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Wir brauchen Wasser

Messmodelle

Hintergrund

Das Thema des heutigen Gottesdienstes ist " Wir brauchen Wasser". Sowohl in der Lesung (Jes 55, 1-11), als auch im Evangelium (Mk 1,7-11) spielt das Wasser eine wichtige Rolle: "Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser." (Jes 55,1), "Regen und Schnee tränken die Erde." (Jes 55, 10a), "Johannes tauft Jesus mit Wasser." (Mk, 7-11). Ausgehend von der praktischen Bedeutung des Wassers im Alltagsleben soll zu einer Annäherung an das Symbol
"Wasser" geführt werden.

Material

  • zwei Blumen
  • Vasen
  • Plakatpapier
  • Stifte

Aufbau

Die dazu gestalteten Elemente sind:

  • Verkündigung
  • Fürbitten

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 55, 1-11

So spricht der Herr: Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide, und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung! Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen. Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.
Seht her: Ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht, zum Fürsten und Gebieter der Nationen. Völker, die du nicht kennst, wirst du rufen; Völker, die dich nicht kennen, eilen zu dir, um des Herrn, deines Gottes, des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat.
Sucht den Herrn, solange er sich finden lässt, ruft ihn an, solange er nahe ist. Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen. Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.
Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fallt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

Evangelium: Mk 1, 7-11

In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

Hintergrund 1. Lesung:

Leben aus dem Hören


Die heutige Lesung ist das Ende des Suchens Deuterojesaja. Sie bietet einen theologischen Rückblick über die Worte des Propheten. Das Volk lebte in der Verbannung und war von einer grundlegenden Hoffnungslosigkeit erfüllt. Im ersten Teil der heutigen Lesung versucht der Prophet den Menschen Mut zu machen und beschreibt das Leben nach der Befreiung als Paradies: Ohne Geld bekommt man Wasser, Getreide, Wein, Milch und alles, was einen nährt. Er bietet den Menschen alles ohne Mühen an, denn das Leben kommt aus dem Hören. Man braucht es sich nur schenken zu lassen, man braucht nur dem Bund mit Jahwe zu vertrauen. Mit Vertrauen kann man sich an David erinnern (Vers 3b): Gott war mit ihm; darum gelangen all seine Unternehmungen. Das neue Israel, das nun entsteht, wird zum Zeichen für die Völker.

Verantwortung des Menschen


Diese Zusage des Bundes mit Jahwe bedeutet aber nicht ein Nichtstun des Menschen. Er soll "den Herrn suchen" und "zum Herrn umkehren". "Der Ruchlose soll seinen Weg
verlassen und der Frevler seine Pläne". Die Liebes- und Gnadenzusage, die einst nur für das Davidshaus bestimmt war, gilt jetzt für jeden. Damit sind Freuden wie Verantwortung verbunden. Man kann sich nicht mehr auf den König ausreden. Jeder ist, ob in Juda oder irgendwo unter den Völkern lebend, ein Zeuge für das Wirken Jahwes.

Ermutigung zur Umkehr


Das Buch des Deuterojesaja schließt mit einer Ermutigung zur Umkehr: Gott denkt und wertet nicht wie Menschen denken und werten. Er ist groß im Verzeihen. Sein Wort wirkt wie der Regen, der auf die Erde fällt und Leben weckt. Ein neuer Aufbruch steht bevor: Hinter Jahwe her, aus der Unfreiheit in die Freiheit. Auf Jahwe kann man sich verlassen. Er hat jedes Wort eingelöst: Das Wort ist sogar Fleisch geworden, Gott wird nicht nur wirksam, sondern er wird Mensch. Gott dehnt seine Liebe auf alle Menschen aus und "das Wort aus seinem Mund erreicht all das, wozu er es ausgesandt hat." Es wird leibhaftig in Jesu. Das wird in der "Taufe" Jesu bestätigt.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Verkündigung


Eine Blume, die zwei Tage ohne Wasser in der Sonne oder auf einer Heizung gelegen ist, wird den Kindern gezeigt.

