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O, du fröhliche...Stationengang für Kinder und Eltern

Gruppenstunde | Alter: 8-15 | Aufwand: mittel

Hintergrund

Wenn Kinder feiern, dann darf das Spielerische nicht zu kurz kommen. Die folgende weihnachtliche Feier hat die Form eines Stationengangs und ist für ein Treffen aller Jungscharkinder und Minis im Advent gedacht. Es ist auch möglich, die Eltern der Kinder dazu einzuladen. Natürlich kannst du diese Advent-Aktion aber auch nur mit deiner Gruppe machen, jedoch braucht es für diese Spielaktion mindestens zwei Gruppenleiter/innen.

Material

  • Das Material ist bei den einzelnen Stationen angegeben.

Aufbau

Die einzelnen Stationen sind in verschiedenen Räumen des Pfarrheims vorbereitet, wobei immer ein/e Gruppenleiter/in eine Station betreuen sollte. Wenn du diese Stunde nur mit deiner Gruppe machst, gehen die Kinder gemeinsam von Station zu Station, wo sie jeweils eine/n Gruppenleiter/in antreffen.
Die Aktion ist für etwa 2 1/2 Stunden gedacht. Wenn ihr nachher noch gemeinsam feiern wollt, kann sie auch länger dauern.

 

Einladung


Jedes Kind sollte rechtzeitig eine Einladung zur Adventfeier bekommen. Du kannst sie entweder aussenden oder den Kindern etwa 2-3 Wochen vor dem Termin mitgeben.

Raumgestaltung und Beginn


Material: Kassettenrekorder, Musik, Kerzen, Nüsse, Mandarinen, Kekse

Der Raum, in dem sich alle Kinder und Eltern treffen, sollte gemütlich gestaltet sein: Es sind Sessel und Tische aufgestellt, auf den Tischen stehen brennende Kerzen und eventuell Schüsseln mit Nüssen, Mandarinen oder Keksen, im Hintergrund könnte leise (weihnachtliche) Musik spielen.
Bis der Stationengang beginnt ist Zeit zum Begrüßen und gemütlichen Plaudern.

Einstieg in die Spielgeschichte


Zu Beginn des Stationenganges tritt ein/e Gruppenleiter/in auf, der/die als Briefträger/in verkleidet ist (dunkelblaues Sakko, eventuell mit selbst aufgenähtem Postzeichen, Mütze, große Tasche). Er/sie hat ein großes Taschentuch in der Hand, denn er/sie muss oft niesen und sich dann kräftig schnäuzen.

Der/die Briefträger/in erklärt den Anwesenden, dass bei der Post unglücklicherweise gerade eine Grippeepidemie ausgebrochen ist. Alle Briefträger/innen liegen mit Fieber, Halsweh und Schnupfen in ihren Betten und er/sie selbst würde das auch am liebsten tun. Das alles ist natürlich ziemlich schlimm, denn gerade in der Weihnachtszeit ist doch so viel Post auszutragen.

Der/die Briefträger/in bittet also die Anwesenden, beim Austragen der Weihnachtspost behilflich zu sein. Er/sie zieht fünf Weihnachtsgrußkarten aus seiner Tasche und zeigt sie den Kindern. Diese Karten sind besonders eilig und müssten sofort ausgetragen werden. Darum fordert er/sie die Kinder (und Eltern) auf, sich in fünf Gruppen zu teilen — jede Gruppe soll eine Karte austragen. Beim/bei der Empfänger/in erhalten sie dann wieder eine Karte, die dann zu einer weiteren Person getragen wird. So besuchen die einzelnen Gruppen alle Stationen und helfen dem/der kranken Briefträger/in.

Variationsmöglichkeit: Ihr könnt den Stationengang natürlich auch so gestalten, dass jede/r Einzelne sich aussuchen kann, wann er/sie zu welcher Station gehen möchte. Das hat den Vorteil, dass die Kinder und Erwachsenen auch selbst entscheiden können, ob bzw. wie lange sie eine Station besuchen.

Aufteilung in Gruppen


Die Aufteilung in fünf Gruppen könnte so vor sich gehen, dass sich in jeder Ecke des Raumes und in der Mitte jeweils eine Gruppe findet. Der/die Briefträger/in hat vorher schon abgezählt, wie viele Kinder und Eltern da sind, so dass er/sie nun angeben kann, wie groß eine Gruppe sein sollte, damit alle Gruppen etwa gleich groß sind. (Es macht für die Aktion aber auch nichts, wenn die Gruppen nicht ganz gleich groß sind.)

