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Vom Wunder des Vertrauens

Messmodelle

Hintergrund

Jesus begegnet dem Oberzöllner Zachäus mit bedingungslosem Vertrauen und lädt sich zu ihm ein. Dieses Vertrauen bewirkt Wunder: Zachäus kann seine Fehler zugeben und wiedergutmachen. Im Gottesdienst soll deutlich werden, welche Wunder Vertrauen möglich macht.

Aufbau

Die gestalteten Elemente sind:

  • Einleitung
  • Kyrie
  • Verkündigung

Wenn nur eine Lesung genommen wird, sollte wegen des besseren Verständnisses jene aus dem Buch der Weisheit gewählt werden.

 

Bibelstellen

1. Lesung: Weish 11,22-12,2

Herr, die ganze Welt ist vor dir wie ein Stäubchen auf der Waage, wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde fällt. Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst, und siehst über die Sünden der Menschen hinweg, damit sie sich bekehren. Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast; denn hättest du etwas gehaßt, so hättest du es nicht geschaffen. Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben, oder wie könnte etwas erhalten bleiben, das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre? Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist, Herr, du Freund des Lebens. Denn in allem ist dein unvergänglicher Geist. Darum bestrafst du die Sünder nur nach und nach; du mahnst sie und erinnerst sie an ihre Sünden, damit sie sich von der Schlechtigkeit abwenden und an dich glauben, Herr.

2. Lesung: 2 Thess 1,11-2,2

Schwestern und Brüder! Wir beten immer für euch, daß unser Gott euch eurer Berufung würdig mache und in seiner Macht allen Willen zum Guten und jedes Werk des Glaubens vollende. So soll der Name Jesu, unseres Herrn, in euch verherrlicht werden und ihr in ihm, durch die Gnade unseres Gottes und Herrn Jesus Christus. Schwestern und Brüder, wir schreiben euch über die Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, und unsere Vereinigung mit ihm und bitten euch: Laßt euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da.

Evangelium: Lk 19,1-10

In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; weil er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen mußte. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muß heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an seinen Herrn: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Hintergrund Evangelium:

Der verhaßte Oberzöllner Zachäus


"Bei einem sündigen Mann ist er eingekehrt, um Gast zu sein!" murren "alle", als Jesus sich bei Zachäus, dem Oberzöllner (wie die genaue Übersetzung seiner Berufsbezeichnung lautet), einlädt.

Zachäus, das vermutlich "der Reine", der "Gerechte" bedeutet, ist also Oberzöllner. Ein solcher Mann ist in jedem Fall zunächst einmal ein sehr reicher Mann - wobei sich zunächst schon einmal die Frage stellt, wie der denn zu seinem Reichtum gekommen sein mag. Ein Oberzöllner pachtet mit seinem Geld den Zoll von den Römern. Diesen Zoll läßt er von seinen Angestellten, den mindestens ebenso unbeliebten Zöllnern, einziehen. Sind also die Zöllner schon unbeliebt beim Volk, weil sie sich als Juden mit dem verhaßten römischen Belagerer und Feind wirtschaftlich und politisch arrangiert haben und den eigenen Leuten das Geld für Rom aus der Tasche ziehen, so erst recht ein Oberzöllner.

Zachäus ist also in den Augen seiner Landsmänner und -frauen ein Verräter, der sie und auch und vor allem den jüdischen Gott im Stich läßt und mit den Heiden, den Römern, kollaboriert. Er arrangiert sich mit einer fremden politischen und religiösen Macht. Das ist zutiefst verabscheuungswürdig.

Man kann wohl davon ausgehen, daß Zachäus das selbst wohl auch gewußt haben wird, ihm das aber kein sonderlich großes Problem war. Er wird um seine Unbeliebtheit gewußt haben. So drängt er sich in der auf Jesus wartenden Menschenmenge auch gar nicht vor. Und er wird wohl auch nicht besonders gläubig gewesen sein. Das stimmt vielleicht sehr zuversichtlich - denn Jesus wird trotzdem auf diesen Zachäus aufmerksam.

