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Es weihnachtet sehr

Messmodelle | Alter: 8-15 | Aufwand: hoch

Hintergrund

In vielen Pfarren ist es Tradition, dass die Kinder mit ihren Eltern, Verwandten,... am Nachmittag des Heiligen Abends zur Krippenfeier in die Kirche zu kommen.
Damit die Feier nicht nur als eine Überbrückung bis zur ersehnten Bescherung zu Hause, sondern als wirkliche Feier des Geburtstags von Jesus empfunden wird, sollen die Kinder schon in die Vorbereitung und natürlich in die Feier selbst möglichst aktiv einbezogen werden.
Da gerade bei der Krippenfeier die Altersstreuung oft recht groß ist und auch viele junge (Kindergarten-) Kinder kommen, sollte die Feier nicht allzu lange dauern.

Material

  • Laternen (Teelichter in Marmeladegläsern mit einem Holzstiel, der mit Draht am oberen Rand des Glases befestigt ist)
  • 4 Teelichter
  • Krippe
  • Liedtexte
  • Adventkranz

Aufbau

Im Folgenden findest du einige Elemente zur Gestaltung einer Krippenfeier. Du kannst die
Bausteine als fertige Krippenandacht verwenden oder aber einige für eure Feier auswählen.
Das Weihnachtsevangelium könnt ihr natürlich auch als Krippenspiel gestalten (Ideen dafür bekommst du im Jungscharbüro) — dann ist es sinnvoll, den hier angegebenen Vorschlag stark zu kürzen.
Es werden zwar einige Liedvorschläge gemacht, wichtig ist jedoch, dass ihr für eure Feier Lieder wählt, die in eurer Pfarre größtenteils bekannt sind.

 

Bibelstellen

Die Vorbereitung


Prinzipiell gibt’s bei der Vorbereitung zwei Möglichkeiten: Entweder die Erwachsenen überlegen sich alleine, wie Ablauf und Inhalt der Krippenfeier aussehen sollen, oder die Kinder werden in die Vorbereitung mit einbezogen.
Dies kann schon damit beginnen, dass ihr z.B. eine Musikgruppe bildet und euch zu einer gemeinsamen Probe trefft. Vielleicht gibt es Kinder aus deiner Gruppe, die Flöte oder Gitarre spielen können oder gerne singen und dies auch in der Krippenfeier tun wollen — auf alle Fälle kann jedes Kind, das Lust und Laune hat, mit ORFF- und Schüttelinstrumenten (Klangstäben, Glöckchen, Handtrommeln, ...) den Gesang begleiten.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Kinder, die das gerne wollen, von dir vorbereitete Texte (Fürbitten, ...) vorlesen können. Oder aber ihr versucht, in der Gruppenstunde gemeinsam die Texte zu erstellen. Das kann so aussehen, dass ihr für die Fürbitten z.B. sammelt, was den Kindern wichtig ist und du hilfst dann, einen Satz daraus zu machen.
Der unten angeführte Text zum Anzünden der Adventkranzkerzen könnte auch Anlass dazu sein, sich mit den Kindern zu überlegen, warum dieser Geburtstag von Jesus für uns so wichtig ist, warum wir uns so darüber freuen. Diese Gedanken der Kinder können dann beim Anzünden der Adventkranzkerzen vorgelesen werden.
Gerade bei Texten die vorgelesen werden ist wichtig, dass sie in kindgerechter, verständlicher Sprache formuliert sind. Viele Kinder lesen gerne in der Kirche vor, für andere Kinder ist es allerdings eine Belastung, vor so vielen Leuten in ein Mikrophon zu sprechen. Deshalb soll kein Kind dazu gezwungen oder überredet werden, dies zu tun.

Einstimmung


Als Einstimmung auf die Feier spielt die Musikgruppe (z.B. Flöte + Gitarre) beim Eintreffen der Kinder (ca. 10 Minuten vor Beginn) weihnachtliche Lieder.

