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Erde, Wasser, Feuer, Luft

Gruppenstunde Basteltipps | Alter: 8-12 | Aufwand: hoch

Ziel

Die von einem antiken griechischen Philosophen ins Leben gerufene Lehre von den vier Prinzipien oder Elementen hat sich als Schlagwort bis heute erhalten. Ziel dieser Kreativaktion ist es, durch die vier Elemente inspiriert kreativ zu werden und zu philosophieren.

Material

  • Kassette mit den Ansprachen der Göttinnen und Götter
  • Kassettenrekorder
  • Feuer: pro selbstgebasteltem Feuerlöscher ein größeres Tablettenröhrchen mit gut schließendem Plastikstopfen, eine leere Kugelschreibermine, ein Nagel der etwas dünner als die Kugelschreibermine ist, Brausepulver, Spülmittel, Schere, Feuer, Kerze und Bastelanleitung
  • Luft: verschiedene Gegenstände zum Musikmachen, wie Flaschen, Papiersackerl, Luftballons, Pfeiferl, Flöte, Fön, ... für jedes Kind muss mindestens ein Gegenstand vorhanden sein
  • Wasser: pro Kind ein leeres Marmeladeglas, von dem das Etikett abgelöst wurde, Schwamm- und Korkstücke, kleine Steine, Lebensmittelfarbe, ev. Sand, Alu-Folie, Glitzer-Sterne, ...

Aufbau

Archäolog/in Prof. Lekaro erzählt vom Streit der Götter und Göttinnen.
Für jedes der vier Elemente spricht der/die jeweilige Gott/Göttin zu den Kindern und stellt eine Aufgabe,
die anschließend von den Kindern ausprobiert wird.

 

Wenn die Kinder den Gruppenraum betreten, begrüßt du sie als Archäologe oder Archäologin Prof. Lekaro und erzählst:
Bei Ausgrabungen bist du auf einen interessanten Fund gestoßen: Vor langer Zeit, in Griechenland, gab es angeblich viele Göttinnen und Götter, die in ihrer eigenen Welt auf dem Olymp lebten und die für verschiedenste Dinge zuständig waren. So wurden auch die vier Elemente (Feuer, Erde, Wasser, Luft) von Göttinnen und Göttern betreut. Du hast vor kurzem ein Dokument gefunden, aus dem hervor geht, dass diese vier Göttinnen und Götter sich darum stritten, welches Element für die Menschen am wichtigsten, am schönsten, oder gar am lustigsten sei. Um das herauszufinden, ließen sich die Gottheiten tolle Dinge einfallen, die die Menschen mit ihren Elementen tun konnten. Diese Aufgaben verkündeten sie vom Olymp, und zufällig hast du nun einen Mitschnitt von diesen Ansprachen gefunden. Du schlägst den Kindern vor, dass ihr euch diese Mitschnitte anhört und ausprobiert, womit die Götter und Göttinnen ihre Elemente attraktiv machen wollten.

Du hast auf einer Kassette die folgenden Ansprachen der Götter und Göttinnen aufgenommen. Ideal wäre es, wenn du vier verschiedene Leute bitten könntest, auf das Band zu sprechen. Du spielst je eine Ansprache vor, und die Kinder probieren aus, wozu die Götter und Göttinnen sie aufgefordert haben.


Hestia: "Wenn’s zu heiß wird..."



"Feuer ist eindeutig das spektakulärste, gefährlichste Element. Ihr Menschen seid den Umgang mit gezähmtem Feuer gewohnt, ihr zündet Fackeln an, wärmt euch am offenen Feuer und grillt Fleisch über glühenden Kohlen. Wenn Feuer außer Kontrolle gerät, seht ihr aber recht hilflos aus. Deshalb habe ich euch eine Anleitung zukommen lassen, wie ihr einen selbstgebauten Feuerlöscher herstellen könnt!"
Trennt die Spitze der Kugelschreibermine ab und wascht die Mine gut aus, damit man die Röhre ohne Mühe durchblasen kann. Nun erhitzt den Nagel und brennt mit ihm ein Loch in die Mitte des Plastikstopfens. Schiebt die Mine so weit durch den Plastikstopfen, dass etwa 2 cm oben herausschauen. Damit der Feuerlöscher dann auch funktionieren kann, müssen Plastikstopfen, Röhre und Mine ganz dicht abschließen! Knickt ca. 1 cm vom oberen Ende die Kugelschreibermine rechtwinklig um, indem ihr es über einen Bleistift rollt. Füllt das Tablettenröhrchen fast bis zum Rand mit Wasser, gebt ein paar Tropfen Spülmittel und einen Teelöffel Brausepulver dazu und verschließt das Röhrchen mit dem Plastikstopfen so schnell wie möglich. Mit dem Feuerlöscher könnt ihr nun Kerzen löschen.
Nachdem hier Wasser versprüht wird, solltet ihr die Feuerlöscher an einem Ort bauen, wo es nicht stört, wenn herumgespritzt wird.


