterhilft, wenn ihr ihm gemeinsam das folgende Lied vorsingt:
LALELU — nur der Mann im Mond schaut zu, wenn die kleinen Babys schlafen — drum schlaf auch du. Wenn ihr die Melodie nicht kennt, dann erfindet einfach eine oder bittet Lirum, mit euch zu singen!

Troll Quentin
Du bist Troll Quentin, du weißt, dass die Lieblingsjahreszeit des Waldgeistes Merlin der Sommer ist.

Troll Jurin
Du bist Troll Jurin, du weißt, dass ihr 5 verschiedene Dinge aus dem Wald (z.B. Moos, Blätter, Bockerl...) sammeln sollt. Die Sachen werdet ihr als Bezahlung brauchen, damit euch die Waldgeister Ying und Yang über die Brücke helfen.

Troll Momo
Du bist Troll Momo. Du musst gut aufpassen, denn wenn du während des Spieles einen Kuckuck hörst, dann weißt du, dass der Waldgeist Kalintin in der Nähe ist. Ruft ihn mit den Worten: "Einen Kuckuck hör ich schrei`n — das kann doch nur Kalintin sein."

Troll Rischka
Du bist Troll Rischka und du weißt, dass Odin seine Tiere "Lila 1, Lila 2 und Lila 3" nennt.

Spielende


Am Ziel — dem "Feenplatz" — steht bereits die Fee und empfängt die einzelnen Gruppen. Der Platz kann mit im Halbkreis angeordneten Fackeln (Kerzen) geschmückt sein, nach und nach werden auch die mitgebrachten Lampions, Fackeln und Kerzen angezündet. Eine leise "Entspannungsmusik" kann spielen, und während die Kinder auf die anderen Gruppen warten, gibt es etwas zu trinken.

Wenn alle versammelt sind, kann eine festliche Musik gespielt werden und die Trolle und Waldgeister werden begrüßt. Die Fee übergibt den Trollen ein kleines Geschenk und Dankeschön dafür, dass sie die Lampions wieder zurückgebracht haben. Gemeinsam könnt ihr dann auch einen ruhigen Tanz, der sehr einfach zu erlernen ist, oder den alle Kinder bereits kennen, tanzen. Wenn ihr am Lager noch ein Fest plant, so kann das auch unter dem "Feen & Trolle"-Motto stehen, und die Fee kann am Ende der Lichterzeremonie den Kindern eine Einladung zu diesem Fest überreichen.

Publikation: Lager - Alltag und Programm 3

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Lager-Kategorie: Geländespiele

Schlagwörter: Natur, Nacht, Geländespiel