Ich habe euch etwas mitgebracht, eine Blume. Aber was fehlt dieser Blume? - Wasser. Wasser ist für diese Blume, aber nicht nur für sie, sondern für alle Lebewesen lebenswichtig.
Als ersten Schritt schreiben wir auf ein Plakat, wann Wasser wichtig ist, was uns zum Thema "Wasser" alles einfällt: Bach, Fluss, Quelle, Schwimmbad, .... Wasser hat aber, so wie jedes Symbol, eine doppelte Bedeutung. Es kann heißen: Wasser gibt mir Kraft, es erfrischt mich, ich kann aber auch im Wasser ertrinken. Wasser nährt Pflanzen und Lebewesen, ein starkes Unwetter kann aber auch eine Getreideernte zerstören.
Erzählt, Welche Erfahrungen ihr mit "Wasser" gemacht habt!

Die Kinder können davon erzählen, wenn nicht, hat sich der/die Gottesdienstleiter/in das ein oder andere Beispiel dafür überlegt.

"Wasser" hat aber auch eine ganz besondere Bedeutung. Ihr habt vielleicht schon einmal gehört, dass jemand gesagt hat: "Ich bin ganz ausgebrannt" oder "Ich bin innerlich ganz ausgetrocknet."
Dann braucht dieser Mensch für sein Leben etwas, das für ihn wie Wasser ist. So hören wir in der heutigen Lesung, wie der Herr zu den Israeliten im Exil sagt: "Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser!"
Was konnte für ein Volk, dass in einem fremden Land im Exil leben muss, Wasser sein? - Freiheit, ein eigenes Land, Heimat, Unabhängigkeit, usw. Der Prophet ermutigt sie weiter und sagt ihnen, dass "das Wort Gottes so wirkt, wie der Regen, der auf die Erde fällt" und so neues Leben weckt. "Wasser" ist hier Ausdruck für ein neues Leben, das von Gott kommt. Im Evangelium des heutigen Sonntags wird "Wasser" zum Ausdruck für neues Leben in der Taufe. Wir hören von Johannes, dem Täufer, der Jesus tauft. Nach dieser Taufe bestätigt Gott seinen Sohn als Messias.
Auch wir alle sind getauft. Gott hat dadurch mit uns einen Bund geschlossen. Durch die Taufe gehören wir zur Gemeinschaft der Christen, durch die Taufe haben wir neues Leben.
Als abschließendes Zeichen habe ich euch noch eine zweite Blume mitgebracht. Ich habe sie beide gleichzeitig gekauft (oder gepflückt), nur diese habe ich in eine Vase mit Wasser gestellt. Wir stellen beide Blumen auf den Altar, als Zeichen dafür, dass es auch sehr an uns liegt, ob wir selbst, andere Menschen, unsere Umwelt und die ganze Erde überhaupt genug "Wasser" zum Leben haben oder verdursten.

Fürbitten


Lass uns Wasser sein, das Leben weckt, und nicht Fluten, die zerstören.

Lass uns Wasser sein, das Durstlöscher für andere Menschen ist, und nicht Hochwasser, das Menschen ertränkt.

Lass uns Wasser sein, das andere erfrischt, und nicht Strudel, die andere mitreißen und entmutigen.

Lass uns Wasser sein, das die Pflanzen ernährt, und nicht Unwetter, die Ernten vernichten.

Lass uns Wasser sein, das wichtig ist für das Leben unserer Erde, und nicht Brühen, die die Umwelt verschmutzen.

Am Ende des Gottesdienstes könnte es für alle kühles frisches (Mineral)Wasser zum Trinken geben.

Publikation: effata

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Jahreskreis: Neujahr

Lesejahr: B

Sonntag im Jahreskreis : Fest der Taufe des Herrn

Schlagwörter: Bibel, Gottesdienst, Umwelt

 

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