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Paulus auf reisen

Messmodelle

Hintergrund

Paulus ist auf seinen Missionsreisen viel herumgekommen. Er hat den verschiedensten Menschen die Frohe Botschaft von Jesus verkündet. Er ist dabei auf die verschiedensten Auffassungen und religiösen Vorstellungen gestoßen. Das soll der heutige Gottesdienst ein wenig illustrieren. Paulus hat aber bei seinen Missionsreisen sehr klug gehandelt. Er hat nicht versucht den Menschen, denen er begegnet ist, etwas ganz Neues aufzusetzen, sondern er hat versucht sie dort abzuholen wo sie sind, um sie von dort aus weiterzuführen. Er hat versucht den "Neuen Weg", wie das Christentum damals oft genannt wurde, zu inkludieren.

Material

  • "Ortstafeln"
  • eine Schriftrolle auf einem kleinen Tisch
  • Plakat mit einem griechischen Tempel
  • Plakat mit einem Marktplatz

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Lesung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Apg 14, 21b-27

In jenen Tagen kehrten Paulus und Barnabas nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.
Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab. Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte.
Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

Evangelium: Joh 13, 31-33a.34-35

In jener Zeit, als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.
Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

Hintergrund 1. Lesung:

Bericht von der 1. Missionsreise


In der heutigen Lesung wird uns eine Art Zusammenfassung und Rechenschaftsbericht über die erste Missionsreise des Paulus mit seinem Begleiter Barnabas gegeben. Antiochien war der Ausgangspunkt und dorthin kehren sie auch zurück. Die Gemeinde von Antiochia war wahrscheinlich nicht nur der Geldgeber für diese erste Reise, sondern was vielleicht noch wichtiger war, auch der geistige Rückhalt. Die enge Bindung der Missionare an die Gemeinde von Antiochien war sicher auch eine Garantie für die neuen Gemeinden, dass Paulus und Barnabas auch das Richtige verkünden.

Bestellung von Ältestenräten


Die beiden haben Erfolg. Es gelingt ihnen, viele Menschen für Jesus zu begeistern. Der Platz der Missionare bleibt aber nicht leer, wenn sie weiterziehen, sondern sie bestellen In jeder Gemeinde durch Handauflegung und Gebet "Älteste", "Presbyter". Damit soll nicht eine hierarchische Struktur eingeführt werden, sondern es soll sichergestellt werden, daß die Gemeinde nicht verwaist ist. Aufgabe der Ältesten ist es, gemeinsam die Gemeinde zu leiten.

Bestätigung der Heidenmission


Paulus und Barnabas kehren schließlich nach Antiochia zurück. Sie berichten der Gemeinde von ihren Erlebnissen und Erfolgen. Implizit wird damit aber auch gesagt, dass die ganze Gemeinde hinter dem steht, was Paulus und Barnabas lehren und tun.
Zum Schluss der Lesung klingt noch ein Problem an, das die ersten Gemeinden am meisten beschäftigt hat. Sollen sie die Heiden zulassen und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Jesus hat sich zu den Juden gesandt verstanden. Er wollte sein Volk mit seinem Vater im Himmel versöhnen. Die Juden aber lehnen die Frohe Botschaft sehr oft ab. Die Nichtjuden (Heiden genannt) aber freuen sich und sind ganz begeistert von dem Freundschafts- und Erlösungsangebot Gottes. Was also tun? Diese Frage führt sogar zu Auseinandersetzungen unter den Aposteln. Diese werden schließlich auf dem Apostelkonzil in Jerusalem beigelegt. Die Heiden dürfen Christen werden, ohne sich zuerst zum Judentum bekehren zu müssen. Paulus ist für die Heidenmission zuständig, Petrus für die Judenmission.


Elemente für einen Gottesdienst

Kyrie


Herr Jesus, dir ist jeder willkommen, der das Angebot deiner Freundschaft annimmt. Herr, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du hältst zu deinen Freunden und lässt uns nicht im Stich. Christus, erbarme dich unser.

