• Jungschar vor Ort
  • Corona
  • Über uns
  • Angebote
  • Modelle
  • Gruppe
  • Pfarre
  • Gott & die Welt
  • Wildegg

Die Huldigung der Sterndeuter

Messmodelle

Aufbau

Für die Lesung empfiehlt sich mit Blick auf die Kinder, zu einer Bibelübersetzung in einfacherer Sprache zu greifen, z.B. "Die Gute Nachricht" oder "Neues Leben. Die Bibel"

 

Bibelstellen

1. Lesung: Jes 60,1-6

Auf, werde licht denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz. Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trägt man auf den Armen herbei. Du wirst es sehen und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir. Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.

Evangelium: Mt 2,1-12

Die Huldigung der Sterndeuter
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.
Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einzug


Der/die Gottesdienstleitende zieht mit den Ministrant/innen und Sternsinger/innen ein. Diese stellen sich an den für sie reservierten Platz.

Einleitung


Das Fest der heiligen drei Könige ist nach dem Weihnachtsfest ein zweiter Höhepunkt der kirchlichen Feiern, die an die Geburt unseres Herrn Jesus Christus erinnern. Aus den Sterndeutern, von denen der Evangelist Matthäus erzählt, sind im religiösen Brauchtum drei Könige geworden. Ob Sterndeuter, Magier, Könige oder Weise: Es geht um Menschen, die auf der Suche sind, die eine Botschaft haben und die andere mit ihren Gaben beschenken und ehren wollen.

Hören wir zuerst die Botschaft der Sternsinger/innen aus unserer Pfarre:
Die Sternsinger/innen stellen sich gut sichtbar auf und tragen ihre Sprüche vor. Dann gehen sie wieder an ihren Platz zurück.

Wie wir sehen und hören, mach(t)en sich auch in diesem Jahr wieder viele Kinder und Erwachsene auf den Weg, um die Weihnachtsbotschaft zu den Menschen in die Häuser zu bringen. Diese gute Nachricht und unseren Glauben daran feiern wir auch in dieser Stunde des Gottesdienstes. So begrüßen wir zu Beginn Jesus Christus in unserer Mitte und ehren ihn in den Kyrie-Rufen als unseren Herrn.

Kyrie


(von Sternsinger/innen gebetet)

Herr Jesus Christus, in dir leuchtet uns Gottes Liebe entgegen.
— Herr, erbarme dich!

Herr Jesus Christus, das Leben aller Menschen ist dir kostbar.
— Christus, erbarme dich!

Herr Jesus Christus, du bringst Freiheit den Unterdrückten und Hilfe den Armen.
— Herr, erbarme dich!

Der gute Gott erbarme sich unser, er gebe uns Kraft, als seine Kinder zu leben. Ihn loben wir im Lied ...

Tagesgebet


Gott, unser Vater.
Die Weisen haben den Stern gesehen
und als Zeichen des Lebens gedeutet.
Sie sind ihm gefolgt und haben deinen Sohn gefunden,
der als Licht der Welt und Befreier der Armen unter uns ist.
In der Gestalt eines Kindes
erscheint deine Liebe,
ja erscheinst du selbst, großer Gott.
Deine Zuwendung gebe allen Menschen Geborgenheit,
sie begleite uns auf den Wegen des Lebens
und führe uns zu deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

Predigt-Baustein/ Gedanken für ein Glaubenszeugnis


Heute haben wir das Evangelium von den "Sterndeutern aus dem Osten" gehört, uns bekannt als die "Heiligen Drei Könige". Es waren auf jeden Fall weise und kluge Leute, die neugierig waren, die gesucht haben. Leute, die sich nicht so leicht abschrecken ließen, sondern immer wieder nachgefragt haben. Menschen, die einen Traum und eine Sehnsucht gehabt haben. Sicher hatten sie auch so ihre Vorstellungen: Einen wahrhaftigen König wollten sie finden! Danach haben sie die Gaben gewählt, die sie aus ihrer Heimat mitgebracht haben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Kostbare Dinge. Ihre erste Adresse war dann auch Jerusalem. Beim reichen König Herodes haben sie Halt gemacht. Aber da war der König, den sie gesucht haben, nicht. Sie mussten weiterziehen.