Der neugierige Zachäus


Als Jesus in seine Heimatstadt Jericho kommt, ist es wohl auch nicht der Glaube, der ihn treibt, Jesus zu sehen. Vielleicht ist es sogar so etwas wie ein unbewußte religiöse Sehnsucht, die ihn dazu veranlaßt, "Gott zu schauen" - aber davon wollen wir gar nicht ausgehen. Wahrscheinlich ist es aber bloße Neugier, die ihn zu Jesus gehen läßt.

Der kleine Zachäus


Zachäus ist "klein" - vielleicht nicht nur von Wuchs. Möglicherweise ist dieser "kleine Mann" auch ziemlich unbedeutend gewesen, ohne hervorragenden Fähigkeiten oder Ereignisse im Leben. Der kleine Mann von der Straße eben, wie Du und ich, ein Durchschnittstyp, der es durch Schlauheit, vielleicht auch Verschlagenheit, zu einem großen Vermögen gebracht hat.

Es braucht also anscheinend gar nicht so viel, daß Jesus auf einen aufmerksam wird und Dich anspricht. Man muß vorher weder ein bestimmtes Glaubensbekenntnis ablegen noch eine richtige Lehrmeinung vertreten. Bloß ernsthaft muß zumindest Deine Neugier sein, sodaß Du sogar auf einen Baum steigst, um sehen zu können, was Du sehen möchtest. Das ist schlau, mehr schon nicht. Zachäus überlegt sich durchaus ernsthaft, wie er sein Problem der Kleinheit umgehen kann. Er steigt auf einen Maulbeerbaum, erläßt sich auf keinen Konflikt mit den anderen Schaulüsten ein, die ihn ohnedies nicht leiden können. Er drängt sich auch nicht vor - er weiß um seine Unbeliebtheit.

Wie ein Wunder "funktioniert"


Doch dann kommt Jesus. Mit der Selbstverständlichkeit einer Liebe, wie sie wohl nur bei Jesus immer wieder anzutreffen ist - wie er Menschen immer wieder begegnet und sie liebevoll, zärtlich und doch kräftig und entschieden immer wieder aus ihrem Alltag herausholt, verändert er auch hier wieder etwas in einem Menschenleben. Mit dem unglaublich selbstverständlichen Vertrauen, das Jesus den Menschen entgegenbringt, geschieht hier eines der jesuanischen Wunder. Dieses Wunder "funktioniert", weil Zachäus Jesus zunächst bloß sehen will - ohne große Liebe zu ihm, bloß aus Neugier. Es "funktioniert", weil Zachäus sofort, als Jesus ihn anspricht, "versteht", worum es hier geht: er zögert nicht, er zweifelt nicht und denkt auch nicht nach. Er glaubt, daß Jesus ausgerechnet zu ihm will, läßt sich durch die murrenden anderen dieses Vertrauen in Jesus nicht vergällen und handelt - indem er sich schlichtweg und ganz einfach freut! Dieses Wunder "klappt" aber vor allem, weil Jesus dem Zachäus völlig vorurteilslos und absichtslos begegnet - wohlwissend wahrscheinlich, wen er da zu sich einlädt. Es ist ihm völlig gleichgültig, was die anderen einwenden - er mag Zachäus und findet ihn für wert, bei ihm einzukehren. Er mag ihn - und ruft ihn, er traut Zachäus etwas zu, er vertraut ihm, denn zuerst ist der Zöllner Zachäus einmal ein Mensch. Jesus ergreift die Initiative - darauf darf man vertrauen.

Aber es eilt - "Steig schleunigst herab, heute muß ich in deinem Haus bleiben!" Jetzt ist die Chance für Zachäus, jetzt muß er reagieren - dann wird Jesus bei ihm bleiben. Und Zachäus versteht. Er reagiert schleunigst.

