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Vorbereitung mit den Sternsinger/innen

Gruppenstunde | Alter: 6-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

Die inhaltliche Vorbereitung der Sternsinger/innen hat zum Ziel, dass sich Kinder (und Jugendliche) bewusst machen, wie viel Positives sie mit ihrem solidarischen Handeln bewirken. Die Methoden sind Bausteine, die flexibel eingesetzt werden können — je nach Anzahl der Kinder bzw. raum-zeitlichen Möglichkeiten. Manchmal ist die Vorbereitung auch auf zwei Termine aufgeteilt (z.B. ein Termin für Inhalte und Spielerisches, der andere für Lieder- und Gewandprobe). Der Raum sollte groß genug für die gesamte Gruppe sein, die Stationen können auch in unterschiedlichen Räumlichkeiten stattfinden. Sehr nett ist es, wenn der Raum zum Sternsingen passend gestaltet ist.

Material

  • Das Material findest du bei den jeweiligen Bausteinen.

Aufbau

1. Beim Eintreffen der Kinder
2. Begrüßung und Info
3. Bewegungsspiele
4. Sternsinger/innen-Parcours
5. Vorbereitung auf den Hausbesuch

 

1. Beim Eintreffen der Kinder


Beim Eintreffen erhält jedes Kind (außer er/sie mag das nicht) mit einem Schminkstift einen Punkt auf die Stirn: Ein "Bindi" ist ein indisches Zeichen für den Segen, das zwischen den Augenbrauen gemalt wird.

Material: Schminkstift oder Schminkfarben

2. Begrüßung und Info


Die Kinder setzen sich im Kreis auf den Boden, wer will im "Yogasitz" (mit den Beinen überkreuzt und aufrechtem Rücken). Die Hände werden vor der Brust gefaltet und alle begrüßen sich mit "Namaste". Danach wird der Bezug zu dieser Begrüßung und zum Bindi-Zeichen hergestellt:
Mit "Namaste" begrüßen sich die Menschen in Indien und das Bindi ist dort ein Segenszeichen. Als Sternsinger/innen bringt ihr auch Segen: Einerseits die Friedensbotschaft zu den Menschen in Österreich, und andererseits wirkt der Segen weltweit. Mit den Spenden werden nämlich Menschen unterstützt, die das dringend brauchen — in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein Beispiel dafür ist ein Partnerprojekt in Nordost-Indien.

Daran kann eine kurze Info zum Partnerprojekt anschließen, dazu können auch das Textplakat oder Fotos zum Partnerprojekt gezeigt werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, den Sternsingerfilm oder eine Powerpoint-Präsentation zu zeigen (siehe www.sternsingen.at/materialien).

3. Bewegungsspiele

Ab ins Bett, kleiner Elefant!


In Indien sind Elefanten heimisch. Elefantenbabys leben mit ihren Müttern in Herden zusammen. Mit so vielen kleinen, frechen Elefanten kann es in der Herde sehr wild zugehen! Da Elefanten in Indien nachtaktiv sind, werden Elefantenbabys morgens ins Bett geschickt. Und dann geht es zu, wie überall auf der Welt: Die Kleinen wollen noch nicht schlafen gehen! Bei diesem Spiel ist ein Kind die Elefantenmama (als Zeichen hat es ein grünes Tuch in der Hand — ein Bananenblatt um die kleinen Elefanten zuzudecken) und versucht die Babyelefanten einzufangen und ins Bett zu stecken. Wenn ein Kind von der Elefantenmama berührt wird, bleibt es stehen und stellt ein protestierendes Elefantenbaby dar (eine Hand zur Nase, die andere als "Rüssel" durchstecken, laut trompeten, fest stampfen). Natürlich halten alle Elefantenbabys zusammen. Deshalb können die kleinen Elefanten einander befreien, indem sie dem gefangenen Elefantenbaby mit der Hand den Rüssel schütteln und laut rufen: "Noch nicht müde!" Nach einiger Zeit oder wenn die Elefantenmutter das Bananenblatt fallen lässt, wechselt die Rolle der Elefantenmama. Das Spiel kann bei großen Gruppen auch mit zwei Elefantenmamas gespielt werden.

Material: grünes Tuch/Bananenblatt für die Elefantenmama

Schütze den Nächsten!


Sternsingen bedeutet, sich für andere einzusetzen, die in Not sind. Ähnlich ist es bei diesem Spiel: Ein Kind ist Fänger/in. Gefangen werden können aber nur jene Kinder, die keinen Ball (oder etwas Ähnliches) in Händen halten (es sollten ca. halb so viele Bälle wie Mitspieler/innen im Spiel sein). Die Kinder müssen also darauf achten, einen Ball zu denen zu werfen, die in Gefahr sind, gefangen zu werden. So können sie einander schützen. Wird ein Kind gefangen, übernimmt er/sie die Rolle des/der Fänger/in.

Material: Bälle

4. Sternsinger/innen-Parcours


Der Sternsinger/innen-Parcours besteht aus drei Stationen. Je nach Größe der Gesamtgruppe werden Kleingruppen gebildet, die sich auf die drei Stationen aufteilen. Jede Kleingruppe benötigt für jede Station ca. 10 — 15 Minuten, danach wird jeweils zur nächsten Station gewechselt. Wenn es weniger Kinder sind, können die Stationen auch gemeinsam und hintereinander absolviert werden.