Und dann: Der Stern über dem Haus und darin eine einfache Familie. Menschen, die nicht viel zum Leben haben. Mann und Frau, ein kleines Kind. Aber eben: die Sterndeuter waren weise Leute! Sie haben erkannt, dass dieses kleine Kind zwar nicht in einem Palast geboren war, aber doch ein König ist. Deshalb sind sie vor ihm niedergekniet und haben ihre Gaben da gelassen.

Die Bibel erzählt uns aber auch, was für ein König Jesus war: einer, der gerecht ist; einer, der auf die Armen schaut, auf alle, die Hilfe brauchen, auf alle, die traurig und bedrückt sind, die besorgt in die Zukunft schauen. Die drei Sterndeuter haben erkannt, dass all das wichtig ist, wenn einer König ist!

Und das große Geheimnis ist: Wer wie Jesus leben will, wer getauft ist, die oder der ist auch so ein König, so eine Königin! Das macht ihr, die sich auf den Weg machen / gemacht haben, um die frohe Botschaft von Jesus zu den Menschen zu bringen uns heute ganz deutlich. Eure Kleidung verrät euch ja! Aber eigentlich sind wir alle — eure Begleiter und Begleiterinnen, wir hier in der Kirche, die Menschen, die Ihr in ihren Häusern aufsucht und die eine Spende geben, ja und auch die, für die diese Spenden gedacht sind — genauso Königinnen und Könige! Denn das haben die drei Sterndeuter ja verstanden: Einen König im Sinne Gottes erkennt man nicht an der Krone, sondern:
... wo sich jemand für die Armen einsetzt, damit sie selbst für ihr Leben sorgen können, genügend zu essen haben und dort leben können, wo sie zu Hause sind.
... wo jemand klar sagt, wenn Armen Unrecht geschieht, wenn ihnen z.B. ihr Land weggenommen oder zerstört wird, so dass sie nichts mehr anbauen können.
... wo jemand die Menschen an die erste Stelle setzt, nicht Macht oder Profit.

Dafür seid Ihr als "Heilige Drei König/innen" jetzt bei den Menschen hier in der Pfarre ...... (gewesen). Und das alles tun z.B. auch die über 500 Projektpartner/innen der Dreikönigsaktion, in deren Namen ihr unterwegs seid. In diesem Jahr blicken wir ganz besonders nach Afrika, nach Tansania und den Menschen dort.

(Hier ist die Möglichkeit gegeben, das Beispielprojekt zur Sternsingeraktion kurz vorzustellen.)

Der König Jesus, dessen Geburt wir gefeiert haben, braucht viele Könige und Königinnen, damit alle Völker auf der Erde den Segen Gottes spüren. Er braucht dafür uns alle: uns hier und die Menschen in Tansania und den anderen Partnerländern der Dreikönigsaktion. Eines hat Jesus uns versprochen: Er bleibt bei uns und lässt uns nicht allein bei den vielen Aufgaben, vor denen wir stehen - hier bei uns, in Tansania und anderswo! 

Fürbitten


Ein Stern ging den Weisen voran — durch ihn haben sie den neugeborenen König der Juden gefunden, den sie gesucht haben. Darum beten auch wir um Sterne, die uns leuchten und Wege öffnen:

Für Menschen in Tansania und anderswo, die von Hunger und Krankheit bedroht sind.
Wir rufen zu dir: Lass ihnen einen Stern aufgehen!

Für die Menschen, die nach dem Land anderer greifen und die Erde ausbeuten.
Wir rufen zu dir: Lass ihnen einen Stern aufgehen!

Für die Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und ein neues Zuhause suchen.
Wir rufen zu dir: Lass ihnen einen Stern aufgehen!

