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Von Harry Potter zur Gruppenstunde

Harry Potter ist bei vielen Kindern ein Thema. Doch wie kann man das in der Gruppenstunde nutzen? Im folgenden ein paar Ideen zu Harry Potter, um zu illustrieren, wie du auch bei anderen Themen spannende Sachen für Gruppenstunden finden kannst.

Eigentlich ist ein Buch wie Harry Potter ideal für die Jungschararbeit. Musst du dir unter Umständen thematische Stunden manchmal „an den Haaren“ herbeiziehen, so sind viele Themen bei Harry Potter wie aufgelegt. Der Vorteil: die Kinder sind viel leichter für solche Themen zu begeistern. Wichtig ist es natürlich, Kindern, die sich mit dem Thema nicht so gut auskennen, zusätzliche Infos, die für die Gruppenstunde nötig sind, zu geben.

Fangen wir gleich bei einem nicht unwichtigen Themenbereich an: Hier wird geschildert, in welcher Familie Harry aufwächst, wie schlecht ihn seine Stiefeltern behandeln. Auf der anderen Seite stehen die Weasleys, die Familie von Harrys besten Freunden. Sie sind zwar arm, aber hier wird Harry ganz anders behandelt: viel freundlicher; die Zimmer sind selbst von den Kids eingerichtet,...

Ausgehend davon gibt es viele Mög­lich­keiten für Themen: In welcher Familie würde ich lieber leben? Was brauche ich, damit ich mich zu Hause wohl fühle? Wie schaut mein Traumzimmer aus? usw. Natürlich ist es wichtig, diese Fragen auch methodisch zu unterstützen. Da bieten sich ja einige „Bilder“ aus dem Roman an, z.B. als Harry Potter zum ersten Mal das Haus der Weasleys betritt. Oder die Kinder können überlegen, welche Sachen in Harrys Zimmer bei den Dursleys zum Wohlfühlen fehlen, sie dann aus Papier ausschneiden und auf eine Zeichnung des Zimmers kleben. Gut ist es wahrscheinlich, einige Textpassagen als Erläuterung dazuzukopieren.

Ein weiterer großer Bereich ist die Schule: In Harry Potter gibt es 4 Häuser, die alle unterschiedliche Eigenschaften haben: Welchem Haus würde ich mich selbst zuordnen, und was halten die anderen Kinder von meiner Einschätzung? Eine gute Möglichkeit bei älteren Kindern, um über persönliche Eigenschaften nachzudenken. Der Hut, der in Harry Potter die Kinder zu den Häusern zuteilt, kann hier sicher ein zentraler Bestandteil einer Methode sein.

Ein spannendes Thema sind auch die Unterrichtsfächer, die eine Mischung aus Theorie und Praxis sind: Können wir diese mit unseren Fächern vergleichen? Gibt es Fächer, die wir auch gerne hätten?

Ein zentraler Punkt des Zusammenlebens im Zauberinternat ist der Wettkampf der 4 Häuser. Dabei können einzelne Schüler/innen, die sich nicht an die Regeln halten, Punkteabzüge für das ganze Haus bekommen: Finden wir das fair, wenn wegen einem/r alle Punkte verlieren? Ist es fairer, wenn jede/r gegen jede/n kämpft? Sind Punkteverteilungen für das Zusammenleben nötig? Und wie halten wir in der Jungschargruppe eigentlich zusammen?

In diesem Zusammenhang sind Regeln auch ein interessanter Punkt: Wann darf ich Regeln brechen, wann muss ich mich daran halten? Dafür gibt es auch einige Beispiele im Buch, vom Zaubern in den Ferien, das den Schüler/innen eigentlich verboten ist, bis zu den Zentauren im Wald.

Und natürlich das wichtige Thema Freund/innen: Welche Kinder mag Harry, welche nicht und warum? Was schätzt Harry an seinen Freund/innen, was schätze ich an meinen Freund/innen? Was tun sie, was nicht, usw.

Wahrscheinlich fallen dir, wenn du einige Bände gelesen hast, noch viele andere Themen ein, die für die Gruppenstunde interessant sind.

Marcel Kneuer

kumquat "Harry Potter" 1/2001

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