Jede Gruppe erhält nun eine der Karten, dann kann es los gehen.
Besonders nett sind "echte" Weihnachtsgrußkarten, die du auch ganz leicht selbst machen kannst, indem du ein Bild mit einem Weihnachtsmotiv auf ein Stück Karton in Postkartenformat klebst und die Striche für die Adresseinteilung selber ziehst. Und das steht zum Beispiel auf einer Weihnachtskarte geschrieben:

Von einem Ort zum anderen


Jede Gruppe liefert ihre Karte am angegebenen Ort ab. Dort werden sie schon vom/von der Empfänger/in erwartet. Diese/r steckt gerade mitten in den Weihnachtsvorbereitungen, mit denen er/sie nicht alleine fertig wird. Er/sie benötigt also Hilfe und bitte die Gruppe mitzumachen.

Nach etwa 20 Minuten (je nachdem, wie viel Zeit ihr für alle Stationen vorgesehen habt, bzw. ob die Teilnehmer/innen in Gruppen oder alleine unterwegs sind) bedankt sich der/die Empfänger/in bei der Gruppe und bittet sie, wenn sie gehen, doch für ihn/sie auch eine Karte auszutragen. Er/sie gibt ihnen eine neue Karte und die Gruppe trägt nun diese Karte zur nächsten Station.

1. Opa/Oma Wareinmal


Material: Verkleidung für Opa/Oma (z.B. Brille, weißer Bart, weiße Perücke,...), ein Buch, evtl. unterschiedliche weihnachtliche und nicht-weihnachtliche Gegenstände

Wenn die Kinder kommen, sitzt Opa/Oma Wareinmal etwas zerknirscht und bedrückt im Lehnstuhl. Er/sie hat nämlich seinen/ihren Enkerln versprochen, morgen am Abend — wenn ihre Eltern im Konzert sind — eine spannende Advent- oder Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Einen Beginn für die Geschichte hat er/sie sich ja schon einfallen lassen, aber jetzt will ihm/ihr aber beim besten Willen nichts einfallen! Ob die Kinder vielleicht behilflich sein könnten?

Die Kinder setzen sich im Kreis auf und Opa/Oma Wareinmal beginnt zu erzählen: "Es war einmal..." (Hier zwei Vorschläge für den Beginn der Geschichte: ... ein Rentier namens Rudolf. Rudolf war immer schon etwas anders als die anderen Tiere in seinem Stall. Während diese sich immer brav an alle Vorschriften des Weihnachtsmannes/der Weihnachtsfrau hielten, war Rudolf viel zu neugierig und hatte viel zu viele Ideen, die er gerne ausprobieren wollte; oder: ... an einem Morgen des 24. Dezembers. Leonie wachte auf und entdeckte einen Mantel, den sie noch nie zuvor gesehen hatte, über ihrem Sessel. Schnell schlüpfte sie hinein und stellte fest: Sie konnte plötzlich fliegen!)
An dieser Stelle unterbricht Opa/Oma die Erzählung und reicht das Buch an das Kind, das neben ihm/ihr sitzt weiter. Dieses kann nun — ganz nach Belieben — die Geschichte fortsetzen, solange es möchte. Fällt ihm nichts dazu ein, kann es das Buch natürlich auch gleich an seine/n Nachbar/in weitergeben, der/die dann die Geschichte weiter spinnt.
Als Variante können auch einige Gegenstände, die man mit Weihnachten in Verbindung bringen kann (z.B. Kerze, Lebkuchen, Glocke,...), und einige nicht-weihnachtliche (z.B. Karotte, Stofftiger, Lupe,...) in der Mitte des Kreises liegen. Diese Gegenstände sollen alle an irgendeiner Stelle in der Geschichte vorkommen.

2. Rosi Bütten


Material: Verkleidung für Rosi Bütten (z.B. weite Hose, bunter Schal,...), alter Topf mit angerührtem Kleister, weißes Packpapier, breite Malerpinsel und Borstenpinsel, eventuell alte Kämme, ein Drahtgitter (oder ein altes Sieb), Deckfarben (bzw. farbige Holzbeize oder Tusche), Zeitungspapier zum Unterlegen und ein paar alte Hemden für die Kinder, die keines von zu Hause mitgenommen haben (in die Einladung schreiben)

Rosi Bütten ist gerade dabei, Geschenkpapier zu machen, denn sie möchte gerne die Geschenke für das heurige Weihnachtsfest in selbst gebasteltes Geschenkspapier wickeln. Begeistert wie sie ist lädt sie die Kinder gleich ein, mitzutun.