Begrüßung


Tagesgebet:

Jesus,
wir freuen uns auf das Weihnachtsfest.
Wir freuen uns über dich und deine Geburt.
Wir haben uns auf den Weg gemacht.
Wir finden dich in einem Stall in einer Futterkrippe,
weil sonst nirgends Platz war für dich.
Es liegt an uns, dir einen Platz zu geben:
In uns selbst, in unserem Leben.
Dass du uns dabei hilfst, darum bitten wir dich.
AMEN

Anzünden der Adventkranzkerzen


Der/die Leiter/in der Feier kann einleitende Worte sprechen:
Wir werden heute noch einmal die Kerzen des Adventkranzes anzünden — alle vier Kerzen zünden wir noch einmal an.
Im Advent haben wir uns auf den Weg zur Krippe gemacht. Mit jeder Kerze, die wir angezündet haben, ist es auch ein wenig heller geworden. Weihnachten ist ein Lichtfest mitten in der dunklen Winterzeit. Der Adventkranz ist ein Zeichen der Hoffnung, ein Zeichen für das Leben.

Vier Kinder kommen zum Adventkranz. Jedes liest einen kurzen Text, dann wird eine Kerze am Adventkranz angezündet und dazu eine Strophe eines Liedes gesungen (z.B. "Komm wir schauen in das Licht, das hell leuchtet und verspricht")

1. Kind: Wir erwarten Jesus, denn er wird zu den Menschen gut sein.
2. Kind: Wir freuen uns auf Jesus, denn er wird den Menschen helfen.
3. Kind: Wir freuen uns auf Jesus, dann ist Gott als Kind bei uns.
4. Kind: Wir erwarten Jesus, denn er wird Frieden bringen.

Erzählen des Weihnachtsevangeliums


Vor der Feier hast du die Krippenfiguren aus der Krippe in der Kirche heraus genommen und mit einem Tuch verdeckt auf den Altar gestellt: Ochs und Esel, Maria, Josef, Jesus, die Hirten, den Engel. Gut ist es, dies mit dem/der Mesner/in vorher abzusprechen! Wenn es in eurer Kirche keine Krippe gibt, kannst du vielleicht eine eigene mitbringen oder eine Gruppe gestaltet in der Gruppenstunde eine aus Ton oder Naturmaterialien.

Die folgende Erzählung des Weihnachtsevangeliums kann als Gespräch mit den Kindern gestaltet werden. Der Text dient als Grundlage, mehr Hintergrundinformationen findest du in der Gruppenstunde "Stern, Stall und Co...".
Bei diesem Gespräch ist wichtig darauf zu achten, dass er für alle anwesenden Kinder ansprechend ist. Das Gespräch kann auch als "Expert/innen-Runde" deiner Jungscharkinder gestaltet werden, bei dem sie z.B. Ergebnisse und neue Erfahrungen aus der Gruppenstunde "Stern, Stall und Co..." erzählen.

Ideen für das Gespräch:


Seit .... (heute, letzter Woche, ...) gibt’s in unserer Kirche etwas Besonderes: die Krippe. Doch wenn wir genau hinschauen, dann fehlen da noch einige wichtige Menschen und Tiere. Gemeinsam wollen wir überlegen, wer fehlt und wie diese Personen bzw. Tiere in die Krippe gekommen sind.

Die jeweilige Krippenfigur wird vom Altar genommen, mit den Kinder überlegt, wer das ist, wie ihr Gesichtsausdruck wirkt, kurz etwas über sie erzählt und dann bringt sie ein Kind zur Krippe. Dort sollte eine Person dem Kind helfen, die Figur in der Krippe zu platzieren.

Am Anfang sind zwei Tiere dort in der Krippe. Welche?
Ochs und Esel.Die beiden spüren, dass heute noch etwas Besonderes passieren wird. Sie sind schon sehr gespannt, was da in der Luft liegt.

Maria. Sie kommt aus einer armen Familie und hat gar nicht damit gerechnet, dass Gott möchte, dass ausgerechnet sie die Mutter von Jesus ist.

Josef. Er ist ein fleißiger Zimmermann, er hält sich eher im Hintergrund. Er ist mit Maria verlobt, er hält zu ihr, obwohl er nicht der Papa von Jesus ist.

