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Bachelor Studium "Internationale Entwicklung" muss bleiben

Jungschar Wien und Welthaus Wien unterstützen die Studierenden der Internationalen Entwicklung in ihrem Protest gegen die Auflassung des Bachelor-Studiums.

Im Zuge von Einsparungsmaßnahmen kündigte das Rektorat der Universität Wien diese Woche an, das Bachelorstudium Internationale Entwicklung einzustellen und nur mehr als Masterstudium anzubieten. Die Studienrichtung Internationale Entwicklung, erst 2002 ins Leben gerufen, ist seit ihrem Beginn stetig gewachsen und erfreut sich österreichweit wie international großer Beliebtheit. Die Katholische Jungschar der Erzdiözese Wien und  das Welthaus der Katholischen Aktion Wien fordern die Rücknahme dieser Entscheidung und begrüßen den Protest der Studierenden gegen die Auflassung ihres Studiums. „Viele Jungschargruppenleiter/innen haben über ihr entwicklungspolitisches Engagement im Rahmen der Sternsingeraktion entdeckt, dass diese Themen nicht nur eine periphere Bedeutung haben, sondern dass sie auch ihre berufliche Zukunft in diese Richtung entwickeln können. Dabei hat das Studium der internationalen Entwicklung eine zentrale Bedeutung für sie gewonnen“, sagt Marcel Kneuer, Vorsitzender der Katholischen Jungschar der Erzdiözese Wien. „Die geplante Abschaffung des Bachelor Studiums ist ein Schlag ins Gesicht all dieser jungen engagierten Menschen und zeigt, dass die Universität Wien mit ihren Studiengängen noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist bzw. ankommen will.“Bereits im vergangenen Jahr haben die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar so wie zahlreiche andere Organisationen aus der entwicklungspolitischen Szene Österreichs den Rektor der Universität Wien aufgefordert, dieses wichtige und beliebte Studium zu erhalten. Leider hat das bisher nichts geändert. Erst vor vier Jahren wurde der bis dahin als individuelles Diplomstudium geführte Studiengang auf ein Bachelor-Master-Studium umgestellt, das auch über die Grenzen Österreichs hinaus auf großes Echo stieß. Allein das Bachelorstudium haben rund 2.000 Studierende inskribiert, insgesamt beläuft sich die Zahl auf über 3.000.  „Das Studium der internationalen Entwicklung war stets ein Kritisches, das den Blick auf den globalen Süden, jenseits von Mitleidsrhetorik und paternalistischen Hilfsgedanken, gerichtet hat. Die Abschaffung des Bachelorstudiums ist auch im Hinblick auf die zunehmende Verdrängung gesellschaftskritischer Inhalte mehr als besorgniserregend“ so Clemens Huber, Vorsitzender des Welthaus Wien.

Wien, 20. April 2012

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