• Jungschar vor Ort
  • 70 Jahre JS
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Pfingsten, das Geburtstagsfest

Gruppenstunde | Alter: 8-10 | Aufwand: hoch

Ziel

Pfingsten ist neben Ostern und Weihnachten ein wichtiges kirchliches Fest. Allerdings wird Pfingsten von den Kindern weniger als Fest wahrgenommen, da es außer der Messfeier kaum ergänzende Angebote und Brauchtum gibt. Deswegen will die folgende Gruppenstunde den Kindern einen Zugang zum Pfingstfest bieten und so auch die Bedeutung von Pfingsten hervorheben.
Außerdem wird zu Pfingsten auch der Geburtstag der Kirche gefeiert, da an diesem Tag die Jünger/innen beauftragt wurden, die Frohe Botschaft zu verbreiten.

Material

  • Raumdekoration (Girlanden, Luftballons,...)
  • Bibelstelle Apg 2,1-13 zerschnitten
  • großes Plakatpapier
  • Fingerfarben
  • buntes Tuch und grauer Hut
  • Zettel und Stifte
  • Jause

Aufbau

In der Gruppenstunde feiert ihr das Geburtstagsfest der Kirche. Nachdem die Kinder mit Hilfe der Bibelstelle herausgefunden haben, um welches Fest sich handelt, gibt es ein Spiel. Dann malt ihr gemeinsam ein Plakat und lasst euch im folgenden Spiel begeistern. Anschließend überlegt ihr, was es braucht, damit der Heilige Geist wirken kann. Zum Abschluss der Stunde gibt es eine gemeinsame Jause.

 

Einstieg


Du hast den Raum für eine Geburtstagsfeier hergerichtet (Girlanden, Becher, Servietten, ... aber noch nichts zu essen). Beim Eintreffen der Kinder erklärst du ihnen, dass ihr heute einen Geburtstag feiert. Wessen Geburtstag bzw. welches Fest, das sollen die Kinder im nächsten Schritt herausfinden.

Das unbekannte Fest


Du hast die Bibelstelle über das Pfingstereignis (Apg 2,1-13 bzw. Joh 20,19-23) in einzelne Sätze bzw. kurze Abschnitte zerlegt und im Raum versteckt. Die Kinder sollen nun die Teile suchen und gemeinsam die Geschichte richtig zusammensetzen. Ist ihnen das gelungen, haben sie wahrscheinlich herausgefunden, dass das Fest, das ihr feiert, Pfingsten ist. Du kannst nun erklären, dass zu Pfingsten der Geburtstag der Kirche gefeiert wird und das wollt ihr heute gemeinsam tun.

Wenn ihr nun die Geschichte kennt, könnt ihr ein Spiel spielen, um euch die Situation noch besser vorstellen zu können. Dafür bilden ca. zwei Drittel der Kinder das Haus (d.h. sie geben einander die Hände und bilden einen Kreis), das verbleibende Drittel spielt die Jünger und Jüngerinnen. Diese sind im Haus und trauern bzw. fürchten sich (d.h. sie haben die Hände vor den Augen, sodass sie nichts sehen können, schluchzen und schlurfen rückwärts durch das Haus). Nun öffnet sich an einer Stelle des Hauses eine Türe (zwei Kinder lösen die Handfassung) und die Jünger und Jüngerinnen können den Ausgang suchen (die Kinder in der Mitte versuchen die Lücke zu finden). Haben sie den Ausgang erreicht, werden sie vom Heiligen Geist erfüllt und beginnen in allen Sprachen zu sprechen (Die Kinder, die den Ausgang gefunden haben, öffnen die Augen und beginnen laut in fremden oder erfunden Sprachen zu rufen). Haben alle Jünger und Jüngerinnen aus dem Haus gefunden, ist das Spiel beendet und kann mit anderer Rollenverteilung wieder begonnen werden. (Dieses Spiel ist, in Verbindung mit einer anderen Spielgeschichte, auch als "Jamaquak" bekannt; siehe Spielemappe 1.22.)

Wie ist das?


Das Bild mit den Feuerzungen ist nur ein mögliches Symbol für die Beschreibung der Geschichte. Im nächsten Schritt versucht ihr nun, die Gefühle in Bilder zu verwandeln. Ob das dann Feuerzungen oder ganz was Anderes wird, ist nebensächlich. Wichtig ist, dass ihr auf die eigenen Gefühle hört.

Dafür hast du ein großes, weißes Plakat (bei einer großen Gruppe auch mehrere) und Fingerfarben vorbereitet. Gemeinsam geht es nun darum, sich in die Geschichte hineinzuversetzen und die verschiedenen Gefühle, die darin vorkommen, auszudrücken. D. h. ihr gestaltet gemeinsam ein Plakat, wo ihr mit Farben, Mustern,... Gefühle sichtbar macht. Versucht dabei möglichst nicht zu sprechen. Damit das leichter geht, ist es gut, Musik - z.B. Werke von J. S. Bach - zu spielen.

Der Heilige Geist


Um euch auf das Gefühl der Begeisterung einstellen zu können, spielt ihr gemeinsam ein Spiel. Ein Kind ist der Alltag (es hat einen grauen Hut auf), ein zweites Kind ist die Begeisterung (es hat ein rotes Tuch um). Der Alltag versucht möglichst viele Kinder durch Berührung zu lähmen (das gefangene Kind bleibt bewegungslos stehen). Die Begeisterung schafft es durch Berührung, die gelähmten Kinder wieder zu begeistern (das Kind steht nicht mehr still, sondern jubelt,...). Wollen Alltag und Begeisterung ihre Rollen nicht mehr, dann legen sie Hut bzw. Tuch auf den Boden und ein anderes Kind kann die Rolle übernehmen. Das Spiel ist beendet, wenn alle begeistert sind oder kurz bevor ihr keine Lust mehr habt, weiter zu spielen.

In der Bibel kommen mehrere Symbole für den Heiligen Geist vor z.B. Feuerzungen oder eine Taube. Auch in der Bibelstelle ist vom Heiligen Geist die Rede und dass dieser es ermöglicht hat, zu Menschen aus verschiedenen Ländern zu sprechen, sodass sie alle verstehen können (mehr Information über den Heiligen Geist findest du im Artikel "Ruach" auf Seite 6). Gemeinsam sammelt ihr nun auf Zetteln, was nötig ist, damit sich alle verstehen und aufeinander zugehen können bzw. wann in unserem Leben der Heilige Geist Platz und Raum hat. Die Zettel könnt ihr rund um euer Plakat aufhängen.

Abschlussjause


Euer Pfingstfest lasst ihr gemütlich mit (Geburtstags-)Kuchen und Saft ausklingen.

Autor/in: Christina Schneider mit Ideen von Christoph Watz

Publikation: Kumquat_2/01

Share |

 

Jahreskreis: Pfingsten

Schlagwörter: Religiöses, Pfingsten, Bibel