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Komm mit auf die Reise! Philippinen mit allen Sinnen erreisen

Gruppenstunde | Alter: 8-12 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Blitzlichter zu den Philippinen
Geographie
Die Philippinen gehören zu Asien und liegen im pazifischen Ozean. Das Land besteht aus 7107 Inseln, von denen nur etwa 900 bewohnt sind.

Klima
Auf den Philippinen herrscht tropisches Klima (es gibt eine Regenzeit — Juni bis Oktober — und eine Trockenzeit — November bis Mai), d.h. es ist meist sehr heiß und schwül, nur in den Bergen kann es auch kühler sein. Vor allem in der Regenzeit werden die Philippinen von Taifunen heimgesucht.

Hauptstadt
Manila mit rund 14 Millionen Einwohner/innen

Religion
Die Philippinen sind das einzige Land in Asien, in dem die meisten Menschen Christ/innen sind (84% davon sind katholisch). Die übrige Bevölkerung ist buddhistisch, muslimisch oder gehört einer anderen Religion an.

Sprache
Die zwei offiziellen Sprachen sind Filipino (das auf Tagalog basiert) und Englisch. Insgesamt gibt es auf den Philippinen 988 Sprachen und Dialekte.

Arbeit
Der Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig. Die Menschen arbeiten entweder auf Plantagen von Großgrundbesitzern oder auf kleinen Ackerflächen, die sie gepachtet haben. Die Bodenverteilung ist sehr ungerecht: Etwa 5% aller Familien besitzen mindestens 83% der landwirtschaftlichen Flächen. Fast jede/r zweite Filipina/o verdient weniger als einen Euro pro Tag.
Kinderarbeit ist auf den Philippinen gesetzlich verboten. Trotzdem arbeiten über 5 Millionen Kinder zwischen 10 und 14 Jahren auf Zuckerrohrplantagen oder in Textilfabriken, da das Geld, das die Eltern verdienen, nicht für die Familie reicht.

Wirtschaft
Die Philippinen sind der weltweit größte Exporteur von Kokosnüssen und Ananas und der zweitgrößte Bananenexporteur der Welt.

Blitzlichter zu einigen philippinischen Früchten
Die Kokosnuss
Sie spielt auf den Philippinen eine ganz wichtige Rolle, da praktisch alle Teile verwendet werden können. Die Milch wird getrunken, aus dem Fruchtfleisch gewinnt man Öle und Fette, aus der harten Schale kann man verschiedene Dinge basteln und aus den umgebenden Fasern kann man Schnüre herstellen. (Du kannst sie gemeinsam mit den Kindern knacken — aber Vorsicht, du brauchst dazu gutes Werkzeug.)

Die Ananas
Ananas wachsen nicht auf Bäumen, sondern als Sträucher auf dem Boden!

Material

  • Atlas, Weltkarte oder Globus
  • ReismemoryDownload: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4)
  • Früchte für das Riechspiel
  • Nahrungsmittel für das Tastspiel

Aufbau

In dieser Gruppenstunde werden die Kinder eingeladen, mit allen Sinnen in ein weit entferntes Land, die Philippinen, einzutauchen. Dabei spielt das Thema Reis eine wichtige Rolle, somit ist die Gruppenstunde eine gute Möglichkeit, euch auf die Sternsingeraktion vorzubereiten, da es ja beim heurigen Projekt um ein Selbsthilfeprogramm von Reisbauern und -bäuerinnen auf den Philippinen geht.

 

Einstieg


Du lädst die Kinder ein, sich mit auf eine ferne Reise zu begeben. Unser Ziel sind die Philippinen. In einem Atlas oder am Globus könnt ihr zunächst euer Ziel suchen.
Dann geht es los!

Sitz-Flug-Kreis


Da das Flugzeug voll ist, wird es recht eng werden. Deshalb bilden wir einen engen Kreis und legen die Hände auf die Schultern des Kindes vor uns.
Der Kapitän begrüßt die Mitreisenden und gibt eine kurze Einführung, z.B.: Willkommen an Bord, unser Ziel ist Manila, die Hauptstadt der Philippinen — wir werden etwa 14 Stunden unterwegs sein... An dieser Stelle kannst du von den Blitzlichtern im Kasten die wichtigsten Dinge über die Philippinen erzählen.

