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Kindsein

Messmodelle

Hintergrund

Im heutigen Gottesdienst steht das Kind im Mittelpunkt und das, was es von seinen Eltern braucht und auch erwarten kann. In der Lesung aus dem Epheserbrief hören wir, was wir als Söhne und Töchter Gottes von Gott, unserem guten Vater, erwarten können. Unser Gott liebt uns wie ein guter Vater oder eine gute Mutter.

Material

  • Text "An alle Erwachsenen", als Kopie für alle

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Kyrie
  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

2. Lesung: Eph 1, 3-6.15-18

Gepriesen sei Gott, der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott, er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn.
Darum hören wir nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt.

Evangelium: Joh 1, 1-5.9-14

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Hintergrund 2. Lesung:

Paulus an die Epheser?


Sowohl Paulus als Absender als auch die Gemeinde von Ephesus als Adressat des Epheserbriefes sind heute sehr umstritten. Bibelwissenschaftler meinen, dass es unwahrscheinlich ist, dass der mit Ephesus sehr verbundene Paulus einen so unpersönlichen Brief geschrieben haben soll. Auch die Nichterwähnung der Wiederkunft Christi ist für einen Paulusbrief sehr unwahrscheinlich. Man muss also annehmen, dass der Brief von einem Apostelschüler verfasst worden ist, der den Geist des Paulus lebendig erhalten wollte. Er schreibt im Namen des Paulus, die Aussagen über Jesus Christus und das zentrale Thema der Kirche sind aber bereits weiterentwickelte Theologie. Da die Kirche gegen Ende des 1.Jhdt .n.Chr. oft mit anderen Weltanschauungen in einen Topf geworfen worden ist, will der Autor die Einzigartigkeit der Kirche Jesu Christi aufzeigen, was bereits in der heutigen Lesung (1. Kapitel) zu lesen ist. Es ist dies die Gedankentiefe und lobartige Einleitung eines Briefes an die Gemeinde, die Paulus gegründet hat, oder auch an weiteren Gemeinden. Bis ins 2. Jhdt. fehlte dem Brief nämlich die Adresse und damit der Nachweis, dass er an die Epheser geschrieben worden ist.

Lobpreis für unseren Vater


Der Autor des Epheserbriefes (möglicherweise der gefangene Paulus) ist voll Freude und Dank. Gott wird als unser Vater und der Vater Christi gepriesen. Wer in seinem Glauben und der inneren Verbundenheit mit Christus lebt, dem schenkt Gott seinen Segen. Aus Liebe hat Gott uns dazu bestimmt, seine Söhne und Töchter zu werden. Die Kindschaft Gottes ist ja die Frucht seiner großen Liebe. So können wir sagen, dass Gottes Sohn als Bruder zu uns gekommen ist, damit wir Kinder Gottes genannt werden. So bringt der heutige Lesungstext sowohl die Freude über das Gnadenwirken Gottes zum Ausdruck, als auch eine Bitte, die zugleich Mahnung ist, dass Gott sein Heilswirken in den Gläubigen fortsetzen und vertiefen möge.

Christliches Gottesbild


Der Autor versucht den Lesern die glückhafte Schönheit einer solchen Lebenswirklichkeit deutlich zu machen. Grundgelegt ist diese Lebenswirklichkeit aber im Glauben und Vertrauen an den gebenden, liebenden und freundlichen Vater. Jesus hat ihn uns so gezeigt. Wir sind die Kinder dieses guten Gottes, der uns den "Geist der Weisheit und Offenbarung" gibt und "die Augen des Herzens" erleuchtet, damit wir verstehen zu "welcher Hoffnung wir berufen sind und welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen (=den Gläubigen) schenkt".

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Kyrie


Jesus, unser Bruder. Dein und unser Vater hat uns seinen Segen zugesagt durch unsere Gemeinschaft mit dir. Er will, dass es uns gut geht.

Jesus, unser Bruder. Dein und unser Vater hat uns schon vor der Erschaffung der Welt erwählt. Er nennt uns Kinder Gottes.