Hermes: "Music is in the air"



"Meistens fällt euch gar nicht auf, dass sie überhaupt da ist. Und doch, ohne sie wärt ihr verloren. Ihr atmet sie ein, ihr atmet sie aus. Die Luft! Aber die Luft ist nicht nur zum Atmen da. Mit Hilfe verschiedener Gegenstände könnt ihr der Luft Töne entlocken und sogar Stücke komponieren."
Dazu hast du die oben genannten Gegenstände zum Musikmachen hergerichtet. Die Kinder können nun ausprobieren, welche Töne oder Geräusche sie den Gegenständen entlocken können. Dann könnt ihr eventuell eine bestimmte Abfolge ausmachen und so gemeinsam entweder ein bekanntes oder ein selbst komponiertes Stück spielen. Dieses Stück auf Kassette aufnehmen ist sicherlich auch ganz spannend.


Neptun: "Sturm im Wasserglas"



"Euch ist doch sicherlich bewusst, wie wichtig und vielseitig Wasser ist. Ohne Wasser gäbe es keine Meere mit Fischen darin, die Pflanzen könnten nicht sprießen, ihr könntet euch nicht waschen und müsstet andere Flüssigkeiten trinken. Außerdem besteht ihr selbst zu einem großen Teil aus Wasser! Nun, ich bin in letzter Zeit mit der Gestaltung meiner Wohnung, also des Meeres, nicht so ganz zufrieden. Das Meer könnte einen Tapetenwechsel gebrauchen. Könntet ihr vielleicht Modelle gestalten, wie ich mein Meer umbauen kann?"
Die Kinder können nun Meeres-Modelle in den Marmeladegläsern bauen. Dazu empfiehlt es sich, sowohl Gegenstände, die auf dem Boden liegen bleiben (z.B. Steine) als auch Gegenstände, die schweben (z.B. Schwammstückchen) und Gegenstände, die schwimmen (z.B. Korkstückchen) zu verwenden. Ihr könnt das Wasser auch mit Wasserfarben färben. Wenn das Glas fertig gestaltet, mit Wasser aufgefüllt und fest verschlossen ist, kann man es auch schütteln und zuschauen, wie sich "nach dem Sturm" alles wieder ordnet.


Demeter: "Warum die Erde und die Erde gleich heißen..."



"Die Erde ist der Boden, der euch trägt. Pflanzen finden in ihr Nährstoffe, können Wurzeln schlagen und wachsen. Auch Schätze sind in ihr versteckt. Und oft, an lauen Sommerabenden, setzen sich die Menschen nach getaner Arbeit auf den Boden, rasten sich aus und kommen ins Philosophieren. Eine dieser Fragen, über die die Menschen oft sprechen, ist, warum die Erde einerseits die Schicht ist, auf der Pflanzen wachsen und andererseits auch der ganze Planet auf dem wir leben. Ich habe einmal gehört, dass die Erde und die Erde einmal Zwillinge waren, aber ob das stimmt? Könnt ihr euch denken, warum die Erde und die Erde gleich heißen?"
Falls das Wetter mitspielt und ihr in der Nähe eine Wiese habt, könnt ihr hinausgehen und auf der Erde sitzend darüber plaudern, warum wohl die Erde und die Erde gleich heißen. Ansonsten könntest du eine Handvoll Erde und ein Bild vom Planeten Erde mitnehmen und anhand dieser Gegenstände im Gruppenraum mit den Kindern philosophieren.

Wenn ihr genug vom Philosophieren habt, bedankst du dich im Namen der Wissenschaft bei den Kindern. Als Erinnerung kann jede/r seine/ihre Bastelei mit nach Hause nehmen.

Autor/in: Marlene Kirchner und Lisi Paulovics

Publikation: Kumquat_2/02

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Schlagwörter: Kreativität, Spiel, Experimente