Wenn alle Kinder sicher und dicht genug im Kreis stehen, setzen sich alle auf die Oberschenkel des Kindes hinter sich. Sitzen alle Kinder gut, fliegen wir los. Dazu strecken alle Kinder die Hände auf die Seite.
Das Flugzeug macht eine Rechtskurve... und später eine Linkskurve... (die Phantasiereise kannst du natürlich ausbauen...), bis schlussendlich alle wieder sicher landen. Der Kapitän bedankt sich bei allen Mitreisenden und wünscht einen guten Aufenthalt auf den Philippinen.

Endlich angekommen, seid ihr schon ganz gespannt, was es in diesem fernen Land alles zu entdecken gibt. Da uns auch schon etwas der Hunger plagt, macht ihr euch auf den Weg zu einem großen Markt.
Hier gibt es viele neue Gerüche zu entdecken!

KIM-Riechspiel


Und so könnt ihr erriechen, welche Früchte auf den Philippinen wachsen: Du hast geschnittene Früchte in kleine Behälter gegeben und mit einem Tuch zugedeckt, die Kinder können nacheinander daran riechen, währenddessen können sie Tipps abgeben, was in welchem Behälter drinnen ist.

Mögliche Früchte — je nachdem, was du leicht bekommst:

  • Kokos (als ganze Nuss oder als Kokosraspel)
  • Ananas (als ganzes oder aus der Dose)
  • Bananen
  • Reis (roh oder gekocht)
  • Ingwer
  • Papaya


Was wird denn — außer Früchten — noch auf den Philippinen gegessen?
Jetzt gilt es herauszufinden, zu ertasten, was denn die meist gegessene und daher auch wichtigste Nahrung der Philippinen ist:

KIM-Tastspiel


Du hast Plastiksäckchen mit Reis, Nudeln, Haferflocken, Mehl, Mais, evtl. auch Linsen, Gries, u.Ä. gefüllt (je nachdem, was du leicht bekommst) und mit einem Tuch bedeckt.
Nun können die Kinder — ohne miteinander zu sprechen — der Reihe nach tasten, was sie erfühlen, und ihre "Ergebnisse" auf einen Zettel schreiben. Dann lüftest du das Geheimnis: Wo ist was drinnen? Und was, glauben die Kinder, ist davon das wichtigste Nahrungsmittel auf den Philippinen, das bis zu drei Mal am Tag gegessen wird? (Reis)

Reis-Memory


Mehr über den Anbau von Reis könnt ihr beim Reis-Memory erfahren. Je nachdem, wie viele Kinder ihr seid, hast du ein oder zwei Memory-Sets mitgebracht.
Versucht, die Bilder den Texten zuzuordnen, und überlegt, in welche Reihenfolge sie gehören könnten.

Zum Abschluss...


...der langen Reise, lassen wir unseren Aufenthalt mit einem "Abschiedsfest" ausklingen. Dazu könnt ihr ein Festmahl bereiten (z.B. Obstsalat aus den Früchten, die ihr errochen habt, oder ein Reisgericht) und ein philippinisches Spiel spielen:

Schmugglerspiel


Es gilt, den Schmuggelgegenstand (z.B. das Plastiksäckchen mit Reis) von einer Seite eines abgegrenzten Spielfeldes auf die andere Seite des Spielfeldes zu bringen. Zwei Beobachter/innen versuchen, das zu verhindern, indem sie genau beobachten, wo sich denn das Säckchen befindet. Dann versucht ihr es am besten noch einmal. Natürlich können die unterschiedlichsten "Schmugglerstrategien" ausprobiert werden.

Ist das Fest zu Ende, geht es mit dem Sitz-Flug-Kreis wieder nach Hause.

Autor/in: Maria Gumann und Lissy Reischl

Publikation: kumquat "bewegen" 4/2006

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Schlagwörter: Essen, Arbeit, Gesellschaft, Welt, Sternsingen