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I need a Hero

Gruppenstunde | Alter: 10-14 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Viele Menschen, die durch ihr Leben Vorbilder waren, wurden von der Kirche heilig gesprochen. Es gibt viele Menschen, besonders auch in der jüngeren Geschichte, die Heilige unserer Zeit sind (Mutter Theresa, Mahatma Ghandi,...). Kinder wie auch Erwachsene können von diesen Menschen lernen.

Material

  • ca. 20 Fotos und Bilder von Vorbildern
  • Ebenso viele A4-Blätter
  • Fragebögen (siehe unten)
  • Plakat hl. Martin (siehe unten)

Aufbau

Die Kinder suchen sich Bilder zu ihren Vorbildern und füllen einen Fragebogen zu ihrem Vorbild aus. Beim anschließenden Spiel können die Kinder "Namenraten", die Geschichte des hl. Martin und die thematische Auseinandersetzung bilden den Abschluss der Stunde.

 

Einstieg:


Du hast im Raum verteilt ca. 20 Bilder von möglichen Vorbildern deiner Kinder aufgehängt oder aufgelegt. Fotos findest du am einfachsten über die Bilder-Suche einer Internet-Suchmaschine. Diverse Zeitschriften, die deine Kids gerade lesen, bieten mit Fotos und Postern auch ein reichhaltiges Repertoire.
Diese Bilder sind auf je ein weißes A4-Blatt geklebt.

Die Bilder sollten möglichst breit gestreut, also möglichst viele Interessensgebiete deiner Kinder abdecken. Suche also Bilder aktueller Stars und Held/innen aus...
...Sport, Musik, Kino, Fernsehserien, Computer, Mode, Religion, Geschichte, Politik...

Mitten in die Fotos mischt du auch ein paar Seiten, auf denen nur ein Umriss eines Menschen zu sehen ist, beispielsweise so:

Die Kinder bekommen nun die Aufgabe, sich ein Bild auszusuchen, das ein Vorbild von ihnen zeigt. Wichtig ist es, den Kindern zu erklären, dass es nicht um ihr ultimatives Vorbild geht, sondern in einem ersten Schritt sollen sie sich einfach jemanden aussuchen, der/die vielleicht auch nur in Einzelbereichen für sie ein Vorbild ist - einfach ein Mensch, der etwas tut oder getan hat, das sie bewundern und toll finden (z.B. der/die etwas kann, das du auch gerne könntest; der/die eine Eigenschaft hat, die du gut findest; der/die den Beruf ausübt, den du später auch haben möchtest,...).
Für Kinder die gar keine Vorbilder bei den ausgesuchten Fotos finden, gibt es die "leeren" Bilder. Die Kinder schreiben einfach den entsprechenden Namen der Person, die sie sich als Vorbild aussuchen wollen, in das leere Gesicht hinein.

Wenn sich alle Kinder ein Bild ausgesucht haben, setzt du dich erst mal mit ihnen in einen Sitzkreis und erklärst die nächste Aufgabe.
Nur soll es darum gehen, sich mithilfe eines Fragebogens genauer mit dem gewählten Vorbild auseinanderzusetzen:

Diese Eigenschaften meines Vorbildes hätte ich gerne...

  • Was kann mein Vorbild besonders gut?
  • Was macht mein Vorbild einzigartig?
  • Welche Seiten meines Vorbildes finde ich nicht so gut oder sogar schlecht?
  • Wobei möchte ich auf keinen Fall so sein wie er/sie?


Sind alle Kinder mit dem Fragebogen fertig, präsentieren sie einander ihre Vorbilder mit all ihren Stärken und Schwächen. Die Fragebögen können gemeinsam mit den Bilder z.B. auf einem Plakat im Gruppenraum aufgehängt werden.

Vorbilder hatten die Menschen schon vor vielen tausenden Jahren, in der Kirche haben einige dieser Vorbilder einen besonderen Namen bekommen, man nennt sie "Heilige" oder auch "Patrone". Diese Menschen sind bekannt geworden, indem sie sich besonders für ihre Mitmenschen eingesetzt haben, anderen in großer Not geholfen haben oder andere, oft sehr schwierige Aufgaben in ihrem Leben bewältigt haben. Am Fest Allerheiligen gedenkt die Kirche all dieser Menschen. Diese Heiligen hatten Namen, von denen die meisten auch heute noch gebräuchlich sind. Heilige heißen zum Beispiel so, wie Kinder in deiner Gruppe:

Namenraten


Du hast alle Namen deiner Kinder auf Zettel geschrieben, diese gefaltet und in ein Gefäß gegeben. Such dir zusätzlich ein paar Namen von bekannten Heiligen, z.B. hl. Martin, Nikolaus, Barbara,... Nun zieht ein Kind einen solchen Zettel und muss das Kind oder den/die Heilige/n, dessen Namen auf dem Zettel steht, so umschreiben, dass die anderen erraten können, wer es ist. Es darf nicht auf das gesuchte Kind gezeigt werden oder der Name oder Nachname erwähnt werden!
Die erste Runde dauert so lange, bis alle Kinder einmal "erraten" wurden.
Etwas schwieriger wird es in der zweiten Runde: nun darf der/die Spieler/in nicht mehr mit Worten umschreiben, sondern muß das gesuchte Kind pantomimisch darstellen - also z.B. Hobbys, die das Kind hat...

Einer der Heiligen, dessen Name in dem Spiel vorgekommen ist, ist bei Kindern besonders gut bekannt - der Heilige Martin - viele Kinder kennen ihn z.B. schon von Laternenfesten im Kindergarten.

Heiliger Martin von Tours


Die Geschichte vom heiligen Martin wird wahrscheinlich vielen deiner Kinder schon bekannt sein, frag sie einfach und erzähle (evtl. auch mit ihnen gemeinsam) die Grundzüge, wenn deine Kinder daran Interesse haben.

Martin von Tours lebte im 4. Jahrhundert nach Christus in Frankreich und war Soldat.
Einer der bekanntesten Legenden von ihm ist, als er eines Tages an einem Stadttor auf einen Bettler traf, dem furchtbar kalt war. Er nahm seinen Mantel und schnitt ihm mit seinem Schwert in zwei Hälften.
Oft fragen Kinder, warum er dem Mann nicht den ganzen Mantel gegeben hat.
Dies kam wohl daher, weil Soldaten damals die Hälfte ihrer Ausrüstung selbst gehört hat, die andere Hälfte dem römischen Kaiser. Martin schenkte dem Bettler seine Hälfte und behielt die des Kaisers, die er ja später wieder zurückgeben musste.
Martin war dafür bekannt, ein sehr einfaches Leben zu führen. Selbst als er später zum Bischof gewählt wurde, setzte er sich zum Essen nie auf einen besonderen Thron, er saß so wie alle anderen Menschen auf einem einfachen Holzstuhl.

Ein bisschen so wie Martin...


Du hast auf einem Plakat folgende Sätze vorbereitet:

  • Martin gibt einem Bettler Kleidung.
  • Er hat ist bescheiden und gibt mit seinem Geld nicht an.
  • Martin setzt sich für Menschen ein, deren Stimme sonst nicht gehört wird.
  • Er kritisiert auch Mächtige und hat keine Angst vor ihnen.


Deine Kinder überlegen nun, was denn ein Mensch wie Martin heute machen würde, wo und wie er heute handeln würde. Schreibt diese Dinge einfach neben die Sätze aus Martins Leben aufs Plakat. So schlägst du die Brücke von vor über 1600 Jahren in die Gegenwart und zeigst den Kindern, dass das solidarische, mutige Handeln eines Heiligen heute genauso wichtig ist, wie es damals war.

Zum Abschluss der Gruppenstunde kannst du mit deinen Kindern noch das Spiel "Martin im Gänsestall" spielen:
Eine Legende erzählt, dass Martin von den Bewohnern seiner Stadt zum Bischof gewählt wurde. Nachdem er aber das Amt nicht antreten wollte, versteckte er sich in einem Gänsestall. Anscheinend war er aber nicht leise genug, denn die Gänse fingen an zu schnattern und so fanden die Bewohner sein Versteck und überredeten ihn, das Bischofsamt anzunehmen.

Ein Kind spielt eine Gans, es steht in der Mitte des Raumes und hat die Augen zu. Die anderen Kinder versuchen nun der Reihe nach, den Raum zu durchqueren
Wenn die Gans ein Kind dabei hört, beginnt sie laut zu gackern und zeigt mit dem Finger auf die Stelle, wo es glaubt, dass "Martin" gerade ist. Wenn die Gans richtig liegt, geht das Kind wieder zurück und reiht sich hinten an.

Autor/in: Dominik Mach

Publikation: kumquat "quer" 4/2008

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Jahreskreis: Allerheiligen, Allerseelen

Schlagwörter: Allerheiligen/Allerseelen, Ich, Geschichte (Historie), Religiöses