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Die Worte der Hirten

Messmodelle

Hintergrund

Auf Geheiß des Engels suchen die Hirten die Krippe mit dem Kind, und sie erzählen weiter, was sie dort sehen. Etwas weitererzählen ist auch eine Form des Teilens. Darüber soll an diesem Sonntag nachgedacht werden.

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Eröffnung
  • Zur Lesung
  • Verkündigung
  • Friedensgruß

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 62,11-12

Hört, was der Herr bis ans Ende der Erde bekanntmacht: Sagt der Tochter Zion: Sieh her, jetzt kommt deine Rettung. Siehe, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her. Dann nennt man sie "Das heilige Volk", "Die Erlösten des Herrn". Und dich nennt man "Die begehrte, die nicht mehr verlassene Stadt".

2. Lesung: Tit 3,4-7

Als die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, hat er uns gerettet - nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens - durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist. Ihn hat er in reichem Maß über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir durch seine Gnade gerecht gemacht werden und das ewige Leben erben, das wir erhoffen.

Evangelium: Lk 2,15-20

Als die Engel die Hirten verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.
Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.
Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern


Eröffnung


Während des Einzuges wird eine Kassette abgespielt, auf der Stimmengewirr zu hören ist. (Diese Kassette kann bei einem Pfarrcafe oder ähnlichem aufgenommen werden.) Zur Eröffnung wird folgender Text vorgelesen:
Es heißt: Solange sich zwei Menschen noch etwas zu sagen haben, solange sind sie Freunde. Menschen haben einander etwas zu sagen. Sie plaudern und machen Witze. Sie berichten von ihren Erlebnissen. Sie geben einen guten Rat. Sie weisen auf Fehler hin. Sie erzählen weiter, was sie selbst erfahren haben. Solange sich Menschen etwas zu sagen haben, ist es gut.

Dann begrüßt der Priester die Gemeinde, die Feier wird gemeinsam mit einem Kreuzzeichen begonnen. Der Leiter der Verkündigung führt in das Thema dieses Gottesdienstes ein: Zu Hause hat jeder von euch gestern Abend Weihnachten gefeiert. Jeder hat Geschenke bekommen. Und ist es nicht so, dass man in seiner Freude über die Geschenke es gern jedem weitererzählen möchte, was man bekommen hat? Einen Freund, den man heute trifft, fragt man, ob er auch ein schönes Weihnachtsfest gehabt hat und erzählt von seinem eigenen Fest.

Wenn man sich also sehr freut, dann erzählt man das gern weiter. Es ist wichtig, Dinge weiterzuerzählen. Nur so können wir immer etwas dazulernen und an den Erlebnissen von den anderen teilhaben, ihre Freude und auch ihren Kummer teilen. Nur weil jene Menschen, die zur Zeit Jesu gelebt haben - und das ist fast 2000 Jahre her - von ihm weitererzählt haben, wissen wir auch heute noch, was damals geschah.

Zur Lesung


Etwas weitererzählen kann auch heißen: jemandem Mut machen. Jemand, der mir Mut machen will, gibt mir Hoffnung, dass etwas besser wird, dass ich eine schwierige Lage durchstehen werde. Auch was in der Bibel geschrieben steht, will den Menschen Mut machen, will ihnen den Weg zur Rettung aus einer sehr schlimmen Lage zeigen. Der Prophet Jesaja hat seinen Zuhörern auch Mut gemacht. Hören wir, was er gesagt hat.
(Es folgt die Lesung aus Jes 62, 11-12.)

Verkündigung


Als Jesus geboren wurde und mit den Menschen lebte, da wussten viele: jetzt ist die Rettung da, von der der Prophet Jesaja gesprochen hat. Aber als Retter hatte man einen mächtigen und starken König erwartet. Es kam aber nur ein kleines, schwaches Kind. Darum wunderten sich die Leute, als die Hirten ihnen weitererzählten, dass dieses Kind der Retter sei. Aber so unglaublich es war, die Hirten haben sich doch nicht gescheut, es weiterzuerzählen. Vielleicht sind sie von manchen für dumm und einfältig gehalten worden, aber vielleicht gab es auch andere - so wie Maria - die darüber nachzudenken begannen, dass die Rettung nicht von einem starken Mann, einem Superman oder so was kommt, sondern dass sie ganz klein beginnt, mitten unter den Menschen.

Es war also ganz gut, dass die Hirten ihre Erfahrung nicht bloß für sich behalten haben, sondern sie auch weitererzählt haben. Nun weiß aber jeder, dass es manchmal passiert, dass Sachen nicht ganz so weitererzählt werden, wie sie wirklich passiert sind. (Der Leiter der Verkündigung lädt die Kinder ein, das zu überprüfen, indem sie "Stille Post" spielen. Das erste Kind der Reihe denkt sich ein Wort aus und flüstert es dann seinem Nachbarn ins Ohr. Der flüstert es weiter zum nächsten usw. Der letzte in der Reihe sagt dann, was ihm ins Ohr geflüstert wurde. Meist ist das nicht das, was der erste gesagt hat.)

So etwas passiert nicht nur im Spiel. Oft werden Dinge unrichtig weitererzählt, es entstehen Gerüchte, es werden Sachen dazugedichtet, falsch verstanden usw. Denn wenn man sich freut, dann übertreibt man auch manchmal ein wenig und dichtet noch Sachen dazu, die gar nicht so passiert sind. Auch wenn man großen Kummer hat, kommt einem alles viel schlimmer vor, als es vielleicht wirklich ist, und man erzählt es dann auch so weiter.
Das Weitererzählen ist also gar keine so leichte Sache, aber eine sehr wichtige für uns Menschen. Denn Weitererzählen ist wie Teilen: Wir teilen, was wir wissen, denken und fühlen mit anderen.

Friedensgruß


Weil bei einem Gottesdienst so viele Menschen zusammenkommen, ist es meist nicht möglich, dass man einander weitererzählt, miteinander redet. Aber immer an dieser Stelle des Gottesdienstes setzen wir ein Zeichen, dass uns die anderen, die hier sind, wichtig sind, dass wir ihnen Gutes wünschen. Wünschen auch wir heute einander ein gesegnetes, ein frohes Weihnachtsfest

Publikation: effata

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Jahreskreis: Weihnachten

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : Weihnachten-Am Morgen

Schlagwörter: Gottesdienst, Advent/Weihnachten

 

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