Und das ist die Anleitung für das Basteln von Geschenkpapier:
Zuerst feuchtet ihr das Papier mit dem Pinsel oder einem Schwamm etwas an, bestreicht es dann mit wenig Kleister (sonst braucht es zu lange, bis es trocken ist) und setzt die Farben hinein. Danach könnt ihr mit alten Kämmen, mit Pinselstielen oder auch mit den Fingern Muster herstellen. Wenn ihr so über das mit Kleister und Farbe bestrichene feuchte Papier fahrt, wird die Farbe an den Stellen, an denen sie verdrängt wird, heller und dort wo sie dicker zusammen fließt wiederum dunkler.

Ein anderes Muster entsteht dadurch, dass man auf das mit Kleister bestrichene, noch feuchte Papier etwas Farbe spritzt. Die Farbpunkte zerfließen dann auf dem Kleister zu kleinen Sternen. Zum Spritzen verwendet ihr am besten ein kleines Drahtgitter oder ein altes Sieb.

3. Fridolin, der Zuckerbäcker


Material: Verkleidung für Fridolin (z.B. weiße Schürze, Kochmütze,...), Zutaten für die ausgewählte Weihnachtsbäckerei, Backpapier

Fridolin hat eine weiße Schürze um und eine Kochmütze auf. Er ist gerade eifrig beim Herstellen von Weihnachtsbäckerei.

Auf seinem Tisch stehen bereits alle Zutaten, die ihr zum Herstellen von Schoko-Haselnuss-Bällchen braucht. Er lädt euch nun ein, ihm beim Backen unter die Arme zu greifen.

Für dieses Rezept benötigt ihr einen Backofen. Weitere Rezepte (für die ihr z.T. auch keinen Backofen braucht) findest du auf Seite YX. Außerdem findest du dort auch Hinweise, wie du mit Kindern kochen/backen kannst und worauf du dabei besonders achten solltest.

Für den Teig brauchst du:
15 dag geriebene Haselnüsse
10 dag Staubzucker
10 dag Butter
10 dag Kakao
Alle Zutaten werden in einer Schüssel gut vermengt und nun könnt ihr daraus kleine Schoko-Kugeln formen. Diese werden dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gesetzt und zum Schluss wird eine halbe Haselnuss auf die Oberfläche gedrückt.

Wenn alle Gruppen ihre Bällchen geformt haben (oder nach und nach), werden sie bei ganz schwacher Hitze (ca. 100 Grad) 30 Minuten gebacken.

4. Riki Gambler


Material: Verkleidung für Riki Gambler (z.B. Latzhose, Kappe,...), Kassettenrekorder, Musik, Nikolosack

Riki ist allein zu Hause, ihre Eltern sind gerade Weihnachtsbesorgungen machen. Riki findet Weihnachten dumm, wenn alle so hektisch werden und niemand mehr Zeit hat, miteinander etwas zu tun. Riki kennt eine Menge Spiele, für die man aber mehrere Mitspieler/innen bracht — sie fragt die Gruppe, ob sie nicht mit ihr spielen will.

Hier einige Vorschläge, welche Spiele bei dieser Station gespielt werden könnten. (Die Spiele sind der "Spielemappe" entnommen, die dazu erfundenen Spielgeschichten haben natürlich alle mit der Rahmenhandlung Weihnachtszeit zu tun.):

Tummelfahrt oder Wie kalt ist doch der Winter!
Es ist Winter und bitter kalt. Da hilft nur, dass man sich gegenseitig wärmt. Zu Musik gehen alle im Raum umher, so als würden sie durch ein Schneegestöber stapfen. Wenn die Musik aussetzt, ruft der/die Spielleiter/in (das ist Riki) den Namen eines Körperteils, der uns gerade kalt zu werden droht. Ruft Riki z.B. "Knie!", dann versuchen alle mit ihrem Knie möglichst viele andere hintereinander an deren Knie zu berühren. Durch die Körperwärme soll einer Erfrierung vorgebeugt werden. Wenn die Musik weiter spielt, laufen wieder alle durcheinander, bis der Name eines anderen Körperteils gerufen wird.