Herr Jesus, du möchtest unseren Weg mit uns gehen und uns zu deinem Vater im Himmel führen. Herr, erbarme dich unser.

Zur Lesung


Zur Lesung machen wir uns auf den Weg. In der Kirche sind drei Stationen aufgebaut. Diese können auch mit "Ortstafeln" zur besseren Orientierung versehen sein.
Wir haben heute gehört, dass Paulus viel unterwegs war, um viele Menschen für Jesus zu begeistern. Wie es ihm dabei so ergangen ist, und wie er das gemacht hat, können wir ein bisschen nachfühlen. Machen wir uns also auf die Reise und versuchen wir Paulus zu finden.

1.Station

Antiochia, Synagoge


eine Schriftrolle auf einem kleinen Tisch. Einer liest die Lesung vom 4. Sonntag der Osterzeit vor. Dann versucht der/die Gottesdienstleiter/in mit den Kindern die Situation einzufangen.
Paulus predigt, die Juden hören zu. Einige sind angetan, viele eher skeptisch. Es spricht sich herum, auch die Heiden wollen das Wort Gottes hören. Die Juden wissen nicht, ob sie das zulassen sollen. Schließlich lassen sie es nicht zu, hetzen einige Leute auf und vertreiben Paulus und Barnabas.

2.Station

Ephesus (Apg 19,8-40)


Plakat mit einem griechischen Tempel.

Paulus war auch in Ephesus. Das war damals eine wichtige und reiche Handelsstadt. Es gab dort auch einen berühmten Tempel der Artemis, einer griechischen Göttin. Viele Menschen pilgerten zu diesem Tempel. Ähnlich wie heute in unseren Wallfahrtsorten gab es auch dort einen regen Andenken handel, von dem einige ganz gut leben konnten.
In Ephesus gab es aber auch Juden, zu denen ging Paulus zuerst. Er erzählte ihnen von Jesus. Was glaubt ihr passiert?
(Juden nehmen nicht an, Paulus geht zu den Heiden.)
Sie freuen sich über die frohe Botschaft und Paulus kann viele begeistern. Das aber führt zu heftigen Tumulten. Die Andenken Händler wollen sich ihr Geschäft nicht kaputt machen lassen.

3.Station

Athen (Apg 17,16-34)


Plakat mit einem Marktplatz

Auf seiner zweiten Missionsreise kam Paulus auch nach Athen. Dort ging er, wie immer, zuerst zu den Juden in ihre Synagoge. Dort passiert leider das Übliche. Interesse, na ja, nicht gerade Begeisterungsstürme. Paulus geht zu den Heiden. Dazu begibt er sich auf den Marktplatz. Dort trifft sich so gut wie alles. Die Athener verehren viele Götter, jeder hat seinen eigenen Tempel oder zumindest einen kleinen Altar. Da sieht Paulus einen Altar, auf dem steht: "EINEM UNBEKANNTEN GOTT". Das nützt Paulus aus und erzählt den Athenern von diesem, für sie unbekannten Gott, der für Paulus natürlich Jesus ist. Die Athener sind zwar interessiert, wie man halt an Neuem interessiert ist, aber zu Begeisterungsstürmen kommt es nicht gerade. Sie sagen Paulus kühl: "Darüber wollen wir dich ein anderes Mal hören".

Fürbitten


Herr Jesus, hilf den Menschen, die heute von dir erzählen, das so zu tun, dass wir sie auch richtig verstehen können.

Schenk uns auch die Freude und Begeisterung darüber, deine Freunde sein zu dürfen, wie du sie damals den Heiden geschenkt hast.

Gib uns Offenheit und Verständnis für die Menschen, die anders denken und anders sind als wir.

Hilf uns, dass unsere Begeisterung auf andere Menschen ansteckend wirken kann, damit möglichst viele deine Freunde werden können.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Ostern

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 5. Sonntag der Osterzeit

Schlagwörter: Gottesdienst, Ostern

 

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