Erste Station: Wünsche für den Süden


Die Kinder haben nun schon einiges über das Beispielprojekt in Indien gehört. Bei dieser Station können noch einmal das Textplakat oder die Fotos hergezeigt werden. Auf einer Weltkarte oder einem Globus suchen die Kinder Indien. Danach können sie den Menschen, die dort im Projekt arbeiten und von denen sie gehört haben, einen Brief schreiben, ein Bild malen oder aufschreiben, was für Wünsche sie für sie haben. Die gesammelten Wünsche können z.B. auf eine Wäscheleine geklammert und im Raum aufgehängt werden. Sie können in Folge auch für andere Anlässe (z.B. den Gottesdienst) verwendet werden oder auch als Fürbitten vorgelesen werden. Wenn ihr uns die Briefe und Wünsche schickt, einscannt und per E-Mail sendet, uns Fotos davon zukommen lasst oder sie beim DKA Cocktail im Jänner mitnehmt, leiten wir sie gerne für euch an die Projektpartner/innen in Indien weiter.

Material: Globus/Weltkarte, Stifte, Papier, evtl. Wäscheleine und Heftklammern oder Kluppen

Zweite Station: Eine Reise für Weise


Die Weisen aus dem Morgenland haben sich auf eine schwierige Reise begeben, weil sie eine Ahnung von der Geburt Jesu hatten. Sie brachen auf, ohne zu wissen, wohin, und sie hatten auf ihrer Reise zum Stall nach Bethlehem viele Abenteuer zu bestehen. Doch sie vertrauten darauf, dass der Stern sie auf den richtigen Weg führen würde. Um Geführt-Werden und um das Vertrauen geht es auch in diesem Spiel.

Ein Abschnitt des Raumes (oder ein anderer Raum oder der Gang) ist als Hindernis-Parcours gestaltet. Es gilt, über Sessel, Kartons, Taschen oder gespannte Schnüre (was geeignet erscheint und vorhanden ist), zu steigen, unten durch zu klettern usw. — möglichst, ohne die Gegenstände zu berühren.
Die Kinder können sich jeweils zu zweit durch den Parcours "führen". Ein Kind hat die Augen geschlossen, das andere versucht, es durch Worte und an der Hand durch die Hindernisse zu führen. Danach werden die Rollen getauscht.

Material: Schnur, Sessel, Kartons, ... was geeignet erscheint und vorhanden ist

Information:
Es ist uns wichtig, dass die Kinder selbst steuern können, wie intensiv sie sich in diesem Moment auf die Übung einlassen wollen. Es soll ihnen auch unbedingt die Möglichkeit offen stehen, die Augen kurz zu öffnen oder zu blinzeln, wenn sie sich unsicher fühlen oder die Situation für sie unangenehm wird. Deswegen möchten wir euch bitten, die Kinder selbst die Augen schließen zu lassen, anstatt sie ihnen zu verbinden — keine Angst, der Parcours wird trotzdem spannend und herausfordernd für sie sein!

Dritte Station: Geruchs-Memory


Für das Geruchs-Memory werden unterschiedliche Gewürze, die in Indien verwendet werden, in kleine, idente Behälter gefüllt (jedes Gewürz in zwei Behälter; Anzahl der Behälter je nach Gruppengröße).

Die Behälter müssen kleine Öffnungen aufweisen, damit der Geruch austreten kann (z.B. Papiersäckchen, Kuverts, Filmdosen, Zündholzschachteln, ...). Die Behälter werden an die Kinder verteilt und diese müssen herausfinden, welche Gerüche zusammengehören. Wer seine/n oder ihre/n Geruchspartner/in gefunden hat, bleibt bei ihm/ihr stehen. Der Vorgang kann mit Neuverteilung der Behälter wiederholt werden.

Variante: Je nach Anzahl der Kinder oder Behälter kann ein Gewürz auch in 3 oder 4 Behälter gefüllt werden.

Material: Gewürze wie z.B. Chili, Curry, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kümmel, Kurkuma, Nelken, Pfeffer, gemahlene Senfkörner, Sesam und Behälter (siehe Erklärung)

5. Vorbereitung auf den Hausbesuch

Lied & Auftritt proben


Eine große Auswahl von Liedern und Sprüchen befindet sich im "Lieder- und Sprüche-Heft" (plus CD) bzw. zum Downloaden (Texte mit Noten und MP3-Files) auf www.sternsingen.at/lieder bzw. www.sternsingen.at/sprueche.

Die Kinder sollten das gewählte Lied sicher singen können. Geübt wird auch der gesamte Auftritt mit den Sprüchen und mit "Regieanweisungen" für den Hausbesuch, z.B. Hervortreten der jeweils sprechenden Kinder, Pausen und betontes Sprechen, passende Gestik (z.B. auf den Stern zeigen, wenn von ihm die Rede ist). Vielleicht fällt ja den Kindern selbst etwas dazu ein!

Gruppeneinteilung und Rollenverteilung


Besonderes Augenmerk ist darauf zu legen, wer mit wem in einer Gruppe ist und wer welche Rolle übernimmt. Die Gruppeneinteilung kann vorher schon auf Plakaten durch die Kinder selbst erfolgt sein. Beim Vorbereitungstreffen wird das dann nochmals besprochen und fixiert: Alle Kinder sollten mit der Einteilung zufrieden sein! Ähnliches gilt für die Rollenverteilung, die ja auch zwischendurch gewechselt werden kann. Wichtig ist auch das Zuteilen und Kennenlernen der Begleitpersonen.

Schriftliches Infoblatt und "Sternsinger/innen-News"


Alle relevanten Infos (Termine, Ausrüstung, ...) sollten für Kinder und Eltern auf einem Infoblatt zusammengefasst werden. Für zu Hause bekommen die Kinder auch die "Sternsinger/innen-News" und das Abziehbild zur Sternsingeraktion 2016. Wegen der darin enthaltenen Infos ist es wichtig, die "Sternsinger/innen-News" vor der Sternsingeraktion auszuteilen.

Publikation: kumquat "sternsingen" 4/2015

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Jahreskreis: Hl. 3 Könige

Schlagwörter: Sternsingen, Welt