Jesus, unser Bruder. Dein und unser Vater hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt seine Söhne und Töchter zu werden. Er liebt uns wie ein guter Vater und eine gute Mutter.

Verkündigung


Wir haben zu Weihnachten die Geburt unseres Erlösers Jesus Christus gefeiert. Jesus lag als Säugling in einem Stall in Betlehem. Was braucht so ein neugeborenes Kind ganz notwendig, um gut leben zu können?

Kinder zählen auf: Nahrung, Wärme, Körpernähe, Aufmerksamkeit, Gefühl von Geborgenheit usw.

Wer gibt ihm das? Meistens die Eltern. Aber nicht nur Babys brauchen bestimmte Dinge, auch wir größeren Kinder brauchen von unseren Eltern sehr viel. Es gibt bestimmtes, was ein Kind von guten Eltern erwarten kann. Genauso können wir, die wir in der heutigen Lesung Söhne und Töchter Gottes genannt werden, uns auf Gott - unseren guten Vater, unsere gute Mutter - verlassen und Bestimmtes von ihm erwarten:

Was kann ein Kind von guten Eltern erwarten? Auf was kann es sich verlassen?
All das, was ein Kind von guten Eltern erwarten kann, können wir Menschen als Söhne und Töchter Gottes, von unserem guten Vater erwarten.

Gute Eltern akzeptieren ihre Kinder als eigenständige Menschen.
Jeder Mensch hat einen freien Willen. Gott akzeptiert unsere Eigenständigkeit.

Eltern wollen, dass ihre Kinder glücklich sind, dass es ihnen gut geht.
Gott will unser Heil, er will, dass wir glücklich sind.

Gute Beziehungen zu Eltern müssen auch belastbar sein.
Gerade in schwierigen Situationen unseres Lebens steht Gott uns bei.

Gute Eltern nehmen ihre Kinder erst.
Unser Gott nimmt uns ernst.

Eltern lassen Kinder Liebe und Zuneigung spüren und erleben, auch wenn sie nicht immer das tun, was die Eltern wollen.
Gott liebt uns auch, wenn wir gesündigt haben. Er verzeiht uns immer wieder.

Gute Eltern ermutigen ihre Kinder, lassen sie Hoffnung in dieser Welt spüren.
Gott ermutigt sein Volk auch in schwierigen Situationen immer wieder.

Vor guten Eltern brauchen Kinder keine Angst zu haben.
Vor unserem Gott brauchen wir uns nicht zu fürchten usw.

Fürbitten


Der Text der Katholischen Jungschar "An alle Erwachsenen", könnte von Kindern vorgelesen oder zum Friedensgruß verteilt werden.

Wir brauchen Erwachsene, die uns Kinder mögen und sich wirklich um uns kümmern.
Wir möchten Euch immer sagen können, was wir wollen und brauchen.
Nehmt doch unseren Willen genauso ernst wie Euren eigenen.
Wisst Ihr, dass Ihr uns oft Angst macht?
Tut das bitte nicht und helft uns, wenn wir uns fürchten.
Wir müssen Euch vertrauen können. Darum habt Vertrauen zu uns und traut uns etwas zu.
Lasst uns spielen und spielt auch öfters mit!
Wir wollen eine Schule, wo das Lernen Spaß macht und wo wir gerne hingehen.
Seid so zu uns, wie Ihr selber möchtet, dass die anderen zu Euch sind.
Lasst uns mit Euch leben und von Euch leben lernen.
Wir brauchen diese Welt genauso wie ihr selbst - nur noch viel länger.
Macht sie uns nicht kaputt.
Das sagen wir Kinder den Erwachsenen. Wir alle sind Gottes Kinder, und er will, dass es uns gut geht. So können wir die Welt immer wieder besser machen.

Publikation: Effata

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Jahreskreis: Weihnachten

Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 2. Sonntag nach Weihnachten

Schlagwörter: Advent/Weihnachten, Gottesdienst

 

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