Zachäus steht zu sich selbst


Nun hat er es nicht mehr nötig, sich in einem Baum zu verstecken oder sich seiner Schläue als Mittel zum Zweck bedienen. Er braucht seine Fehler nicht mehr zu verstecken oder seinen Beruf zu verleugnen - er kann vor allen offen zugeben, daß er Menschen betrogen und erpreßt hat.

Solange andere murren und einem mit Vorurteilen und spürbarer Abneigung begegnen, wird es einem Menschen niemals möglich sein, Schuld zuzugeben. Zu groß wäre dabei die Angst, nachher allein dazustehen. Einzig die Liebe und das Vertrauen (Jesu) machen es möglich, zu dem zu stehen, wer und was man ist und was man getan hat. Und dann - erst dann, ist es einem Menschen möglich, anders weiterzuleben.

Das ist nun auch für Zachäus möglich. Was er nun tut, was er zu geben bereit ist, gilt nach damaligem Recht als Höchstansatz und auch die Wiedergutmachung für Betrug, die er aus eigenem Willen leisten will, ist wesentlich höher als vom Cesetz her vorgeschrieben (20 % des Wertes waren gefordert).

Jesus heiligt Zachäus


Und Jesus "heiligt" Zachäus - er wünscht ihm Heil - Ganzheit und Gesundheit für Leib und Seele - aber eben gerade nicht deshalb, weil Zachäus Buße leistet! Er segnet Zachäus und dessen Familie, weil sie "zu Abraham gehören", weil sie Kinder Gottes sind, weil Gott sie mag und liebt und ihnen immer schon verziehen hat. Das müssen die Menschen nur glauben (was wohl das Schwierigste am Verzeihen ist).

Daß Zachäus hier von sich selbst aus versucht, ohne daß ihn jemand auffordert oder gar zwingt, seine wirkliche Schuld gutzumachen, geschieht nicht als Sonderleistung oder Auflage für Jesus Einladung: es kann nur geschehen, weil Jesus den Zachäus zunächst bedingungslos annimmt. Und Zachäus Wiedergutmachung ist dann eigentlich als Loben Gottes zu verstehen - nicht als Sühne oder Strafe. Denn Zachäus handelt freiwillig, selbstverständlich und vor allem freudig! All das sind Kennzeichen eines wahrhaften Erkennes von Schuld, die wiedergutgemacht sein will.

Menschen, denen solches widerfährt, die solche Liebe und solch selbstverständliches Zutrauen erfahren dürfen, werden immer wieder Dinge tun, die ihnen alle anderen, geschweige denn sie selbst, niemals zugetraut hätten. Wer anderen vertraut wie Jesus, sich "bei ihnen einlädt" - selbst im Wissen, bei wem sie sich da einladen, wer andere ohne Vorbedingungen annimmt, wird immer wieder solche "Wunder" er/eben dürfen. Er darf sie aber nicht von vornherein erwarten - wie bei einem Kochrezept. Er darf bloß absichtslos vertrauen. Diese Haltung kann man niemals erzwingen - aber man kann sie, mit Jesus im Blick, üben.