Platzwart oder der Nikolaus geht um
Im Raum verteilt stehen Sessel, und zwar genau um einen weniger als Mitspieler/innen. Alle bis auf eine/n sitzen auf einem Sessel. Diese/r eine Mitspieler/in spielt den Nikolaus (als erste übernimmt Riki diese Rolle.) Der Nikolaus ist erkennbar an einem Sack und geht zwischen den Sesseln umher. Jedes Kind das er berührt steht auf und folgt ihm. Lässt der Nikolaus seinen Sack fallen, dann versucht jede/r einen freien Platz zu besetzen — also wieder nach Hause zu laufen, um zu schauen, ob der Nikolaus schon etwas für sie/ihn hinterlassen hat. Wer keinen freien Sessel mehr findet, übernimmt als nächste/r die Rolle des Nikolaus.

Goofie oder schneeblind
Es gibt ein enormes Schneegestöber und man kann überhaupt nichts mehr erkennen. Damit niemand schneeblind wird, haben alle die Augen geschlossen. Eine/r von uns hat die Schutzbrillen mitgenommen, das ist Goofie, er/sie hat als einzige/r die Augen offen. Die anderen Kinder wissen nicht wo er/sie steht und suchen Goofie. Immer, wenn ein Kind auf ein anderes Kind trifft, fragt es also "Goofie?". Fragt das andere Kind zurück, geht die Suche weiter. Bleibt der/die Befragte aber stumm, so ist Goofie gefunden. Das vorher suchende Kind bekommt nun also seine Schutzbrille, öffnet die Augen und gibt Goofie die Hand. Alle Kinder mit Schutzbrillen strecken den Suchenden die Hand entgegen, bis alle Goofie gefunden haben.

Geschenke
Alle Kinder sitzen im Kreis. Jedes Kind sagt seinem/ seiner rechten Nachbar/in ins Ohr, was es ihm/ihr schenkt. Dem/der linken Nachbar/in wird gesagt, was diese/r mit seinem/ihren Geschenk tun soll. Dann sagen alle reihum die witzigen Kombinationen, die durch die Einflüsterungen ihrer Nachbar/innen entstanden sind.

Gordischer Knoten oder Päckchenchaos
Beim Einpacken eurer Weihnachtsgeschenke ist ein kleines Missgeschick passiert. In aller Eile habt ihr nicht geschaut, darum haben auch alle die Augen geschlossen, und euch mit eurem Geschenksband verknotet. Jede/r fasst nun mit seinen/ihren Händen nach je einer Hand von zwei weiteren Mitspielenden. Nun öffnen wieder alle die Augen und versuchen jetzt — ohne die Handfassung zu lösen — den entstandenen Knoten wieder zu entwirren, sodass alle wieder im Kreis stehen.

5. Anna/Anton Ars


Material: Verkleidung für Anna/Anton Ars (z.B. Brille, schwarzer Schal,...), Sofortbildkamera, Krippendarstellungen, Kostüme und Requisiten für das Krippenbild

Anna/Anton ist Photograph/in und soll für die Weihnachtsnummer einer Zeitschrift ein paar Bilder machen. Er/sie hat auch einige Bilder von Krippendarstellungen mitgebracht (siehe Abbildung). Jetzt braucht sie nur noch ein paar Modelle, die sich zu einem Krippenbild gruppieren, das sie photographieren kann.
Die Gruppe wird aufgefordert, eine Krippenszene darzustellen, dann wird diese von Anna/Anton Ars mit einer Sofortbildkamera photographiert. Tücher, Sternsingergewänder, Bänder, Stäbe, Schachteln usw. dienen als Kostüme und Requisiten.

Besonders für ältere Kinder kann es auch lustig sein, Krippenbilder mit "Fehlern" nachzustellen, z.B. eine Krippe ohne Jesus, mit 3 Heiligen Königinnen,...

Abschluss


Bei der letzten Station erhält jede Gruppe eine Karte, die in dem Raum abgegeben werden soll, in dem ihr euch zur Begrüßung getroffen habt — so treffen sich wieder alle in einem gemeinsamen Raum. Der/die Briefträger/in bedankt sich sehr herzlich und wünscht allen ein frohes Fest.
Das Geschenkpapier wird ausgestellt und kann nach der Feier von den Künstler/innen mitgenommen werden; ihr könnt gemeinsam die Kekse verkosten und die Photos von einem Tisch zum anderen weitergeben.
Der Nachmittag kann nun mit Singen, Essen, Plaudern und Spielen gemütlich ausklingen.

Publikation: Advent & Weihnachten

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Jahreskreis: Weihnachten

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Spiel, Feiern