Kaiser Augustus hat befohlen, dass alle Leute in die Stadt gehen, in der sie geboren wurden, damit sie sich in Listen eintragen lassen können.
So machen sich also auch Maria und Josef gemeinsam auf den Weg. Maria reitet auf einem Esel. Sie ist schwanger, wird bald ihr Baby bekommen und ist schon sehr müde.
Die beiden sind schon sehr lange unterwegs und suchen ein Gasthaus, eine Herberge, in der sie übernachten können. Aber nirgendwo ist Platz. Niemand gibt ihnen ein Zimmer. Sie wissen nicht, wo sie heute Nacht schlafen werden.
Schließlich landen die beiden in einem Stall. In dem Stall sind schon ein Ochs und ein Esel. Kein besonders bequemer Ort. Kein Wasser. Kein weiches Bett. Kein elektrisches Licht.
Genau dort, in dem Stall, wird Jesus geboren.


Das Jesuskind wird zur Krippe getragen und vielleicht mit einem kleinen Lied begrüßt: "Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja, Jesus ist da!"

In der Nähe des Stalls sitzen gerade ein paar Hirten um das Lagerfeuer. Sie passen auf, dass ihren Schafen nichts geschieht. Hirte zu sein ist keine besonders gut bezahlte Arbeit — außerdem müssen die Hirten bei Hitze und Kälte die Schafe der reichen Leute hüten.
Und plötzlich kommt jemand zu ihnen, als sie sich so beim Lagerfeuer wärmen: ein Engel.


Der Engel sagt zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Freut euch! Ganz in der Nähe ist heute Jesus geboren. Folgt dem Stern und geht zu ihm!
Jesus zeigt uns damit, dass er zu allen Menschen kommt, besonders zu denen, denen es nicht so gut geht.


Die Hirten machen sich also mit ihren Schafen auf den Weg zur Krippe.
Später sind dann auch noch andere Leute zum Stall gekommen, um Jesus zu begrüßen: die Sterndeuter. Auch wir wollen jetzt zum Stall gehen und Jesus begrüßen.
Jesus hat später einmal gesagt: Lasst die Kinder zu mir kommen! Er nimmt die Kinder ernst, sie sind ihm wichtig.
Und so wollen auch wir uns jetzt auf den Weg zur Krippe machen.


An dieser Stelle können alle Kinder mit dem/der Gottesdienstleiter/in in einer Prozession zur Krippe gehen — dazu kann z.B. "Hast du’s schon gehört, hat man’s dir erzählt?" oder "Ihr Kinderlein, kommet" gesungen werden.

Fürbitten:


Alle sind noch bei der Krippe versammelt.
Jesus ist als Licht in unsere Welt gekommen.
Wo er den Menschen begegnet ist, wurde es heller und schöner.
So wie er wollen auch wir Licht sein.
Wir wollen die Welt um uns heller und schöner machen.
Darum wollen wir beten:


(bei jeder Fürbitte bringt ein Kind ein Teelicht zur Krippe)

Mein Licht heißt Hoffnung.
Weil so viele Menschen für unsere Welt nur noch schwarz sehen, bitten wir:
Gott, bring durch unser Leben wieder ein Licht der Hoffnung in die Welt.


Liedruf nach jeder Fürbitte "Mit Jesus kommt das Licht zu uns — Amen, Halleluja"

Mein Licht heißt Liebe.
Weil wir Menschen oft so lieblos miteinander umgehen, bitten wir:
Lass uns nicht immer nur auf die anderen warten, sondern lass uns selbst ein Licht der Liebe anzünden.


Mein Licht heißt Freude.
Weil so viele Menschen einsam und traurig sind, bitten wir:
Gott, lass uns durch unsere Freude andere anstecken, damit auch sie froh sein können.


Mein Licht heißt Friede.
Weil wir Menschen oft miteinander streiten und weil wir immer Recht haben wollen, bitten wir:
Gott, lass uns Frieden schaffen und lass uns heute noch damit anfangen.


In dieser heiligen Nacht ist Licht in die Welt gekommen. Dass dieses Licht auch in unsere Herzen einkehrt, darum bitten wir dich, Gott, durch deinen Sohn Jesus Christus. Amen.

Vater unser und Schlusslied


Nachdem ihr gemeinsam das Vater unser gebetet habt, kann der/die Gottesdienstleiter/in die Kinder einladen, sich nach dem Schlusslied (z.B. "Stille Nacht") eine Laterne zu holen, mit der sie das Friedenslicht nach Hause mitnehmen und vielleicht auch ihren Großeltern, Freund/innen,... bringen können.

Publikation: Advent & Weihnachten

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Jahreskreis: Weihnachten

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Religiöses, Gottesdienst