Elemente für einen Gottesdienst mit Kindern

Einleitung


Am Beginn des Gottesdienstes stellt der/die Gottesdienstleiter/in den Kindern 4 Personen vor: den alten, geizigen Onkel Wendelin, den 17jährigen Schulabgänger Fridolin, die 8jährige Karoline, die nicht gut lesen kann und den Zöllner Zachäus (alle sind verkleidet). Jede/r stellt sich vor:
Onkel Wendelin: Ich war immer arm. Wir haben zu Hause nie Geld gehabt. Immer haben wir sparen müssen und jeden Euro drei mal umdrehen. Aber ich, ICH hab's zu etwas gebracht. Ich hab mein Leben lang hart gearbeitet und geschuftet. So hab ich mir einiges verdient und sogar gespart. Ich versteh' die Leut' nicht, die so faul sind und nichts arbeiten wollen. Die müssen das doch auch lernen. Also, von mir kriegen die nichts! Ich hab' auch schauen müssen, wie ich weiterkomm'!
Gleichzeitig stehen an einem Ambo 2 Gruppenleiter/innen, die im Chor immer murren, "die Murrer".
Die Murrer: Der alte Geizkragen, der! Immer nur grantig ist er und schimpft immer über alle! So ein mieselsüchtiger alter "Grantscherm"!
Fridolin: Ich hasse die Schule. Immer nur lernen, lernen. Dabei bin ich ohnedies viel zu blöd. Mir ist das Gymnasium immer viel zu schwer gewesen, aber meine Eltern haben gemeint, ich muß das machen - wegen der Arbeit und so. Jetzt bin ich zum dritten Mal durchgefallen und muß - gottseidank - aufhören mit der Schule. Jetzt halten mich alle für blöd und meine Eltern sind auch angefressen auf mich. Außerdem haben sie leider nicht so unrecht gehabt - ich find' jetzt keine Arbeit und mir ist ziemlich fad'! Und wenn ich meine Zeugnisse herzeig schauen auch immer alle so...!
Die Murrer: Der ist ja wirklich selber schuld! Auf das eine Jahr war's ja nun wirklich nicht angekommen! Das hat er jetzt davon! Hätt' er bloß gelernt!
Der Zöllner Zachäus: Ich bin schon ein älterer Jahrgang! Um genau zu sein - ich komme aus der Zeit um Christi Geburt; Jesus war sogar Gast bei mir! Aber davon werdet ihr später noch hören! Also, ich bin Oberzöllner - und ein Jude, so wie wir alle in Jericho und wie auch Jesus. Damals haben in Israel, unserer Heimat, die Römer die politische Macht gehabt. Die Juden haben die Römer gehaßt, weil sie ihnen Geld weggenommen haben - den Zoll. Mir war das egal. Ich hab' versucht, das Beste aus der Situation zu machen und hab' mich mit ihnen arrangiert. Also bin ich Oberzöllner geworden. Ich hab' den römischen Zoll gepachtet, hab' mir ein paar Angestellte gesucht, die mir geholfen haben, den Zoll einzusammeln. Einen Teil vom Geld habe ich ihnen als Lohn gegeben, einen Teil davon den Römern - und vom Rest bin ich halt recht reich geworden. Na ja, ich hab' schon einige meiner Landsleute betrogen, aber wer täte das nicht. Hab' halt ein bißerl mehr verlangt als erlaubt. Aber irgendwie muß man ja schauen, daß man zu etwas kommt. Natürlich war ich dann auch ziemlich unbeliebt. Aber das ist halt der Preis dafür.
Die Murrer: So ein Betrüger, so ein Wucherer! So ein Halsabschneider! Bereichert sich auf unsere Kosten und arbeitet auch noch mit den Römern zusammen! So ein Verräter!
Karoline: Ja, ich kann nicht besonders gut lesen, tu mir ziemlich schwer. Und wenn ich aufgeregt bin, ist es noch schlimmer, weil ich dann auch noch zu allem Unglück stottere. Aber wenn mich keiner hetzt, dann geht's eigentlich ganz gut. Also, zu Hause, stottere ich nicht. Das glaubt mir nur keiner! Und jetzt, wenn Weihnachten kommt, spielen wir in der Schule ein Krippenspiel. Und ich würd' echt gern die Maria spielen!
Die Murrer: Die!!!??? Die kann doch nicht einmal gescheit lesen! Die Maria kann wirklich nur jemand spielen, der gut lesen kann! Die Karoline sicher nicht!

Kyrie


Den Kyrietext können Wendelin, Karoline und Fridolin sprechen.

Wendelin: Ja, es stimmt. Ich bin ziemlich neidig - geizig sogar und mißtrauisch. Aber, lieber Gott, glaub nicht, daß das so angenehm ist! Keiner mag mich! Traust Du mir zu, daß ich auch anders sein kann? Daß ich auch liebenswert sein kann?
Herr, erbarme Dich unser.