Für die Menschen auf der ganzen Welt, die sich nach Frieden und Versöhnung sehnen.
Wir rufen zu dir: Lass ihnen einen Stern aufgehen!

Wir bitten dich, guter Gott, lass uns füreinander zu Sternen werden, die die Dunkelheit hell machen und den Weg zum Frieden weisen. Darum bitten wir durch Jesus, unseren Bruder. Amen.

Gabenbereitung


Das Bringen der Gaben erfolgt durch die Sternsinger/innen.

Gabengebet


Gütiger Gott,
die Weisen sind dem Stern gefolgt
und haben deinen Sohn als Kind in der Krippe gefunden.
Heute finden wir ihn, unseren König, in den Gaben von Brot und Wein.
Er sei uns Licht für unser Leben und Tun.
Das bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.

Hochgebet


Viertes Hochgebet für besondere Anliegen (Jesus, der Bruder aller). Bei einer Kindermesse kann auch das zweite Hochgebet für die Messfeier mit Kindern (Du liebst uns) verwendet werden.

Vater unser


Alle Sternsinger/innen und Kinder einladen, einen Kreis um den Altar zu bilden.

Die Sterndeuter waren miteinander unterwegs. Gemeinsam haben sie Jesus gefunden und ihn als ihren König anerkannt. Auch wir sind untereinander und mit den Christen und Christinnen auf der ganzen Erde verbunden. Mit ihnen teilen wir das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat und das wir auch heute sprechen: Vater unser ...

Schlussgebet


Gott, wir danken dir für deine Gaben, mit denen du uns in dieser Feier beschenkt hast.
Sie sind größer und schöner als Gold, Weihrauch und Myrrhe.
In ihnen haben wir Jesus, deinen Sohn, empfangen.
Wenn wir wieder aufbrechen und unseren Weg weitergehen, lass uns seinem Stern folgen.
Dann werden wir wie er für die Armen und Unterdrückten eintreten, und die Welt kann deinen reichen Segen spüren.
So beten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt in Ewigkeit. Amen.

Nach den Verlautbarungen


Damit die Sternsingeraktion in unserer Pfarre durchgeführt werden kann, braucht es viele Hände, Füße, Augen, Ohren, Herzen und Köpfe. Danke allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die in diesem Jahr einen Beitrag geleistet haben. Ich möchte das mit dem alten Wunsch: "Vergelt's Gott" tun.

Eine Frau, deren Muttersprache nicht Deutsch war, hat einmal auf die Frage, ob sie weiß, was "Vergelt's Gott" bedeutet, gesagt: Ja, das heißt: Gott wird zahlen! - Gott zahlt aber nicht mit Geld, und eigentlich rechnet er auch nicht. Aber er gibt uns täglich neu seinen Segen. Um diesen Segen bitten wir ihn auch heute wieder — für alle Sternsing-Aktiven, für die Menschen in den Sternsing-Projekten, für uns, die wir miteinander Eucharistie gefeiert haben.

Segen


Gott lasse über uns und allen Menschen seinen Stern aufgehen
und gebe uns Kraft und Freude für unser Leben und unseren Dienst in der Welt.
Dazu segne uns der dreieinige Gott,
der Vater, der alles erschaffen hat,
der Sohn, der einer von uns geworden ist
und der Leben spendende Heilige Geist.
Amen.

Anregungen zu Gebeten wurden aus dem Predigtforum der Redemptoristen übernommen.

Autor/in: Sr. Anneliese Herzig, adaptiert von Benjamin Dittmoser-Pfeifer, Gerald Faschingeder und Jonathan Scalet

Share |

 

Jahreskreis: Hl. 3 Könige

Lesejahr: A

Sonntag im Jahreskreis : Erscheinung des Herrn

Schlagwort: Gottesdienst

 

Mit Kindern Gottesdienst feiern ist eine besondere Herausforderung. In dieser Publikation der Jungschar gibt es neben einigen grundsätzlichen Überlegungen eine Reihe von praktischen Anregungen für die Arbeit in pfarrlichen Kindergruppen ...