Karoline: Ja, es ist leider richtig, daß ich nicht so gut lesen kann wie die anderen. Aber ich möchte trotzdem auch Dinge tun, die mir Spaß machen. Auch, wenn ich's nicht so gut kann! Lieber Gott, traust Du mir zu, daß ich mich auch bemühen kann? Daß ich liebenswert bin, auch wenn ich nicht so gut lesen kann wie andere?
Christus, erbarme Dich unser.

Fridolin: Ja, ja, ich weiß - ich bin nicht besonders fleißig, faul sogar. Und auch nicht besonders intelligent. Aber es gibt auch Sachen, die ich gern tu: bei Autos, da kenn' ich mich zum Beispiel echt gut aus. Lieber Gott, traust Du mir zu, daß ich auch etwas kann? Daß ich liebenswert bin, obwohl ich ein echter Versager zu sein scheine?
Herr, erbarme Dich unser.

Verkündigung


Diesmal wird das Evangelium im Rahmen der Verkündigung mit verteilten Rollen verlesen. Es folgt ein Verkündigungsspiel.

Priester: Ich möchte euch heute ein Geschichte erzählen, wie sie vielleicht auch im Neuen Testament stehen könnte.
Die Geschichte wird als Rollenspiel gespielt,
Priester: Jesus geht durch die Stadt. Dort lebt der geizige Onkel Wendelin. Er hat von Jesus gehört und möchte diesen Mann gern mal' sehen. Viel hat er mit der Religion ja nie am Hut gehabt, aber schaden kann's auf keinen Fall. Weil Wendelin schon ziemlich alt ist, kann er sich bei den Menschenmengen, die Jesus sehen wollen, nicht so richtig vordrängen, also setzt er sich auf einen Sessel, irgendwo im Hintergrund Da kann er wenigstens hören, was Jesus sagt.
Jesus: Wendelin, komm, lad' mich zum Mittagessen ein! Ich hab' Hunger und leider kein Geld - und ich bin schon den ganzen Tag unterwegs.
Priester: Wendelin glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen - hat Jesus da ihn gemeint?
Die Murrer: Was, den brauchst Du gar nicht fragen. Der ist sowieso viel zu geizig.
Wendelin springt auf: Klar, das hab' ich zwar schon lang nicht mehr gemacht - aber warum eigentlich nicht? Ich glaub', das macht mir sogar Spaß!
Priester: Jesus und Wendelin gehen mittagessen. Auf dem Rückweg treffen sie Fridolin! Dem ist ziemlich langweilig.
Jesus: Fridolin, magst Du nicht mitkommen? Wendelin braucht sicher einen jungen Mann, der ihm bei einigen Hausarbeiten hilft!
Die Murrer: Was, den fragst Du? Der ist doch ohnedies zu nichts nutz!
Wendelin: Na ja, so alt bin ich auch nicht. Außerdem ist mir das zu teuer, aber ich hab' zu Hause einen alten VW-Käfer stehen - den kannst Du reparieren. Wenn Du das ordentlich machst, zahl' ich Dir die Arbeit und herumfahren kannst Du dann auch mit ihm. Dann können wir ja weitersehen!
Priester: Zu dritt ziehen sie weiter. In einem Park lassen sie sich, ziemlich müde, nieder. Auf der Nebenbank sitzt Karoline, die gerade liest.
Jesus: Karoline, lies uns etwas vor! Wir sind müde! Da ist eine Geschichte gerade richtig und entspannend!
Die Murrer: Was, die? Die verliest sich dauernd! Das ist mehr anspannend als entspannend, wenn man da zuhört!
Jesus, Wendelin und Fridolin: Uns ist das egal. Hauptsache, die Geschichte ist schön. Wir haben ja Zeit!
Priester: Und Karoline liest ihnen folgende Geschichte vor:
Karoline steht auf und liest das Evangelium von Zachäus und Jesus vor. Jesus und Zachäus treten hinzu und lesen jeweils ihren eigenen Text, ebenso die "Murrer" (Alle).

Publikation: effata

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Lesejahr: C

Sonntag im Jahreskreis : 31. Sonntag

Schlagwort: Gottesdienst

 

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